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Autor Thema: Gentechnikfreie Milchviehfütterung  (Gelesen 837 mal)
K1
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Beiträge: 316


« am: 21.02.10, 11:06 »

Hallo,

nachdem wir das Für und Wieder einer Premiummilch und dessen Erfolg oder Flop bereits in der Box "Faire Milch" zu genüge diskutiert haben, würd mich interessieren, in wie weit überhaupt eine gentechnikfreie Fütterung machbar ist. Ist sie außerhalb reiner Grünlandgebiete interessant und was kostet sie mehr. Wer hat hier in diesem Forum Erfahrung mit Eiweißfutterpflanzen, die auch im kargen Oberfranken  Wink gedeihen? Ist das Saatgut von Futtergetreide und Mais einwandfrei und hält es die Anforderung -gentechnikfrei -stand? Das was wir heute auf die Felder bringen, kann ja gut noch in 1 - 1.5 Jahren im Betrieb verfüttert werden. Da wär es schon interessant zu wissen, kann ich überhaupt mit meinem hofeigenen Futter gentechnikfreie Milch erzeugen? Ich glaube in den nächsten Monaten wird es sich schon herausstellen, ob der Verbraucher bereit ist, "Fair", "Gentechnikfrei" und "Heimat" zu kaufen und wenn ja, muss diese ja Nische auch bedient werden.

l.g. Karin
 


« Letzte Änderung: 21.02.10, 11:08 von K1 » Gespeichert
Jochen
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Beiträge: 1203


« Antwort #1 am: 21.02.10, 12:04 »

In der Rinderfütterung ist Soja nicht unbedingt notwendig. Es gibt genug Rapskuchen oder Rapsextraktionsschrot und anderes.
Grenzen werden durch den geschmack gesetzt. bei zu hohem Anteil wird KF nimmer gern gefressen.
Aber beim Mineralfutter wirds eng. Es gibt kaum noch Viatmine, die nicht mittels gentechnischen Verfahren hergestellt werden. Und die genetchnikfreien lassen sich dies richtig gut bezahlen.
Mit eigenen Anbau wirst Du die Kriterien mit Sicherheit erfüllen. Futtergetreide sehe ich garkeine Gefahr und selbst die beanstandeten Maissaatgutchargen im letzten Jahr und vor einigen Jahren waren weit unter der 0,9%-Schwelle.
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claudia2
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« Antwort #2 am: 22.02.10, 09:10 »

Halli hallo!
Auch wir füttern gentechnikfrei da wir zu den "Landmarktbetrieben "gehören. Wir mußten feststellen, daß man Soja nicht beliebig durch Raps austauschen kann. Unsere ganzen Milchprodukten wurden nämlich bitter, inzwischen eine bewiesene Sache. Liefert man nur an die Molkerei, wird es dort kaum auffallen, aber jeden Milchverarbeiter kann ich davor nur warnen.
Gruß
Claudia
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Jochen
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Beiträge: 1203


« Antwort #3 am: 22.02.10, 09:45 »

Sorry.. ich war zu sehr auf Mast/Fleisch fixiert. Das geschmackliche Problem bei der Milch leuchtet mir ein. Alternativen sind noch Ersatz von Silomais durch Kleegras und laut den Vermarktern desselben solls auch genug gentechnikfreies Soja auf dem Weltmarkt geben...
Hängt natürlich davon ab, ob man auf die nicht praktizierbare absolute Nulltoleranz verzichtet und die gesetzlichen 0,9% akzeptiert.
Erbsen/Ackerbohnen sind auch eine Alternative.. aber auch nur in Grenzen wegen Geschmack..

Auf jeden Fall ist die Fütterung teurer und durch den Verkauf des Produktes sollte das auch wieder reinkommen.
Es ist zu befürchten, dass es bei der gentechnikfreien Fütterung so geht wie bei QS...
auf einmal wird es Standard und Vorschrift und der Preis wird wieder auf Weltmarktniveau gedrückt..
wenn man dann an den internationalen Wettbewerb erinnert, der diese Vorschriften nicht kennt, wird auf die "Subventionen" verwiesen.

Ich sehs immer am Körnermais...
Weltmarktpreise -- kein cent mehr als woanders für gentechnisch veränderten.
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K1
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 316


« Antwort #4 am: 22.02.10, 12:31 »

Zitat
Es ist zu befürchten, dass es bei der gentechnikfreien Fütterung so geht wie bei QS...
auf einmal wird es Standard und Vorschrift und der Preis wird wieder auf Weltmarktniveau gedrückt..
wenn man dann an den internationalen Wettbewerb erinnert, der diese Vorschriften nicht kennt, wird auf die "Subventionen" verwiesen.

Ich sehs immer am Körnermais...
Weltmarktpreise -- kein cent mehr als woanders für gentechnisch veränderten.

Ja natürlich besteht die Gefahr, dass wir die Meßlatte ständig höher hängen, und es dann doch über kurz oder lang zum Standart wird. Aber ich sehe hier schon wenigstens im Moment die Chance, meine Milch bessser zu vermarkten.

l.g. Karin
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Luetten
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Geschlecht: Weiblich
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« Antwort #5 am: 22.02.10, 14:21 »

Kann man eigentlich noch glauben, das das was draufsteht auch drinnen ist?
Gruß Petra
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
gammi
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Beiträge: 2308


« Antwort #6 am: 22.02.10, 15:27 »

Wir füttern schon länger Rapskuchen.........haben da aber die Erfahrung gemacht, dass er oft gar nicht lieferbar ist, da zu wenig vorhanden. (War regional).
Da inzwischen aber alle Berater auf Rapskuchen verweisen ist der Preis auch schon gewaltig angestiegen.

Ob ich alles glauben darf was draufsteht weiß ich allerdings auch nicht.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
Jochen
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Beiträge: 1203


« Antwort #7 am: 22.02.10, 15:45 »

Bei Rapskuchen kannst Dir sicher sein, dass er GVO-frei ist. Bei Rapsextraktionsschrot eigentlich auch.
Und dass die Kontrollen funktionieren beweisen die Schiffsladungen, die wegen ganz geringer Spuren hier nicht zugelassener GVO in rotterdam abgewiesen wurden und dann weiter nach China fuhren..

 
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