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Autor Thema: Dossier Agrarwirtschaft -Die Zeit  (Gelesen 985 mal)
Lotta
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Cowboyerin :o)


« am: 25.11.09, 11:50 »

Hoffentlich wird dies von vielen Leuten und nicht nur Landwirten gelesen..........

http://www.zeit.de/2009/44/DOS-Bauer-Erdmann?page=1


Wirklich lesenswert und gut geschrieben

Grussi
Lotta
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
Naima
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)


« Antwort #1 am: 25.11.09, 12:00 »

Hallo Lotta,
wenn ich dazu solche Kommentare lese, dann gute Nacht  Angry

Zitat
vom 26.10. auf der Online-Seite
1. Die Tränendrüse...
... wird in diesem Artikel aber massiv beansprucht.

Dabei ist es ganz simpel: Es wird zu viel Milch produziert, also sind die Preise im Keller.

Systemrelevant ist der Agrar-Sektor schon lange nicht mehr, wilkommen in der globalisierten Welt.

Die Agrar-Subventionen sind eine Schande für die wohlhabenste Region der Welt und geradezu ein Verbrechen, fehlen Sie doch für die Bildung oder gehen Sie in Schuldenform zu Lasten zukünftiger Generationen.

Darüber hinaus zerstören die üppigen Agrar-Subventionen die Agrar-Wirtschaften der 3. Welt - weil diese trotz oft besserer Bedingungen nicht mit den künstliche niedrigeren Preisen der EU mithalten können.

Demnach sind die Agrar-Subventionen auch mitschuld am Hunger in der Welt und der EU-Bürger wird gleich doppelt und dreifach zur Kasse gebeten.

Und dies nur, weil weder Politiker noch die Gesellschaft vom sozialromatischen Bild des tüchtigen Kleinbauers lassen will.

Die anderen Kommentare gehen in die selbe Richtung.

Langsam komme ich doch zu der Überzeugung, dass dem Verbraucher egal ist, woher seine Lebensmittel kommen, ob die landwirtschaftlichen Strukturen erhalten werden und ob die bäuerlichen Betriebe zugrunde gehen.

Ich nehme gerne die in einem Kommentar vorgeschlagene Rente an ("es wäre billiger, den Landwirten Renten zu zahlen") und lege mich darüber jeden Tag gemütlich auf die Couch, statt 365 Tage morgens, abends und bei Abferkelungen ganztags und nachts, im Stall zu stehen.
« Letzte Änderung: 25.11.09, 12:05 von Naima » Gespeichert
pauline971
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« Antwort #2 am: 25.11.09, 12:55 »

Ich hab es grad gelesen. Der Bericht ist interessant, aber die Kommentare   Shocked Deutschland und sein Volk wird dann zufrieden sein, wenn der letzte Bauer seinen Hof aufgegeben hat. Dann wird das Geschrei groß sein, wenn zu überteuerten Preisen Milch und Milchprodukte angeboten werden, die gentechnisch verändert wurden oder im Labor hergestellt worden sind. Mein Vater hat immer gesagt, die Bauern werden fertig gemacht. Wo die Lebensmittel herkommen, interessiert selten jemanden. Ich bin zum Glück nicht so. Dafür bin ich stolz. Was ich besser oder anders machen kann in meinem Denken und Handeln darüber lasse ich mich gerne aufklären. Wir legen zuhause sehr viel Wert auf gute! Lebens (Lebens= Bios=das Leben)mittel. Das Fleisch stammt aus artgerechter Haltung, Milch und Milchprodukte werden zu fairen Preisen gekauft vom Direkterzeuger bzw. dort wo ich einfach ein gutes Gefühl habe, daß für Milch gerecht bezahlt wird. Lieber fahre ich mein altes Auto, fahre nicht ständig in Urlaub und bin nicht nach dem letzten Schrei gekleidet, aber für gesunde Lebensmittel wird bei uns viel Geld angelegt und das Geld ist auch gut angelegt. Ich habe eine Internetadresse entdeckt, die Käse aus dem Allgäu versendet (Direktvermarkter) (vielleicht fühlt sich jemand hier angesprochen, ist aus Gunzesried, dann wink zur Käsebäuerin). Der ist absolut lecker und wir essen seitdem noch mehr Käse. Leider denken nicht alle Menschen so wi mein Mann und ich. Aber wenigstens wir verändern die Welt ein ganz klein wenig. So, das war das Wort zum Mittwoch von
Pauline
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Das Leben ist zu kurz um was schlechtes zu trinken
Lotta
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« Antwort #3 am: 25.11.09, 13:22 »

Hallo!
Ich habe mir abgewöhnt, die Kommentare zu lesen.
Ich glaube auch nicht, das das die allgemeine Meinung ist- es wird immer und überall Leute geben, die sich über das Internet profilieren müssen.
dabei stellen Landwirte leider noch nicht mal eine Ausnahme  Roll Eyes

Klugsch... gibts eben überall.....

Aber diesen Menschen ist es wohl auch egal, woher das Essen kommt.
und das nicht nur die romantischen Kleinbauern betroffen sind- hat der Schreiber wohl nicht begriffen....
Grussi
Lotta
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
manurtb
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« Antwort #4 am: 25.11.09, 13:25 »

Aber mal ganz ehrlich: Nur weil Lebensmittel aus Deutschland kommen, ist nicht alles eitel Sonnenschein.
Und andersrum auch: Lebensmittel aus dem Ausland sind per se nicht schlimm.

Die Leute haben einfach schon zu viele Skandale auch im Inland mitbekommen. Deswegen ist meiner Meinung nach das, was ihr Euch wünscht, dass die Leute ihre Lebensmittel mit Blick auf Deutschland kaufen, unrealistisch.
Und die Leute, die aus dem Ausland Lebensmittel kaufen, die können genauso auf gute Qualität achten.
Ich hab am Wochenende wieder eine große Lieferung mit Nudeln, Pesto, Nudelsoßen, Salami und Käse aus Italien eingelagert. Und die Qualität ist hammergut, obwohl es as dem Ausland kommt.
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Lotta
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Cowboyerin :o)


« Antwort #5 am: 25.11.09, 14:33 »

Ja klar...
im Ausland gibt es keine Skandale?

Und was ist mit dem Klimawandel?
Lieber Milch aus Neuseeland oder sonstwo in der Welt herschippern?

Skandale entstehen immer da, wo ganz billig prodiziert werden soll, weil skrupelose Menschen Dinge einsetzen und verpanschen, die verboten und gefährlich sind.
Wenn mehr regional engekauft würde, gäbe es viele Probleme überhaupt nicht.

Lotta
 
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
manurtb
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« Antwort #6 am: 25.11.09, 15:02 »

Die Entfernung ist nicht das Ausschlaggebende bei der Umweltbilanz.
Es kann sein, dass die Milch auf Einzelhöfen abholen und zusammenfahren, weitaus mehr Treibstoff verbraucht, wie z.B. riesige Bauernhöfe auf dem flachen Land.
Oder wie weit der Verbraucher dann zum Laden hat und wie er hinkommt: http://www.abendzeitung.de/geld/134691

Natürlich gibt es auch im Ausland Skandale. Aber wenn es hier, wie dort Skandale gibt, dann ist es schon egal aus dem Gesichtspunkt der Skandalträchtigkeit.

Die Regionalität ist es auch noch nicht, die Skandale verhindert. Es ist eher der direkte Kontakt zwischen Produzent und Verbraucher.
Auch die billige Produktionsweise ist es nicht, sondern die Gewinnmaximierung. Da kann ich auch mit teuren Produkten panschen, um noch mehr Gewinn zu machen.

Es sind nette Wunschträume, die ich hier lese und nette Vereinfachungen und Schuldzuweisungen. Nur sie entsprechen halt nicht der Realität der meisten Menschen, sonst wär es nicht so.
« Letzte Änderung: 25.11.09, 15:07 von manurtb » Gespeichert
fanni
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« Antwort #7 am: 25.11.09, 15:37 »

Hoffentlich wird dies von vielen Leuten und nicht nur Landwirten gelesen..........

http://www.zeit.de/2009/44/DOS-Bauer-Erdmann?page=1


Wirklich lesenswert und gut geschrieben

Grussi
Lotta

find ich auch...........!!
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Herzliche Grüße von Fanni
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #8 am: 25.11.09, 16:36 »

Hallo Lotta,
Bei herrlichstem Sonnenschein war ich heute nicht im Vollerwerbsbetrieb tätig, sondern in meinem kleinen Nebenerwerb. Grin Irgendwie ist mir dabei ständig die Landwirtschaft im Kopf herumgegangen und ich bin immer wieder auf den Weltagrarbericht gekommen. Ich habe schon viele gute Beiträge über Landwirtschaft gelesen.
Aber wie kann Text in Handlung umfunktioniert werden?
 @Pauline, auch wenn nur wenig so denken wie du, es ist ein Anfang. Lebensmittel sind Mittel zum Leben. Aus einfachsten, frischen Zutaten lässt sich oft wirklich zaubern. Kochen und Essen macht auch Spass.
Handwerklich hergestellte Lebensmittel zu finden, ist gar nicht mehr so einfach.
Herzliche Grüsse
maria


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Mirjam
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WWW
« Antwort #9 am: 25.11.09, 17:15 »

Hallo,

also der Artikel ist wirklich gut geschrieben - durch unsere Brille gelesen.

Aus der Brille der Leser, die aus einer Satellitenperspekte die Milchmarktstreitereien seit 2 Jahren beobachten - kann ich die Leserkommentare absolut verstehen und hätte ich sehr (trotzdem gerne) gewundert, wenn andere Reaktionen gekommen wären.

Gruß Mirjam
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
manurtb
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« Antwort #10 am: 25.11.09, 17:19 »

Handwerklich hergestellte Lebensmittel zu finden, ist gar nicht mehr so einfach.
Hm, ich finde, das wird immer einfacher. Dem Internet sei Dank.
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Mirjam
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« Antwort #11 am: 25.11.09, 17:23 »

Es sind nette Wunschträume, die ich hier lese ...

Manu es ist halt bald Advent...
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
manurtb
Gast
« Antwort #12 am: 25.11.09, 17:28 »

Es sind nette Wunschträume, die ich hier lese ...

Manu es ist halt bald Advent...
Aber es ist frustrierend, wenn Wunschträume nicht in Erfüllung gehen... Und von dem Frust kann man in eine Hass kommen.
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gammi
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« Antwort #13 am: 25.11.09, 17:41 »

Die Entfernung ist nicht das Ausschlaggebende bei der Umweltbilanz.
Es kann sein, dass die Milch auf Einzelhöfen abholen und zusammenfahren, weitaus mehr Treibstoff verbraucht, wie z.B. riesige Bauernhöfe auf dem flachen Land.

vielleicht hast Du Recht......dafür müssen die riesigen Bauernhöfe ihr Futter zusammenfahren...................und was machen wir mit dem nicht-flachen Land? von der Landkarte streichen?

« Letzte Änderung: 26.11.09, 12:11 von gammi » Gespeichert

Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #14 am: 27.11.09, 09:45 »

Eigentlich müssten wir doch froh sein, die meisten Berichte über Landwirtschaft in den verschiedensten Zeitungen greifen die Sorgen und Nöte der Bauernfamilien auf.
Vor 1o Jahren war das vollkommen anders, da wurden wir duch medial niedergeknüppelt, dass uns Hören und Sehen verginge.
Ich werde den Hirtenbrief in der Kirche nie vergessen, wo den Bauern vorgeworfen wurde, das letzte aus den Tieren und dem Boden herauszuholen. Embarrassed
Gestern war in unserem Bistumsblatt fast 4 Seiten zum Thema Landwirtschaft, in der Frauenbundzeitung, in der Missionszeitung, überall wird mit Sorge darauf verwiesen, dass Landwirtschaft wichtig ist.

Nur - und das geht mir nicht mehr aus dem Kopf-
ändert diese wohlwollende Berichterstattung etwas an den Problemen der Bauern?
Und weil immer von den Problemen der Landwirtschaft und der Bauern geschrieben wird-
was ist mit den Problemen der Bäuerinnen, auch sie schleppen hier eine grosse Last.
Ich beginne mir mehr und mehr Fragen zu stellen, wie Landwirtschaft der Zukunft aussehen kann- aus  weiblichen Sichtweise.
So wie es jetzt läuft- scheint es total verkehrt zu laufen.
Herzliche Grüsse
maria
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