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Autor Thema: Wasser enteisen  (Gelesen 949 mal)
Lotta
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« am: 27.12.09, 10:54 »

Moin!
Wer von euch nutzt Grundwasser fürs Vieh und muss dieses enteisen?
Unser Wasser ist so stark eisenhaltig, das wir vor einigen Jahren auf Leitungswasser als Tränke umgestiegen sind. Aber der Wasserverbrauch ist natürlich enorm  Shocked
Wer hat eine Anlage zum enteisen und erzählt mal ein bisschen daon? Rentiert sich das, ist das Wasser wirklich gut?

Grussi
Lotta
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landleben
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« Antwort #1 am: 27.12.09, 11:23 »

Hallo Lotta!

Wir haben uns vor knapp 3 Jahren eine Enteisungsanlage gegönnt, da der Eisengehalt im Wasser relativ hoch ist. Gleichzeitig wird auch das Mangan gesenkt.

Wir hatten mal eine Wasserprobe machen lassen. Allerdings hatten uns die Kosten für so eine Anlage immer abgeschreckt.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten für die Enteisungsgeschichte. Genau kann ich dir das nicht erklären. Jedenfalls hatten wir ein Angebot, wo regelmäßig die Anlage gespült werden mußte, und das Wasser dann in die Gülle kam. Gefiel uns nicht.

Mal sehen, ob ich dir unsere Variante einigermaßen erklären kann.

Wir haben jetzt in der Melkkammer (Maschinenraum) zwei Behälter mit je 1000 l Fassungsvermögen stehen. Diese werden jeden Tag ab 14 Uhr gaaaaaanz langsam mit Wasser befüllt. Bei dem Befüllen wird das Wasser mit Sauerstoff angereicht.

Das dauert ein paar Stunden. Beeinträchtig aber nicht die Wasserversorung im Stall. Nachts zwischen 1 und 3 Uhr wird dann dieses Wasser wieder in den Brunnen gedrückt. Da wir große Wasserbecken im Stall haben, reichen diese für den Bedarf in der Zeit.
Wenn das Wasser in den Brunnen zurückläuft, kann nämlich kein Wasser gefördert werden. Bei diesem Austausch soll sich das Eisen und Mangan am Brunnenboden wieder absetzen.
Wir haben allerdings noch keine Wasserprobe genommen. Bis sich das mit dem Eisen im Wasser bemerkbar macht, soll allerdings etwas Zeit vergehen. Bei Mangan soll es schneller zu merken sein.

Besort hat uns die Anlage unser Landmaschinenhändler. Er hat auch die ANlage angeschlossen. Ging eigentlich recht schnell. Kostenpunkt waren so 6000 € und ich meine die Monatag extra.

lg

landleben
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Mirjam
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« Antwort #2 am: 27.12.09, 11:29 »

Hallo Lotta,

für eine Enteisung braucht ihr die genauen Analysewerte Eisen, Mangan und auch den pH-Wert eures Wassers + der zu erwartende Verbrauch. Wißt ihr wieviel mg Eisen ihr im Brunnenwasser genau habt bzw. wieviel gesenkt werden muss?

Mit einer solchen Analyse würde ich mir dann Angebote einholen von verschiedenen Herstellern. Womit ich ein bißchen hadere sind die Kombisysteme, die neben
Eisen + Mangan - auch Kalk herausfiltern können sollen (wegen dauerhafter Leistung etc.). Wer alles 3 können soll (und verbesserung saures Wasser) ist der Stoff "Christal-right".

Danach richtet sich nämlich im Filter die Wahl des Filtermedium, ob ein "reiner Sandfilter" reicht oder über über "Birm" oder über "Greensand" ein anderer Stoff das Eisen ausgefällt werden muss - das ist NICHT bei jeder Enteisung gleich - d.h. man kann die Kosten schwer vergleichen. Bei manchen Systemen muss sogar noch mit Kaliumpermanganat zur Oxidation angereichert werden. Beim einen sind die Betriebskosten nur das Spülwasser, beim anderen kann eben noch Verbrauchsmaterial dazukommen.

Das ausgefällte Eisen wird dann ausgespült - wenn ihr z.B. das o.k. vom Wasserwirtschaftsamt habt, z.B. auch in einen Graben. Das behandelte, gefilterte Brauchwasser hat dann von den Eisen/Manganwerten durchaus Trinkwasserqualität also Eisenwert unter 0,2 und Mangan unter 0,05. Wobei ich für Tiere jetzt einen Mangangehalt der über dem Trinkwasser VO- Grenzwert liegt nicht für problematisch halte, da Mangan ja eher ein Stoff ist der im Mangel vorkommt.

viele Grüsse

Mirjam
« Letzte Änderung: 27.12.09, 11:51 von Mirjam » Gespeichert

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Lotta
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« Antwort #3 am: 27.12.09, 11:53 »

Wow, das nenn ich mal gut  Cheesy
Danke für eure Infos, dann werden wir das Wasser mal untersuchen lassen müssen.
Der Eisengehalt ist gefühlte 1 Millionen- das Wasser schmeckt wie Blut, die Kühe mögen das nicht und es wirkt ja auch der Gesundheit entgegen, weil Kupfer Mangan usw. schneller ausgespült werden.
Also ich denke 10.000 Euro müssten wir schon investieren- aber dann soll es auch das Richtige für uns sein.
Schon mal Danke, ich werde die Werte schnellstmöglich feststellen lassen.
Grussi
Lotta
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Mirjam
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« Antwort #4 am: 27.12.09, 12:02 »

Hallo Lotta,

also alle Anlagen die ich kenne sind unter 10.000 Euro gelaufen ;-), ich glaub die teuerste war 8.000, aber da sollten schon über 10 cbm je Tag aufbereitet werden können.

Zum untersuchen lassen - ich arbeite gut mit diesen Labors zusammen,

hier im "Tränkewasserpaket Standard" hast du alles mit drin, v.a. ph-Wert und Oxidierbarkeit etc. :-)

http://www.agrolab.de/agrolab/index.php?option=com_content&task=view&id=97&Itemid=58  ->  nur Mangan muss man sich dazubuchen,

gem. BMLEV - Tränkewasserorientierungsrahmen wär ausführlicher, da ist man aber mit Kosten über 100 Euro das Paket dabei.

normal hat Agrolab vernünftige Preise - im Vergleich zu sonstigen Labors und wenn man Montags Probezieht ist i.d.R. Freitag das Ergebnis auf Email, Probe kannst du selbst ziehen und dir die Flaschen zuschicken lassen.

viele Grüsse

Mirjam

« Letzte Änderung: 27.12.09, 12:07 von Mirjam » Gespeichert

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Lotta
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« Antwort #5 am: 27.12.09, 12:15 »

Super Mirjam, danke  Wink
Werd mich da gleich mal reinlesen.
Landleben, habt ihr bei eurer Methode auch Trinkwasserqualität?
Gibt es wirklich keine NEgpässe in der Wasserversorgung?

Grussi
Lotta
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