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ehradinger
Gast
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« am: 28.12.09, 09:30 » |
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Guten Morgen, alle miteinander.
Ich habe hier einiges im Forum zum Thema "Trauer um ein Tier" gelesen, wobei es überwiegend um die Trauer um Hund, Katze, Pferd ging.
Meine Frage darum: Trauert Ihr auch um ein Nutztier (Rind, Schwein, Geflügel), das Euch besonders nahe stand? Und vor allem: Wird diese Trauer akzeptiert bzw. wie geht Ihr damit um?
Ich bin Autorin und arbeite an einer Neuauflage meines Buches "Der Verlust eines Hundes - und wie wir damit umgehen". Dabei möchte ich auch ein Kapitel zum Tod eines Nutztieres bringen, weil ich bisher kaum Informationen dazu habe. Die wenigen Aussagen scheinen darauf hinzudeuten, dass diese Trauer nicht akzeptiert wird. Ich wäre für Informationen sehr dankbar. Wer dies hier nicht öffentlich tun möchte, kann mir auch eine Mail schicken an: info[at]elli-radinger.de
Ich danke Euch und wünsche schon jetzt einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Elli
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Mirjam
Vereinsmitglied

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« Antwort #1 am: 28.12.09, 09:46 » |
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Hallo Elli-Ehradinger,
lies doch einfach mal ins Forum ein - z.B. die Box rund um Frust im Stall.
Zu diesem Thema als Anmerkung: Wenn man EINEN Hund hat/te oder EIN Pferd und eine bestimmte Art hat mit diesem Tier umzugehen (z.B. drüben im Pferdeforum wenn dort über "Jahrestage" geschrieben wird "wann ein Pferd über eine Regenbogenbrücke" gegangen ist, dann ist das etwas auf einem Bauernhof, dass man sich definitiv zwischen Kindern, der Familie, den (Pflegefall?) Großeltern, den lebenden Tieren etc. nicht leisten kann, mag wie auch immer, dass man sich über 1 Jahr in die Trauer "ergibt" wie bei Menschen manchmal auch mit Haustieren. Und es manchmal auch ein gesunder Selbstschutz ist, sich nicht emotional auf jedes Tier am Hof einlassen zu können - grad im Themenbereich Hausschlachtung.
Im Gegensatz dazu erlebe ich es häufig abwertende Bemerkungen, wenn man mit dem Tod eines Nutz/Heimtieres gut klarkommt.
viele Grüsse
Mirjam
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maria02
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« Antwort #2 am: 28.12.09, 09:49 » |
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Es kann einen schon sehr,sehr weh tun wenn man ein Tier das man tagtäglich versorgt schmerz verspürt erkrankt ist oder festliegt!! Oft gibt man sich ja auch die Schuld dafür auch wenn`s gar nicht so ist, aber längere Zeit nachtrauern ich glaub das kann man sich als Landwirt kaum leisten, meist fühle ich mich wieder besser wenn das Tier den Hof verlassen hat.... egal ob zum Schlachter oder in die Tierverwertung! Und genauso schnell sind schon wieder andere Probleme aktuell!!!
nachdenklicher Gruß Maria
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Karen
Moderatoren

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Träume nicht Dein Leben sondern lebe Deinen Traum
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« Antwort #3 am: 28.12.09, 10:04 » |
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Guten Morgen, alle miteinander.
Ich habe hier einiges im Forum zum Thema "Trauer um ein Tier" gelesen, wobei es überwiegend um die Trauer um Hund, Katze, Pferd ging.
Meine Frage darum: Trauert Ihr auch um ein Nutztier (Rind, Schwein, Geflügel), das Euch besonders nahe stand? Und vor allem: Wird diese Trauer akzeptiert bzw. wie geht Ihr damit um?
Ich bin Autorin und arbeite an einer Neuauflage meines Buches "Der Verlust eines Hundes - und wie wir damit umgehen". Dabei möchte ich auch ein Kapitel zum Tod eines Nutztieres bringen, weil ich bisher kaum Informationen dazu habe. Die wenigen Aussagen scheinen darauf hinzudeuten, dass diese Trauer nicht akzeptiert wird. Ich wäre für Informationen sehr dankbar. Wer dies hier nicht öffentlich tun möchte, kann mir auch eine Mail schicken an: info[at]elli-radinger.de
Ich danke Euch und wünsche schon jetzt einen guten Rutsch ins neue Jahr.
Elli
Liebe Elli, ich bin mir sicher, dass Dir noch viele zu diesem Thema schreiben werden, daher würde es mich freuen, wennn Du Dich hier : http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php/topic,29708.30.html etwas ausführlicher vorstellst.Gerne darfst Du dann dort auf diese Box verweisen. Wir sehen es hier immer gerne, wenn wir das Gegenüber etwas besser kennen, bevor wir uns tiefer in die Karten schauen lassen  LG Karen vom Moderatorenteam
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Lieben Gruß Karen
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Biobauer
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« Antwort #4 am: 28.12.09, 10:08 » |
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Hallo, zu nen hund oder pferd baut man in der regel ja ne andere beziehung auf, zum teil jahrzentelang beschäftigt man sich intensivst mit so einen tier. wobei ich selbst da dann das getue so mancher tierhalter nicht verstehn kann, tier is tier, schlimm wenns tod is, aber es gibt schlimmeres. als wir noch rindvieh hatten, insbesondere milchkühe wars manchmal ähnlich schlimm, wen der letzte weg angetreten wurde, insbesondere bei tieren die einen einfach ans herz gewachsen waren über die jahre. bei schweinen , besonders grösseren beständen nimmt man nen schwein erst als individuum war wenns auffällig wird, sprich krank ist. aber selbst da wächst es mir nicht besonders ans herz.
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Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962
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Lotta
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Cowboyerin :o)
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« Antwort #5 am: 28.12.09, 10:13 » |
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Ganz klares JA! Natürlich gibt es einzelne Tiere, zu denen man eine höher Bindung hat- sei es eine besonders zahme Kuh, eine Kuh mit besonderen Neigungen, oder besonderen Kennzeichen. Wenn man selbst entscheidet, ein Tier zum Schlachter zu geben, ist es oft eine Frage der Vernunft, trozdem kann es schmerzlich sein. Besonders schlimm ist es, wenn ein Tier hilflos ist, schwer erkrankt und man alles menschenmögliche tut um zu helfen, Schmerz zu lindern oder zu heilen und das Tier stirbt trotzdem. In den Augen der Tiere sieht man so viel- und ich weiss mittlerweile, das es einfach wichtig ist, den Tieren Zuneigung und Nähe zu geben. Auch Tiere können weinen und brauchen Trost! Ausserdem halte ich es für ein Zeichen der Achtung gegenüber unseren Mitgeschöpfen, dem Tod nicht gleichgültig gegenüberzustehen.
Noch mehr weh tut die Gewissheit, das in der landläufigen Meinung einem Landwirt unterstellt wird, die Tiere nur auszunutzen und keine Gefühle für die Tiere zu empfinden.....
Grussi Lotta
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
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manurtb
Gast
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« Antwort #6 am: 28.12.09, 10:14 » |
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Recht hast Du Biobauer... Ich seh das ähnlich. Ein Tier ist ein Tier und ein Mensch ist ein Mensch und deswegen muss man um keines der beiden trauern oder darf es um beide. Weil bei allen Tieren (und der Mensch ist ja auch nur ein Säugetier) ist es so, dass sie am Ende ihres Lebens sterben. Also warum um etwas traurig sein, was ohnehin geschieht.
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erika2
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« Antwort #7 am: 28.12.09, 10:18 » |
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Ich denke "trauern" ist zumindest bei mir doch ein stärkeres Gefühl, als das ,welches ich bei der Weggabe einer Milchkuh empfinde. Nichtsdestotrotz bin ich schon traurig/niedergeschlagen von dem Zeitpunkt an, an dem die Entscheidung über das Tier gefällt ist bis einige Tage nach dem Weggeben. Das hängt aber sicher auch damit zusammen, dass wir "nur" 12-15 Milchkühe haben, die nat alle namentlich bekannt sind und jede für uns noch eine "Persönlichkeit" ist. Auch die Bullenkälbchen, die mit 14 Tagen zum Mastbetrieb gehen, tun mir leid. Aber mehr an Gefühlen gestatte ich mir da auch nicht, dann könnte ich den Beruf nicht ausüben.
Und bei aller Liebe zum Tier als Mitgeschöpf ziehe ich doch eine klare Grenze zum Menschen. Dieses auf-eine-Ebene-mit-dem Gefühlen-ggüber-Menschen-stellen mag ich nicht. Wenn ich zB die Adventskalender für Hunde und Katzen sehe,........! Wieviele Kinder mag es geben, die wg Armut oder Lieblosigket keine bekommen (Ja ich weiß, denen würde es auch nichts nützen, wenn es die Adventskalender für die Tiere nicht gäbe, aber empfinde ich es irgendwie....als falsch.)
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Liebe Grüße, Erika
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Mirjam
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« Antwort #8 am: 28.12.09, 10:36 » |
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Hallo Christel, Danke! Dein Beitrag trifft genau einen "Umkehr" welche nun auch manche Kirchen aufnehmen. Das Mensch - Tier durchaus noch Unterschiede da sind, sein dürfen. http://www.schweine.net/discherl_vermenschlichung_der_tiere_gefaehrdet_kul.html
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Mirjam
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« Antwort #9 am: 28.12.09, 10:52 » |
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Recht hast Du Biobauer... Ich seh das ähnlich. Ein Tier ist ein Tier und ein Mensch ist ein Mensch und deswegen muss man um keines der beiden trauern oder darf es um beide. Weil bei allen Tieren (und der Mensch ist ja auch nur ein Säugetier) ist es so, dass sie am Ende ihres Lebens sterben. Also warum um etwas traurig sein, was ohnehin geschieht.
Hallo Manu  , niemand verbietet um ein Tier zu trauern. Aber ich wehre mich z.B. das wenn jemand um Tiere trauert er "gut" ist - und wenn ers nicht tut er "schlecht" ist. Mir begegnet es eben ständig im Pferdeforum, dass dort Tier unmäßig leiden (müssen), weil der Besitzer nicht in der Lage ist die Entscheidung einschläfern (oder schlachten!) zu treffen. Und gleichzeitig dieses "Aufgehen in der Trauer" als "Gut-Karotte" hingehalten wird (... und gleichzeitig Fleisch gegessen wird). Also sollen die Landwirte/Bauern dasselbe Mitgefühl für ihre Nutztiere aufbauen wie ein "Normalbürger" zu seinem Hund - aber bitte dann das Tier doch zu Schlachtung abgeben, damit es beim Leichenschmaus belegte Wurstsemmeln gibt. Andersherum ist es menschengeschichtlich noch nicht so lange her (oder regional - China/Hundefleisch - unterschiedlich) das Hund "Nutztiere" sind/waren. Dieser Anspruch - extremes emotionales Einlassen aufs Tier und gleichzeitig der Fleischlieferant zu sein - ist die Quadratur des Kreises und mich macht es inzwischen fast wütend, mit welcher Selbstverständlichkeit hier von Landwirten hinsichtlich Nutztieren - die Messlatte vom Heimtierhalter und seinem Haustier angelegt wird. Grad weil Hund ja keine Vegetarier sind. Die emotionale Bindung an Einzeltiere halte ich für ein Privileg, dass man sich in der Landwirtschaft eben nicht (immer) leisten kann. Zwar kenne ich einige Milchviehbetriebe die sich "Gnadenbrotkühe" leisten, aber bei den "Durchsätzen" ist das bei Sauen, Geflügel illussorisch. Schön für Haustier/e/halter und keine Frage, dass es in Ordnung ist Verlustängste, Trauer zu empfinden, aber nicht als Forderung. Andersherum - Trauer ums Tier: Ich denke das gerade im Rinderbereich die Trauer erheblich ist - Stichwort Keulung BSE und MKS....  @ Elli - ich hab hier ein gutes Buch "Leben von und mit Tieren" - von Dr. Roger Busch, aus ethischer Sicht eine Tier-Mensch-Beziehung, zu "Würde der Tiere" u.ä. vielleicht hilfreich? Gruß Mirjam
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« Letzte Änderung: 28.12.09, 10:56 von Mirjam »
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
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fanni
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« Antwort #10 am: 28.12.09, 11:01 » |
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Ich trauere dann, wenn es für mich sinnlos und grausam war....... totes Kalb nach einer schweren Geburt......da haut mich immer rein ......an Weihnachten hat der Fuchs unser Single-Entelein gefressen vom Herbst.........die Oma hats gesehen und den Fuchs noch verscheucht, aber es war zu spät.....das war ich echt traurig und sauer , obwohl wir ihn auch geschlachtet hätten. .....vor Jahren "mußten" wir eine trächtige Kuh richtig richtig leiden lassen (mit anwesendem TA) und dann doch noch das Kalb mit Kaiserschnitt holen. Wir haben sie dann sofort an Ort und Stelle erlöst......aber das ist mir echt unter die Haut gegangen, diese Schmerzen mitzubekommen und nix machen zu können. Als es vorbei war sind echt bei allen Beteiligten inkluseve unserm TA die Tränen gekommen. so Sachen halt bei Kühen, die ich wegggeb zum Schlachten bin ich in der Regel auch traurig, und naja...........ich geb denen immer eine Extra Portion gutes Futter zum Abschied - blöd gell..  ....Geld kassieren wir ja dann auch
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Herzliche Grüße von Fanni
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manurtb
Gast
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« Antwort #11 am: 28.12.09, 11:10 » |
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Dieser Anspruch - extremes emotionales Einlassen aufs Tier und gleichzeitig der Fleischlieferant zu sein - ist die Quadratur des Kreises und mich macht es inzwischen fast wütend, mit welcher Selbstverständlichkeit hier von Landwirten hinsichtlich Nutztieren - die Messlatte vom Heimtierhalter und seinem Haustier angelegt wird. Grad weil Hund ja keine Vegetarier sind.
Nein, das war doch schon immer: Die Tiere, die man pflegen musste, weil sie einem nützen, um die hat man auch getrauert. Das waren früher sicher auch die Kühe und auf dem Bauernhof vielleicht weniger die Hunde. Dafür vielleicht beim Schäfer und beim Jäger mehr die Hunde, weil die Ausbildung auch was gekostet hat. Und wenn Du es so siehst, dann hast Du keine Quadratur des Kreises. Die ist nur da, wenn Du nur Deine Sichtweise betrachtest. Ich seh das relativ entspannt. Mein Hund ist mir mehr wert, wie ein Mensch, den ich nicht kenne, denn mein Hund steht mir einfach näher. Ich unterscheide nicht in Mensch oder Tier, sondern in: Kenn ich oder: hab ich keinen Bezug zu. Vielleicht liegts daran, dass ich die christliche Überhöhung des Menschen über das Tier noch nie nachvollziehen konnte. Ich fordere das auch nicht ein, dass LW das so machen sollten. Allerdings sollten LW dann auch so tolerant sein und akzeptieren können, wenn andere es anders machen. Das ist nämlich ein Grund mit, warum LW Emotionslosigkeit vorgeworfen wird, beim Umgang mit dem Tier. Alleine wenn ich hier die Empörung lese, weil mein Hund Biolebensmittel bekommt oder etwas, was auch Menschen essen können und nicht nur Abfälle. Da wird dann herbeigeredet, dass ich hoffentlich noch erleben muss, dass ich mir das nicht mehr leisten kann. Man gönnt dem anderen nicht, was der für richtig hält. Dabei gibt es kein richtig oder falsch, sondern nur unterschiedliche Betrachtungsweisen und daraus ergibt sich dann, ob man etwas als richtig oder falsch erachtet, aber der andere Mensch hat eine andere Sichtweise. Wenn mir der Bauer, bei dem wir übernachten, erzählt, dass er für seinen Hund keine 100 Euro für den TA zahlen würde, dann ist das halt so. Andererseits zahl ich auch 3.000 Euro für den Tierarzt, wenn es nötig ist und das ist dann halt auch so. Weder ist er ein schlechter Mensch, noch bin ich es.
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Mirjam
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« Antwort #12 am: 28.12.09, 11:50 » |
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Dafür vielleicht beim Schäfer und beim Jäger mehr die Hunde, weil die Ausbildung auch was gekostet hat. Und wenn Du es so siehst, dann hast Du keine Quadratur des Kreises. Die ist nur da, wenn Du nur Deine Sichtweise betrachtest. Vielleicht gibt es überall - beides. Ich kenne Jäger die ihre eigenen Hunde erschossen haben und sehr "lieblos" gehaltene Schäferhunde. Dann wieder Schäfer für die der Hund Partner ist und Jäger die mit ihren Hunden leben im wahrsten Sinne des Wortes. Allein schon die Bezeichnung Heimtier heißt ja auch noch nicht, dass ein emotionaler Bezug zum Tier da ist siehe Aquarienfische oder manchmal Meerschweinchen die jahrelang auf einer kleineren Fläche als ein Käfighuhn ohne Kontakt zu Artkollegen in einem Käfig sitzen... Und gerade diese werden ja häufig "am Todestag" einfach im Zooladen "ersetzt". Doch es ist die Quadratur des Kreises das - ich verfolge die Tierschutzseiten schon seit Jahren - den Landwirten eine "nicht-Beziehung" zum Lebewesen Tier vorgeworfen wurde/wird - aber andererseits diese Tiere Fleischlieferanten für die Haustiere sind und wir als Nutztierhalter "in der Verantwortung stehen". Ich erinnere mich da an einen Urlaub an der Nordseeküste, Hundestrand, dort kamen wir mit einer Hundehalterin ins Gespräch die spontan 10 Minuten (mir und einer Bäuerin vom BT) einen Vortrag über genau das der Bauernhöfe hielt ...  - nunja ohne zu wissen wen sie vor sich hatte... mal eben so in den Raum stellte, Bauern könnten gar keine emotionale Bindung zu Tieren aufbauen und überhaupt und da bräuchten wir nicht gegenargumentieren, sie kenne sich aus... Gegenfrage - ist es heute noch "political correct" einen Hund als "Nutztier" zu sehen? Das er in der Scheune schläft und nicht im Haus und das für viele per se eine Abwertung ist? Mir kommt da ein Welpenkauf aus dem letzten Jahr in den Sinn - wo gerade dieses "Scheunenschlafen" eine Riesendiskussion auslöste, während die Züchterin die Zuchthündinnen in Zwingern in einem fast Beton-Bunker mit nur einem Fenster hielt. Eine Bekannte war mit ihrem Bordercollie zwischen 4 Kindern/Mietwohnung heillos überfordert - doch sie konnte sich nicht dazu "überwinden" ihn hier über mich auf einen Bauernhof in fachlich erfahrene Hände zu vermitteln, weil er ja dort in einer Scheune.... viele Grüsse Mirjam
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« Letzte Änderung: 28.12.09, 11:56 von Mirjam »
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
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Jacky
Niederbayern
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« Antwort #13 am: 28.12.09, 12:10 » |
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Interessantes Thema... Kann man unterscheiden zwischen Heim/Haus- oder Nutztier? Irgendwie ist doch jedes gehaltene Tier ein Nutztier. Egal ob Hund, Katze oder Kuh. Nur weil Haustiere nicht gemolken oder geschlachtet werden, werden sie doch auch für den menschlichen Zweck genutzt. Manche werden mehr geliebt, andere weniger. Ab und an hab ich auch den Eindruck, dass es mancher Kuh besser geht als Hund oder Katze.  Ich hab auch schon öfters getrauert, wenn mir eine besonders ans Herz gewachsene Kuh den Stall verlassen musste. Auch bei solchen, die auf die Zuchtviehversteigerung gingen. Natürlich trauert man naturgemäss, auch ich, besonders, wenn es ein Haustier betrifft. Was hab ich geheult und mitgelitten als vor fast zwei Jahren unsere Hündin angefahren wurde und ich anfangs gedacht habe, sie schaffts nicht. Immerhin begleitet sie mich hier am Hof schon seit 13 Jahren. Und doch unterscheide ich bei der Trauer zwischen Mensch und Tier. Auch weil meist das Schicksal einer Familie dahintersteht. Gegenfrage - ist es heute noch "political correct" einen Hund als "Nutztier" zu sehen? Das er in der Scheune schläft und nicht im Haus und das für viele per se eine Abwertung ist? Mir kommt da ein Welpenkauf aus dem letzten Jahr in den Sinn - wo gerade dieses "Scheunenschlafen" eine Riesendiskussion auslöste, während die Züchterin die Zuchthündinnen in Zwingern in einem fast Beton-Bunker mit nur einem Fenster hielt...
viele Grüsse
Mirjam
Mirjam, das erzähl mal unserem Hund.  Bis vor einem Jahr hat sie immer in unserem Hausflur geschlafen und hat sich dort auch wohl gefühlt. Komischerweise zieht sie seit einem halben Jahr die Scheune vor und ist nur fürs Futter dazu zu bekommen ins Haus zu gehen. 
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« Letzte Änderung: 28.12.09, 12:31 von Jacky »
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Liebe Grüße Sabine
Wer lächelt statt zu toben, ist immer der Stärkere
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manurtb
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« Antwort #14 am: 28.12.09, 12:47 » |
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Gegenfrage - ist es heute noch "political correct" einen Hund als "Nutztier" zu sehen? Das er in der Scheune schläft und nicht im Haus und das für viele per se eine Abwertung ist? Mir kommt da ein Welpenkauf aus dem letzten Jahr in den Sinn - wo gerade dieses "Scheunenschlafen" eine Riesendiskussion auslöste, während die Züchterin die Zuchthündinnen in Zwingern in einem fast Beton-Bunker mit nur einem Fenster hielt.
Es hat nichts mit PC zu tun. Ein Hund ist kein einzeln zu haltendes Tier. Der braucht, wenn er schläft Kontakt. Entweder zu anderen Hunden, oder zu seinen Menschen. Bei den Pferden weiss man es ganz genau, dass man da eines nicht alleine halten darf, aber beim Kontaktlieger Hund ist es nur eine Frage der PC? Seltsam.
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