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Autor Thema: Wie gehts weiter mit dem Milchpreis? V  (Gelesen 11059 mal)
Matthias
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« Antwort #15 am: 09.08.09, 08:36 »

Was dann die BDM-Mitglieder wenn der BDM mal mit so einer Forderung durchkommt  Roll Eyes , Es scheint scheinbar keiner mehr an die Versprechungen zu glauben.
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #16 am: 09.08.09, 09:01 »

Hallo fanni,
dafür fällt der Milchpreis auf ein "historisches Tief". Wenn du mal Lust und Zeit hast, schick ich dir das Buch "Kollaps"- ich finde es deshalb so gut, weil es genau zeigt, wie die Menschen ticken. Und dienigen, die das Wissen- nutzen das ganz gezielt für ihre Belange aus.
So gehts seit ewigen Zeiten- und wird wohl auch weiterhin vo weitergemacht- bis es nicht mehr geht.
Herzl. Grüsse und einen schönen Sonntag
maria
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iMichi
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« Antwort #17 am: 09.08.09, 09:36 »

wie lange braucht es noch bis die ersten milchbetriebe insolvent gehen? bis jetzt scheint bei den meisten ja noch liquidität vorhanden.
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michikopka.de
K1
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« Antwort #18 am: 09.08.09, 10:33 »

hallo iMichi

du hast recht, irgendwie sind wir Milchbauern noch nicht ganz pleite.

Wir hatten diese Woche Pressegespräch wegen der katastrophalen Milchpreise. Hab mir die Arbeit gemacht und eine PPP erstellt, die die weitreichenden Folgen des Milchpreisverfalles aufzeigen. Es gibt so viel Möglichkeiten den Betrieb doch irgendwie weiterzuschleppen. Auf der Strecke bleibt oft die Familie und die Gesundheit.
Mein Fazit
"Unsere Milchbauern sterben langsam aber gründlich"

Das mit der Milchstilllegung, ist nachvollziehbar, aber ich denk nicht durchsetzbar. Bei der Fläche wurde doch sofort, als die Preise hochgingen, ein Riegel vorgeschoben.

liebe Grüße
Karin
« Letzte Änderung: 09.08.09, 10:37 von K1 » Gespeichert
iMichi
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« Antwort #19 am: 09.08.09, 11:10 »

wenn dann spätestens zum nächsten frühjahr viele milchbetriebe zahlungsunfähig werden könnten, sehe ich eine enorme finanzkrise auf die landwirtschaft zukommen. aber ich denke nicht das man uns dann mit staatlichen milliarden hilft. einerseits zu wenig lobby, andererseits ist die wahl dann schon gelaufen.
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Mucki
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Leben und leben lassen


« Antwort #20 am: 09.08.09, 15:51 »

Landwirte sind Zäh und halten viel aus,genau das stellen wir doch momentan wieder unter beweis,ich denk das viel von uns am Exizents minimum fahren,aber viele haben keien wahl was sollen sie sonst tun die changesn auf dem normalen Arbeistmarkt sind gleich null,also Augen zu und durch.
Wir werden solange weiter machen bis wir von der Bank geld brauchen,wen das der fall ist wird aufgehört,sollten wir dann nix anders finden wird der Hof eben verpachtet und wen des nicht reicht stück für stück verlebt.
Sollte sich nun einer fragen ob uns der Hof dafür zu nicht zu schade ist müßte ich herlicher weise antworten irgend wie schon,aber bevor wir bei der bank so viel schulen machen das die den hof schlucken und verkaufen machen wir das lieber selber und geniesn unser leben,dast ist momentan unser einziger ausweg.
LG Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
Luetten
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« Antwort #21 am: 09.08.09, 16:37 »

Mucki ich frage mich nur ob Ihr nicht ein wenig blauäugig seid? Wer will dann den Hof noch haben?
LG Petra
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
Lexie
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« Antwort #22 am: 09.08.09, 17:12 »

hallo
mucki, du hast es auf den punkt gebracht.
ich bin auch mittlerweile müde, immer nur zu kämpfen. sei es um pacht, besseren milchpreis usw.. wenn ich bei
uns die betriebe anschaue, die aufgehört haben, denen gehts jetzt besser als jemals zuvor.
LG Lexie, die jetzt ins muhbarack muss.
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iMichi
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« Antwort #23 am: 09.08.09, 17:48 »

Landwirte sind Zäh und halten viel aus,genau das stellen wir doch momentan wieder unter beweis,ich denk das viel von uns am Exizents minimum fahren,aber viele haben keien wahl was sollen sie sonst tun die changesn auf dem normalen Arbeistmarkt sind gleich null,also Augen zu und durch.
Wir werden solange weiter machen bis wir von der Bank geld brauchen,wen das der fall ist wird aufgehört,sollten wir dann nix anders finden wird der Hof eben verpachtet und wen des nicht reicht stück für stück verlebt.
Sollte sich nun einer fragen ob uns der Hof dafür zu nicht zu schade ist müßte ich herlicher weise antworten irgend wie schon,aber bevor wir bei der bank so viel schulen machen das die den hof schlucken und verkaufen machen wir das lieber selber und geniesn unser leben,dast ist momentan unser einziger ausweg.
LG Mucki

ich bin etwas erstaunt über diese sichtweise:

augen zu und durch? wohin?

falls ihr so glücklich seid und schuldenfrei bis jetzt. wird die bank euch dann geld geben wenn es keine chance gibt das ihr vielleicht nichtmal die zinsen tilgen könnt?

verpachten? wer soll die flächen pachten? und wenn, der markt wird dann an flächen, besonders grünland so voll sein, das niemand einen pachtpreis zahlen wird der viel über der flächenprämie liegt. ohne prämie wird gar nicht mehr verpachtbar sein.

verleben? was wollt ihr verkaufen? wie lange reicht das geld? 1 jahr? was dann wenn die augen dann wieder aufgehen?

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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #24 am: 09.08.09, 20:36 »

In eurer Diskussion fehlt mir ein wenig der Mittelweg.
So zwischen Verkaufen und Selbstausbeutung. Grin
Der Grund und Boden wird noch viel gefragter und viele gehen schon auf Einkaufstouren.
Deshalb wird ja auch so gehandelt, dass den Bauern die Luft rausgeht.
Hab heute eine Geschichte in der Predigt gehört- die genau hier passt.
Die Engel im Himmel spielten Lotto und knackten den Jackpot.
Mit der riesigen Geldsumme wussten sie eigentlich gar nichts anzufangen, sie hatten ja alles.
So begannen sie mit dem Teufel Handel zu treiben-
für jeden Geldsack verkaufte er ihnen eine Tugend, die den Menschen schaden zufügt- einen grossen Sack für den Jährzorn, einen für den Geiz, einen für den Hochmut und so weiter.
Am Schluss hatten die Engel noch einen Sack Geld- und der Teufel eine Eigenschaft, die er aber für kein Geld aller Gestirne verkaufen wollte.
Die Engel versuchten mit dem Teufel zu verhandeln-
aber es war nichts zu machen.
Sie wollten wenigstens von ihm wissen, was das für eine Eigenschaft sei, die für ihn so wertvoll sei.
Der Teufel sagte- es sei die Hoffnungs- und Mutlosigkeit,
Mit dieser Eigenschaft würde er trotz der ganzen verkauften schädlichen Eigenschaften doch die Menschheit in den Händen halten.

Passt sehr gut zu dem Thema- wie geht es weiter mit dem Milchpreis.
Wünsche euch eine schöne Woche.
maria

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ElliMaus
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« Antwort #25 am: 09.08.09, 21:18 »

Hallo an alle,
fanni wenn diese Bauern mit denen du gesprochen hast es nicht glauben können bzw. meinen "sie schaffen es schon" , denen würde  noch Hören und Sehen vergehen so lange bliebe der Milchpreis im Keller....

Auch ich hab manchmal einen "Durchhänger"...aber denn Kopf in den Sand stecken und alles so gehen lassen wie es von gewissenlosen "Menschen" so "gewünscht" wird, das kann ich nicht. Ich kenn genügend Bauernfamilien mit drei, vier oder sogar fünf noch kleineren Kindern die vom Milchgeld leben müssen und  für die lohnt es sich immer   weiterzumachen!

Die freiwillige Teilstilllegung der betriebseigenen Quote ist doch ein einfaches aber um dafür so wirkungsvolleres Mittel, wo sich die Milchbauern gegenseitig helfen können. Denn wenn der Preis für meinen Nachbarn stimmt, dann stimmt er für mich auch.

Jeder trägt einen Teil Verantwortung  und sich jetzt davor davonzustehlen... kommt  traurig und bitter zurück.

Der alte Vorwurf, mit den Überlieferern: Eigentlich müsste es doch einleuchten, man kann nicht für eine Sache kämpfen, die einem selber weh tun würde, egal ob jetzt BDM-Mitglied oder nicht.  Das war doch jahrelang das selbe Spiel: im Frühjahr- Molkereiversammlung- da wurde dann den Milchbauern immer gesagt: Leider, leider geht beim Milchpreis nicht mehr, der Markt ist halt so, aber die Quote dürft ihr um so oder so viel Prozent überliefern, die Molkerei kann die Milch schon "brauchen"....

Ich möcht an alle Milchbäuerinnen hier appelieren das Konzept mit der freiwilligen verpflichtenden Mengenstilllegung mit ihren  Männern zu besprechen und mitzumachen, denn nichts ist schlimmer als nichts zu tun.

Grüße für alle     Martina  

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Arbeite um zu leben und lebe nicht um zu Arbeiten!
Milli
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« Antwort #26 am: 09.08.09, 21:23 »

Was ist,wenn  einige die Quote nicht voll liefern?
Auf der anderen Seite sitzen doch schon welche,die denken,prima,dafür kann ich ein bißchen mehr liefern.
Das ist in den meisten Fällen schon der Nachbar.

LG Milli
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ElliMaus
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« Antwort #27 am: 09.08.09, 21:43 »

Hallo milli,
schau dir doch bitte meinen vorhergehenden Beitrag an. Da steht drinnen das die Politik  die Saldierungsmöglichkeiten auf max. 2% einer einzelbetrieblichen Referenzmenge  wirksam  beschränken muss.

Es geht wirklich nur darum, ob wir Bauern das eine(selbst für wieder spürbar steigende Milchpreise sorgen) oder das andere(ein langes, tiefes Tal der Tränen zu durchqueren, das eigentlich keiner unbeschadet überstehen kann) wollen...

Das Konzept ist so einfach wie wirkungsvoll, liegen tut es an uns Milchbauern selber.

Gruß     Martina
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Arbeite um zu leben und lebe nicht um zu Arbeiten!
fanni
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« Antwort #28 am: 09.08.09, 21:51 »

Hallo Elli..........du hast nicht von mir alles genau gelesen Wink. Ich mach irgendwann mal mit.......aber erst wenn die anderen auch mal ihren Beitrag geleistet haben Wink.

außerdem machen wir schon seit Jahren unsere Quote nicht mehr voll........dann hab ich wirklich noch ein bisserl Zeit und gar kein schlechtes Gewissen dabei, denn die haben ja alle anderen auch schon mal ausnutzen dürfen unsere nicht gelieferten Literchen  Cool. Und dafür, dass ich kein Vertrauen mehr in die Sprüche meiner Nachbarn hab, dafür kann ich doch nix, .....denn das sind meine einfach Erfahrungen -  leider.

und jetzt ist es für mich gut , mehr mag ich jetzt ehrlich dazu nicht mehr sagen
« Letzte Änderung: 09.08.09, 22:04 von fanni » Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
Milli
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« Antwort #29 am: 09.08.09, 21:51 »

Hallo milli,
schau dir doch bitte meinen vorhergehenden Beitrag an. Da steht drinnen das die Politik  die Saldierungsmöglichkeiten auf max. 2% einer einzelbetrieblichen Referenzmenge  wirksam  beschränken muss.

Gruß     Martina

Ist schon gut und recht,daß die Politik etwas machen muß,soll oder kann,aber was sie wirklich machen will,
steht auf einem anderen Blatt.
Wenn die Politik nur ein Fünkchen Interesse daran hätte,daß der Milchpreis steigt,hätte sie schon längst
ernsthaft etwas unternommen und nicht immer nur die Bauern an der Nase herumgeführt.
Da stecken zu viele Verflechtungen und Vetternwirtschaften dahinter.

LG Milli

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