ElliMaus
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« Antwort #15 am: 23.08.09, 17:05 » |
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Hallo amazone, kann das sein, das du so gut über die finanzielle Situation der Bauern informiert bist, weil du schon in einer Raiffeisenbank gearbeitet hast, oder noch arbeitest?  Du fragst, warum so lange an unrentablen Melken festgehalten wird. Da fallen mir, jetzt speziell aus unserer Sicht,da es sowieso bei jedem etwas anders ist, folgende Gründe ein: -können keinen Ackerbau machen (Hanglagen, Steinreich!) -fehlende Alternativen als Arbeitsplatz (kein Wunder bei dieser Wirtschaftslage) -sind eigentlich so gut wie schuldenfrei (würden gerne unseren Stall modernisieren, möchten es aber dann vom Milchgeld bezahlen können. Haben auch in der Vergangenheit immer das Geld reingesteckt in unseren Hof, das wir wirklich schon hatten, denn eines unserer Prinzipien ist nun mal, das wir nicht noch für die Bank auch noch arbeiten  -auch haben wir schon etliche Kosten gesenkt, die uns nun nicht mehr monatlich belasten und sollte der Milchpreis noch weiter zurückgehen, dann scheue ich mich nicht auch mal so Heilige Kühe wie die Tageszeitung oder das Fernsehen zu kündigen (Internet gefällt uns sowieso besser) -die Zusammenarbeit mit Nachbarn und Freunden wird wieder besser ausgebaut- einer hilft den anderen und umgekehrt. Es hat sich gezeigt mit wem man zusammenarbeiten will und mit wem lieber nicht. -ans Wachsen denken wir bestimmt nicht- kostet nur zusätzliches Geld und ich wenn bei einem Liter nichts verdient ist dann bei einer Million auch nichts. -Pachtpreise werde eher gesenkt, weil in unserer Gegend nicht so viele Pachtwütige da sind. So das wärs fürs erste, vielleicht fällt mir später noch etwas dazu ein, jetzt gehts sowieso erst ins "Büro"  Gruß Martina
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Arbeite um zu leben und lebe nicht um zu Arbeiten!
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Ingrid2
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« Antwort #16 am: 23.08.09, 17:18 » |
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Hallo amazone, genau die gleichen Fragen stell ich mir auch. Aber wenn ich mich bei uns so umschaue, soo schlecht scheint es den landw. Betrieben nicht zu gehen. Zumindest wenn ich mir die Maschinen-Ausstattung anschaue. Grade die Milchviehbetriebe haben den Maschinenpark stark ausgebaut. Da stellt sich für mich die Frage, woher da das Geld kommt. Für unseren Betrieb sieht es so aus, daß wir steigende Pachtpreise nicht mehr mitmachen können, für uns rechnet es sich dann nicht mehr. Wenn die Pachtpreise tatsächlich so steigen wie grad diskutiert wird, dann werden wir wohl aus dem Ackerbau aussteigen und selbst verpachten, dann gibt es für uns diesen Betriebszweig nicht mehr (obwohl mein Mann sehr gern aufm Acker ist  ). Ingrid
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Luetten
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« Antwort #17 am: 23.08.09, 18:22 » |
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Am 16.3. wolltet Ihr Euch nach deinen Aussagen einen Resthofkaufen was sich aber hinzog....damals stands du nach deiner Aussage noch in einem Arbeitsverhältnis, 3Mo. Kündigungsfrist und dann noch den Resthof umbauen... Paula ich gönne Euch jeden Schritt den Ihr tut, darum geht es garnicht aber glaube mir die Realität sieht manchmal anders aus und Ihr braucht auch keine Verantwortung für Kinder übernehmen, das macht auch vieles leichter. LG Petra
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
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maria02
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« Antwort #18 am: 23.08.09, 18:57 » |
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Hallo,
Wir sind Milchviehalter 43 und 46 Jahre alt, und ich denke noch lange nicht ans aufgeben, 50% Grünland, miserables Ackerland und keine Flurbereinigung!
Ich glaube auch kaum das wir in unseren alter irgendwo noch ein tolles Jobangebot finden würden!
Der Betrieb läuft übrigens schon mehr als 20 Jahre auf uns und Mitarbeitende Familienangehörige sind oder waren bei uns schon immer ein Fremdwort! Mein Vater starb als ich 22 war und meine Mutter hat sich sofort aus dem Betriebsgeschehen herausgehalten sie geniest ihren "Unruhestand"
Wenn wir von der Substanz leben heißt das lange noch nicht das wir irgendetwas verkaufen müssen! Unser Maschinenpark ist gepflegt und in Ordnung kein Gebäude das nicht die letzten Jahre saniert oder neugebaut wurde Bis aufs Wohnhaus alles abgezahlt.
Ganz sicher wird wohl keines unserer Kinder den Beruf des Landwirts ergreifen. Wir werden ganz ruhig unseren Betrieb auslaufen lassen was soll`s ich sehe es in zwischen ganz gelassen, was bleibt mir auch anderes übrig?
Wir haben immer gehofft mal mit 50 in Rente gehen zu können, zu Reisen alles andere zu tun wo wir bis jetzt kaum dazu gekommen sind wahrscheinlich fehlen uns dann in dieser zeit die finanziellen Mittel....
schon eine recht bescheidende Zukunft, oder ?
Lieber Gruß Maria
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« Letzte Änderung: 23.08.09, 19:00 von maria66 »
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Naima
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)
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« Antwort #19 am: 23.08.09, 19:12 » |
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Ich hatte amazones Ausgangsfrage so verstanden, dass sie nach den Gründen fragt, unrentable Betriebszweige (@mary: Ich vermute, Dein Haushalt ist kein Betriebszweig, oder  ) aufzugeben. Nicht gleich ganze Betriebe. Ich kenne durchaus Fälle, wo das Milchvieh aufgeben wurde (damals noch aus gesundheitlichen Gründen, heute würden auch wirtschaftliche eine Rolle spielen) und stattdessen eine Biogasanlage gebaut wurde. Aber die Entscheidung hängt sehr vom Typ Betriebsleiter ab, kann oder möchte er die Vergangenheit hinter sich lassen und etwas neues, auch ungewisses, wagen?
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« Letzte Änderung: 23.08.09, 19:19 von Naima »
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reserl
Niederbayern
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« Antwort #20 am: 23.08.09, 19:44 » |
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Am 16.3. wolltet Ihr Euch nach deinen Aussagen einen Resthofkaufen was sich aber hinzog....damals stands du nach deiner Aussage noch in einem Arbeitsverhältnis, 3Mo. Kündigungsfrist und dann noch den Resthof umbauen... Paula ich gönne Euch jeden Schritt den Ihr tut, darum geht es garnicht aber glaube mir die Realität sieht manchmal anders aus und Ihr braucht auch keine Verantwortung für Kinder übernehmen, das macht auch vieles leichter. LG Petra
@Petra: Ich denk, Du hast hier Paula mit einer anderen verwechselt? 
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lieben Gruß Reserl
Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
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Paula73
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« Antwort #21 am: 23.08.09, 20:00 » |
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Paula ich gönne Euch jeden Schritt den Ihr tut, darum geht es garnicht aber glaube mir die Realität sieht manchmal anders aus und Ihr braucht auch keine Verantwortung für Kinder übernehmen, das macht auch vieles leichter. LG Petra
Wir haben 2 Kinder 9 und 4 Jahre alt.
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passivM
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« Antwort #22 am: 23.08.09, 20:31 » |
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50% Grünland, miserables Ackerland und keine Flurbereinigung!
Ich glaube auch kaum das wir in unseren alter irgendwo noch ein tolles Jobangebot finden würden!
Das sind tatsächlich Gründe, weiter zu machen. Wenn man einen Betriebszweig aufgibt, braucht man schließlich eine Alternative, bzw. man muss einen anderen Zweig (z.B. Ackerbau) ausbauen können. Vor noch gar nicht langer Zeit, da hat man immer gesagt: Ja, viel Arbeit, aber du kannst mit dem Milchgeld rechnen. Das waren noch Zeiten! Aber seht Euch mal die aktuellen Getreidepreise an. Da steht man wohl lieber auf zwei äußerst wackeligen Beinen, anstatt nur auf einem. Man kann ja kaum vorhersehen, wie die Lage sich entwickeln wird. Da müssen schon andere Alternativen her. Photovoltaik? (..das geht ja auch auf "miserablem Ackerland"..) Biogas? (..keine Ahnung, wie sich da die Preise entwickeln) Mutterkuhhaltung? (..was bringt das im Moment eigentlich?) ...hm? Ideen gibt es viele, aber nicht jede Idee ist auch ein gutes und tragfähiges Konzept. Alles hat irgendwo einen Haken...
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Liebe Grüße aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
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Hamster
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Bäuerinnen - find ich gut!
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« Antwort #23 am: 23.08.09, 20:50 » |
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Wie entscheidest DU , was rentabel und was unrentabel ist  ? Liebe GRüße Hamster Und meine Frage war an AMAZONE gerichtet und ernst (nicht böse) gemeint! Wie Du Nicole, dass entscheidest kann ich mir schon leebhaft vorstellen  . Und wie MAN entscheiden SOLLTE auch. Trotzdem hätte ich gern eine Antwort auf meine Frage. Liebe GRüße Hamster
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Liebe Grüße sagt der Hamster
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maggie
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Bäuerinnen - sind wie andere frauen
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« Antwort #24 am: 23.08.09, 21:32 » |
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Du fragst, warum so lange an unrentablen Melken festgehalten wird. Da fallen mir, jetzt speziell aus unserer Sicht,da es sowieso bei jedem etwas anders ist, folgende Gründe ein: -können keinen Ackerbau machen (Hanglagen, Steinreich!) -fehlende Alternativen als Arbeitsplatz (kein Wunder bei dieser Wirtschaftslage) -sind eigentlich so gut wie schuldenfrei (würden gerne unseren Stall modernisieren, möchten es aber dann vom Milchgeld bezahlen können. Haben auch in der Vergangenheit immer das Geld reingesteckt in unseren Hof, das wir wirklich schon hatten, denn eines unserer Prinzipien ist nun mal, das wir nicht noch für die Bank auch noch arbeiten  -auch haben wir schon etliche Kosten gesenkt, die uns nun nicht mehr monatlich belasten und sollte der Milchpreis noch weiter zurückgehen, dann scheue ich mich nicht auch mal so Heilige Kühe wie die Tageszeitung oder das Fernsehen zu kündigen (Internet gefällt uns sowieso besser) -die Zusammenarbeit mit Nachbarn und Freunden wird wieder besser ausgebaut- einer hilft den anderen und umgekehrt. Es hat sich gezeigt mit wem man zusammenarbeiten will und mit wem lieber nicht. -ans Wachsen denken wir bestimmt nicht- kostet nur zusätzliches Geld und ich wenn bei einem Liter nichts verdient ist dann bei einer Million auch nichts. -Pachtpreise werde eher gesenkt, weil in unserer Gegend nicht so viele Pachtwütige da sind. So das wärs fürs erste, vielleicht fällt mir später noch etwas dazu ein, jetzt gehts sowieso erst ins "Büro"  Gruß Martina hallo martina, du hast mit deinen aufzählungen einen teil der fragen von amazone beantwortet, denke ich.... ihr habt andersweitig obtimiert, es ist klar dass nicht alle die milchviehhaltung aufgeben können - anderseits - wir haben sie aufgegeben und werden unsere weiden mit rindern bestücken - ob aufzucht oder weidemast und im winter ausmästen - steht noch offen -
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liebi grüess und bis bald - ihr werdet mich so schnäll nöd wieder los
margrith us der schwiiz
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Luetten
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« Antwort #25 am: 23.08.09, 21:39 » |
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Paula ich bitte um Entschuldigung, tut mir leid das ich dich verwechselt habe! LG Petra
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
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amazone
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Leben und leben lassen.
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« Antwort #26 am: 23.08.09, 22:39 » |
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Hallo amazone, kann das sein, das du so gut über die finanzielle Situation der Bauern informiert bist, weil du schon in einer Raiffeisenbank gearbeitet hast, oder noch arbeitest?  ..... hallo martina, meine zeit bei raiffeisen ist.... *grübel*....knapp 20 jahre her... (herrje ich werde alt  ) ich hab halt nur die augen und die ohren auf. bevor mich jemand falsch versteht: ich möchte keinem zu nahe treten und es geht ausnahmsweise mal nicht NUR um die milchviehhalter bei meinen fragen. unrentabel können doch weit mehr betriebszweige sein. @hamster wie ich entscheide wann etwas unrentabel ist? wenn mein ertrag (achtung, ich selbst habe KEINE landwirtschaft!) daher allgemein! also nochmal: wenn mein ertrag nicht im gesunden verhältnis zum aufwand bzw. kosten ist. wenn ich (nicht nur in der landwirtschaft höre) das dieses oder jenes nix mehr einbringt, daran aber trotzdem über jahre festgehalten wird und durch andere einnahmen gedeckelt wird, dann ist etwas ungesund, oder? dieses ungesunde verhältnis möchte ich ansprechen und nochmal, es geht in meinen fragen nicht nur um die milchviehhaltung.
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Beste Grüße von Amazone
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ElliMaus
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« Antwort #27 am: 23.08.09, 23:12 » |
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Hallo maggie, es gibt viele die die Milchviehhaltung nicht aufgeben können....und trotzdem werden die Milchviehhalter mit dieser Mengenpolitik brutal gegeneinander ausgespielt, obwohl es anders sein könnte! Ein paar Prozent weniger und unser gemeinsamer europäischer Milchmarkt würde wieder ins rechte Lot rutschen. Aber dafür müssten erst mal ein paar Politiker mehr Verstand, mehr Charakter und ein Gewissen bringen und da hapert es wohl noch....  An amazone, ich hab erst vor kurzem gehört, das Milchbauern schon die Sparbücher ihrer Kinder plündern und das von einem der es auch wissen muss (kein Einzelfall). Mich überrascht eigentlich gar nichts mehr, es geht nur noch bergab....  Grüße an euch Martina
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Arbeite um zu leben und lebe nicht um zu Arbeiten!
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Hamster
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Bäuerinnen - find ich gut!
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« Antwort #28 am: 23.08.09, 23:22 » |
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Hallo Amazone,
nicht jeder Betrieb macht BZA`s! Und wie schon einige geschrieben haben, gibt es gewisse "Zyklen". Ein Jahr gibt es gute Schweine, Weizen - wie auch immer Preise ein Jahr schlechte, darum muss man schon den Schnitt der Jahre sehen!
Einige Arbeiten kann man nicht dem BZA zu ordnen bzw. sie müssen anteilig verrechnet werden. Dann gibt es wieder Betriebszweige, die greifen ineinander über. Wir haben z.B. Direktvermarktung Schlachtgeflügel, Eier (Legehennen) und noch Hofladen mit Produktion und Zukauf. DAS bekomme ich GAR NICHT auseinander. Sollte ich wissen, dass eine Sache schlecht läuft, würde ich damit nicht aufhören. Sondern versuchen sie zu optimieren,weil ich nicht weiss, wie der Kunde reagiert! Grundsätzlich rechnet sich die DV trotz der hohen Stundenzahl! Zu welchem Stundenlohn ist eine andere Frage.
Aber Deine Frage, war ja eher dahin gehend gestellt: Warum BZW nicht rausgeschmissen werden, die unrentabel sind. Also 1. Man muss erstmal erkennen, was unrentabel ist! und WORAN liegt es! 2. Fruchtfolgen kann man halt nicht so schnell umstellen. ZR - Lieferungen werden nach Kontingent abgerechnet. WEizen hat diesen Sommer wieder einen besch..... Preis. Mais macht nur Sinn wenn man einen Abnehmer hat. Roggen, Gerste, Raps ein Va-Banque- Spiel siehe Weizen.....
Schweine ? ja wie gesagt den Zyklus, gab es schon immer! Kühe? Wenn Du damit aufhörst, fängst Du Nie! wieder an.
Fazit: Wenn der Betrieb, aus welchen Gründen auch immer keine Alternativen bietet bzw. die Betriebsleiter keinen anderen Arbeitsplatz haben. Was sollen sie dann tun? Und wie gesagt, sie müssen erstmal erkennen und sich eingestehen, dass auf lange Sicht kein Einkommen zu erwirtschaften ist.
Liebe Grüße Hamster
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Liebe Grüße sagt der Hamster
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lilie
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« Antwort #29 am: 23.08.09, 23:38 » |
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Wenn ich das richtig verstanden habe meinst du alle Landw. Betriebszweige ,amazone. Das ist schön und gut mit dem rentieren oder nicht. Das beste Beispiel war letztes Jahr. Durch die gute Marktlage war z. B. der Milchviebetrieb besser gestellt als je zuvor. Die Folge: Der Landwirt ist so veranlagt, dass er immer weiter in seinen Hof investiert und das Geld nicht unter sein Kopfkissen legt. Maschinen wurden bestellt, Pläne gemacht für die betriebliche Entwicklung..... und jetzt !!!! Das Finanamt , die Händler und der Verbraucher lacht.... Finanzamt: Durch den hohen Gewinn------ Der Landwirt muß mehr Steuern bezahlen !!! Händler : die Maschinen bezahlen Verbraucher: freut sich über billigste Milch im Kühlregel Das ist nur ein Beispiel. In anderen landwirtschaftlichen Betriebszweigen sieht es nicht anders aus.
Daher ist meine Meinung mehrere Standbeine sind gut für den Betrieb um Schwankungen etwas abzufangen. Das ist aber von vielen Gegebenheiten abhängig, z.B. Lage --- Standort------Größe----Aufbau------Betriebsspiegel--- eines jeden Hofes. LG lilie
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