Die Schlachtung an sich ist stressfrei und die Tiere merken nichts was ihnen bevorsteht sie merken zwar das was anders ist aber das sie geschlachtet werden wissen sie nicht bevor sie was merken ist es schon vorbei.
Daniela, sorry das ich jetzt wirklich mal grob werden muss, aber das ist wirklich der größte (und wiederlegte) Krampf den ich in letzter Zeit gelesen habe

. Man tut der Landwirtschaft und der Fleischwirtschaft wirklich keinen Gefallen, wenn man scheuklappenartig bestimmte Dinge per se leugnet.
Die Tiere sind in eine ungewohnten Umgebung mit ungewohnten Gerüchen, Geräuschen etc. und grade weil! sie die Situation nicht kennen und nicht "wissen was passiert" - haben sie ja Stress. Und das kann man - mal mehr mal weniger - auch hören.
"Stressfreie" Schlachtung - das nehme ich grad mal Fangschüssen bei Rehen oder bei genehmigungspflichtigen Betäubungsschüssen von ganzjährig draussen gehaltenen Tieren ab, aber sobald ich ein Tier vereinzelne, transportiere, in eine ungewohnte Umgebung bringe oder zur Betäubung/Schlachtung fixiere - hat es Stress. Stressreaktionen sind nichts anderes als (hormonell betrachtet), das ein Tier auf eine plötzlich veränderte Umgebung, Reize - mit erhöhter Aufmerksamkeit und Bereitstellung von Energie (Umstellung Durchblutung, Energiegewinnung Zellen) -> für mögliche Flucht reagieren kann. Und das bitte binnen Sekunden, also kann man kaum davon sprechen, dass "das so schnell geht das das Tier nix mitkriegt"

Klar kann ein Tier eine Betäubung/Schlachtung gedanklich nicht erfassen, muss es auch nicht, es reicht doch dass es "Gefahr" erkennt? Auch ein "kurzer" Transportweg zum Metzger ist nicht stressfrei, wenn das Tier z.B. früher immer in Gruppen gehalten wurde und nun "allein" transportiert wird.
Die Frage ist, wie "stressreduziert" ich das gestalten kann (schön nachzulesen Prof. Dr. Grandin die hier Tierhaltungs/Schlachtsysteme auf Tierschutz prüft
http://www.grandin.com/) und die Zumutbarkeit, denn grad bei Schweinen stehen wir ja bei Großschlachthöfen immer in der Schere: Gruppenzutrieb + Gasgondel (auch net doll) oder Elektrobetäbung - was eine stressauslösende Vereinzelung zur Zuführung zur Folge hat.