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Autor Thema: Trauert Ihr um ein Nutztier?  (Gelesen 7537 mal)
Mirjam
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« Antwort #15 am: 28.12.09, 12:53 »

Hallo

@ Jacky  Grin

@ Trauer - ich hab grad beim Essenkochen nachgedacht... Tier verlieren... das muss ja nicht Tod heißen.
Ich habe bereits Pferde und Hunde verkaufen ~ müssen ~ weil ich es mir einfach nicht leisten konnte es mit Familienmitglied "gleichzustellen" und die Trauer dabei - war im Endeffekt bis heute noch größer - als wenn ich mich von Tieren trennen musste wo einfach der Tod "anstand", also nicht verhinderbar war. Genau so wie viele Züchter guten Tieren nachtrauern, die sie verkauft haben...?

Was mir dabei noch gekommen ist - dass es da noch viel mehr Emotionen gibt als "nur" die Trauer.

Nämlich z.B. Gewissen. Ich konnte meine Tiere immer mit gutem Gewissen verkaufen - auch wenn ich danach um sie getrauert habe. Ich kann ein Schwein schlachten (und darf das auch :-)) - ohne schlechtes Gewissen und ohne Trauer. Manche bringen es nicht übers Herz ein Tier zu schlachten, töten - aber können ohne Trauer das Fleisch davon verarbeiten/verwerten/kochen.

@ Manu

Wer sagt denn das Hunde in der Scheune "allein" sind? Meine Eltern haben z.B. seit jeher min 2 Hunde am Hof, die sich frei ohne Halsband bewegen können (tagsüber), andere haben nur 1 Hund der über 10 Stunden pro Tag alleine ist und auch natürlich alleine im Wohnzimmer/Küche schläft. Wieviele Hund im Haus dürfen denn ins Schlafzimmer zum Übernachten? Ausserdem finde ich es schlimmer - wenn Hunde tw. tagsüber 10 Stunden alleine sind (Herrchen geht auswärts arbeiten) als denn nachts.

Beim Bordercollie - dieser wäre in Hundegesellschaft in der Scheune :-) gekommen, nun "lebt" er als Einzelhund in einer Miniwohnung in der Stadt mit einem Herrchen das ihm weder genügend Auslauf noch artgerechte Haltung bietet.

Und ich greife deinen Gedanken auf. Gleichstellung Hund - Mensch. Aus meiner Sicht in andere Länder - ist das überall so das Tiere an sich untergeordnet wurden - und bestimmte verehrt wurden. Arabische Pferde wurden hochgestellt - solange sie "asile" Charakterzüge zeigten, ansonsten auch geschlachtet? Heilige Tiere wie Katzen wurden hochverpäppelt - und mit ihren Besitzern mumifiziert, als Grabbeigabe getötet, so wie bei Wikingern auch. Hier sind Meerschweinchen Kuscheltiere, in Peru werden davon 65 Millionen jedes Jahr wie bei uns Hähnchen gegessen.

Das "über" den Menschen stellen von Tieren - war aus meiner Sicht in der Geschichte immer eine Frage des Luxus gewesen nicht der Religion, sich das "leisten" können wie die Hunde des Kaisers in China...

Mit dem über "fremde" Menschen ist für mich auch eine Frage des "Situationsluxus": Beim Essen, am Tisch - tut es heute kaum jemanden weh, wenn der Hund genau so einen Knödel bekommt wie das Kind. Zu Kriegszeiten - wo ein Knödel unter 4 Kindern geteilt werden musste: DA ist und war es etwas anderes.

Grad aktuell zum Jahrestag des Tsunami. Man ist mit seinem Hund/Tier in einer Katastrophensituation und hat nur noch eine Hand frei - die man einem fremden Kind in Not zur Rettung geben kann oder seinen Hund am Halsband festhalten. Wie wird man sich entscheiden? (ich musste daran denken ob der Geschichte einer Frau, die gezwungen war im Tsunami nur eines ihrer beiden Kinder halten zu können und eines loszulassen - dieses Kind, das größere hat sie dann doch nach der Flut wieder lebend gefunden aber der moralische Zwiespalt ist kaum nachvollziehbar!)

Zu fern? Wenn im Boxenlaufstall eine aggressive Kuh immer wieder Angriffe gegen Frau oder die Kinder zeigt: Ist der "Therpeut" ein Metzger. Hart - aber pragmatisch.

Solange kein Mensch unter der Bevorzugung des Tieres "leidet" - hab ich kein Problem damit.

Gruß Mirjam
« Letzte Änderung: 28.12.09, 13:35 von Mirjam » Gespeichert

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Marone
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« Antwort #16 am: 28.12.09, 13:30 »

........hm, eigentlich ....nein.
Allerdings, hatte mal ein ziemlich zutrauliches Damwildalttier mit dem mich heute noch einige lustige Erinnerungen verbinden, wie z.B. beim Füttern hat das Tier mal meiner Tochter die Handschuhe von den Händen gezogen und (fast) verspeist, etc. ....tja, hab das Tier einige Jahre immer wieder vor der Flinte gehabt und gefühlsduselig wie ich bin, laufenlassen...bis ich mal in die Dämmerung reinkam mit dem Ansitz und genau dieses eine Damwildalttier noch klar ansprechbar war. Tja, Alttier hab ich gebraucht für den Metzger und auch die Bestandsregulierung muss sein....hab sogar noch überlegt,.....allerdings nur einige Sekunden, dann hat die Notwendigkeit über die Trauer gesiegt.
Tja, auf die Fragen der Kindern hab ich erzählt, es ist entwischt und lebt jetzt im Wald. Roll Eyes "einkleinbisschenschäm" Embarrassed
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #17 am: 28.12.09, 13:40 »

Doch, ich trauere um jedes Tier. Es macht einen Unterschied, ob wir es zum Schlachten geben oder im Stall einschläfern müssen.
Am Schlimmsten ist, wenn am Anfang des Lebens bei der Geburt der Tod es sich wieder holt. Da verfolgen mich die traurigen Augen der Mütter meist ein paar Tage.
Ich gebe jedem Tier vor dem Schlachten Weihwasser und verabschiede und bedanke mich, denn wir leben von unseren Rindern.
Warum soll eigentlich ein Unterschied zwischen einem Hund und Nutztieren gemacht werden, jedes Tier hat Achtung und Respekt verdient.
maria
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ehradinger
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« Antwort #18 am: 28.12.09, 14:16 »

Erst einmal einen herzlichen "Zwischendank" Euch allen. Da sind schon viele wichtige Perspektiven genannt worden. Und ja, leider ist es oft so, dass wir "nur"-Hundehalter aus der Stadt oft (und völlig zu Unrecht) denken, dass Bauern keine intensive Beziehung zu ihren Tieren aufbauen und entsprechend auch nicht trauern, wenn sie sterben (auch fortlaufen, verkauft werden etc.). Vieles, was Ihr sagt, macht Sinn.

Sorry Karen, dass ich mich nicht offiziell vorgestellt habe. Ich bin keine Bäuerin und glaube nicht, dass ich viel zum Forum beitragen kann. Aber mir war wichtig, zu erfahren, wie Ihr dazu steht. Ich weiß nicht, wen ich sonst noch hätte fragen können.
Wenn es wichtig ist, hier kurz zu mir. Ich bin 57, freiberufliche Schriftstellerin mit Spezialgebiet Hund und Wolf. Ich habe einen Hund und halte mich viel in der Wildnis auf, um Wölfe zu studieren. Wenn jemand Hilfe braucht oder Fragen hat zum Schutz seiner Schafe in Wolfsgebieten, kann ich vielleicht helfen, aber ansonsten bin ich das totale Greenhorn, was das Leben auf dem Bauernhof angeht.
Ach ja - ich esse Fleisch und gehöre nicht zur extremen(!) Tierschutzfraktion.

Liebe Grüße

Elli

@Miriam: Danke für den Buchtipp!!!!
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gini
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« Antwort #19 am: 28.12.09, 14:46 »

Trauern ist nicht das richtige Wort, aber leid tuts mir schon, wenn ein Tier gehen muß. Wir kennen unsere Rindviecher noch alle beim Namen und haben die meisten von Geburt an am Hof.
Bei einer Notschlachtung muß ich nicht unbedingt dabei sein. Das geht mir schon nahe.

Nochmal zu Haustieren:  Mein Vater war Jäger. Und eines Tages kam ein befreundeter Jäger zu ihm und hatte seinen kranken alten Hund dabei. Er könne ihn nicht selbst erschiessen, aber bei Vater sei er sich sicher er würde es möglichst human tun. Das ist aber schon viele Jahre her, heutzutage würde man den Hund vom Tierarzt einschläfern lassen.
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Es grüßt Euch alle
                           gina
manurtb
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« Antwort #20 am: 28.12.09, 14:47 »

Man ist mit seinem Hund/Tier in einer Katastrophensituation und hat nur noch eine Hand frei - die man einem fremden Kind in Not zur Rettung geben kann oder seinen Hund am Halsband festhalten. Wie wird man sich entscheiden?
Die Entscheidung ist bei mir klar... Ich kenne das fremde Kind nicht. Und mir wär das dann auch egal, ob Kind, Erwachsener oder ganz alter Mensch. Ich hab auch keinen Alters'rassismus', dass mir ein Kind mehr wert wäre, wie ein älterer Mensch. Fremd ist fremd, da fehlt mir einfach der Bezug.

Nicht alle Gesellschaften haben sich über Tiere gestellt. Die, die es nicht getan haben, sind nur leider den aggressiven Übergriffen der Krone der Schöpfung zum Opfer gefallen. Wir wissen ja meistens nur das, was viel geschrieben worden ist. Und das ist halt das, was man als gängige Meinung kennt in einem christlich geprägten Umfeld, wo der Mensch als Krone der Schöpfung gilt.
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Mirjam
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« Antwort #21 am: 28.12.09, 14:56 »

na ich hoffe mal Manu, dass du nicht in eine Überschwemmungssituation kommst und der einzige mögliche Helfer sagt: Herrje, da ist ja auch ein Hund im Wasser ....  Wink.
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gammi
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« Antwort #22 am: 28.12.09, 15:02 »

Erst einmal einen herzlichen "Zwischendank" Euch allen. Da sind schon viele wichtige Perspektiven genannt worden. Und ja, leider ist es oft so, dass wir "nur"-Hundehalter aus der Stadt oft (und völlig zu Unrecht) denken, dass Bauern keine intensive Beziehung zu ihren Tieren aufbauen und entsprechend auch nicht trauern, wenn sie sterben (auch fortlaufen, verkauft werden etc.). Vieles, was Ihr sagt, macht Sinn.


Weiß nicht ob ich die richtigen Worte finde, was ich eigentlich ausdrücken will......(die obige Diskussion ging mir grad ein bißchen quer).

Für mich ist es auch viel schlimmer ein Tier leiden zu sehen und manchmal bin ich richtig erleichtert, wenn ein Tier sterben darf (egal ob einfach so oder geschlachtet), da ich denke ihm sind viele Schmerzen erspart geblieben.
Sicher ist das Verhältnis zu einem (verhätschelten) Haustier sicher anders als zu einer aus "finanziellem Vorteil" gehalten Kuh anders. Aber hier geht es ja um die Verarbeitung des Todes und nicht um die Haltungsformen.

Natürlich bin ich auch traurig, wenn eine Kuh den stall verläßt......und bei manchem mit besonderen Eigenschaften fällt es einem auch schwerer. Aber ich kann ja nicht wegen jedem Tier tagelang traurig sein. Dass hat aber nichts damit zu tun, dass ich die Tiere deswegen nicht mag und mir der Tod nicht nahe geht. Und zu manchen Kühen hat man/frau auch ein besonderes Verhältnis an die denkt man auch immer wieder.



(Die Kinderkrankenschwester auf der kinderkrebsstation darf sich auch nicht jedes Schicksal zu sehr zu herzen nehmen)
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gammi
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« Antwort #23 am: 28.12.09, 15:05 »

Die Entscheidung ist bei mir klar... Ich kenne das fremde Kind nicht. Und mir wär das dann auch egal, ob Kind, Erwachsener oder ganz alter Mensch. Ich hab auch keinen Alters'rassismus', dass mir ein Kind mehr wert wäre, wie ein älterer Mensch. Fremd ist fremd, da fehlt mir einfach der Bezug.


....so gesehen kann es Dir dann ja auch egal sein, was wir mit unseren Tieren machen: sie sind Dir ja fremd!!!!!!!!!!
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Swisslady
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« Antwort #24 am: 28.12.09, 15:08 »

Ganz klar bin ich traurig, wenn ich ein Tier hergeben muss. Es ist nicht überall gleich schlimm für mich. Die Kälber gehen von uns nicht direkt zum Schlachthof, ich schiebe den Abschied halt so vor mich hin. Wenn aber eine Kuh zum Schlachthof muss, das ist für mich schon schlimm.
Wenn ich mich viel mit dem Tier abgegeben habe, ist es viel schlimmer. Aber da ich einen guten Draht zu Tieren habe, ist meine Bindung zu ihnen eigentlich stark und darum tut es mir auch so weh.
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Tschüss zäme u äs Grüessli  Susanna

Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden.
Daniela
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« Antwort #25 am: 28.12.09, 15:15 »

Hallo

Um ein Nutztier trauere ich eigentlich nicht ich gebe jeden Tier respekt und behandle sie gut und versorge sie nach besten Wissen und Gewissen aber eine emotionale beziehung zu Nutztieren baue ich nicht auf aber sie kriegen auch ihre Streicheleinheiten und rede mit ihnen.
Auch wenn man viel erlebt mit den Tieren gutes wie auch schlechtes weis ich von Anfang an das irgendwann der Tag kommt wo sie Verkauft werden zum schlachten oder man sie selber schlachtet je nach Tierart davon leben wir und da hat trauer nichts verloren sonst könnte man den Beruf nicht machen denke ich wenn man sich an die Tiere hängen würde.
Wenn ein Nutztier mal so im stall stirbt ist es keine Trauer sondern ärgerlich weil man es nicht mehr Verkaufen oder schlachten kann.
Kuscheltier ist bei uns der Hund da baut man schon eine beziehung auf und man ist traurig wenn er stirbt geht aber relativ schnell vorbei da man sich wieder einen Hund angeschafft hat und mit dem neuen viel freude hat man denkt zwar noch an den alten ab und zu aber das würde ich nicht mehr Trauer nennen.
Also für mich ist es schon noch ein gewaltiger unterschied ob ein Mensch stirbt oder ein Tier.
An einen Menschen denke ich ein Leben lang wenn ich ihn gekannt habe und traure um ihn, ein Tier auch wenn es der Hund ist denk ich schon noch dran aber es ist anders als wie bei einen Menschen ein Tier berührt einen einfach nicht so sehr.
Also gerade bei Rettungseinsätzen wo Rettungshunde mit dabei sind und ich eine entscheidung treffen müsste wen ich rette meinen Hund oder das fremde Kind was ich nicht kenne ich würde immer das Kind retten der Mensch steht einfach über jeden Tier und jedes gerettete Kind ist glaub ich wichtiger als der Hund.
Ich würde sogar mein Leben opfern wenn ich dafür ein Kind retten kann obwohl ich es gar nicht kenne es gibt doch nichts schlimmeres wenn ein Kind sterben muss nur weil manche Leute nicht helfen weil sie um ihr eigenes Leben Angst haben damit könnte ich nicht leben zumindest sollte man versucht haben den Menschen zu retten wenn es nicht geht muss man sich dann damit abfinden auch wenn es schwer fällt aber das Leben geht weiter.



Gruß Daniela
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manurtb
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« Antwort #26 am: 28.12.09, 15:18 »

@Mirjam: Ich hab keinen Anspruch darauf, ob mir jemand im Katastrophenfall hilft. Deswegen ist das, was Du schreibst, für mich auch nicht relevant. Denn dort überlebt man oder man überlebt eben nicht.

@gammi: Warum, hältst Du Deine Tiere so katastrophal, dass es einem Katastrophenfall gleich kommt, wie man über sie urteilen sollte? Das spricht nicht für Eure Tierhaltung, was mir sehr leid tut, weil ich der Meinung bin, dass das nicht sein muss.
Ich behandle Tiere und Menschen so, wie ich das selbst auch haben möchte, dass ich behandelt werde und denke, dass weder ein Mensch gequält werden möchte (deswegen sehr gerne Transfair-Produkte).
Das was Du schreibst, passt wahrscheinlich nicht in das Thema des Katastrophenfalls. Zumindest hoffe ich das für Deine Tiere.
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Mirjam
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« Antwort #27 am: 28.12.09, 15:30 »

@Mirjam: Ich hab keinen Anspruch darauf, ob mir jemand im Katastrophenfall hilft. Deswegen ist das, was Du schreibst, für mich auch nicht relevant. Denn dort überlebt man oder man überlebt eben nicht.

Doch das hast du - wenn jemand helfen könnte, aber lieber ein Tier rettet wäre das ggf. ein Fall für "unterlassene Hilfeleistung" die in unserem Grundgesetz steht. Ausserdem hab ICH gehofft, dass ich (oder deine Familie) dich wegen einem Tier nicht verlieren würde ;-).

Jetzt wirds aber OT... 

@ Amanda - Würde und Tiere: Wie erklärst du den Gang zum Schlachthof mit "Würde"? Ich bekomme das nicht zusammen, Würde hat auch etwas mit z.B. Scham zu tun ein Schlachthofgang hat nichts mit Würde gemein. Das ist - so hart es jetzt klingt - inverse Schönrederei: Wir schicken ein Tier in den Tod um damit Geld zu verdienen und tun so als hätte es was mit "Würde"  zu tun wenn wir das Minimum, nämlich möglichst art/tiergerechten Transport, wenig Stress zumuten?
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
gammi
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« Antwort #28 am: 28.12.09, 15:36 »


@gammi: Warum, hältst Du Deine Tiere so katastrophal, dass es einem Katastrophenfall gleich kommt, wie man über sie urteilen sollte? Das spricht nicht für Eure Tierhaltung, was mir sehr leid tut, weil ich der Meinung bin, dass das nicht sein muss.
Ich behandle Tiere und Menschen so, wie ich das selbst auch haben möchte, dass ich behandelt werde und denke, dass weder ein Mensch gequält werden möchte (deswegen sehr gerne Transfair-Produkte).
Das was Du schreibst, passt wahrscheinlich nicht in das Thema des Katastrophenfalls. Zumindest hoffe ich das für Deine Tiere.

(Jetzt sind wir wieder soweit, dass du jedes Wort umdrehst; und genau aus diesem Grund ist das mein letzter Beitrag hier)

Hier ging es nicht um die Katastrophe......(auch unsere Tiere sind manchmal ungewollt in Lebensgefahr)................sondern um deine Aussage, dass Du zuerst Deinen Hund retten würdest, weil du ihn kennst und es einmal krass ausdrücken das fremde Kind sterben lassen würdest.

Zu Deinem nächsten Beitrag: es gibt schon einen würdevollen Weg auf den Schlachthof.....ich verabschiede mich auch erst einmal mit netten Worten von meiner Kuh...........
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
fanni
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« Antwort #29 am: 28.12.09, 15:45 »


Aber wenn ein Rind vom TBA abgeholt wird,bin ich in tiefster Trauer,weil das Tier ja weggeschmissen wird.
Ich finde das so schrecklich und irgendwie unwürdig.
Es ist zwar nur ein Tier,aber trotzdem hat es ein besseres Schicksal verdient.

LG Milli

äh welches Milli.............?........TBA ist Menschenschutz, ist Umweltschutz, ist Seuchenschutz


Also TBA muß sein........Gott sei Dank gibts die Pflicht dazu. Ich erinnere mich immer mit Grausen an Geschichten meines verstorbenen Schwiegervaters, die die "früheren Entsorgungsmethoden" vor  bei mir im Gedächtnis lebendig halten Shocked


« Letzte Änderung: 28.12.09, 15:49 von fanni » Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
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