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Autor Thema: Angst bei der Arbeit-kennt ihr das?  (Gelesen 1493 mal)
mali
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 521



« am: 14.11.09, 14:11 »

Nachdem Sunny beschrieben hat,wie sie von einem Rind angegriffen wurde und ich ihr antwortete,kam mir der Gedanke,ob andere wohl auch Angst vor manchen (Alltags-)situationen haben.
Situationen,wie sie immer wiederkehren.
Bei mir ist es z-B. das umstellen,anbinden oder verladen einzelner oder größerer Gruppen Bullen.
Da rasen dann 8 große Bullen über den Futtergang,um eine neue Box zu beziehen.Oder ein einzelner muß separiert werden,der Stall dafür ist aber in einem anderen Gebäude,also meist erst verladen,Kette draum,zum Stall fahren,anbinden...und mein Mann steht damit auf dem (oben offenen) Hänger und das Vieh fängt an zu kreisen...
Da geht mein Puls,da geht mein Adrenalin hoch,da habe cih Angst udn würde am liebsten welaufen,wegsehen...mit allem nichts zu tun haben wollen.
Die meisten unserer Bullen haben Hörner,was letztlcih egal ist,wenn Dich einer mit aller macht an die Wand drückt.

Oder wenn es so steil ist und der Trecker mit Hänger wegrutscht,oder das Fahrsilo ohne Aussenmauer  so hoch und plötzlcih geben die Seiten nach,weil es schon zu trocken wird...und dann hängt alles schief und im Geiste sehe ich alles umkippen..HORROR!!! Shocked


Gruß Mali
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Gruß Mali
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Wer heute den Kopf in den Sand steckt,knirscht morgen mit den Zähnen!
christiana
Niedersachsen
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 351



« Antwort #1 am: 14.11.09, 14:41 »

Ich bin bestimmt kein ängstlicher Mensch, aber gerade beim Thema Bullen wird mir schon ganz anders,ich bin immer froh, wenn ich nicht dabei bin. Und wenn irgendwann die Kinder mithelfen..........da bekomme ich jetzt schon Angst. Bei den Kühen habe ich gar keine Sorgen.
Meine SM hat mal mitangesehen, das ein Trecker vom Siloberg rutschte, die mag nun gar nicht mehr zusehen.
Ich wünsche uns allen gute Schutzengel!
Christiana
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Lexie
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Beiträge: 528


« Antwort #2 am: 14.11.09, 15:25 »

hallo
mir fällt auf, je älter ich werde, desto ängstlicher werde ich auch. früher bin ich über den balken
im heustadl drübergelaufen ohne was zu denken, heute hab ich bammel, ich geh da nicht mehr rüber.
auch mit den kühen, ohne waffe geht da nichts. mich hat mal eine gedrückt, ein 2.tes mal passiert mir das nicht mehr.
ich glaub das hängt auch mit den nerven zam, dass man ängstlicher wird. früher hat man an die gefahr nicht
gedacht, aber je älter man wird, desto mehr hört und sieht und merkt man sich auch.
LG Lexie
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #3 am: 14.11.09, 15:52 »

Hallo Lexie,
mit den gemachten Erfahrungen verändert sich die Vorgehensweise. Ich habe seit Sylvester einges mehr an Respekt, ein Tier das einen ganz bewusst angreift und bei jeden anderen auch versucht- muss ich nicht nochmals als Erfahrung haben. Habe eine Weile gebraucht, bis ich wieder unbefangen mit den Rindern umgehen konnte.
Bei den Bullen weiß ich gleich von Anfang an, dass hier eine grössere Vorsicht dazugehört. Unseren weiblichen Rindern zeige ich, , dass ich in der Herde das Alphatier bin, aber es scheint doch Tiere zu geben, die das vergessen.
Ich konnte mir nie vorstellen, wie auf den Weiden manchmal so grausliche Unfälle mit Todesfolge passieren können, wo doch so viel Platz zum Ausweichen vorhanden ist.
Die immer grösser werdenden Maschinen flössen mir auch einen gesunden Respekt ein, hier ist mir die Vorsicht auch die Mutter der Porzellankiste.
Und auf die bessere Fernsicht auf den Scheunen und sonstigen Dächern kann ich gut und gerne verzichten.
Ein gesundes Sicherheitsbewusstsein ist mir generell wichtig.
Was ich nie so ganz angstfrei machen kann- bei der Waldarbeit beim Baumfällen helfen. Als Kind hat mich ein Baum ziemlich erwischt, ich krieg diese Angst nie mehr raus.
Gott sei Dank gibt es Hackschnitzeltechnik, das erleichtert die Waldarbeit und macht sie ein Stück einfacher.
Herzl. Grüsse
maria




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ansabe
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Ich nehme mir die Zeit, die ich brauche!


« Antwort #4 am: 14.11.09, 18:56 »

Nach meinem Unfall mit dem Zuchtbullen auf der Weide bin ich auch insgesamt viel ängstlicher geworden. Ich seh viel schneller irgendwo eine Gefahr. Wenn mein Mann mal bei den Mastbullen reingeht krieg ich auch fast die Krise und kann nicht gut zuschauen. Auch bei den Kindern sag ich öfter mal was, als vor dem Unfall. Manchmal nervt mich das schon gewaltig, dass ich überall schon eine Gefahr sehe. Angry
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Viele liebe Grüsse
ansabe
Imke
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Beiträge: 990

Wer Heiterkeit sät, wird Lebensfreude ernten


« Antwort #5 am: 15.11.09, 13:04 »

Angst bei der Arbeit kenne ich keine, doch die Vorsicht ist mit dabei. Ist überall so, im täglichen Leben,
egal ob mit den Tieren, den Maschinen oder im Straßenverkehr.
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Das Glück ist ein Mosaik, bestehend aus lauter unscheinbaren
kleinen Freuden.
LG Imke
gammi
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Beiträge: 2619


« Antwort #6 am: 15.11.09, 14:28 »

Angst bei der Arbeit fängt bei mir an sobald sich die Arbeit mehr als 1 m über dem Boden befindet. Sobald ich eine Leiter hoch muß geht nichts mehr mit arbeiten.....da brauch ich beide Hände um mich festzuklammern.
Bei den Kühen habe ich eigentlich nie Angst, wobei ich beim Bullen laden schon ein mulmiges Gefühl habe. War vor kurzen aber auch sehr leichtsinnig. Letzte Blutprobe BHV1....bis auf ein Tier sind alle im Freßgitter...gammi voller Motivation klettert in die Box und will das letzte Tier aufwecken und ins Freßgitter treiben.......plötzlich bekommt gammi Angst......hatte sie doch glatt vergessen, dass bei den Rindern in der Box doch noch der Deckbulle ist.....so sportlich und schnell war gammi schon lange nicht mehr.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
Kerzenlicht
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« Antwort #7 am: 15.11.09, 14:41 »

Mir ist seit einem Jochbeinbruch mit 17 Jahren - aus unbekannten Gründen vom Fahrrad gefallen, jetzt Draht im Jochbein - nicht mehr wohl, wenn ich Treppen steigen muss. Steigerung: Treppensteigen mit Kind auf Arm. Da geh ich dann ganz langsam und Tritt für Tritt.
Ansonsten seh ich, besonders wenns um meinen Mann, meine Eltern und vorallem meine Kinder geht, oft Gefahren, über welche mein Mann nur lachen kann. Aber ich denk, so geht es vielen Müttern, einfach alle Eventualitäten ins Auge fassen..
Vor den Rindviehchern hab ich auch Respekt, lange Hörner, feste Tritte können Respekt fordern!
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Nelly
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Beiträge: 1119


« Antwort #8 am: 15.11.09, 15:31 »

Hallo,
Leitern bekraxeln bedeutet für mich auch den Supergau, seit mir als kleines Kind beim ZWetschgen pflücken die morsche LEiter unter den Füßen weggebröselt ist.
Deswegen kann ich es nicht gut mitangucken, wenn unsere Kleine sich beim Treppe runtergehen nur an der Wand festhält. Sie will nie das Treppengeländer anfassen.

Bei meinem Mann habe ich eigentlich ständig ne unterschwellige Angst.

-Er hat einfach ne "Begabung" für kleinere bis mittlere Verletzungen:
Daumen mit dickem Vorschlaghammer plattgechlagen, Metall ins Auge geflext, Zähne rausgeschlagen, weil igendwo ne Feder rumgeklatscht ist, Daumen bis auf den Knochen eingeschnitten, mit nem rausstehenden NAgel den Rücken aufgeritzt, platte große Zehen....und das sind die Sachen, die mir so spontan einfallen.

-Außerdem baut er sich immer so eigenartige Konstruktionen um sich irgendwelche arbeiten zu erleichtern, da habe ich sowieso Bedenken...

-wenn er halt zwíschen den Solarplatten auf dem glatten Dach rumbalanciert, dann gucke ich besser auch weg...

-und wenn er ohne rechts und links zu gucken aus dem Auto springt, um mal eben dieses und jenes und nicht auf den STraßenverkehr achtet.....

Nell
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Wer Rechtschreibfehler findet darf sie gerne behalten!
frankenpower41
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Ich liebe dieses Forum!


« Antwort #9 am: 15.11.09, 16:32 »

Naja, zu den besonders Mutigen hab ich noch nie gehört, aber seit mich mal eine Kuh umgerannt hat (die kannte nichts dafür, die ist ausgerutscht, hab ich schon öfters ein mulmiges Gefühl.  Diese Schmerzen möcht ich nicht nochmal erleben. Ich bekam damals den Absperrbalken in die Rippen.  Gesehen hat man überhaupt nichts, aber weh getan hat das wochenlang. Ich guck jedenfalls seither, ob ich immer genug Platz zum ausweichen hab und so wie sich mein Mann manchmal zwischen die Kühe zwängt, das hab ich mich eh nie getraut.

Marianne
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ELLI47
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« Antwort #10 am: 15.11.09, 19:09 »

Ich bin mal samt Treppe vom Boden gefallen Embarrassed
,bin auf der Treppe zu liegen gekommen,
zum Glück nicht drunter. Lips Sealed
Seit dem habe ich ein mulmiges Gefühl,wenn ich hoch oder runter muß.
Brücken sind überhaupt nicht mein Ding,habe immer Angst das sie
zusammen brechen Cool wenn ich drauf bin.
Naja Höhenangst hab ich auch,ich wachse lieber mit dem Grashaufen,als das ich
festfahren muß,wenn er schon sehr hoch ist. Shocked
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Liebe Grüsse aus Schleswig-Holstein
     
        Elli
gina67
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Nach jedem Winter folgt ein Sommer


« Antwort #11 am: 15.11.09, 19:39 »

Angst bei der Arbeit fängt bei mir an sobald sich die Arbeit mehr als 1 m über dem Boden befindet. Sobald ich eine Leiter hoch muß geht nichts mehr mit arbeiten.....da brauch ich beide Hände um mich festzuklammern.

Hallo Gammi
genauso geht es mir auch. Meine Männer sagen mir immer, dass nichts passieren kann, weil die Leitern alle fest sind, aber trotzdem hab ich ein mulmiges Gefühl.
Nordlicht
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Luetten
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« Antwort #12 am: 16.11.09, 07:04 »

Eine Leiter hoch find ich nicht so schlimm aber wieder runter!
LG Petra
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
fanni
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Beiträge: 4250



« Antwort #13 am: 16.11.09, 08:06 »

Naja, zu den besonders Mutigen hab ich noch nie gehört, aber seit mich mal eine Kuh umgerannt hat (die kannte nichts dafür, die ist ausgerutscht, hab ich schon öfters ein mulmiges Gefühl.  Diese Schmerzen möcht ich nicht nochmal erleben. Ich bekam damals den Absperrbalken in die Rippen.  Gesehen hat man überhaupt nichts, aber weh getan hat das wochenlang. Ich guck jedenfalls seither, ob ich immer genug Platz zum ausweichen hab und so wie sich mein Mann manchmal zwischen die Kühe zwängt, das hab ich mich eh nie getraut.

Marianne

Hallo Marianne, da gehts mir genauso. Mich hat auch mal eine Kuh angegangen..........das war heftig und ich konnte mich hinter die Absperrung retten............von meinem Geschrei arlamiert kamen SM und Göga in den Stall gerannt, das hab ich dann gar nicht mehr wahrgenommen..hab gesagt ihr könnt mich jetzt alle gern haben bin rüber und hab mich geduscht, einen Schnaps getrunken und hab mich dann ins Bett. gelegt.......seiutdem kann ich auch nicht mehr ohne Angst durch den Laufstall gehen.

-Angst hab ich außerdem wen ich auf unsern Buckeln kreiseln oder schwadern muß........ich lass dann lieber mal was liegen, als die letzte Kurve auch noch zu fahren

- und Leitern..........ist so ein Thema für sich (selbst wenn sie angebunden sind) ist schon eine Phobie
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Herzliche Grüße von Fanni
Melitta
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« Antwort #14 am: 16.11.09, 08:06 »

Hallo,

auch ich habe öfter Situationen, in denen ich Angst habe. z.B.einmal vor 5 Jahren, aks wir noch sehr behelfsmäßig gewirtschaftet haben imWinter, standen die Schafe während der Lammzeit in einem Standpferch mit Halle nebendran für die Ablammboxen. Morgends haben wir Heu gefüttert und abends Kraftfutter. Das habe ich in Eimern vom Kipper meinem Mann angereicht ( immer so ca. 20 Stück a 40 kg ächz) und er hat sie vor dem Pferch gestapelt, ist dann rein und hat sie in verteilte große Bütten ausgeleert. Die Schafe standen schon immer an den Horden und haben geschrieen (ich denke ja immer, da ist was drin, was abhängig macht). Die ersten 5 Eimer waren ein einziges Spießrutenlaufen, die Schafe immer hinter meinem Mann her. Auf einmal hörte ich einen Schrei und sehe wie mein Mann hinfällt, der Eimer mit und sich ca. 450 Schafe auf meinen Man stürzen. Den habe ich nicht mehr gesehen. Da bin ich, teilweise über die Tiere losgerannt und völlig ausgeflippt, ich habe gedacht, der ist gleich tot. Mit welchen Kräften ich es geschafft habe die 3 obersten Tiere wegzutreten und zu drücken und meinen Mann da raus zu ziehen, weiß ich bis heute nicht. Seine Brille war weg und er hatte jede Menge Prellungen, zum Glück nichts gebrochen. Danach hatte ich den ganzen Winter furchtbare Angst, dass so etwas noch einmal passiert.

Mittlerweile ist alles anders, wir haben genügend Platz, Raufen und ein anderes Fütterungssystem, das hätte ich nicht noch einen Winter geschafft.

Viele Grüße

Melitta
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