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Autor Thema: Chancen für Milchtankstellen!?  (Gelesen 1949 mal)
reserl
Niederbayern
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« am: 27.07.09, 08:07 »


Heute ist bei uns in der "Passauer Neuen Presse" ein Bericht
über einen Betrieb, der die erste niederbayerische "Milchtankstelle" eröffnet hat.

Die Tankstelle, an der es weißes Benzin gibt


Ich finde so ein Vorhaben mutig. Der Bürokratieaufwand und die Investitionskosten sind nicht ohne und auch die Logistik stelle ich mir da nicht einfach vor.

Wie seht Ihr die Chancen für solche "Tankstellen"?
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lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
landleben
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« Antwort #1 am: 27.07.09, 09:02 »

Hallo Reserl!

Ich habe mir Infos besorgt für diese Anlagen. Göga meinte mal, wenn wir weiter melken, dann würde er auch so etwas gerne aufstellen.

Fest steht: Die Milchautomaten dürfen nur auf dem Betrieb aufgestellt werden, wo sie auch ermolken wird.

Diese Automaten dürfen dann mit der Rohmilch befüllt werden.

Wenn man Automaten an einem anderen Standort aufstellen möchte, dann muss die Milch pasteurisiert sein.

Sicherlich ist auch eine DirektvermarkterQuote zu beantragen.

Kosten für die Automaten liegen zwischen 4.ooo € und 7500 € je nach Größe des Automaten. Dazu kommt natürlich noch das drum herum. Ein Häuschen usw.

Übrigens in der letzten TopAgrar waren ein Bericht darüber gewesen.

Weiterhin meine ich, es müßte hierfür auch Zuschüsse geben. In irgendeiner Zeitung hatte ich gelesen, dass es für solche Maßnahmen Gelder aus dem Topf : Maßnahmen im ländl. Raum oder so ähnlich gibt.

Es werden daraus auch Inverstionen für Hofcafe`s, Hofläden usw. gefördert.

LG

britta

PS: Die Nachfrage nach frischer Milch vom Bauernhof ist meines Erachtens gestiegen. Hier ist vermehrt nachgefragt worden. Scheitert sicherlich an der Bequemlichkeit regelmäßig die Milch zuholen.

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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #2 am: 27.07.09, 09:52 »

Hier bei uns in der Nähe steht so eine Tankstelle schon seit vielen Jahren.
Dieser Betrieb geht ganz konsequent in die Selbstvermarktungsrichtung.
Braucht einen langen Atem- hat aber meiner Meinung nach- eine sehr gute Zukunft.
Genauso sehe ich das Bauernhofeis.
Wer auf guten Geschmack wert legt- findet ihn.
herzl. Grüsse
maria
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maggie
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Bäuerinnen - sind wie andere frauen


« Antwort #3 am: 27.07.09, 10:12 »

wir haben gut 9 jahre so einen automaten in betrieb gehabt - am anfang im wechsel mit dem noch einzigen kollegen im dorf der milchvieh hatte -
die letzten 3 jahre allein -

in der schweiz darf er auch mit rohmilch beliefert werden wenn er nicht am hof steht - war mitten im dorf -
doch die letzte zeit nahm bei uns der milchkonsum immer mehr ab, dass wir im letzten sommer beschlossen die "tankstelle" zu schliessen -
übrigens bevor wir uns entschlossen auch die melkerei an den nagel zu hängen -

der aufwand ist enorm - nur schon die tägliche reinigung nimmt sicher eine halbe stunde in anspruch  -

ich wünsche allen die das ins auge fassen viel durchhaltevermögen und genügend kundschaft
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liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
Agrele
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« Antwort #4 am: 27.07.09, 10:44 »

Hallo Reserl
Danke für den Link
Ja wir sind auch beim überlegen in so einer Richtung aber nicht so groß.

Nur will ich nicht schon wieder das Zugpferd sein,
darum läuft es auch noch nicht so im vorfeld, denke die jungen sollen entlich mal rann.

maggie

Das ist meine grösste Befürchtung ,den die Leute werden immer bequemer habe es an der Althofstelle gesehen .
Wenn ich sie ihnen jeden Tag vor die Tüer gestellt hätte vom Preis Aldi
wäre das Geschäft schon gelaufen.
Frau hat ja sonst nix zu tun.
Also Reserl wede mal den Zeitungsbericht ausdruchen und zum Mittagessen auf den Tisch legen.


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Agrele
landleben
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« Antwort #5 am: 27.07.09, 11:20 »

Ich hatte im i-net nach Milchautomaten gesucht. So wirklich etwas habe ich nicht gefunden.

Eine Adresse aus der Schweiz: www.brunimat.ch 

Lieferung ist sogar frei Haus.

und hier eine Firma aus Deutschland: www.prometea.de

Habe schnelle Antworten auf meine Mails bekommen. Wer Interesse hat an den Unterlagen kann mir eine KM schicken, dann maile ich die Sachen rüber.

LG

britta
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Lexie
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Beiträge: 514


« Antwort #6 am: 27.07.09, 11:27 »

hallo
bei uns stehen in der näheren umgebung meines wissens nach 2 automaten. ich glaub beide auf bio-betrieben. von einem weiß ich
es mit sicherheit, dr verlangt 0,70 € für den liter milch. (ich finds für biomilch zu bíllig), aber er meint bei 0,70 ´€ wäre die obergrenze,
mehr ist der kunde nicht bereit zu zahlen.
arbeit mit reinigung und auffüllen darf nicht unterschätzt werden.
LG Lexie
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manurtb
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« Antwort #7 am: 27.07.09, 11:46 »

Das ist meine grösste Befürchtung ,den die Leute werden immer bequemer habe es an der Althofstelle gesehen .
Wenn ich sie ihnen jeden Tag vor die Tüer gestellt hätte vom Preis Aldi
wäre das Geschäft schon gelaufen.
Ich glaub nicht, dass das was mit Bequemlichkeit zu tun hat.
Der Aufwand ist halt hoch, wenn man arbeitet und dann noch so 5-8 Selbstvermarkter anzufahren. Beim einen gibts Milch, beim nächsten gibts Eier, dann Obst und Gemüse, der mit dem Fleisch muss noch angefahren werden etc.

Bei uns wird die Milch 2 x die Woche geliefert und das nicht zum Aldi-Preis. Das ist es mir dann auch wert, weil es mir gute Qualität bringt und ich die Zeit aber nicht aufzuwenden brauche...

So Milchtankstellen finde ich auch nicht schlecht, bei uns in der Nähe (ca. 10 km Entfernung) gibt es auch eine. Allerdings ist es schon so, dass die Leute am Anfang begeistert abholen, aber irgendwann hat sich die Begeisterung abgenutzt und dann ist es halt viel Aufwand...
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maggie
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Bäuerinnen - sind wie andere frauen


« Antwort #8 am: 27.07.09, 12:00 »

Ich hatte im i-net nach Milchautomaten gesucht. So wirklich etwas habe ich nicht gefunden.

Eine Adresse aus der Schweiz: www.brunimat.ch 

Lieferung ist sogar frei Haus.

und hier eine Firma aus Deutschland: www.prometea.de

Habe schnelle Antworten auf meine Mails bekommen. Wer Interesse hat an den Unterlagen kann mir eine KM schicken, dann maile ich die Sachen rüber.

LG

britta

den brunimat hatte ich in gebrauch - den andern habe ich mir angeschaut -

der unterschied ist in der "kasse" -

bei brunimat wirst du den gesamtbetrag ein und kannst dazwischen ausschalten - und zwar jeden betrag und alle geldstücke -
es gibt dort auch eine jeton kasse, die wird auch nur auf halbe oder liter eingestellt sein, aber du kannst auch mit mehreren behältern milch holen - s.oben -

die frage ist bei mir der service ....
da müsste dann noch abgeklärt werden -

und der automat emailliert (umgebauter kühlschrank) - war bei uns noch so - jetzt ist brunimat chromstahl - ist sicher besser -

in der tür wurde ja ein stück rausgeschnitten um den auslauf einzusetzen, der auslauf ist auch chromstahl - sehr gut, aber rundherum fing es bald an zu rosten, da wasser unter den auslauf eindrang (automat stand draussen)
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liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
Starbuck
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« Antwort #9 am: 27.07.09, 23:05 »

Nach den Artikeln im Top Agrar wollt ich schon das Thema starten "Brunimat"- jetzt  kannn ich mir das Starten sparen! Im Moment denken einfach ganz viele Milcherzeuger darüber nach, wie man die Wertschöpfung verbessern kann, sich unabhängiger macht von Molkerei und Aldi. Für uns stellt ein Automat auf dem Hof keine Alternative dar, weil das Dorf einfach zu klein ist und kaum jemand Milch holen geht- schon gar nicht die ex-Milchviehhalter, da gibts nur H-Milch (bäääh!).
Interessieren tun mich ja eher die Milchshakeautomaten, auch von Brunimat. Und die könnten dann bei uns im Schulzentrum (2000 Schüler, 150 Lehrer) stehen....hab ich mir so geträumt Wink
ABER: ein Pasteur kostet zwischen 60.000 und 100.000 €, da müsste ich schon manches Milchshake schütteln, um das wieder reinzubekommen  Sad.

Außerdem kenn ich inzwischen zuviele "ex-Milchdirektvermarkter", teilweise mit dem Nerven am Ende. Letztendlich muss die Rechnung aufgehen, nicht nur die Milch weg sein. Die AKh muss ausreichend entlohnt werden!

Förderung gibts bei uns in Hessen 25%, die Rentenbank hat ein eigenes Programm für solche Projekte.

Zuletzt noch eine Frage: hat jemand von euch einen "Inga-Fertiger"?? Das ist so eine Minimolkerei zum Buttern, Quarken, Pasteurisieren und Käsen, angeblich bis 200kg Milch pro Tag und nicht so teuer (laut HP 1700€ + Steuer, info v.2005)

lg, Heiko
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #10 am: 28.07.09, 08:48 »

Hallo Heiko,
so eine kleine Molkerei- das ist vielleicht auch eine Möglichkeit.
Die Milchtankstellen gab es vor Jahren in einigen Supermärkten- warum sie wieder verschwunden sind- würd mich interessieren. Die meisten Lebensmittelgeschäfte haben sich von der Frischmilch verabschiedet.
Inzwischen scheint die H und  ESL-Milch doch nicht mehr  so gefragt zu sein.
Bei Investitionen, die in den Hundertausenderbereich gehen- ist zuvor der sehr spitze Bleistift fällig.
Aber so eine kleine Molkerei- auch als Einstieg- das interesisert mich.
Danke für deinen Beitrag.
Herzl. Grüsse
maria







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Beate Mahr
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« Antwort #11 am: 28.07.09, 10:13 »

Hallo

hatte dazu schon mal was gepostet

Ein Bekannter von mir hat auch so einen ...
der liegt günstig an einem vielbefahrenen Radweg
es kommen ganze Gruppen zum Milchtrinken vorbei.

Er hat z.B. auch Milchmixgetränke im 200 ml Becher
bietet zusätzlich noch Molkereiprodukte von einer kleine Hofkäserei aus der Nähe an
dazu hat er einen Kühlautomat

Gruß
Beate
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John F. Kennedy
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #12 am: 28.07.09, 11:23 »

Hallo,

ich habe so was schon vor 10-12 Jahren auf der Grünen Woche gesehen, da haben die Schmachtenhagener so ihre Milch schon tlw. vermarktet.

Wie die Trinkmilchtankstelle aussieht guckt mal hier http://www.brigitte-dittmar.de/Ausflug/Markt/Markt.htm  Die Kuh auf der linken Seite ist die Trinkmilchtanke...  Ich weiss, auf der IGW wird das Tierchen regelrecht belagert. ;-))

Viele Grüße

Anja
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... Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe, dass er fliegen lernt... (lach und zwinker)

Kruppa
Mathilde
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« Antwort #13 am: 28.07.09, 17:59 »

Hallo,

das wärs vielleicht? Eine Milchtankstelle im Shop der Tankstelle? Da könnte die Leute zu ganz großzügigen Ladenöffnungszeiten Ihre Milch holen  Roll Eyes

LG Mathilde
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Sissy007
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« Antwort #14 am: 30.07.09, 18:33 »

Interessieren tun mich ja eher die Milchshakeautomaten, auch von Brunimat. Und die könnten dann bei uns im Schulzentrum (2000 Schüler, 150 Lehrer) stehen....hab ich mir so geträumt Wink
ABER: ein Pasteur kostet zwischen 60.000 und 100.000 €, da müsste ich schon manches Milchshake schütteln, um das wieder reinzubekommen  Sad.




Hallo Heiko,
der Brunimat ist für Schulen nicht so geeignet. In der Schule gibt es Stoßbetrieb in den Pausen, und der Milchshake kommt im Becher raus. Es dauert zu lange bis der einzelne Schüler sein Getränkt hat. Der offene Becher macht Probleme wegen Verschütten der Milch. Sind halt Kinder!

Die Shakes von Brunimat schmecken sehr gut. Ich glaube das ist eher was für Behörden und Gebäude in denen vorwiegend Erwachsene verkehren.

Sissy
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Eine Möwe bin ich von keinem Land.
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