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Autor Thema: Trauert Ihr um ein Nutztier?  (Gelesen 7537 mal)
Jacky
Niederbayern
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Hier bin ich und hier bleib ich!


« Antwort #135 am: 05.01.10, 14:51 »

Schade, dass das Thema hier so abgetriftet ist. Gestern ist mir eingefallen, dass wir doch schon irgendwo mal eine Box mit ähnlichem Thema hatten und so bin ich auf die Suche gegangen... Wink

Schaut mal hier..."die Liebe zum Tier..."

http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,447.0.html

Wenn man die Beiträge in dieser alten Box liest, denk ich mal, erübrigen sich viele Diskussionen.  Smiley
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Liebe Grüße  Sabine

Wer lächelt statt zu toben, ist immer der Stärkere
ehradinger
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« Antwort #136 am: 05.01.10, 18:22 »

Guter Tipp, Jacky.
Danke Euch allen noch einmal. Jetzt verstehe ich sehr viel mehr. Das hat mir sehr geholfen.
Liebe Grüße
Elli
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Yishana
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« Antwort #137 am: 05.01.10, 18:30 »

@Jacky: Danke dir für den Link! Damit kann ich mich gut identifizieren. Macht Sinn, sich dort mal einzulesen. (Nachdem man hier mitgelesen hat...)

LG Yish
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Der Mensch von heute hat nur ein einziges wirklich neues Laster erfunden: die Geschwindigkeit.
(Aldous Huxley)
Mirjam
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« Antwort #138 am: 08.01.10, 16:45 »

Hallo,

mir ist grad wieder mal ein Link in die Hände gekommen, der mich doch auch an diese Box erinnert.

Kern von Bayer hielt an der letzten Eurotier einen PPT-Vortrag zum Thema "Globale Trends in der Ernährung und ihre Auswirkungen auf die Schweineproduktion". Mehr als die Hälfte des Vortrages der leider nicht mehr als PPT online ist - ging um die Entwicklung der Flächennutzung, Resourcen.

Quelle: http://www.vet-magazin.com/deutschland-magazin/industrie/Bayer-Vital/Trends-Schweineproduktion.html?SID=6o0LKsCoAs0AAAq5hM8AAABJ

Die Weltlandwirtschaft muss bis zum Jahr 2025 um mehr als 60 Prozent gesteigert werden, wenn sie mit dem Bevölkerungswachstum, der zunehmenden Verstädterung, den veränderten Essgewohnheiten und der durch die gestiegene Kaufkraft entstehenden Nachfrage Schritt halten soll.

Mehr als 987 Millionen Menschen sind bereits heute unterernährt bzw. leiden Hunger – Tendenz steigend. In den kommenden 30 Jahren werden weltweit mehr Nahrungsmittel erzeugt werden müssen als während der letzten 10.000 Jahre zusammen.

Derzeitige Schwellenländer wie China mit rund 1,4 Milliarden und Indien mit dann rund 1,3 Milliarden Verbrauchern werden ihre überwiegend pflanzliche Nahrung vermehrt auf Lebensmittel tierischer Herkunft umstellen. Der Pro-Kopf-Verbrauch an Fleisch wird in China von derzeit etwa 40 Kilogramm bis zum Jahr 2020 auf 60 Kilogramm steigen. In Indien wird sich der Verbrauch von aktuell zwei Kilogramm pro Kopf bis 2020 auf sechs Kilogramm pro Kopf verdreifachen.

Zurzeit wird auf etwa 30 bis 40 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche Getreide für die Grundnahrungsmittelproduktion angebaut, der Rest wird für die Produktion von Futtermitteln verwendet.

Bis zum Jahr 2025 wird sich dies drastisch ändern: Etwa acht bis zwölf Prozent der weltweiten Fläche wird allein für die Ernährung von Haustieren (Hunde und Katzen) benötigt werden, 20 bis 30 Prozent für nachwachsende Rohstoffe, etwa 30 Prozent für menschliche Grundnahrungsmittel und die restlichen Flächen für Nutztier-Futter.


Das ist schon heftig oder? Wieviel Resourcen/Fläche für Haustierernährung mit dem Umweg Nutztierhaltung einhergehen.

Für Umwelt und Nutztiere - wären Pflanzenfresserhaustiere wie Meerschweinchen & Co. wohl besser  Lips Sealed

Gruß Mirjam
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
manurtb
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« Antwort #139 am: 11.01.10, 15:18 »

Hm, als erstes, wenn ich da ran gehen wollte, würde ich fragen: wieviel wird 'verdorben' und daran als erstes ansetzen.

Was siehst Du als Alternative? Haustiere verbieten?
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fanni
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« Antwort #140 am: 11.01.10, 15:39 »

Ich denk das hat einfach was mit Maßhalten zu tun.

Nix gegen Haustiere .........aber!

Es treibt schon oft seltsame Blüten........

ich hab eine Freundin, die wohnt inzwischen echt mit 18 Katzen in der Wohnung.....frag nicht was da Geld draufgeht, dass sie nicht  hat.. Roll Eyes Roll Eyes......auch nicht für ihr Kind und für sich selber....... plemplemm kann ich nur sagen.

S´ist halt immer so, wenn ein vernünftiges Maß überschritten wird.


Wenn wir z.B. Mieter für unsere Wohnung suchen, dann ist unsere Devise........lieber Kinder als ein Rudel "Haustiere" Wink
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Herzliche Grüße von Fanni
mali
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« Antwort #141 am: 11.01.10, 15:58 »

Ich denke,das Thema erledigt sich,wenn man das menschliche Leid mancher BT´ler(innen) hier so liest.....

Mali
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Gruß Mali
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Wer heute den Kopf in den Sand steckt,knirscht morgen mit den Zähnen!
monia
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« Antwort #142 am: 12.01.10, 21:32 »

Grüezi zäme

Ich bin der Meinung.wenn man zu Lebzeiten die Tiere anständig und artgerecht behandelt,darf man sie auch ohne schlechtes Gewissen metzgen.Bei einem Huhn, das keinen Namen hat,empfinde ich viel weniger Traue als bei unseren gestorbeneb Kühen die alle einen Namen hatten.

                                                                 Grüessli monia
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Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #143 am: 12.01.10, 22:57 »

Guten Abend in die Runde,

was mir immer wieder auffällt, es geschehen auf den Höfen Dinge, die nicht stundenlang debattiert und diskutiert werden, was ich gut finde.

Immer wenn ein Abschied ansteht, gibt es Trauermomente.

Ganz ehrlich bin ich immer erstaunt, was hier im Bt alles für ellenlange Diskussionen taugt.

Nachdenkliche Grüße

Anja
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... Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe, dass er fliegen lernt... (lach und zwinker)

Kruppa
Mirjam
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« Antwort #144 am: 13.01.10, 07:59 »

Hallo Clara,

denkst du wirklich soviel nach wenn du schreibst oder teilst du uns einfach nur deine (Urteils-)Meinung mit?

Ich finde es doch grad das tolle, das der BT soviele Leser, Schreiber - und Meinungen hat, dass man immer wieder Perspektiven, Mosaiksteinchen vom ganzen dazulernt, sich mal "wiederlegt" sieht, mal bestätigt.

Zu (Nutz-)Tieren und Bindungen und Trauer, Pferde waren ja früher überwiegend Nutztiere der Landwirtschaft, heute sind sie ja fast schon die größten "Heimtiere" geworden die man oder frau sich leistet.

Gestern hab ich einen Text "warum Frauen/Mädchen Pferde mögen/lieben/wollen" gefunden, der mich zum einen amüsiert hat, andersherum beschreibt er genau das Problem, warum die "Karotte" an Nutztierhalter so hoch ist - wenn ein Pferdehalter erwartet, dass man zu "echten" Nutztieren - dieselbe Bindung, Trauer etc. aufbaut wie sie z.B. zum Pferd?

Vielleicht hilft euch dieser Text euch auch manchmal etwas über Reiter-/innen zu schmunzeln.

Wir, das sind Frau Dr. Helga Adolph als Sportwissenschaftlerin und ich als Psychologe, hatten 1994 eine empirische Studie über pferdevernarrte Mädchen vorgelegt (Adolph & Euler, 1994) und folgende drei Motive für diese Vernarrtheit vorgefunden:

(a) Mädchen und Pferd ist eine Beziehung mit Bindungscharakter, also eine von dem Mädchen als exklusive, als einzigartig und existentiell wichtig erlebte Beziehung mit lebenszeitlicher Perspektive, die Sicherheit und Geborgenheit vermittelt, mit Idealisierung und vermeintlicher Unersetzbarkeit des Pferdes, mit Wunsch nach psychischer und räumlicher Nähe zum Pferd und mit hohem Stellenwert des Pferdes in der Bindungshierarchie. Oder anders gesagt: Wichtig ist das Pferd, weniger das Reiten an sich. Das Pferd ist zwischen Puppe und Partner das ultimate Kuscheltier, also das größte, schönste und letzte, im Übergang von Herkunftsfamilie zu neuer sexueller Partnerbeziehung.

(b) Im Vordergrund steht das Fürsorgemotiv: Sich um das Pferd kümmern zu können gibt den Mädchen tiefe Befriedigung, viel mehr als wettkampfsportliche Motive. Das Pferd ist sosagen ein real-life Tamagochi.

(c) Der Umgang mit dem Pferd erfüllt die Sehnsucht nach unverfälschtem Naturerlebnis und bewältigbarem Abenteuer: Auf dem Rücken des Pferdes in eine fremde Natur hinausreiten ist ein häufiger Wunschtraum dieser Mädchen.
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
Mathilde
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« Antwort #145 am: 13.01.10, 11:14 »

hallo,

mirjam du bringst mich auf eine erzählung unserer tochter. sie kommt ja in einige pferdeställe und hat da neulich auch mit einer jungen frau geredet. diese schilderte ihr wie sie von 3/4 vom stall schief angeguckt wurde weil sie ihr altes pferd nicht einschläfern sondern schlachten ließ. sie meinte sie hätte auf das geld nicht verzichten können "das war immerhin min. 1monat boxenmiete" was immer das heissen mag  Wink
also haben auch *nichtlandwirte* dieses problem. sie war auch traurig wegen ihres pferdes aber rational so "kühl"  Roll Eyes zu rechnen.
mir tut auch im verlademoment das tier leid aber ich finde es viel wichtiger dass ich es bis zu diesem gang anständig behandelt habe. am meisten hat mich der schuss mitgenommen den ich trotz weitem abstand hörte ....aber meine lieblingsstute hatte keine chance - darmverschluss- ich hatte nicht das geld um die op zu bezahlen (3000 DM) und ethisch gesehen hätte ich dann das gleiche bei ärzte ohne grenzen spenden müssen denn da fehlt den ärmsten der armen das geld für ihre angehörigen.

lg mathilde
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gammi
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« Antwort #146 am: 13.01.10, 11:27 »

also haben auch *nichtlandwirte* dieses problem. sie war auch traurig wegen ihres pferdes aber rational so "kühl"  Roll Eyes zu rechnen.

Aber das Reslutat ist doch dasselbe. Das Pferd ist tot......ob sie es nun zum Schlachter gegeben hat oder zum Huh? (TBA?).
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
Mathilde
Gast
« Antwort #147 am: 13.01.10, 11:43 »

Hallo gammi,

versteh Deinen Beitrag nicht  Huh kühl war in anführungszeichen und roll eyes waren auch dahinter. für mich ist der schuss immernoch die erste wahl egal ob "verwertung" oder  TBA. kann übrigens an den augen nachgemessen werden wie lange es dauert bis ein tier wirklich tot ist.
und nochmal: warum soll ich nicht etwas traurig sein? bei meinen pferden sinds oft über 25 jahre gemeinsames leben bei kühen manchmal 10-12

lg mathilde
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gammi
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« Antwort #148 am: 13.01.10, 11:51 »

Vielleicht ein bißchen schwer in Worte zu fassen.
Aber für viele Pferdebesitzer ist es doch schwer ihr Pferd zum Schlachter zu geben und sich dann vorzustellen, dass es gegessen wird. Und sie lassen es lieber einschläfern und Huh.
Aber das Resultat ist doch dasselbe. Das Pferd ist tot.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
manurtb
Gast
« Antwort #149 am: 13.01.10, 14:19 »

Naja, mittlerweile ist das Schlachten bei den Pferden ja eine Entscheidung, die früh getroffen wird.
Da gibts doch den Pass, wo man einträgt, ob Schlachten oder nicht. Schlachttiere dürfen dann nicht alle Medikamente bekommen.
Bei meiner Schwester im Stall stehen keine 10 % Pferde, die geschlachtet werden dürfen.
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