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10.02.12, 05:32


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Autor Thema: Sanktionen beim Abliefern von Hemmstoff-Milch!?  (Gelesen 3297 mal)
Ossi22
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Milcherzeuger in Ostwestfalen


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« am: 04.02.10, 09:07 »

Heute ! Halb freiwillig , eher unfreiwillig habe ich heute morgen reduziert !
Versehentlich Hemmstoffkuh gemolken , natürlich bei fast vollem Tank  Angry . Mussten den Hahn aufdrehen  Angry Angry
Es weicht zwar etwas von der Fragestellung ab , aber welche Molkerei sanktioniert wie das Abliefern solcher Milch ?
Uns ist es noch nicht passiert , das wir diese Milch abgeliefert haben - schon öfter mussten wir sie wegkippen , aber nie abgeliefert .
Daher kein "praktische" Erfahrung  Wink .

Gruß Henrik


Hallo ,
was haltet ihr von er freiwilligen reduzierung??
Neugirig bin Shocked
LG Mucki
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mouhkouh
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Gut für die Sinne, schlecht für die Nerven!


« Antwort #1 am: 04.02.10, 09:44 »

Nimms nicht so schwer- das ist uns vor einigen Wochen auch passiert. Sind zwar "nur" 900 Liter gewesen, die den Bach runter gegangen sind..aber gut fühlt man sich trotzdem nicht  Roll Eyes

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Wenn du schreiben kannst, heißt es noch lange nicht, das du ein intelligentes Wesen bist Grin
frankenpower41
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Ich liebe dieses Forum!


« Antwort #2 am: 04.02.10, 10:17 »

...  das hatten wir auch schon öfters. Ist zwar ärgerlich, bringt uns aber nicht um.
Gut ist nur, dass wir es immer schön verteilt hatten (mal wars meine Schuld, dann die von Göga)
Erfahrungsgemäß passiert sowas, wenn irgend was Unvorhergesehenes ist und man aus seiner Routine kommt.

Marianne
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Lexie
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« Antwort #3 am: 04.02.10, 11:08 »

wir haben uns von AIM den Hoftest gekauft. Hab auch schon mal Hemmstoffmilch reingemolken, schnell getestet (dauert 2,5 Std.)
und siehe da war bis jetzt immer negativ der Test. Bei der 4. Mahlzeit ist schon soviel Milch im Tank, dass das Ergebnis noch nie
positiv war. Bei uns im Dorf gibt es sogar Betriebe, die jede Hemmstoffprobe mit der Tankmilch strecken und so zum Testen an die
Molkerei mitgeben.
LG
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gammi
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« Antwort #4 am: 04.02.10, 11:12 »

Seit ich weiß, dass das die Haftpflicht?-Versicherung bezahlen würde sehe ich es eher gelassener.

Nein im Ernst wir mußten auch schon mal die Milch rauslaufen lassen.....im Moment ärgert man sich gewaltig, aber es gibt Schlimmeres.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
Ossi22
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Milcherzeuger in Ostwestfalen


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« Antwort #5 am: 04.02.10, 11:47 »

Erfahrungsgemäß passiert sowas, wenn irgend was Unvorhergesehenes ist und man aus seiner Routine kommt.

Tja , genau so wars !

wir haben uns von AIM den Hoftest gekauft. Hab auch schon mal Hemmstoffmilch reingemolken, schnell getestet (dauert 2,5 Std.)
und siehe da war bis jetzt immer negativ der Test. Bei der 4. Mahlzeit ist schon soviel Milch im Tank, dass das Ergebnis noch nie
positiv war. Bei uns im Dorf gibt es sogar Betriebe, die jede Hemmstoffprobe mit der Tankmilch strecken und so zum Testen an die
Molkerei mitgeben.
LG

Wir haben auch ein Testgerät , aber wir nutzen es wenig , so das die Haltbarkeit der Proben immer abläuft und holen uns dann vom Nachbarn Einzelne Proben.
Da das Tier aber gerade gestern frisch behandelt war , war es für uns klar . Und bei uns kommt der Milchwagen , wenn wir gerade die letzte Milch gemolken haben , so das die Wartezeit fürs Ergebnis nicht ausreicht .

Danke für den moralischen Beistand  Grin , Gruß Henrik
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Mathilde
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« Antwort #6 am: 04.02.10, 12:18 »

hallo,

nur einmal weil so ein oberschlau nicht den kühler angemacht hat  Angry und auch die volle leistung drin  Sad
hemmstoff jedesmal durch entfernen des "rüssels" vermeiden können aber so spässchen wie strecken und so weiter - das wäre mir zu gefährlich denn da kommt der ganze zug (motorwagen und hänger ) zurück und du darfst entsorgen und ersetzen und dann noch 1 monat lang den abzug - da bist du bedient.

lg mathilde
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Lexie
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« Antwort #7 am: 04.02.10, 12:23 »

bei uns wird auch nicht gestreckt bei den normalen Proben, wäre mir zu riskant, aber ich mein nur, auf was die Bauern
so alles kommen  Grin
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Ossi22
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Milcherzeuger in Ostwestfalen


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« Antwort #8 am: 04.02.10, 12:31 »


Es weicht zwar etwas von der Fragestellung ab , aber welche Molkerei sanktioniert wie das Abliefern solcher Milch ?

Daher kein "praktische" Erfahrung  Wink .

Gruß Henrik


Hoffe , es nervt jetzt nicht , aber was passiert mit meinem Geldbeutel , wenns wirklich passiert ?
Ich kenne immer nur den Spruch "früher" , 10 Pfennig Milchgeld werden im Monat abgezogen .
Heute kommt welcher Abzug , welches Strafverfahren , welcher Staatsanwalt , welches Veterinäramt oder ........?
Und vielleicht auch unterschiedlich von welchen Bundesland oder Molkerei ?
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roco
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« Antwort #9 am: 04.02.10, 12:55 »

Bei uns im Dorf gibt es sogar Betriebe, die jede Hemmstoffprobe mit der Tankmilch strecken und so zum Testen an die
Molkerei mitgeben.
LG

Tut mir schrecklich leid, aber wenn ich sowas lese, da kommt mir- als Kleinmolkerei- echt die Galle hoch!!!!

da frag ich mich echt, was die Molkerei für manchen Bauern bedeutet?  Huh

ist sie ein Betrieb,
-der den Bauern ausbeutet
oder ist sie ein Betrieb
-der das Produkt des Bauern veredelt, haltbar macht, vermarktet
 Huh Huh

Was würde denn ein Bauer ohne "seine" Molkerei machen??
Tut mir Leid- aber für solche Dinge habe ich absolut NULL Verständnis!
Wie soll eine Molkerei ihr Produkt gut vermarkten, einen guten Preis erzielen,
wenn sie mit so einem sch... Rohstoff arbeiten soll?

« Letzte Änderung: 04.02.10, 12:57 von roco » Gespeichert

LG
roco
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Braunviehzucht mit Herz und Verstand


« Antwort #10 am: 04.02.10, 13:20 »

Unsere Molkerei zieht jeden Tag Hemmstoffproben. Am Ende der Tour setzt der Fahrer einen Schnelltest seiner gesamten Milch im Tank an. Sollte dieser Test positiv sein, werden die  Lieferantenproben auf Hemmsoff getestet, um den Verursacher fest zu stellen. Dieser muß dann für die Entsorgung von Hänger oder Maschinenwagen aufkommen.
Ist dann meist ein Versicherungsfall.
Der Fahrer darf erst an der Molkerei abpumpen wenn der Schnelltest gelaufen ist.
Milchgeldabzug gibt es aber nur, wenn bei einer amtlichen Probe Hemmstoffe  (4 Proben/Monat)festgestellt werden. Den Milchgeldabzug übernimt die Versicherung aber nicht.

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Versuche nie einen Menschen so zu formen wie du es bist, denn du solltest wissen , daß einer von deiner Sorte reicht
Agrele
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« Antwort #11 am: 04.02.10, 14:52 »

also unser Milchfahrer nimmt bei jeden Bauer eine Tankprope bis er dan in der Molkerei ist,sieht er ob er abladen kann und hat somit gleich den Übeltäter.

Weis aber nicht wieweit man Strafe Zahlen muß wen Hemmstof in der Milch war.

Bei unsere  alten Molkerei hat mann bei der Molkerei angerufen und bescheidgesagt das Hemmstoff im Tank gemolken ist, wir liesen die Milch in den Güllekanal laufen.
Molkerei zahlte dan die Hälfte des  2 Tagesgemelke war der Molkerei lieber als der ganze Zug voll unbrauchbare Milch.

im überwigenden fall war es immer der Chef
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Agrele
Freya
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no guts, no glory !


« Antwort #12 am: 04.02.10, 16:46 »

die Versicherung zahlt nur, wenn es nicht grob fahrlässig ist. Und was das ist, entscheidet die Versicherung ....
Ich habe z.Zt. eine Hemmstoffkuh, da habe ich schon 4 Proben mitgegeben. Morgen versuche ich es wieder mal..... das war vor. Jahr bei der genau dasselbe. Die Leber braucht zu lange um das AB im Körper abzubauen. Ich bin froh, dass mir die Molkerei diesen Service bietet; am selben Tag Hemmstofftest und Ergebnis abends vor dem Melken telefonisch erfragen. Grin

Bei mir ist es schon passiert, dass ich den Milchschlauch im Tank vergessen habe, als ich die Spülung einschaltete. Da hab ich auch abgelassen Sad Sad  .... und Reinigungsmittel sind auch Hemmstoffe ... .abgesehen von dem vielen Wasser Cool
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liebe Grüße
Freya

"Kuchen bleiben länger frisch, wenn sie später gebacken werden" (ostfriesischer Haushaltstip)
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Braunviehzucht mit Herz und Verstand


« Antwort #13 am: 04.02.10, 16:50 »


Bei unsere  alten Molkerei hat mann bei der Molkerei angerufen und bescheidgesagt das Hemmstoff im Tank gemolken ist, wir liesen die Milch in den Güllekanal laufen.
Molkerei zahlte dan die Hälfte des  2 Tagesgemelke war der Molkerei lieber als der ganze Zug voll unbrauchbare Milch.

In den Genuß dieser Regelung kam ich auch schon mal. Bei unserem Milchkäufer, einer Privatmolkerei, wurde sie aber schon vor Jahren abgeschafft.

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Paula73
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« Antwort #14 am: 04.02.10, 17:45 »


Es weicht zwar etwas von der Fragestellung ab , aber welche Molkerei sanktioniert wie das Abliefern solcher Milch ?

Daher kein "praktische" Erfahrung  Wink .

Gruß Henrik


Hoffe , es nervt jetzt nicht , aber was passiert mit meinem Geldbeutel , wenns wirklich passiert ?
Ich kenne immer nur den Spruch "früher" , 10 Pfennig Milchgeld werden im Monat abgezogen .
Heute kommt welcher Abzug , welches Strafverfahren , welcher Staatsanwalt , welches Veterinäramt oder ........?
Und vielleicht auch unterschiedlich von welchen Bundesland oder Molkerei ?


Als erstes zahlst du für die kontaminierte Milch - meistens mind. den Inhalt des Tankers. Sollte die Milch in der Molkerei einen der Sammeltanks verunreinigen, zahlst du auch das. Gerade die Käse - Molkereien sind da sehr "pingelig" - Käsekulturen stehen so uberhaubt nicht auf auch nur das kleinste Bisschen Antibiotika.

Als "Strafe" werden außerdem 10 Cent je Liter gelieferter Milch für den gesamten Monat fällig. Passiert es im gleichen Monat noch einmal 20 Cent je Liter.

Wenn ich hier lese - ist uns auch schon öffters passiert - ist das ja vielleicht nur missverständlich formuliert, aber ansonst wie kann so was öfter geschehen  Huh

Wir haben in den letzten 20 Jahren genau 2 Mal Hemmstoffe in den Tank gemolken (mit einem Vertreter gequatscht, Kanne hin gestellt, Kuh angehangen- zu spät gesehen das die Kanne nicht angeschlossen war) . Seitdem schaut man aber 3 Mal hin ob der Schlauch da ist wo er hin gehört und die Milch auch in der Kanne landet. Die Kühe sind bei uns mit 2 Fesselbändern gekennzeichnet, TR mit einem Plastikband .

LG Paula
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