Mirjam
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« Antwort #15 am: 10.09.09, 13:32 » |
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Viele Frauen wollen doch überhaupt nicht diese ganze Verantwortung haben. Hallo Ingrid, ich nehm jetzt mal ein ganz hartes Beispiel - Fr. Fischer-Boel. Sie hat mit ihrem Mann zuhause auf Bauern/Guthof? gelebt - und hätte es sich dort "schön" sein lassen können. Gurken und Tomaten züchten, die Geranien pflegen oder wie wir hier diese Fotografieren und uns im BT rumtreiben *ggg*. Zu wöchentlichen Stammtischen gehen, ein bißerl walken... Aber - sie hat auf all dies verzichtet um einfach ihre politische Karriere durchzuziehen und nicht nur ihr Geld - sondern politisch auch über das Geld anderer mitzuentscheiden. Und sie "zahlt" dafür, indem sie mit ihrer Person in der Öffentlichkeit steht, eben nicht ständig daheim sein kann Enkelkinder spazierenfahren... Das viele Frauen nicht so viele Posten bekleiden - hat auch einen Grund: Ob es ihnen das Wert ist auf anderer Seite auf einiges zu verzichten? Dann braucht man sich aber auf anderer Seite nicht beklagen  Gruß Mirjam
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brit
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« Antwort #16 am: 10.09.09, 13:49 » |
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Das viele Frauen nicht so viele Posten bekleiden - hat auch einen Grund: Ob es ihnen das Wert ist auf anderer Seite auf einiges zu verzichten? Dann braucht man sich aber auf anderer Seite nicht beklagen  hat ja immer mehrere Seiten.. aber *verzichten* ist vielleicht zu oft realität..aber nicht wünschenswert.... meine Sicht..das ist wie wenn man was lebenswertes nicht leben darf für den Erfolg ?? dann ist der Erfolg auch nichts wert.. Frauen sind da vielleicht intuitiver.... und der Preis so zu heiss.. meine Meinung...weil geht ja im leben immer auch um dich als Person..wo führt dich das hin mit deinen Wünschen und Sehnsüchten.. ich denk da muss sich noch einiges ändern zu gunsten flexibleren Lösungen.. oder wollen wir längerfristig gut ausgebildete , (teure) Fachkräfte an den *Herd* verlieren..  weil das ganze Bild muss sich auch ändern, wenn die Erwartungen andie Frauen starr bleiben..wie wenn s noch wie früher wär..das geht gar nicht.. es sind Massnahmen notwendig, , damit eine Berufstätigkeit mit Familie ausgeübt werden kann. und natürlich , Frauen gehen doch viel besser mit Geld um ..sie bringens unter die leute .. (was ja dann auch wieder positive Effekte erzeugt.)
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Naima
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« Antwort #17 am: 10.09.09, 14:30 » |
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Das viele Frauen nicht so viele Posten bekleiden - hat auch einen Grund: Ob es ihnen das Wert ist auf anderer Seite auf einiges zu verzichten? Dann braucht man sich aber auf anderer Seite nicht beklagen  Unbestreitbar sind es nun immer noch die Frauen, die die Kinder zur Welt bringen. Das kann man nicht delegieren. Ebenso hat die Mutter die Muttermilch - und sich im Vorstandmeeting zu entschuldigen, weil man gerade Milch abpumpen muss, ist heute auch noch nicht gut angesehen. Und der Prozentsatz der Männer, die den Frauen die Kinder abnehmen, damit sie ungehindert ihrer Karriere nachgehen können, ist immer noch sehr gering (möchte mich hier nicht darüber auslassen, wie diese Männer von anderen Leute oftmals tituliert werden). Und in der Landwirtschaft geht das wohl gegen Null. Ich denke nicht, dass es immer einer Frage der Wertvorstellung ist. Eine Frau zwischen Kind und Karriere macht immer einen Riesenspagat, ein Mann kann das problemlos. Er geht den ganzen Tag seinem Job nach und kann am Wochenende ein paar Stündchen mit den Kindern verbringen (werktags kommt er eh so spät, dass die Familie schon schläft). Das ist in keinster Weise ein Phanomän in der Landwirtschaft, sondern in jeglichen Beziehungen. Zur Ausgangsfrage: Frauen neigen (neigten) vermutlich eher dazu, ihre Familie zu schützen und deshalb das Geld "zusammenzuhalten". Männer sind Jäger und Sammler, ist ja bekannt  Also Abenteuer und Risiko. Da hat sich im Laufe der Evolution der Grundgedanke nicht verändert.
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Mirjam
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« Antwort #18 am: 10.09.09, 15:03 » |
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jupp und wer Angst vom Hirsch hat - kann ihn nicht essen 
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz
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« Antwort #19 am: 11.09.09, 07:34 » |
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Hallo gammi, muss wohl jeder seine Wertigkeiten und Prioritäten setzen. Ich wollte nur beschreiben, wie man überall zum konsumieren verführt wird, ohne es gleich bezahlen zu müssen. Dass grosse und grössere Investitionen nicht ohne Fremdkapital laufen, das ist mir vollkommen klar. Nur zahlen wir die auf Fremdkaital aufgebaute Wirtschaft überall mit. Aber bei den Konsum- und Genussgütern scheint - warten zu können, bis man sich das leisten kann. nicht mehr aktuell zu sein. Ich sass diese Woche ein paar Mal in Ärztewartezimmern und hab die Illustrierten durchgeblättert. Wow-alles nur schöner Schein. von der Bekleidung, dem Aussehen, der Einrichtung. Nur eine einzige ältere Fokusausgabe, dich ich glücklicherweise vor einer Weile lesen durfte- drehte sich um das Glück das man selbst machen kann. Ansonsten warten alle, dass sie uns unsere Wünsche von den Augen ablesen,bzw, die Wünsche erst schaffen, die dann sofort erfüllt werden. Die Zeitschrift- einfach leben- wird es wohl nicht geben, weil hier wenig Werbung plaziert werden kann, weil der Konsum nicht an erster Stelle steht.  Also hilft nur, sich mit den Menschen austauschen,die auf einer ähnlichen Wellenlänge liegen- und erstaunlicherweise finden sich da immer mehr. Solange genug Geld vorhanden ist, lebt die Wirtschft, der Staat von dem immer mehr- aber wenn es knapper wird- was dann? Ich hab festgestellt, dass die Erfüllung von Träumen nicht an der Menge des Geldes hängt. Herzl. Grüsse maria
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manurtb
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« Antwort #20 am: 11.09.09, 17:42 » |
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Ich hab nur die letzten Wochen ganz bewusst auf die Aussagen zu den Krisen geachtet. Von Gürtel enger schnallen - ich hab da nichts davon gehört.
Warum solltest Du davon auch etwas hören? Unser Wirtschaftssystem läuft so ja auch nicht... Das ist so, wie wenn wir Sozialismus hätten und Du würdest sagen, man hört garnichts von der Marktwirtschaft... Das, was Du forderst, ist schon seit Jahrhunderten nicht mehr das, was unser Wirtschaftssystem antreibt... Es gibt viele Wissenschaftler, die der Meinung sind, dass wir damit auch erst erreichen konnten, dass wir so schnell wachsen konnten und auch die wissenschaftliche Entwicklung so schnell voranschreiten konnte. Wenn man es sich anschaut, dann stimmt das wohl, denn erst, seitdem man das Geldwachstum vom entgegenstehenden Wert entkoppelt hat, ist auch die technische Entwicklung immer schneller geworden... Ich finde, Mirjams Überlegungen haben da sehr viel Charme... Vielleicht hat es wirklich was mit dem Hormonstatus zu tun...
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manurtb
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« Antwort #21 am: 11.09.09, 17:50 » |
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Unbestreitbar sind es nun immer noch die Frauen, die die Kinder zur Welt bringen. Das kann man nicht delegieren. Ebenso hat die Mutter die Muttermilch - und sich im Vorstandmeeting zu entschuldigen, weil man gerade Milch abpumpen muss, ist heute auch noch nicht gut angesehen.
Hm, da kann ich aus dem realen Leben berichten... Ich kenne jetzt einige Frauen, bei denen der Mann zu Hause ist, die die Kinder auf die Welt gebracht haben und ihr Leben durchaus auf die Reihe bekommen. Im Normalfall wissen die sogar, wann Vorstandsmeetings sind und richten sich so ein, dass sie gerade dann nicht Milch abpumpen müssen. Denn, wenn man so blöd ist, das so bescheuert genau dann zu machen, dann gehört man auch schlecht angesehen... Und der Prozentsatz der Männer, die den Frauen die Kinder abnehmen, damit sie ungehindert ihrer Karriere nachgehen können, ist immer noch sehr gering (möchte mich hier nicht darüber auslassen, wie diese Männer von anderen Leute oftmals tituliert werden).
Das ist ein beliebtes Argument von Männern und auch da kann ich aus dem realen Leben sprechen: Mein Mann wurde noch nie schief angesprochen und ich auch nicht. Und was Leute von uns halten, die uns nicht kennen, das ist mir relativ egal. Denn wenn sie sich nicht über diesen Umstand aufregen würden, dann wahrscheinlich daran, dass unsere Hecke 2 cm zu weit raussteht oder dass wir nicht alle 7 Tage die Strasse kehren... Und genauso ist es bei den Pärchen, mit denen wir Kontakt haben, die sich ihre Rollenverteilung genauso eingerichtet haben, wie wir. Eine Frau zwischen Kind und Karriere macht immer einen Riesenspagat, ein Mann kann das problemlos. Er geht den ganzen Tag seinem Job nach und kann am Wochenende ein paar Stündchen mit den Kindern verbringen (werktags kommt er eh so spät, dass die Familie schon schläft). Das ist in keinster Weise ein Phanomän in der Landwirtschaft, sondern in jeglichen Beziehungen.
Das versteh ich jetzt nicht... Ich und die, die das so machen, wie wir, die können das auch problemlos. Allerdings ist das eben nicht das, was viele Frauen machen, nämlich sich um alles zu kümmern. Ich kümmere mich überhaupt nicht um den Haushalt und unter der Woche auch nicht ums Kind, wenn ich keine Zeit dazu haben. Es gibt manchmal Wochen, da sehe ich meinen Sohn nur 2 mal kurz unter der Woche... Ich kann das genauso problemlos machen, wie es ein Mann könnte.
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Naima
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« Antwort #22 am: 11.09.09, 18:38 » |
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Ich und die, die das so machen, wie wir, die können das auch problemlos. Allerdings ist das eben nicht das, was viele Frauen machen, nämlich sich um alles zu kümmern. Ich kümmere mich überhaupt nicht um den Haushalt und unter der Woche auch nicht ums Kind, wenn ich keine Zeit dazu haben. Es gibt manchmal Wochen, da sehe ich meinen Sohn nur 2 mal kurz unter der Woche... Ich kann das genauso problemlos machen, wie es ein Mann könnte.
Liebe Manurtb, das ist ja prima, wenn Du das so auf die Reihe kriegst. Und es ist schön, dass Du aus dem realen Leben sprichst. Scheinbar hast Du den Eindruck, dass Bäuerinnen, die hier schreiben, nie ihren Hof verlassen und das "reale" Leben nur aus Doku-Soaps kennen. Ich habe bis von 5 Jahren in der Vorstandetage bei zwei verschiedenen, börsennotierten Industrieunternehmen gearbeitet und weiß sehr genau, wovon ich spreche. Im "realen" Leben ist es in Ausnahmefällen so wie bei Dir, im Regelfall anders. Und wenn das Dein Ziel ist, als Mutter, Dein Kind nur zweimal in der Woche zu sehen, nun, ja, das ist Deine Entscheidung. Allerdings verstehe ich dann nicht, warum man ein Kind will. Aber das ist Deine Entscheidung und steht hier nicht zur Diskussion.
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brit
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« Antwort #23 am: 11.09.09, 19:20 » |
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Nö, also ich stimme Naima in vielem zu.. gibt sicher Paare die ne Rollenumkehr machen.. da hab ich kein Problem mit, gibt sicher Väter die das mindestens so gut mit den kindern machen.. und wenn das so gut klappt, kann ja Frau unbekümert auf job..und das ist gut so..schliesslich muss ja Zaster her..so oder so.. aber da ist ja dann einfach der Mann derjenige welcher auf Karriere verzichtet.. und hat vielleicht genau die üblichen Probleme wie (Haus)-Frauen auch.. Diese Rollenumkehr gibts glaub bis jetzt selten in der LW, könnte aber zunehmen..denk ich mal.. was bis jetzt auf Lw-betrieben häufiger anzutreffen ist, ist, das beide berufstätig sind, und somit beide teilweise beide Rollen haben..und das gegenseitig klappen muss.. und da kann ich aus eigner Erfahrung sagen, das ist nicht einfach..vor allem auch weil Lw oft nicht derart planbar ist..weil Kinderlein werden meist dann krank, wenn sonst schon ein chaos herrscht.. und Termine haben mit bester Planung unliebsame Tendenz zusammenzufallen.etc.. und das liebe Wetter ist ja extrem planbar..  ..und da geht man dann eben nicht unbekümert auf Job..sondern eher angespannt.. von dem her..ich finds schon ein Spagat.. ist ganz wichtig sich gut abzusprechen, und sich auch gut abzugrenzen..und Erwartungen klar zu definieren.. sonst führt das über kurz oder lang zu Konflikten..
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« Letzte Änderung: 11.09.09, 19:27 von brit »
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manurtb
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« Antwort #24 am: 11.09.09, 23:13 » |
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Und es ist schön, dass Du aus dem realen Leben sprichst. Scheinbar hast Du den Eindruck, dass Bäuerinnen, die hier schreiben, nie ihren Hof verlassen und das "reale" Leben nur aus Doku-Soaps kennen.
Ach Naima, nachdem hier immer nur davon gesprochen wird, dass nur Bäuerinnen alles wissen würden und alle anderen Dumm sind und hier so viele Vorurteile zu dem Thema kursieren, wollte ich halt das schildern, was ich hier bei mir mitbekomme. Ich habe bis von 5 Jahren in der Vorstandetage bei zwei verschiedenen, börsennotierten Industrieunternehmen gearbeitet und weiß sehr genau, wovon ich spreche. Im "realen" Leben ist es in Ausnahmefällen so wie bei Dir, im Regelfall anders.
Glückwunsch... und was ist dann passiert? Und wenn das Dein Ziel ist, als Mutter, Dein Kind nur zweimal in der Woche zu sehen, nun, ja, das ist Deine Entscheidung. Allerdings verstehe ich dann nicht, warum man ein Kind will. Aber das ist Deine Entscheidung und steht hier nicht zur Diskussion.
Es ist nicht mein Ziel, aber das ist halt das Problem, wenn man nicht zu Hause arbeitet bzw. oft unterwegs sein muss wegen dem Job. Siehst Du, und solange so wenige Leute in Deutschland verstehen, warum man sich dann trotzdem für Kinder entscheidet, solange werden wir ein Problem wegen zu weniger Kinder haben. Warum ist es denn normal, dass so was bei Männern so einfach geht und warum ist das bei mir ein Problem? Fragst Du auch Männer, warum sie ein Kind gewollt haben, wenn sie dann viel in der Arbeit sind und die ernst nehmen? Oder willst Du damit nur Frauen in eine Verteidigungsposition bringen? Wenn das dann nicht zur Diskussion hier steht, warum schreibst Du es? Ist Dir während des Schreibens entfallen, wie man geschriebenes wieder löschen kann? Da braucht man dann in Vorstandsetagen wahrscheinlich die Sekräterin für, oder?! 
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Mirjam
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« Antwort #25 am: 12.09.09, 10:43 » |
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Hallo
gehen wir nochmal zurück zum Geld - während hier anfangs v.a. über das Sparen geredet wurde - mal hin erstmal zum Geldverdienen.
So und jetzt stelle ich eine provokante These auf - Frauen haben nicht so den Ehrgeiz wie Männer (oder der Pfad Anerkennung) sich über Geld/Einkommen zu definieren und hier einfach zuwenig Ehrgeiz auch Geld zu verdienen.
Pauschal, provokativ. Wie? Wir wollen kein Geld verdienen? Und da sind wir wieder bei dem was ich sagte - was sind wir dafür bereit zu "opfern"?
Eine Bekannte stammt aus den neuen Bundesländern, kam mit der Wende herüber. Hauptschule ich glaub sogar ohne Quali. Binnen 7 Jahren hat sie sich zur Filialleiterin mehrer Standorte einer Bekleidungsgeschäftskette hochgearbeitet und nein über Sparen musste sie sich weniger Gedanken machen bei 14 Monatsgehältern, dem großen, neuen Audi und einem neuen Haus. Und / den ihr Ziel war - mehr als 30, 40 Euro Stundenlohn zu bekommen.
Und keiner kann mir erzählen "sie hätte halt andere Ausgangsbedingungen gehabt wie andere Frauen".
Warum arbeiten Frauen für weniger Geld? Schätzen sie ihre AK so gering ein? Vor lauter Harmoniesucht keinen Mum mit dem Arbeitsgeber zu sprechen?
Die ganzen Sprüche um das "Schönreden" Geld könne kein Glück ersetzen (aber es kann den Weg dorthin erleichtern...) oder, oder - sind die nicht typisch weiblich?
Gruß Mirjam
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Naima
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« Antwort #26 am: 12.09.09, 11:06 » |
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Ich habe bis von 5 Jahren in der Vorstandetage bei zwei verschiedenen, börsennotierten Industrieunternehmen gearbeitet und weiß sehr genau, wovon ich spreche. Im "realen" Leben ist es in Ausnahmefällen so wie bei Dir, im Regelfall anders.
Glückwunsch... und was ist dann passiert? Was passiert ist? Ich bin Vollzeitbäuerin geworden, weil ich nicht einen Vollzeitjob außer Haus und eine Vollzeitjob in einem expandierenden landwirtschaftlichen Betrieb unter einen Hut bringen kann und will. Wenn das dann nicht zur Diskussion hier steht, warum schreibst Du es? Ist Dir während des Schreibens entfallen, wie man geschriebenes wieder löschen kann?
Spar Dir Deine Polemik! Wenn ich etwas löschen möchte, bin ich dazu durchaus in der Lage.
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« Letzte Änderung: 12.09.09, 11:20 von Naima »
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Mirjam
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« Antwort #27 am: 12.09.09, 13:51 » |
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ach man, das tut doch nicht not... @ Manu: Mit Kind - meine Erfahrung - ist es nicht einfacher, es wird dieselbe Leistung verlangt und mich zerlegt es regelmäßig zwischen der Arbeitsverantwortung und dem Wichtigen dasein für´s Kind. Ich weiß - ich könnte derzeit mehr verdienen wenn ich die Prioritäten anders setzen würde - aber mir ist das was ich jetzt mit meinen Kindern erlebe und in ihre Ausbildung mitinvestiere (und das setzt heute das bay. Bildungssystem voraus!) wichtig, wenn ich mal 40 bin sind die Kids halbgroß dann wird es anders werden. Auch meine Bekannte musste OHNE Kinder erleben, dass die anderen männlichen Filialchefs ob einer "Kolleg-In" schon ihre Probleme hatten, manche Männer können mit Frauen in Augenhöhe...  Gruß Mirjam
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« Letzte Änderung: 12.09.09, 13:55 von Mirjam »
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passivM
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« Antwort #28 am: 19.09.09, 02:30 » |
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Ich hab nur die letzten Wochen ganz bewusst auf die Aussagen zu den Krisen geachtet. Von Gürtel enger schnallen - ich hab da nichts davon gehört.
Warum solltest Du davon auch etwas hören? Unser Wirtschaftssystem läuft so ja auch nicht... Ganz genau! manurtb, mit dieser Feststellung bist du mir zuvor gekommen. Dazu "passt" auch der Standpunkt von Angela Merkel: Sie will am liebsten die Steuern senken damit die Wirtschaft besser läuft. Sie meint, dass das dem "Staat" wieder zufließt, in Form von Mehrwertsteuer, nicht zu zahlenden Arbeitslosengeldern (falls eine Besserung der Wirtschaftslage einen größeren Antstieg der Arbeitslosikeit verhindert - na ja..) und zu guter letzt, in Form von Beiträgen zur Sozialversicherung. - Ich kann diesen Standpunkt gut nachvollziehen. ABER irgend was stimmt da doch nicht: Früher dachte ich immer, wenn es den Unternehmen gut geht, dann geht es auch den Arbeitnehmern gut. Aber nicht zuletzt wegen dieser Gier im Finanzsektor, auch wegen Karstadt/Quelle, Opel und so weiter hab' ich meine Zweifel, ob das noch stimmt.  Wenn das nicht (mehr) stimmt - was ich befürchte - dann wird Angela Merkels Rechnung nicht aufgehen. ...hm. Gegen Gier ist kein Kraut gewachsen. Da helfen auch keine staatlichen Hilfen. Sie verzögern das Fiasko nur. Da gibt es diesen tollen Spruch von Mahatma Gandhi: "Die Welt hat genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier." Thema: Mann / Frau: ER redet vom Einkommen. SIE redet vom Auskommen.  ...aber das ist ja auch nur klischeehaft, genau wie "frau kann nicht einparken".  Ich glaube, wenn Mann und Frau exakt in der gleichen Lage sind/wären, handeln sie in punkto Geld oft auch sehr ähnlich.  Geld ist Macht, Geld eröffnet einem Gestalungsmöglichkeiten und Wahlmöglichkeiten, Geld macht einen unabhängiger von anderen Menschen und so weiter. Das ist alles sehr reizvoll. Dem mag so manche/r erliegen. Außerdem bin ich mir zielich sicher, dass bei sehr vielen Menschen -Männlein wie Weiblein- die vermeintlichen "Bedürfnisse" / "Begehrlichkeiten" wäre wohl das bessere Wort, mit dem Einkommen wachsen. ..womit wir dann wieder beim Thema "Gier" wären. Wenn ich politsche Macht hätte (was ich gar nicht will), ich glaube, dann würde ich nicht eingreifen. Ich würde es "laufen lassen". Denn, es nutzt doch nichts, wenn du einem gierigen Burschen Weizen als Saatgut gibst, und er frisst das Saatgut gleich auf, anstatt damit zu "säen". - Blöder Vergeich, sorry. Ich will die Bauern auf gar keinen Fall mit Bankern vergleichen ! ...aber ein besserer Vergleich ist mir nicht eingefallen.
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« Letzte Änderung: 19.09.09, 02:40 von AnnaAnna »
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Liebe Grüße aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
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manurtb
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« Antwort #29 am: 19.09.09, 09:56 » |
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Hallo Anna,
Angela Merkels Überlegungen wären meiner Meinung nach zutreffender, wenn es keine Globalisierten Märkte geben würde.
Ich hab mir mal überlegt, was man machen müsste, um die Wirtschaft tatsächlich anzukurbeln... Steuern senken, ja, weil dann nämlich das Geld schneller drehen könnte. Währung ohne Zinsgewinne aus angelegtem Geld sondern nur die Möglichkeit, sein Geld in ein Unternehmen zu investieren und daraus Gewinne zu beziehen. Und dann natürlich noch Menschen, die sich genau überlegen, wofür sie Geld ausgeben. Nicht immer mehr Schmarrn für immer billigeres Geld sondern gute Qualität, lange haltbar und das überschüssige Geld in Dienstleistungen investieren oder in neue Unternehmen... Ist natürlich noch nicht komplett durchdacht und hat noch viele Randungenauigkeiten... Aber wäre eine Diskussionsgrundlage...
Was mich noch interessieren würde an Deiner Aussage. Du schreibst sinngemäss, dass die Bedürfnisse mit dem Einkommen steigen würden und das wäre Gier. Wo ziehst Du da die Grenze? Ich bin mir ziemlich sicher, dass das, was hier in Deutschland Hartz IV Empfänger haben, in anderen Ländern schon eine extrem gut situierte Situation wäre... Sind die damit schon gierig? Ist der, der mit 1.000 Euro im Monat auskommt in Deutschland nicht gierig, der mit 3.000 auskommt, aber schon gierig? Sollte man das tatsächlich so bewerten oder führt das nur wieder zur typisch deutschen Neiddebatte?
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« Letzte Änderung: 19.09.09, 10:01 von manurtb »
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