Biobauer
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« am: 01.07.09, 19:26 » |
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Hallo, wurde zwar schon mal vor jahren diskutiert, aber nun hat sich doch wieder einiges geändert, daher wieder mal das ganze. Ich hab mal heute für mich bissl hin und her gerechnet, es ist wirklich so, das ich , trotz mini maschinenpark nicht gegen die lohnerpreise ankann. auslastung wäre zwar bei mir schon gegeben, aber trotzdem, die festkosten sidn einfach zu hoch. woanders wird ja eben auch schon mit preisen und erträgen jongliert, habt ihr euch sowas auch schon mal durch den kopf gehn lassen . sicherlich habs ich bissl einfacher als bio. aber es gibt ja auch gute dienstleister für konvis, die zeit und fachgerecht arbeiten. servus
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Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962
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martina
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Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben
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« Antwort #1 am: 01.07.09, 19:35 » |
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Hallo Bio,
welche Arbeiten würdest Du denn vergeben wollen? Nur spezielle, oder gleich die ganz Aussenwirtschaft?
Wir lassen Mais legen und häckseln, Silageballen wickeln (eigene Presse vorhanden) und Zuckerrüben roden.
Dafür geht aber die Rundballenpresse im Lohn für andere und der Drescher auch.
Also von allem was und viel über den Maschinenring.
Pflanzenschutz ist uns zu wichtig zur Vergabe, da mein Mann den ganzen Betrieb pfluglos bewirtschaftet und etwas andere Spritzfolgen fährt. Der eigene Mähdrescher ist uns auch wichtig, weil wir keine Trocknung haben und viel einlagern, möchten wir dann dreschen, wenn das Wetter paßt und nicht, wann der LU Zeit für uns hat.
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Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.
Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage! Martina
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Paula73
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« Antwort #2 am: 01.07.09, 19:58 » |
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Lohnunternehmen sind hier in der Region, vermutlich überall im Osten, nicht so stark vertreten wie in den westl. Bundesländern. Wir haben uns mit 2 größeren Betrieben zusammen getan. Mit dem einen teilen wir uns die Arbeiten zum silieren ( sie mähen bei uns, wir fahren bei ihnen mit zusammen) und einen Betrieb für den Feldbau. Wir stellen in Spitzenzeiten (Aussaat, Ernte) AK und nutzen dafür ihre Technik mit. So fährt unser Angestellter auf dem Betrieb den Mähdrescher mit dem dafür unsere Flächen (ca. 100 ha Druschfläche) mit geerntet werden. Am Jahresende wird abgerechnet, meist hebt es sich gegenseitig weites gehend auf. Mais häckseln, Pflanzenschutz und Rüben sähen/ernten erledigt der Lohnunternehmer.
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Ingrid2
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« Antwort #3 am: 01.07.09, 20:27 » |
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Wir haben schon vor Jahren den Pflanzenschutz "ausgelagert". Das macht für uns ein anderer Landwirt im Lohn. Da wir selbst schlachten und auch auf den Wochenmarkt gehen, sind wir terminlich auf dem Betrieb sehr stark gebunden. Für meinem Mann war es immer sehr schwierig, den Pflanzenschutz termingerecht zu erledigen. Das funktioniert jetzt sehr gut. Nebenbei würde sich für uns eine eingene Pflanzenschutzspritze überhaupt nicht rechnen. Mit gut 40 ha sind wir dafür viel zu klein. Außerdem haben wir auch den Mähdrusch vergeben.
In unserer Betriebsgröße sind neue Maschinen sicher nicht sinnvoll.
Ingrid
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Biobauer
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« Antwort #4 am: 02.07.09, 10:28 » |
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ich stell mir das so vor, man sucht sich nen lohner, mit dem man abspricht was zu tun ist, und er erledeigt dann auf meine anordnungen hin die ganze sache. man muss dann natürlich auch so konsequent sein und sein graffel verkaufen. also am papier verdien ich so wesentlich mehr, ich denke vielen ist gar nicht bewusst wieviel geld sie mit festkosten udn lohnkosten verbraten. servus
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Biobauer
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« Antwort #5 am: 02.07.09, 13:06 » |
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ja , hab ich , hat zwar mit lw in erster linie nix zu tun ,aber meine gattin hat da ne nette nische gefunden,die ausbaufähig ist. servus
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Sonnenblume2
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« Antwort #6 am: 02.07.09, 13:25 » |
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ich stell mir das so vor, man sucht sich nen lohner, mit dem man abspricht was zu tun ist, und er erledeigt dann auf meine anordnungen hin die ganze sache. und dieser "Lohner" hat dann NUR DICH als Auftragbeber? und braucht natürlich zur optimalen Zeit und Wetterbedingung NUR DEINE Aufträge erledigen? Ich denke man muss halt etwas abwägen, welche Maschinen sich rentieren und bei welchen es besser ist, man vergiebt die Arbeit oder man kann Maschinen ausleihen. Wir lassen Mais legen und häckseln, Silageballen wickeln (eigene Presse vorhanden) . Dafür geht aber die Rundballenpresse im Lohn für andere.
Also von allem was und viel über den Maschinenring.
so machen wir es auch und Miststreuer wird ausgeborgt, Spritze ist eine Gemeinschaftsmaschine mit 9 Bauern, zum Dreschen kommt Lohnunternehmer, .... Gruß Sonnenblume
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Paula73
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« Antwort #7 am: 02.07.09, 14:59 » |
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und dieser "Lohner" hat dann NUR DICH als Auftragbeber? und braucht natürlich zur optimalen Zeit und Wetterbedingung NUR DEINE Aufträge erledigen?
Die Fläche für die wir früher mit eigenem, kleine Mähdrescher 3 Tage gebraucht haben holt der Große jetzt an 1 Tag runter. Von daher können die "optimalen Bedingungen" auch besser genutzt werden. Wichtig ist aber auf alle Fälle das die Technik zuverlässig ist. Ein Bekannter hat über Jahre vom Lohnunternehmen das Gras häckseln lassen, es gab keinen Schnitt wo der Häcksler nicht mind. 1 mal kaputt war, jetzt fahren sie mit Silierwagen selbst.
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Sonnenblume2
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« Antwort #8 am: 03.07.09, 09:13 » |
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und dieser "Lohner" hat dann NUR DICH als Auftragbeber? und braucht natürlich zur optimalen Zeit und Wetterbedingung NUR DEINE Aufträge erledigen?
Die Fläche für die wir früher mit eigenem, kleine Mähdrescher 3 Tage gebraucht haben holt der Große jetzt an 1 Tag runter. Von daher können die "optimalen Bedingungen" auch besser genutzt werden. Wichtig ist aber auf alle Fälle das die Technik zuverlässig ist. Hallo Paula73, beim Dreschen seh ich es auch so wie du, das macht bei uns auch ein Lohnunternehmer (dieser Lohnunternehmer ist aber NUR für´s Dreschen spezialisiert) Ich habe aber die Anfrage so aufgefasst, dass man zu einem "Lohner" geht und dieser ALLE Arbeiten z.B.: vom Bestellen des Feldes im Frühling bis zum Winteranbau macht. (ackern, grubbern, anbauen, spritzen, düngen, dreschen, ...) Und ob man da immer zu den optimalen Bedingungen jemanden (Lohner) findet, der die Arbeiten erledigt ich denke, wenn das Wetter nicht so optimal ist, schaut jeder, dass er selber mit seinen Arbeiten fertig wird und da noch jemanden finden, der einem die eigenen Arbeiten erledigt 
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Mathilde
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« Antwort #9 am: 03.07.09, 10:56 » |
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Hallo, und komischer Weise "kauft"  unser Lohnunternehmer einen Betrieb nach dem anderen .................. LG Mathilde
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regi
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Jeder sieht ein Stückchen Welt - gemeinsam sehen wir die ganze!
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« Antwort #10 am: 03.07.09, 20:49 » |
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Und ob man da immer zu den optimalen Bedingungen jemanden (Lohner) findet, der die Arbeiten erledigt ich denke, wenn das Wetter nicht so optimal ist, schaut jeder, dass er selber mit seinen Arbeiten fertig wird und da noch jemanden finden, der einem die eigenen Arbeiten erledigt  Bei uns gibt es sehr viele LU, für fast alle Arbeiten. Da kann sich keiner leisten, zuerst für sich selbst zu schauen und erst nachher die Kunden zu bedienen, im Gegenteil! Ich bin froh, dass wir kein LU sind, sonst wären wir immer diejenigen, die zuletzt dran kommen. Wir lassen viele Arbeiten von LU machen: Ballen pressen und wickeln, dreschen, grubbern-säen (Säkombination). Dh. wir haben keine Mähdrescher, Presse, Wickler, Sämaschine, Spritze (Biobetrieb, wir spritzen nicht mehr). Dafür sind wir top eingerichtet zum Gülle führen, weil es für Bioetrieb wichtig ist, dass immer zum besten Zeitpunkt Gülle gefahren werden kann: Schleppschlauch, Rollovitesse, Güllenfass, wir güllen immer mit einem Kollegen zusammen
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Tschüss zäme regi
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Biobauer
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« Antwort #11 am: 04.07.09, 19:52 » |
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Hallo, ich hab ja jahrelang 300 ha im lohn dreschen lassen , es war immer ein drescher da , wenn ich wollte, zur not auch mal zwei. bloss dann muss man halt auch mal bissl planen und ned vormittag um zehn noch nes wissen was man um zwei machen will. beszüglich der arbeitserledigung hätte ich null bedenken , den lohner den ich zb im auge hätte fährt seine technik auch mal im dreischichtbetrieb wenns sein muss, da sind zb beim drillen selbst in bayern 60 , 70 ha am tag kein problem. mir tuts einfach in der seele weh, wenn ich meinen maschinebestand so anguck, der bestimmt den wert von zwei netten häusern hat udn der steht 90% der zeit im jahr rum. und nun bin ich aber für bayern noch nen recht grosser betrieb. deswegen hab ich mit meinen jammerden milchkollegen auch recht wenig mitleid, weil die da oft noch wesentlich besser ausgestattet sind für nen paar ha. servus
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Starbuck
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Pflugbegleiter!
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« Antwort #12 am: 04.07.09, 23:19 » |
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Ich überlege gerade, wann wir die letzte "Neumaschine" gekauft haben- ist wirklich lang her! Wir lassen säen, Mais legen, Gras mähen+schwaden+häckseln (das sind aber dann 3 verschiedene LU!), den Getreidedrusch und die Silomaisernte. Selber machen wir noch: Wiesenpflege, Bodenbearbeitung, güllen, düngen, Pflanzenschutz- wobei ich hier mit 24ha Acker trotz überbetrieblicher Spritze nicht mehr gegen den LU ankomme. Der hat seit dieser Saison einen Selbstfahrer und spritzt auf 36m, ca 10 min für ein ha! (bei uns:60-90min.) Aber es stimmt auch: Die LU sind die Fürsten der Zukunft! Sie kaufen sich bei uns in Biogasanlagen ein, machen sehr viel über Bewirtschaftungsverträge und sammeln ha. Was ich geniesse: mit unserem wichtigsten LU verstehe ich mich supergut, ich bekomme meine Siliertermine, zur Not auch von jetzt auf gleich- und er vergisst fast keine Wiesen mehr  lg, Heiko
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Unser Leitbild: Dem Leben zugewandt! Dem LiebeLeben, GlaubenLeben, FamilieLeben, LandLeben, BauernhofLeben!
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz
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« Antwort #13 am: 05.07.09, 08:59 » |
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Hallo Starbruck, Neumaschinen gab es bei uns auch schon länger nicht mehr. Aber dennoch gehen wir den umgekehrten Weg und lagern Teile der Aussenbewirtschaftung wieder ein. Bei langanhaltendem schönen Wetter ist die Vergabe der Arbeit absolut kein Problem, aber bei so einem Wetter wie heuer  Ausserdem haben wir festgestellt, besonders in Zeiten, wo der Milch- und Getreidepreis im ständigen Fallen ist, dass das Selbermachen nicht so ganz schlecht ist. Wer mit einem Nebenjob, mit einem anderen Standbein mehr verdient, kann da natürlich ganz anders rechnen. Herzl. Grüsse maria
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geli.G
Landkreis BGL Obb.
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« Antwort #14 am: 05.07.09, 13:00 » |
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Neumaschinen gab es bei uns auch schon länger nicht mehr.
...bei uns gibt es schon Neumaschinen, aber die kaufen wir mit unseren Nachbarn zusammen. Kaum eine Maschine auf dem Hof gehört uns ganz alleine. Das haben sogar mein SV und seine Schwester (Nachbarn) schon so gemacht. Wir finden es ein Unding, dass man mit unserer Betriebsgröße neue Maschinen stehen hat, die fast nur rumstehen. Wir hatten auch noch nie einen neuen Schlepper....für uns gibt es wichtigeres..... 
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Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. Viele Grüße von Geli
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