Hallo Mathilde,
wir sind auch gerade am Überlegen und Planen. Gut dass Getreide so lange lagerfähig ist, nur ich hab jetzt schon einige Betriebe mitbekommen, die haben das Getreide vom letzten Jahr noch lagernd.
Ich verfolge die Getreidepreise schon lange- und hab meinem Mann jedes Jahr im Frühjahr die Preisschätzung vorgelegt-
am Anfang hat er mich immer ausgelacht, aber inzwischen nimmt er mich ernst.
Wegen Hunger oder Überfluss mach ich mir keinen Kopf- ist ja kein Mengen, sondern ein Verteilungsproblem.
Jetzt fliesst schon so viel Ackerfläche in die Energieerzeugung- muss wohl noch ganz viel in diese Richtung laufen- und auch billig bleiben,
denn sonst würde sich die Energieerzeugung nicht mehr lohnen.
Da wir einen grossen Energiehunger haben- werden wir noch lange von höheren Getreidepreisen träumen können.
Wir haben gestern diskutiert, ob Verkaufsgetreide für uns überhaupt noch Sinn macht-
für den Futterbau funktioniert minimale Kostenwirtschaft noch am Besten.
Komisch, da wissen wir nicht wohin mit dem ganzen Getreide und da wird uns die ganze Zeit vorgejammert, dass wir so einen Eiweißhunger haben-
gäbe in Deutschland genug Flächen, die sich vom Klima und der Lage her für den Leguminosenbereich eignen würden-
aber lieber wird das Getreide schon fast verschenkt.
Ich würde am liebsten soviel wie möglich auf unserem Betrieb zur Eigenversorgung produzieren.
Denn der Vergleich von Getreide zum Eiweißfutter ist schon nachdenkenswert.
Vermutlich wird sich das Problem in ferner Zeit lösen, in unserer Gegend wollen noch viele Biogasanlagen bauen-
damit ist dann das Getreide und das Gras verräumt-und
und dann werden die Kühe auch überflüssig

, das Eiweißfutter kommt über den grossen Teich und unser mit so vielen Auflagen und Vorschriften erzeugtes Futter kostet nichts mehr.
Dafür kriegen wir dann den Käse aus Pflanzenfett und so einen Schinken

Verrückte Welt-
maria