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Autor Thema: Wie gehts weiter mit dem Milchpreis? V  (Gelesen 11059 mal)
reserl
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« am: 22.07.09, 19:37 »


Die vorangegangene Diskussion zu diesem Thema findet ihr hier.




Die EU-Kommission hat heute ihren "Milchmarktbericht" veröffentlicht.

Hier gibt es Bericht als PDF-Datei:
http://ec.europa.eu/agriculture/markets/milk/report2009/com2009_385_de.pdf


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lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
Paula73
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« Antwort #1 am: 23.07.09, 15:27 »

Zwei klare Aussagen stehen im Bericht - die Quote läuft 2015 aus und keine Abschaffung der Saldierung im Quotenjahr 09/10.
 
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iMichi
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« Antwort #2 am: 26.07.09, 10:51 »

naja, im prinzip ist sie doch schon längst abgeschafft. wer liefert denn noch unter quote und nicht soviel er kann?
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michikopka.de
reserl
Niederbayern
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« Antwort #3 am: 07.08.09, 09:23 »

naja, im prinzip ist sie doch schon längst abgeschafft. wer liefert denn noch unter quote und nicht soviel er kann?

Der BDM hat laut einer Mitteilung bei agrarheute.com eine neue Aktion angekündigt:

Milchbauern werden sich selbst helfen

Was sagt Ihr zu dieser FMS?

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lieben Gruß
Reserl


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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #4 am: 07.08.09, 09:36 »

Hallo Reserl,
ich hab über  so ein System in einem anderen Vortrag und Zusammenhang schon gehört und ich find es als eine Möglichkeit, dem ständigen Preisverfall entgegen zu wirken.
Im Bereich des Ackerbaues läuft ja auch ein Kulapprogramm-
um Flächen aus der Produktion zu nehmen.
Warum also nicht auch bei Milch-
herzl. Grüsse
maria
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fanni
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« Antwort #5 am: 07.08.09, 10:48 »

Dann müssen sie aber den Quotenhandel sofort einstellen..........ich kauf mir sonst gaaaanz billig Quote und leg die sofort still  (brauch ich eigentlich dafür Kühe??) Lips Sealed

ich halte das nicht für durchsetzbar, vor allem vor dem Hintergrund, dass diese die Molkereien bezahlen sollen über den MP

@Mary so ein Milchkulapp wär schon eine Idee.........nur wie sag ich es dem Steuerzahler, wenn hunderte von Milchviehställen zuerst gefördert werden, nur um sie dann stillzulegen.........

Kategorie: Sommerloch  Grin
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Herzliche Grüße von Fanni
manurtb
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« Antwort #6 am: 07.08.09, 10:57 »

Andere Frage: Leben wir in einem abgeschotteten Markt oder wird dann, wie letztes Jahr auch, einfach von anderen Ländern zugekauft und nachgeliefert, wenn bei uns weniger auf dem Markt ist?

Ich finde das nicht wirklich durchdacht und sehr im Tunnelblick gesehen.
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KlausS
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« Antwort #7 am: 08.08.09, 11:31 »

Hallo,

Milchkulapp klingt gut  und ist von der Idee auch nicht schlecht. Passt aber auch prima in eine eh schön unübersichtliche Förderlandschaft, wo ja auch einiges an Subventionen bei Milchbauern ankommt. Der Steuerzahler wird eh keinen Unterschied merken.
Gruß
Klaus
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #8 am: 08.08.09, 12:30 »

Hallo Klaus,
Abwrackprämie ist auch so ein Wort aus der Förderlandschaft.
Über Sinn und Unsinn möchte ich mich nicht streiten. Grin
Mein Mann hat heute irgendwas von der angeblich 2.besten Getreideernte aller Zeiten erzählt, das er irgendwo im Radio gehört hat.
Hier haben wir dann den gleichen Effekt- zuviel und nochmals zuviel- und die Kosten sind höher als der Ertrag.

Bei der Milch kämpfen wir mit den gleichen Problemen, weil am "zuviel" viele verdienen. Der Landwirtschaft bleibt die Arbeit.
Ich vermute, dass es zu keiner Änderung kommt- vermutlich wird die Karre an die Wand geschredert Embarrassed.
Bin in meiner knappen Freizeit am Lesen eines Buches- das sich Kollaps nennt-
vor solchen Herausforderungen wie wir stehen- standen schon viele Kulturen- die einen haben die Kurve gekriegt, die anderen sind untergangen.
Das Fatale ist, dass wir keine Nachbarplaneten mehr zum erobern, kolonialisieren haben.
Scheinbar war der Weg immer schon über Fülle, Überfülle, Mangel.
Der Steuerzahler greift im Discounter zu den Waren, die er mit seinen gezahlten  Steuern auch verbillig hat. Grin
Wenigstens hat die Landwirtschaft an einem keinen Mangel- an der Arbeitsmenge. Wink
Herzl. Grüsse
maria





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iMichi
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« Antwort #9 am: 08.08.09, 15:13 »

sehe ich ähnlich, wir haben kein produktionsproblem mehr, wir haben nur ein verteilungsproblem. die produktivität ist inzwischen so gross, das wir für jeden locker 5 autos und 20 handys bauen können, das jeder täglich 5 liter milch und 10 schnitzel und brötchen essen könnte. und andere haben gar nix.

planeten? auf zum mars! den könnte man theoretisch mit entsprechender landwirtschaft zu einem bewohnbaren planeten machen.
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michikopka.de
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Braunviehzucht mit Herz und Verstand


« Antwort #10 am: 08.08.09, 17:04 »

Schon die Überschrift zur Aktion ist falsch! "Die Milchbauern helfen sich selbst" Es ist doch ganz offensichtlich, dass wenn die Politik nicht mitspielt die Aktion ins Leere läuft. So eine Aktion steht und fällt mit der Saldierungsmöglichkeit. Diese wird, so haben es die maßgeblichen Stellen verkündet, in diesem Milchwirtschaftsjahr nicht mehr verändert. Punkt Basta.

Angenommen, ein Betrieb legt 10 % seiner Quote still, was macht er mit den dann überzähligen Kühen? Abschlachten, oder an Gut Aiderbichel verkaufen? 

Irgendwie ein Schuss ins Sommerloch
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Versuche nie einen Menschen so zu formen wie du es bist, denn du solltest wissen , daß einer von deiner Sorte reicht
ElliMaus
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« Antwort #11 am: 08.08.09, 17:16 »

Hallo, ich stell euch das Programm vor:
 
Freiwillig verpflichtende Mengenstilllegung im Milchwirtschaftsjahr 2009/2010 gegen Vergütung

Ich bin bereit, im Milchwirtschaftsjahr 2009/2010 verbindlich auf die Belieferung von _____% meiner Referenzmenge zu verzichten, wenn folgende Voraussetzungen bis um 30.September 2009 erfüllt sind:

Durch die Politik:
1. Verbindliche Zusage der Politik bis zum 30. September 2009, für alle Milcherzeuger einen Rechtsrahmen zu schaffen, um auf Vertragsbasis nicht belieferte Mengen in die Reserve legen zu können
2. Wirksame Einschränkung aller Saldierungsmöglichkeiten auf max. 2% der einzelbetrieblichen Referenzmenge

Durch die Molkereien:
Verbindliche Zusage der Molkereien bis zum 30. September 2009, den am Programm teilnehmenden Milcherzeugern je % nichtgelieferter Menge eine Vergütung in Höhe von 0,2 Cent auf die gelieferte Menge (Milchmarktstaffel) zu bezahlen. Der Preisausgleich ist auf 10% der einzelbetrieblichen Quote beschränkt und mit dem Milchgeld auszubezahlen.

Die Mitteilung der Namen der am Programm teilnehmenden Milcherzeuger an die jeweiligen Molkereien erfolgt erst nach verbilndlichem Inkrafttreten der Vereinbarung.

Die detallierte Umsetzung dieses Konzepts ist von den Beteiligten umgehend auszuarbeiten.

Sollte bis zum 30. September 2009 eine der o.g. Parteien ihr Mitwirken nicht verbindlich zusagen, ist meine Absichtserklärung mit dem Stichtag automatisch hinfällig.

Voraussichtlich stillgelegte Milchmenge 2009/10 in unserem Betrieb:_________kg


Gruß  Martina  -  die da bestimmt mitmacht  Smiley
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Arbeite um zu leben und lebe nicht um zu Arbeiten!
fanni
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« Antwort #12 am: 08.08.09, 17:24 »

Hallo Elli.........

ich wohne hier in einer BDM-Hochburg und wir selber "waren" auch dabei fest von Anfang an...........nun, wir sind immer noch dabei, da unsere ganze Mo-Genossenschaft Mitglied ist, aber was solls, ist auch o.k............nun, wir haben heute Bauern-Grillfest und da werd ich mal schaun, wer von meinen Nachbarn bereit ist mitzumachen.........ich sags mal so.......wir machen auch mit.........aber erst NACHDEM alle anderen hier ihre Nachweise gebracht haben Wink und dies irgendwie nachweislich zu Papier gebracht haben........ich glaub denen nämlich nix mehr

Ich bin ein gebranntes Kind und wir haben uns im Milchwirtschaftsjahr 2007/2008 "brav" an unsere Quote gehalten........andere nicht (auch in der BDM-Vorstandschaft) und denen lass ich jetzt mal aber sowas von gerne den Vortritt.

Das ist jetzt sehr emotional, ich weiß, aber ich kann da auch nicht drüber Cool......da bin ich immer noch sauer.

außerdem: ich liefere das ab, was unser Höfli grad hergibt an Futter. Was sich gut uns sparsam erwirtschaften läßt. Cool
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Herzliche Grüße von Fanni
iMichi
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« Antwort #13 am: 08.08.09, 17:41 »

das ist mal auf den punkt gebracht.
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michikopka.de
fanni
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« Antwort #14 am: 09.08.09, 08:27 »

also ich bin wieder daheim vom Grillfest Cool

keiner will weniger abliefern.....alle bauen und machen und tun....... Cool
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Herzliche Grüße von Fanni
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