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Autor Thema: Milchpolitik am Punkt Null  (Gelesen 6455 mal)
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #120 am: 14.12.09, 08:31 »

Hallo Lexa,
der Gemüsegarten ist bei uns aus der Planungsphase bereits in die Umsetzungsphase übergegangen. Wenn die Zeit so wird, wie uns die Medien und die Wirtschaft vermitteln, dass gekauft wird, dass sich die Balken biegen- dann hab ich mit dem Garten viele Erfahrungen gemacht und wenn die Zeit doch nicht so super werden wird, dann kann ich diese Erfahrungen gut nutzen.
Ich frag mich inzwischen auch öfters, wie die Landwirtschaft der Zukunft aussehen wird?
Sollen unsere Kinder dort Freude und Auskommen finden oder die Deppen der Gesellschaft werden?
Das Thema Energie scheint mir dasThema der Zukunft zu werden. Es scheint eine Entwicklung in Gang zu sein, die sich in der Geschichte immer wiederholt, wenn Nahrungsmittel in Fülle verhanden sind- verlieren sie die Wertschätzung.
Da Energie knapp wird- wird sie geschätzt.
Vielleicht ist es von Gegend zu Gegend verschieden, bei uns wird der knappste Faktor die Fläche. So gesehen ist es am Besten sich klarzumachen, dass es gar nicht gewollt ist, dass Nahrungsmittel was kosten sollen, denn dann wäre kein Geld mehr für andere Bereiche übrig.
Also müssen wir uns Gedanken machen, wie wir unsere Betriebe zukunftsfähig machen können.
Den Trend zur Energie kann ich auch nachvollziehen, bis jetzt ist damit eine doch noch in grösseren Zügen vorhandene Freiheit bei der Arbeit.
Solche rückständigen Themen wie Energieeinsparung oder eben einen Gemüsegarten oder mit den Ressourcen sparsam umgehen, das ist momentan noch kein Thema.
Und mir kommt immer wieder der Weltagrarbericht unter- wo die Stellung der Frauen als ganz wichtig für die Zukunft beschrieben werden.
Deshalb mache ich mir als Frau meine ganz eigenen Gedanken zur Zukunft der Landwirtschaft. Grin
Herzl. Grüsse
maria
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fanni
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« Antwort #121 am: 14.12.09, 11:16 »

Was mich zur Zeit echt ärgert sind die Berichte über manche Versammlungen BBV und Landfrauen und junge Landfrauen usw......im Wochenblatt..........in mindestens 4-5 Versammlungen sagten die Redner (so wurde zumindest zitiert), dass die Landwirtschaft Zukunft hat (glaub ich auch......wie auch immer) und dass man sich auch mal an den "kleinen" Dingen, wie ein Gänseblümchen am Wegesrand freuen soll, und die Bäuerin das Rückgrat des Betriebes ist und dass man  "nur".......ächz.........stöhn

rückt mir mal meinen Kopf zurecht.......


natürlich ist es gut, wenn ich gelassener und mit einer Grundfreude durchs Leben gehe und auch auf mich schaue.ohne Frage......aaaaber wenn mir pro 100.000l Milch 10 ct abgehen und keine große Änderung in Sicht ist......und noch vieles mehr.....dann reagier ich auf so Gänseblümchenvorschläge echt allergisch. Angry

Hilft euch denn jetzt sowas? Oder bin ich nur einfach der Berufspessimist oder was? Ich will ja net die große Krise herbeireden und ich weiß auch nicht, ob solche Versammlungen dazu da sind um große Krisengespräche zu führen, aber nur immer "es wird scho weder wern".....das kanns doch auch nicht sein?


Wäre es nicht schlauer den Stier bei den Hörnern zu packen und ich sags mal jetz ganz krass ein Seminar anzubieten......"wie schmeiß ich mich auf den Arbeitsmarkt (auch die Frauen!) und wie strukrier ich dann meinen Betrieb um!"......

das mußte ich jetzt mal los werden.
« Letzte Änderung: 14.12.09, 11:18 von fanni » Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #122 am: 14.12.09, 11:57 »

Hallo fanni,
wo findest du momentan ein Gänseblümchen Grin?
Aber Spass beiseite- ich bin für beides, den Betrieb immer wieder im Blick haben- und vor allem den Finanzbereich und trotzdem sich über die kleinen Dinge freuen können.
So gesehen lese ich Fachzeitschriften, egal ob den Fachteil oder den Frauenteil immer aus der Vogelperspektive.
Der Wirtschaftsteil der Zeitung ist für mich interessanter als die vielen Werbeseiten.
Aber ich hab inzwischen auch ein Problem, noch ein Standbein und noch ein weiteres, weil der Tag auch nur 24 Stunden hat.
Deshalb suche ich immer nach Möglichkeiten, wie ich das Leben einfacher machten kann.
@annelie- mit dem Wort Maiximieren hab ich inzwischen auch ein Problem- mir gefällt das Wort Minimieren besser.
Herzliche Grüsse
maria


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fanni
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« Antwort #123 am: 14.12.09, 12:33 »

ok. Mary......danke für das Wort "Vogelperspektive".......da hat mir jetzt echt geholfen Wink........durchschneufen und einen Schritt zurück und nachdenken.


@ annelie.......was hilfts, wenn sich alle entrüsten und die Betriebe butter jedes Jahr zigtausende von Euros von ihrem Vermögen rein.....der Betrieb wird ja immer weniger wert.


ich reg mich aber genauso auf, wenn Politiker und was sonst alles immer sagen : dann macht doch.....   nein so leicht geht machen nicht.....

ich kanns nur aus meiner eigenen Warte sagen, wenn man sich mal für einen Weg entschlossen hat und sich wie in meinem Beispiel auf den Arbeitsmarkt werfen möchte oder auch muß........mir fehlen da konkrete Angebote ........in Arbeitsamt sind sie da teilweise auch überfordert, weiß ich aus eigener Erfahrung....
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Herzliche Grüße von Fanni
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #124 am: 14.12.09, 13:59 »

Hallo fanni,
momentan ist es schwierig, egal welchen Weg man wählt. Ich hab übers Wochenende in den zu verschenkenden Weihnachtsbüchern gelesen- schäm Wink, werd dem Christkind schreiben, dass ich die auch möchte- und mir ist beim Lesen der eine oder andere Pfannkuchen von den Augen gefallen.
Die Bücher drehen sich um Landwirtschaft und es hat sich nichts, aber auch überhaupt nichts geändert.
Das hat mich dann auch wieder getröstet und so viele Erinnerungen an meine Kindheit geweckt.
Landwirtschaft war wohl noch nie ein einfaches Geschäft.
Auch bei Poltikern und sonstigen Ratgebern hilft die Vogelperspektive und die Frage- wem nützt der gegebene Ratschlag.
So und ich werd mich in den Thermooverall werfen und in die kalte Winterlandschaft zum Arbeiten rausgehen.
Herzl. Grüsse
maria


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