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Autor Thema: Trauert Ihr um ein Nutztier?  (Gelesen 7537 mal)
Katharina76
Gast
« Antwort #165 am: 16.01.10, 11:28 »

Hallo

Pferde sind es meistens gewohnt Transportiert zu werden und haben dabei keinen stress mehr egal wohin die Reise geht.


Meine nicht... die haben def. Streß bei Transporten. Nicht jedes Pferd wird oft transportiert. Ich kenne viele, die noch nie auf dem Hänger standen, und sich dementsprechend weigern, wenn es ans Verladen geht! Das liegt auch ganz einfach daran, dass nicht jeder, der ein Pferd hat, auch einen Hänger hat und das Verladen üben könnte.
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Mirjam
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« Antwort #166 am: 16.01.10, 11:57 »

Hallo

...oder sich weigern WEIL sie schon mal zu lange transportiert worden sind?

@ Barbara, ich mag hier niemanden die Trauer absprechen genau so wenig wie ich Tieren unterstellen kann, es "wäre ihnen egal" oder "sie sind zufrieden". Ich stimme hier nach einigen Überlegungen Manu zu - Trauer hat absolut etwas mit persönlicher Bindung zu tun, so wie ich um Todesfälle in meiner Verwandtschaft manchmal gar keine Trauer verspürte, sondern nur Anteilnahme - weil eben überhaupt kein Bezug da ist. Trauer - kann man nicht einfordern, Trauer ist etwas sehr persönliches, das den einen je auch nach Lebenseinstellung mehr mit nimmt - oder weniger.

Mir wurde das bewußt, als ich jemand mir nahestehendes verlor, nach den ersten traurigen Momenten - kam bei mir doch die Dankbarkeit, dass ich eine gute Zeit mit ihm verbringen konnte. Andere nehmen das schwerer aber eben aus meiner Perspektive fält es mir schwer, nachzuvollziehen, wie Leute noch Jahre nach dem Tod ihres Tieres sich in Trauer / oder Selbstmitleid? vergraben.

Fürsorge, Trauer? Haiti - wenn man sein Gewissen mit Geld/Spenden beruhigen kann, dann ist das auch keine Trauer.

Solange der BT täglich voller Postings ist was kochen wir gestern, heute, morgen hab ich kein schlechtes Gewissen Tierehtikfragen hier zu diskutieren, wo anderen eben schöne Tagessprüche wichtiger sind. Die Tierethik wiederum wird durchaus eine landw. Zukunftsfrage sein in unserer Region, die Peta/Wiesenhofgeschichte z.B.zieht ja Kreise bis zu Morddrohungen an P. Wesjohann.

Es ist vielleicht auch wirklich eine Frage des direkten Bezugs/Beziehung/Kontakt (was liegt näher) und auch dessen, das schon fast täglich Unglücksmeldungen wie Suizide oder Naturkatastrophen oder... hereinkommen.

Gruß Mirjam

« Letzte Änderung: 16.01.10, 12:43 von Mirjam » Gespeichert

Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #167 am: 16.01.10, 12:42 »

Hallo Mirjam,
mir hängt gerade noch der Geruch vom Filet, von der Lende in der Nase und ich hab heute eine Mehlspeise gemacht.
Mir ist es wohl bewusst, dass wir, damit wir leben können, oft über Leben und Tod entscheiden.
Aber ich bin überzeugt, dass auch Pflanzen nicht gerade die grösste Freude haben, dass wir sie essen.
Also gehört für unser Überleben auch der Tod ´von anderen Lebewesen dazu.
Wir haben Glück, dass wir einen Schlachthof in der Nähe haben, der für seine tierschonende Schlachtung bekannt ist, aber deswegen ist trotzdem der Tod gegenwärtig.
Für mich gehört die Achtung vor dem Leben und dem Tod für Tiere, aber auch für Pflanzen dazu.
Und morgen gibt es aus den edelsten Teilen des Rindes ein Menü, das Tischgebet als Dank gehört für mich aber auch dazu- und das Bewusstsein, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, dass wir uns jeden Tag satt essen können.
maria
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Daniela
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« Antwort #168 am: 17.01.10, 12:44 »

Hallo

Natürlich haben die Tiere gerade das Nutzvieh wie Mastbullen und Schweine Stress beim beund entladen und auf den Transport zum Schlachthof.
Deswegen kommen die Tiere ja noch in Wartebuchten wo sie berieselt werden um sich wieder zuberuhigen und den stress abbauen bevor sie geschlachtet werden.
Die Schlachtung an sich ist stressfrei und die Tiere merken nichts was ihnen bevorsteht sie merken zwar das was anders ist aber das sie geschlachtet werden wissen sie nicht bevor sie was merken ist es schon vorbei.
Der transportstress bleibt nie aus den irgendwie müssen sie ja Transportiert werden zum Schlachthof.
Nur sollte es so sein das sie zum nächstgelegenen Schlachthof tranportiert werden und dort geschlachtet werden um einen unnötigen langen Transport zu verhindern das wäre sinnvoll.
Aber da geht es dann schon wieder ums Geld das der eine Schlachthof der weiter weg ist billiger schlachtet als der in der nähe und das ist doch klar dort wo man mehr kriegt für seine Ware liefert man hin.
Aber da ist eher die Politik gefragt das jeder Schlachthof die gleichen Schlachtkosten hat und ein Gesetz geschaffen wird das Lebende Tiere zur schlachtung nicht weiter transportiert werden dürfen wie bis zum nächsten Schlachthof wo die Tiere dann zu schlachten sind wenn sie dann geschlachtet sind sollte erst der Markt beginnen und dann kann von mir aus die Schlachtkörper durch ganz Europa gekarrt werden aber nicht lebend.


Gruß Daniela
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gammi
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« Antwort #169 am: 17.01.10, 17:17 »

Auch wenn wir uns im Kreise drehen. Natürlich haben Nutztiere Transport- und Schlachtstreß. Der wird als negativ ausgelegt.

Was mir aber wichtig ist darauf hinzuweisen, dass es viele Streßsitutationen  gibt über die man einfach "hinwegsieht".
...das Pferd muß regelmäßig üben für den Transport...also hatte das Pferd auch schon das erste mal beim Verladen Streß
...wollen die Hunde, die im Auto mitfahren müssen wirklich immer im Auto mitfahren?
...die Kühe zur Klauenpflege hab ich schon angesprochen...aber soll ja ins Tierschutzgesetzt, dass sie dreimal im Jahr ausgeschnitten werden müssen.
...will die Katze wirklich in die Transportbox und zum Tierarzt gefahren werden?

und ich glaube diese Liste könnte man noch lange fortsetzen.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
Mirjam
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« Antwort #170 am: 17.01.10, 17:35 »


Die Schlachtung an sich ist stressfrei und die Tiere merken nichts was ihnen bevorsteht sie merken zwar das was anders ist aber das sie geschlachtet werden wissen sie nicht bevor sie was merken ist es schon vorbei.

Daniela, sorry das ich jetzt wirklich mal grob werden muss, aber das ist wirklich der größte (und wiederlegte) Krampf den ich in letzter Zeit gelesen habe  Roll Eyes. Man tut der Landwirtschaft und der Fleischwirtschaft wirklich keinen Gefallen, wenn man scheuklappenartig bestimmte Dinge per se leugnet.

Die Tiere sind in eine ungewohnten Umgebung mit ungewohnten Gerüchen, Geräuschen etc. und grade weil! sie die Situation nicht kennen und nicht "wissen was passiert" - haben sie ja Stress. Und das kann man - mal mehr mal weniger - auch hören.

"Stressfreie" Schlachtung - das nehme ich grad mal Fangschüssen bei Rehen oder bei genehmigungspflichtigen Betäubungsschüssen von ganzjährig draussen gehaltenen Tieren ab, aber sobald ich ein Tier vereinzelne, transportiere, in eine ungewohnte Umgebung bringe oder zur Betäubung/Schlachtung fixiere - hat es Stress. Stressreaktionen sind nichts anderes als (hormonell betrachtet), das ein Tier auf eine plötzlich veränderte Umgebung, Reize - mit erhöhter Aufmerksamkeit und Bereitstellung von Energie (Umstellung Durchblutung, Energiegewinnung Zellen) -> für mögliche Flucht reagieren kann. Und das bitte binnen Sekunden, also kann man kaum davon sprechen, dass "das so schnell geht das das Tier nix mitkriegt" Roll Eyes

Klar kann ein Tier eine Betäubung/Schlachtung gedanklich nicht erfassen, muss es auch nicht, es reicht doch dass es "Gefahr" erkennt? Auch ein "kurzer" Transportweg zum Metzger ist nicht stressfrei, wenn das Tier z.B. früher immer in Gruppen gehalten wurde und nun "allein" transportiert wird.

Die Frage ist, wie "stressreduziert" ich das gestalten kann (schön nachzulesen Prof. Dr. Grandin die hier Tierhaltungs/Schlachtsysteme auf Tierschutz prüft http://www.grandin.com/) und die Zumutbarkeit, denn grad bei Schweinen stehen wir ja bei Großschlachthöfen immer in der Schere: Gruppenzutrieb + Gasgondel (auch net doll) oder Elektrobetäbung - was eine stressauslösende Vereinzelung zur Zuführung zur Folge hat.
« Letzte Änderung: 17.01.10, 17:38 von Mirjam » Gespeichert

Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
Freya
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« Antwort #171 am: 17.01.10, 23:58 »

da die letzten 10 Seiten Beiträge nicht mehr viel (oder gar nichts) mit dem Thema "Trauert ihr um ein Nutztier ? " zu tun haben, schließe ich erst mal diesen thread .....   
« Letzte Änderung: 18.01.10, 00:02 von Freya » Gespeichert

liebe Grüße
Freya
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