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Autor Thema: BDM: Die faire Milch  (Gelesen 15728 mal)
Internetschdrieler
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 966


Braunviehzucht mit Herz und Verstand


« Antwort #60 am: 22.01.10, 21:13 »

warum dürfte es bei dir in Sachen Milch nur einen Einheitsbrei geben ?
Die Verbraucher haben doch eindeutig unterschiedliche Ansprüche und in einer Marktwirtschaft muß es doch legitim sein, diese Ansprüche zu befriedigen.
Rebell hat wieder mal nicht verstanden. Natürlich dürfen die Ansprüche des Verbrauchers befriedigt werden, er hat aber auch das Recht das Konzept, das hinter diesem Angebot steht, zu hinterfragen.

Wenn du mit Hilfe von Gentechnik und sonstigen Hilfsmittel versuchst, immer noch billiger zu produzieren, macht dir das niemand streitig.
.

Wieder einmal eine typische "rebellsche" Unterstellung.
Bei unserem Kraftfutteraufwand von 200 g pro erzeugten Liter Milch sind die Mehrkosten für ein GVO-freies Kraftfutter minimal. Allerdings kann ich mir es dann nicht leisten, einige Hektar Grünland verholzen zu lassen. Das ist mir dann zu teuer.
Dann sind wir bestrebt unsere Kühe leistungsgerecht zu füttern, daher sind mir die Fütterungsvorgaben für für diese Milch kontraproduktiv.
Wem es anderst  ins betriebliche Konzept passt - warum nicht.


Zitat
Ich bin überzeugt, das es genug Leute gibt die diese Müllermilch auch weiterhin kaufen !

Wir liefern zwar nicht an Müllermilch  Wink halten es aber so wie der Geschäftsführer der MVS und Fairen Milch Herr Niedermaier, und vermarkten unserer Milch, wie er, über eine MEG an eine etablierte Privatmolkerei.

Internetschdrieler
« Letzte Änderung: 22.01.10, 22:57 von Internetschdrieler » Gespeichert

Versuche nie einen Menschen so zu formen wie du es bist, denn du solltest wissen , daß einer von deiner Sorte reicht
manurtb
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« Antwort #61 am: 23.01.10, 11:19 »

beeinflussen nicht aber wie Du schon gesagt hast DAS SIND DIE SCHLIMMSTEN!!!!!!!!!!!! UND DIE LAUTESTEN
Und die haben nie Recht? Wollen die Euch nur das Übelste? Ist es der Neid darum, dass man als Bauer 'so gut' verdient?
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Lexie
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« Antwort #62 am: 23.01.10, 11:47 »

hallo
wir sind Müller-Lieferanten. Sind wir doch mal ehrlich, dem Herrn Müller haben wir es doch zu verdanken, dass
mittlerweile soviel verschiedene Milchprodukte im Umlauf sind. Was hat es denn Anfang der 70er Jahre gegeben. Milch, Butter, Sahne und
Quark..viel mehr nicht. Ich wohne in der Nähe von Müller, kann mich gut erinnern, wie sie das Milchreiskochen angefangen haben.
Ich habe allen Respekt vor Herrn Müller, der hat aus kleiner Dorfkäserei ein Riesenimperium geschaffen. Viele Andere haben doch die
Entwicklung verschlafen.
Ich vergönn es allen Landwirten, dass sie gerechte Preise für Ihre erzeugten Halbfertigprodukte (das ist in meinen Augen die Milch) erhalten.
Lidl-Milch, Faire Milch und Co, läuft sicher, wenn nicht wieder alle auf diesen Zug aufspringen.
LG Lexie
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K1
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« Antwort #63 am: 23.01.10, 13:17 »

Zitat
Und die haben nie Recht? Wollen die Euch nur das Übelste? Ist es der Neid darum, dass man als Bauer 'so gut' verdient
warum sollen die nicht recht haben. Aber es macht einen Unterschied, wie ich meine Kritik formuliere. Ich kann sachlich argumentieren oder defamieren. Und hier wurde nur geschimpft ohne überhaupt eine sachliche Argumentation zuzulassen
Zitat
Ich schreib dies hier, weil es mir sehr deutlich gemacht hat, dass es ungemein wichtig ist, dass das Projekt echt auch kritischen Hinterfragungen und Infragestellungen stand halten muss.
Zitat
Karin, genau das ist es, was ich die ganze Zeit schon versuche, rüber zu bringen.
Damit steht oder fällt alles in einer Welt, in der es nicht darum geht, dass man überhaupt was zu essen bekommt... Dafür sind wir in Deutschland schon viel zu satt, was auch gut ist. Lieber Nahrungsmittelüberschuss als zu wenig zu Essen
Fakt ist. Milch wird bereits standartmäßg auf sehr hohen Niveau erzeugt, für das wir mit besten Wissen und Gewissen Tag täglich arbeiten. Diese kann aber in der Regel nur für zu wenig Geld verkauft werden. Aktuell bei uns im ECenter 44 Cent für 1,5 Prozent. So - was müssen wir uns einfallen lassen, wenn wir mehr als das Doppelte für einen Liter dem Verbraucher schmackhaft machen wollen. Also Latte höher legen, und sich aber dann auch im Klaren sein, dass dies  kritisch beobachtet wird. Die Medien sind sensilbilisiert, das haben wir ja gewollt. Aber wir können sie nicht anknipsen wenn wir uns positiv darstellen wollen, und ausknipsen wenn sie uns schaden könnte.
 
Wenn wir Bauern nicht unter einen Hut zu bekommen sind, sollten wir ihn aber weiterreichen und uns gegenseitig unterstützen. Und jede konstruktive Kritik, die hier der faiern Milch zu einen guten Start verhelfen könnte, darf nicht missverstanden werden.
Es wäre uns allen gedient, einen Milchverkaufspreis zu etablieren, der passt.
"Hochwertige Lebensmittel kosten ihren Preis"



l.g. Karin
 
« Letzte Änderung: 23.01.10, 15:37 von K1 » Gespeichert
fanni
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« Antwort #64 am: 23.01.10, 15:47 »

beeinflussen nicht aber wie Du schon gesagt hast DAS SIND DIE SCHLIMMSTEN!!!!!!!!!!!! UND DIE LAUTESTEN
Und die haben nie Recht? Wollen die Euch nur das Übelste? Ist es der Neid darum, dass man als Bauer 'so gut' verdient?

Manu..........ich denke einfach, dass es weh tut..........sie müßten es besser wissen..........bei allen andren kann ich dann auch kontern, diskutieren oder zumindest wenns ganz übel wird zynisch werden.........aber bei denen hat man Maulsperre.......leider.........verstehtst du das jetzt!?  Aber das gehört eigentlich nicht zum Thema.......sondern irgendwie zum ganz normalen Landwirtschaftswahnsinn Huh Wink Tongue
« Letzte Änderung: 23.01.10, 15:59 von fanni » Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
manurtb
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« Antwort #65 am: 23.01.10, 17:48 »

beeinflussen nicht aber wie Du schon gesagt hast DAS SIND DIE SCHLIMMSTEN!!!!!!!!!!!! UND DIE LAUTESTEN
Und die haben nie Recht? Wollen die Euch nur das Übelste? Ist es der Neid darum, dass man als Bauer 'so gut' verdient?
Manu..........ich denke einfach, dass es weh tut..........sie müßten es besser wissen..........bei allen andren kann ich dann auch kontern, diskutieren oder zumindest wenns ganz übel wird zynisch werden.........aber bei denen hat man Maulsperre.......leider.........verstehtst du das jetzt!?  Aber das gehört eigentlich nicht zum Thema.......sondern irgendwie zum ganz normalen Landwirtschaftswahnsinn Huh Wink Tongue
Hallo Fanni, ich bin an die Sache einfach mal so rangegangen, dass ich mir gedacht habe: Das kann doch nicht nur Böse gemeint sein.
Vielleicht tut es mehr weh, weil einem die Leute näher stehen. Aber vielleicht wollen die auch was Gutes damit erreichen, vielleicht grad, weil sie draussen sind.
Könnte das nicht auch sein?
Ich finde schon, dass es so ein kleines bisschen zum Thema gehört, weil sich ja auch einiges aufgeschaukelt hat durch die ganzen Aktionen hin und her...
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Mirjam
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« Antwort #66 am: 23.01.10, 18:31 »


Es wäre uns allen gedient, einen Milchverkaufspreis zu etablieren, der passt.
"Hochwertige Lebensmittel kosten ihren Preis"

l.g. Karin

Hallo Karin,

wobei ich schon auch ein Fan davon bin, dass nicht nur der "Lebensmittelwert" dabei berücksichtigt wird - sondern eben auch (bisher kostenlose!?) Landschaftsgestaltung (Weidewirtschaft) oder Landschaftspflege, egal ob das jetzt ein "Knick" ist im Norden, eine fränkische Streuobstwiese oder eine Alm in den Berg.

Milch - darf meiner Ansicht als Produkt "mehr" sein als nur die Summe der Milchinhaltstoffe - weil es für unsere Landwirtschaft, Kultur und Landschaftserhalt auch mehr bedeutet :-)

Gruß Mirjam
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Mucki
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« Antwort #67 am: 23.01.10, 18:48 »


wobei ich schon auch ein Fan davon bin, dass nicht nur der "Lebensmittelwert" dabei berücksichtigt wird - sondern eben auch (bisher kostenlose!?) Landschaftsgestaltung (Weidewirtschaft) oder Landschaftspflege, egal ob das jetzt ein "Knick" ist im Norden, eine fränkische Streuobstwiese oder eine Alm in den Berg.

Milch - darf meiner Ansicht als Produkt "mehr" sein als nur die Summe der Milchinhaltstoffe - weil es für unsere Landwirtschaft, Kultur und Landschaftserhalt auch mehr bedeutet :-)

Gruß Mirjam




Hallo Miriam,
des hast schön geschrieben,und ich stimme dir voll und ganz zu.

LG Mucki
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Mirjam
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« Antwort #68 am: 23.01.10, 18:59 »

Hallo Mucki,

ich lese momentan das Buch "denken hilft - nützt aber nichts" über das Einkaufsverhalten und Forschung darüber. Das macht einem vieles Sonnenklar und wir werden nicht den Verbraucher bekommen den wir uns wünschen, wir müssen ihn uns einladen mit den Mitteln die die Werbebranche schon kennt oder nutzt - das zu tun was wir möchten UND sich gut dabei fühlt!

Das Geschmack an der Erwartungshaltung hängt - ist eine unumstößliche Tatsache und natürlich schmeckt Milch mit "gutem Gewissen" oder Gedanken schöne Berge, an den letzten Urlaub oder in einem schönen Glas IMMER besser! Klar kann man nicht "alle" Verbraucher mitnehmen, aber die sich das leisten möchten und können sollten wir als Zielgruppe schon mitnehmen, oder? Vor allem - man bekommt die Schnäppchenjäger auch: Denn die Landschaftspflege gibt es beim Produkt "kostenlos" dazu!  Smiley

Genuß - grad beim Essen - hängt ja auch der Vorstellung bzw. Erinnerung wie bei einem guten Glas Wein als "Genußmittel" gebucht wird.

Schöne Werbung aus Frankreich, leider kann ich nicht französische, aber das braucht man gar nicht:

Bitte folgt diesem Link - es lohnt sich: http://www.grandlait.fr/

-> dann auf den hellblauen Querbalken "et cuisine" klicken -> Video abrufen das links auftaucht "le couvrez tv spot"

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« Antwort #69 am: 23.01.10, 19:01 »

Zitat
Hallo Karin,

wobei ich schon auch ein Fan davon bin, dass nicht nur der "Lebensmittelwert" dabei berücksichtigt wird - sondern eben auch (bisher kostenlose!?) Landschaftsgestaltung (Weidewirtschaft) oder Landschaftspflege, egal ob das jetzt ein "Knick" ist im Norden, eine fränkische Streuobstwiese oder eine Alm in den Berg.

Milch - darf meiner Ansicht als Produkt "mehr" sein als nur die Summe der Milchinhaltstoffe - weil es für unsere Landwirtschaft, Kultur und Landschaftserhalt auch mehr bedeutet :-)

o.k.

Naturverträgliche, landschaftserhaltende und tiergerecht erzeugte Lebensmittel kosten ihren Preis

besser?  Wink (das versteh ich unter konstuktiver Kritik)

l.g. Karin
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Mirjam
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« Antwort #70 am: 23.01.10, 19:06 »

Ich würd das tiergerecht rausnehmen, ausser du erklärst mir was du damit meinst? Z.B. wenn ich im Tierschutz aktiv wäre, würde ich sofort drauf losgehen und fragen ob das Wegnehmen des Kalbes direkt nach der Geburt "tiergerecht" ist oder das Enthornen oder dauerhafte Fixierung? Ähnlich ist das mit dem Naturverträglich. Was heißt das...?

Vorsichtig mit solchen Ansprüchen, die man genau definieren muss oder angreifbar machen....


Gruß Mirjam
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« Antwort #71 am: 23.01.10, 20:16 »

also dann doch nur
Zitat
"Hochwertige Lebensmittel kosten ihren Preis"

 Cool
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« Antwort #72 am: 23.01.10, 20:18 »

also dann doch nur
Zitat
"Hochwertige Lebensmittel kosten ihren Preis"

 Cool
puh ganz schön schwierig mit Dir Mirjam  Wink
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Pierette
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« Antwort #73 am: 24.01.10, 03:23 »


Bei unserem Kraftfutteraufwand von 200 g pro erzeugten Liter Milch sind die Mehrkosten für ein GVO-freies Kraftfutter minimal. Allerdings kann ich mir es dann nicht leisten, einige Hektar Grünland verholzen zu lassen. Das ist mir dann zu teuer.
Dann sind wir bestrebt unsere Kühe leistungsgerecht zu füttern, daher sind mir die Fütterungsvorgaben für für diese Milch kontraproduktiv.
Wem es anderst  ins betriebliche Konzept passt - warum nicht.

Wir liefern zwar nicht an Müllermilch  Wink halten es aber so wie der Geschäftsführer der MVS und Fairen Milch Herr Niedermaier, und vermarkten unserer Milch, wie er, über eine MEG an eine etablierte Privatmolkerei.

Internetschdrieler
Da liegt ja der Hase im Pfeffer, jetzt bekommen die hochpreisigen Produkte Konkurrenz, zumal sie sich auch die Gentechnikfreiheit auf die Packungen schreiben (wollen).

Na ja und da wir ja in einer so genannten Marktwirtschaft leben, ist es normal, wenn Konkurrenz entsteht. Die belebt ja bekanntlich das Geschäft. Und da scheint ja Bewegung hinein zu kommen. Oder?

Nur die Sache mit der Verholzung verstehe ich nicht so ganz. Die verstehe ich grundsätzlich schon, aber im Zusammenhang mit den Fütterungsvorgaben bzw GVO - freiem Futter?
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« Antwort #74 am: 24.01.10, 08:50 »


Nur die Sache mit der Verholzung verstehe ich nicht so ganz. Die verstehe ich grundsätzlich schon, aber im Zusammenhang mit den Fütterungsvorgaben bzw GVO - freiem Futter?

Dies steht im Zusammenhang mit den "Umweltprojekten" > z.B. "Eine Wiese wird erst spät im Jahr geschnitten"

Weitere Aussagen in der HP "Faire Milch" > "Außerdem werden unsere Kühe überwiegend mit Grünfutter von hofnahen Wiesen gefüttert." Ist dann Ganzjahressilage Tabu?

 Weiter: > "Wir halten sie artgerecht und geben ihnen natürliches, gentechnikfreies Grünfutter" Kennt jemand GVO-Grünfutter ?

Wenn diese Fragen alle geklärt sind, bin ich aber überzeugt, die Milch wird ihren Weg gehen.

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