Förderer der fairen Milchlieferanten -
"Der faire Verbraucher"
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Die "Fairen Milchlieferanten" setzen ein Zeichen
Der Kampf der Milchbauern um höhere Preise bleibt keinem Verbraucher verborgen, das Geschehen am Milchmarkt ist jedoch für viele nicht nachvollziehbar. Manch einer fragt sich, warum die Milchproduktion nicht besser dem Verbrauch angepasst und dadurch ein stabiler Preis erzielt werden kann.
Die "Fairen Milchlieferanten" haben dieses Thema aktiv und unkompliziert angegangen. "Fair" bedeutet für sie, ihre betriebliche Milchquote strikt einzuhalten bzw. zu unterliefern, auch auf die Gefahr hin, dass andere Berufskollegen diese nichtgenutzte Quote dann beliefern können. "Wir wollen mit unserer Selbstbeschränkung ein Zeichen setzen und ein Umdenken bei den Berufskollegen in Gang bringen", betont Jürgen Zettl, Gründer der Initiative. Er sucht deshalb weiterhin Milcherzeuger die bereit sind, eigenverantwortlich die Milchmenge durch eine gebremste Produktion zu reduzieren.
Bieten die "Fairen Milchlieferanten" Vorteile für den Verbraucher?
Ja, denn von einer zurückhaltenden Produktion profitiert nicht nur die Umwelt, sie ist auch ein Gewinn für die Gesundheit von Mensch und Tier. Vielleicht haben Sie als verantwortungsvoller Verbraucher ein schlechtes Gewissen, wenn sie das wertvolle Lebensmittel Milch so billig einkaufen. Jetzt gibt es eine Möglichkeit, die "Fairen Milchlieferanten" direkt und unkompliziert zu unterstützen und zwar ohne zusätzliche Transport- oder Verpackungskosten und ohne, dass sich Molkereien und Handel davon etwas abzweigen können.
Fünf Milcherzeuger und vier Verbraucher sind die Gründungsmitglieder des Vereins "Freunde der fairen Milchlieferanten" (v. li.) Helmut Haas, Ottobeuren, Anton Albrecht, Böhen, Tobias Ruppaner, Waltenhofen, Josef Hannes, Markt Rettenbach, Jürgen Zettl, Ödwang, Thomas Graf, Heising, Karin Högner, Eggenthal, Rudolf Heinze, Lachen und Markus Bergtold, Seeg. Foto: Schreyer
Wie können Sie als Verbraucher die "Fairen Milchlieferanten" unterstützen?
Die produzierte Milch der "Fairen Milchlieferanten" hat kein eigenes Label, denn die Landwirte sind deutschlandweit verstreut und liefern ihre Milch an ganz unterschiedliche Molkereien. Über den gemeinnützigen Verein "Freunde der Fairen Milchlieferanten", der mit Unterstützung des Bundesverbraucherministeriums in Berlin vor kurzem gegründet wurde, können Verbraucher oder Firmen diese Initiative jetzt finanziell unterstützen. Der Jahresbeitrag von 12 Euro sowie alle weiteren Geldspenden kommen direkt den "Fairen Milchlieferanten" zugute. Damit die Spender nachvollziehen können, wer Geld aus dem Fond erhält, lassen sich diese Landwirte auf einer Liste im Internet veröffentlichen.
Zum Spendenkonto
So wie die Landwirte durch eine Hoftafel ihre Mitgliedschaft bei den "Fairen Milchlieferanten" öffentlich machen, können auch Verbraucher eine kleine Tafel erhalten, die sie als "Der faire Verbraucher - Förderer der fairen Milchlieferanten" erkennbar macht (Abb. links).
was haltet Ihr davon, als Bauer um Spenden für sich selber (außer für Hilfsdienste)zu werben?
l.g. Karin