Karin,
die Betriebe haben sich ja nicht ohne Grund spezialisiert.
Die
Familien werden immer kleiner 
die Arbeitskräfte auf dem Hof werden immer weniger, bzw. sie kosten viel Geld, wenn man sie von außen holen und bezahlen muss.
Also hat man sich spezialisiert, dass man rentabler, bzw. mit weniger Arbeitsaufwand arbeiten kann. Das war ja auch richtig so. Viele Milchbetriebe haben außerdem noch Getreide. Aber schau' doch mal den aktuellen Weizenpreis an.
Das ist ein Preis- und Werteverfall. Auch die Lohnspirale dreht sich nach unten. D.h. der Verbraucher muss schauen, wie er billig kaufen kann. Gestern ist mir eine Schlagzeile in der Bildzeitung in die Augen gefallen: Löhne von 1,50 Euro

und auch sonst "Hungerlöhne" von unter 5,- Euro.
Solange
"Vater Staat" der Steuerzahler noch drauflegen kann, geht es ja noch. Aber was ist, wenn der Staat das nicht mehr leisten kann? Au weia!
Ich denke oft, dass es vielleicht wirklich besser ist, sich wie vor 25/30 Jahren aufzustellen, zwei Schweine, eine Handvoll Kühe (vielleicht), ein bisschen Kartoffeln, ein bisschen Weizen. Mit Roggen oder Ursorten wie Dinkel soll es ja noch schwieriger sein, wenn ich richtig informiert bin.
Aber das geht schon regelerecht in Richtung Selbstversorgung. Glücklich, wer auf dem Lande lebt, und wer einen großen Garten hat...
Aber was machen die vielen Bauern, die aufgestockt haben, und die jetzt in der Schuldenfalle sitzen? Hier im Osten sind sie schon am lauern, ob nicht der eine oder andere "geschluckt" werden kann. Denn Flächen bekommt man in Meck-Pomm kaum noch. Allerdings zahlen die hier auch schon enorme Pachtpreise, und das bei unseren leichten Böden...
Das sieht alles nicht gut aus.
Ich denke, man sollte sich bemühen, dass man von seinen Schulden runter kommt, bzw. dass man jetzt keine macht,
...und dass man dann notfalls in mehrere Richtungen gehen kann, sobald absehbar wird, in welche Richtung. Im Moment weiß das wohl keiner. Notfalls geht es halt in Richtung Selbstversorger.
Aber denkt mal an die vielen "hungrigen Mäuler" in den Städten. Was wird mit denen...

So was ist Zündstoff in einer Gesellschaft.
Außerdem steigt die kleine Gruppe der Superrerichen wohl immer höher. Wer weiß, was die machen. Denn die haben ja jetzt schon mehr Macht, als den Politikern (Gestaltern und Verwaltern im Auftrage des Volkes/Wählers) lieb ist. Und dieser Trend wird sich sicher nicht so schnell umkehren, im Gegenteil.
Heikos Beispiel geht ja genau in die andere Richtung.
Im Grunde weiß wohl niemand, wo es lang geht.
...und dreisig 400-Euro-Kräfte fahren (vormittags?) die Milch aus. Klar, dass man heute keinen mehr fest halbttags fest anstellt. Zu teuer, und man ist zu "gebunden"...