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Autor Thema: Umstellung von Milchvieh auf Mutterkuhhaltung  (Gelesen 1908 mal)
Luna
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« am: 17.10.09, 20:25 »

Mein Mann und ich möchten auf Mutterkuhhaltung umstellen. Wer hat das schon getan und welche Erfahrungen habt ihr dabei gemacht? Eignet sich Fleckvieh überhaupt dafür? Der Berater vom Amt hat unsere Fragen kaum beantwortet (oder konnte nicht). Mein Mann hatte zwei Unfälle und jetzt eine Erwerbsminderung und fällt noch mindestens bis Jahresende aus. Ich habe chronische Sehnenentzündung (kann also nicht ewig den Stall alleine machen). Den Betriebshelfer brauchen wir auch notwendig für die Aussenwirtschaft. Nun wollen wir eventuell mit dem Milchvieh aufhören. Wir wissen aber nicht so recht, wie wir den Übergang gestalten sollen, nach und nach oder schlagartig. Wie sollen wir vorgehen und muss man die Kühe mit Kälbern getrennt von den anderen Kühen halten oder vertragen die sich? Ich freue mich auf Eure Antworten.
Viele Grüße von Luna
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Paula73
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« Antwort #1 am: 17.10.09, 20:40 »

Ich würde bei der Besamung anfangen. Soweit ich weiß unterteilt man Fleckvieh doch in Milch und Mast ?
Was habt ihr für einen Stall, könnt ihr die Kühe trennen ?
Ich würde nach dem Kalben die Kälber dabei lassen und sehen ob die Mutter es annimmt. Zumindest bei HF ist das nicht immer der Fall.
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Luna
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 8


« Antwort #2 am: 18.10.09, 11:41 »

Hallo Paula, wir haben einen Laufstall für die Kühe und einen kleinen für die trächtigen Kalbinnen. Die trockenstehenden sind meist in Anbindehaltung. Heute morgen hat eine ältere Kuh gekalbt und da habe ich ihr das Kalb hingeschoben. Hat ganz gut geklappt. Leider musste ich es dann in eine Box tun, weil wir keine Möglichkeit haben, die Kühe mit kleinen Kälbern getrennt von den anderen zu halten. Ich hab mir überlegt, das Kalb so lange zur Mutter zu lassen, bis ich diese wieder mit in den Tank melken kann (erst dann treibe ich sie wieder in den Laufstall). Ich weiss bloß nicht, ob das Kalb dann auch weiter aus dem Eimer säuft. Letzte Woche habe ich die erste Kuh mit einem Fleischbullen besamen lassen (Limousin?). Ich kann mir nur nicht recht vorstellen, wie lang so eine Umstellungsphase dauert.
Viele Grüße Luna
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Paula73
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Beiträge: 1198


« Antwort #3 am: 18.10.09, 13:47 »

Hm irgendwann musst du aber die Kälber bei den Kühen lassen. Event. wäre es im Sommer günstiger, wenn ihr die Kühe mit den Kälbern auf die Weide lassen könntet ?
Füttert ihr das KF extra, könntet ihr die (hochtragenden) Rinder zu den melkenden Kühen tun und die Kühe mit Kälbern in deren Box ?
Kalben eure Kühe gleichmäßig über das Jahr verteilt ? Ansonnst wäre es vielleicht auch möglich dann um zu stellen wenn die meisten Kühe kalben.
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Mirjam
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Change happens!


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« Antwort #4 am: 19.10.09, 08:06 »

Hallo Luna,

hier in der Region kenne ich nur Mutterkuhherden auf Fleckvieh - oder Angusbasis. Bei Fleckvieh sind die Fresser danns schon beliebt, grad wenn dann noch eine reine Fleischrasse drüber gegangen ist.

Zur Umstellung etc. es gibt ganz viele Mutterkuhhaltervereine oder Fleischrinderzuchtvereinigungen, die sicher auch viele Tipps für die Umstellung, Koppeln, Rassewahl/Bullen etc. machen. Ob man z.B. mit Limousin Verdrängungskreuzung etc. machen möchte.

Welches Bundesland bist du nochmal?

viele Grüsse

Mirjam

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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
fanni
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« Antwort #5 am: 19.10.09, 08:45 »

Mir ist grad im aktuellen Wochenblatt ein Seminar im Unterallgäu ins Auge gestochen genau zu diesem Thema..........ich denke das gibts öfters das Angebot......nach sowas würd ich in meiner Nähe suchen und vor allem Kontakt zu entspr. Betrieben aufnehmen und fragen, fragen, fragen
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Herzliche Grüße von Fanni
gschmeidlerin
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Beiträge: 48


« Antwort #6 am: 19.10.09, 15:11 »

Hallo Luna, wir haben Mutter- bzw. Ammenkühe, lauter Fleckviehkühe. Wir besamen alle Kalbinnen mit einem leichtkalbigen Limousin und dann 90 % weiß-blauer Belgier. Heuer versuchsweise einige Blond d'Aquitaine. Fleckvieh bringt einfach den Rahmen und die Milch. Unsere Kreuzungskälber sind sehr gefragt und wir hatten noch eigentlich noch nie seit wir WBB belegen eine schwierige Geburt (über 10 Jahre). Die Umstellung ist sicher schwierig, besucht doch mal Mutterkuhhalter und schaut euch das in der Praxis an - das bringt am meisten und dann würd ich radikal umstellen, schon mal wegen der Arbeitsbelastung. Einige Kühe sind dabei sicher unbrauchbar, in der Nachzucht unbedingt auf die Muttereigenschaften achten! Viel GlücK!
Eva
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Luna
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« Antwort #7 am: 08.01.10, 18:22 »

Vielen Dank, dass ihr euch Gedanken darüber gemacht habt. Wir wollen evtl. bis Ende März mit dem Melken aufhören. Mein Mann denkt darüber nach, Kalbinnen zu mästen. Er stellt schon alle möglichen Kühe trocken, um diese dann zu verkaufen. Ich kann ihm leider im Moment wg. Krankheit und einer bevorstehenden Operation nur wenig helfen. Da er wegen seines Unfalles immer noch sehr angeschlagen ist, ist das für uns eigentlich die beste Lösung. Wenn ich nach der OP wieder fit bin, versuche ich, eine Teilzeitarbeit zu finden. Dann haben wir wahrscheinlich bei gleichem Verdienst mehr Zeit für uns selbst und unsere Kinder. Die kommen nämlich öfter zu kurz.
Viele Grüße
Luna
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