Ja, wir sind noch verheiratet.
..sonst wäre ich ja weder bestattungspflichtig, noch hätte mich das Thema Erben/Pflichtteil u.s.w interessiert. Als Geschiedener Ehegatte erbst du nichts. ..es sei denn, du erhälst ein "Vermächtnis". Aber so was ist freiwillig. Ein Vermächtnis kann man auch der Kirche oder dem Roten Kreuz geben, also Menschen (oder auch Organisationen) die von gesetzeswegen keine Erben sind.
gammi,
ich habe etwa zwei Jahre lang sehr massiv auf einem Testament bestanden. Aber er macht keins. Er schiebt es immer vor sich hin, und ich denke: Er will es gar nicht tun. Und ich kann ihn ja nicht zwingen.
Jara,
nochmal: Wenn du auf dein Pflichtteilsrecht (also auf den Pflichtteil von deinem Erbe) verzichtest, bist du aus der gesetzlichen Erbfolge raus. Basta! Da kannst du
nichts einklagen.
Klar, kann mein Mann mir per Testamt was vermachen. Aber er macht ja kein Testament !
Nach einem Pflichtteilsverzicht (nach deinem Ehemann)
bist du rechtlich / erbrechtlich nicht mehr vorhanden. Deswegen finde ich es ja so
"blöd" dass ich DENNOCH bestattungspflichtig bin, vor allen anderen.
Wenn du freiwillig nichts bekommst,
dann hast du
nicht mehr das Recht etwas einzuklagen, da hast du / bzw. ich ja drauf verzichtet !
Ich finde es eine "Sauerei", genauso, wie sogenannte "nicht geliebte" Kinder, oder solche die sich so empfinden, die vielleicht als Baby ins Heim kamen, und die nach Jahrzehnten plötzlich zu den Berdigungskosten für ihre Mutter oder Vater herangezogen werden, den oder die sie nie kannten. - So was finde ich eine "Sauerei".
Da gehen Gesetz und (mein) Rechtsempfinden weit auseinander. Aber dem Gesetz muss man sich beugen.
Ich hab' mich im Internet erkundigt: Ich habe keine Chance, mich
wegen des Pflichtteilsverzichtes nach meinem Mann (mit dem ich trotzdem immernoch verheiratet bin, gammi

)
von meiner Bestattungspflicht befeien zu lassen.
Dass ich mich wegen der Bestattungspflicht ärgere, ist nur, weil er mir damals vorgemacht hat, seine Mutter würde ihm nichts überschreiben weil ich ihn sonst beerben könnte. Ich wollte nicht, dass das zwischen uns steht. So was nennt man wohl "emotionale Erpressung". Angeblich wollte er mir aber ein Vermächtnis geben, aus dem was nicht von seiner Mutter stammt, was also quasi gemeinsamer Zugewinn ist. Aber er macht kein Testament / Vermächtnis, und seine Mutter hat ihm trotzdem nichts überschrieben. Und ihn scheint das gar nicht zu stören. Er meint, wenn sie "etwas schreiben" würde, dann bekäme eh sein einer Bruder fast alles, weil der drei Kinder hat, und ihm wäre es am liebsten, wenn sie gar nichts regelt, und irgendwann würde halt alles geteilt. So fühle er sich gerechter und besser behandelt als wenn seine Mutter "etwas schreibt".
Toll ! Warum sollte ich dann auf mein Pflichtteilsrecht nach meinem Mann verzichten? Ich fühle mich verarscht ! ...und
das ist es, was mir weh tut. Es geht gar nicht um eine bestimmte Summe.
Deswegen kann ich deine Frage verstehen, gammi

Aber ich hab' mich entschieden, einen "kühlen Kopf" zu behalten, ...ist besser so
