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Autor Thema: Ab wann darf man von Kindern erwarten, dass sie sich um ihre Tiere kümmern?  (Gelesen 1287 mal)
Mathilde
Gast
« Antwort #15 am: 20.06.09, 13:37 »

Hallo,

ich habe mir jetzt alle Beiträge durchgelesen und will auch noch meinen Senf dazu geben.
Ich glaube tatsächlich dass das Desinteresse daher kommt weil die Pferde auf dem Hof stehen und ausser uns Müttern oder Vätern keine/kein Freund/in da ist die unsere Kinder anspornt.
In dem Alter ist doch die Gemeinschaft das wichtigste und nicht nur der "große Sport".
Ich jedenfalls habe mir schon im "zarten" Alter von 18 Jahren geschworen dass ich nie eines meiner Kinder dazu treibe mit dem Pferd an Turnieren teilzunehmen denn da habe ich auf einem Turnier einen 14-jährigen Jungen weinend auf dem Pferd im M Parcour gesehen. Der Bereiter hat das Pferd in die Halle geführt und dann klatsch und Tür zu.  Angry
Da lieber mit Pferd und Pony ins Gelände juckeln und dem Kind die Angst nehmen und die Freude vermitteln.
Unsere Tochter macht fast jeden Abend den Pferdestall alleine und das seit 2 Jahren (sie ist jetzt 15) und es sind mehr wie 2 Pferde aber reiten ohne Schubs meinerseits - Fehlanzeige  Sad
Aber ich werde den Hund nicht zum Jagen tragen. Wenn ich meine Reitsachen anziehe und mit Sattel loslaufe und anfange zu putzen steht auf einmal jemand hinter mir mit Sattel überm Arm  Cheesy Wink

LG Mathilde
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mali
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« Antwort #16 am: 20.06.09, 14:37 »

Schade,ein paar von Euch haben das leider falsch interpretiert.. Undecided

1. will ich sie nicht zu Dingen zwingen,die sie nicht möchte,ganz sicher nicht!!Sie soll nur reiten,wenn sie es auhc wirklcih möchte!

2. sie ist mit dem bißchen,was sie machen soll,sicher nciht überfordert.Ich habe ja geschrieben,die Pferde sind mein Ding und ich kümmere mich um alle Pferde,was mir auch nicht schwer fällt.Aber etwas kümmern muß drin sein!

3.niemals käme ich auf die Idee,mein Kind hier schon mit der vollen Verpflichtung  die ein Pferd mit sich bringt allein zu lassen!
Aber cih denke auch,es ist nciht zuviel verlangt,mal eben einen Wasserschlauch in den Bottich zu halten oder das Pferd mal alle paar Tage durchzuputzen!Was sie nciht schaffen kann,nehme ich ihr sowieso ab!!Keinesfalls ist sie an das Pferd "gefesselt" und muß irgendwelche Sklavendienste verrichten!!!

4.Dieses Pferd "teilen" wir uns.Ich würde ihn nciht zwangsläufig wegtun,wenn sie nciht reiten will,da ich ihn auch mitnutze.Aber er ist eben nciht "mein Pferd" (vom Herz her) und ehrlcih gesagt--wenn man alles behalten will,was die Kinder sich jemals gewünscht haben...oje,oje...was hätten wir dann alles auf dem Hof!!! Tongue

5.Ja,leider ist es Einzelunterricht und wir finden keinen in der Nähe,der mitreiten will/kann.NAtürlcih-ich würd sie auhc wieder irgendwo zur HAlle fahren oder so,wo gleichaltrige sind.Aber meist lohnt sich für mcih keine Rückfahrt,so daß ich da warten muß(wieviele Bücher habe cih schon im Auto gelesen,damit sie ihre Ruhe hat!!).
Und leider bleibt ihr Pferd nciht alleine,so daß mind. immer ein zweiter mitmuß und so bin es meist ich....glaubt nciht,daß mir das paßt,selber gehe ich viel lieber ins Gelände!!
Der einzige Stall in der Nähe,wo wirklcih guter Kinderunterricht geboten wird,fördert a) nur die eigene Tochter richtig und b) wollen sie nur die Schulpferde geritten haben.Die wollen kein Privatpferde dabei.

6. packt sie auhc ihre Schultasche alleine und denkt sebstständig ans Sportzeug-da kann man doch erwarten,daß die Reitsachen beim Reiten auch dazugehören!

7. finde cih es schon wichtig,daß ein Kind eine bestimmte Verantwortung/Aufgabe hat,die immer wieder gemacht werden muß (natürlich mache ich es selbst,wenn die Freizteit anders verplant ist).Das kann vom Tischabräumen über Zimmer putzen  oder Schmutzwäsche runterbringen alles sein)


Außerdem liegen wir relativ weit außerhalb und in der Nachbarschaft gibt es keine gleichaltrigen Kinder.Ich mache und tue und fahre so manchen Kilometer für und mit meinen Kindern,das tu ich auch gerne.Wußte man ja vorher,daß das so kommt  ;DLeider kommmen wir mit ihrer besten Freundin auch nicht weiter,was gemiensames Reiten angeht....das ist wirklcih schade.

Ich würde mir nur einfach etwas mehr Entgegenkommen von ihr wünschen.....aber wenn man das noch nicht erwarten kann,dann vielleicht später.
Und wenn sie mit 15 nciht mehr reiten will,dann soll sie es lassen!ich erwarte ja nciht von ihr,daß sie meinen Traum lebt!!Ich zwinge sie nciht dazu!!Und ich habe habe auch keine Messlatte gelegt!!!Weder hoch noch tief!!

Turniere??
Also ich für meinen Teil gar nicht,sag ja,daß ich ehr auf die Kaltblüter stehe.Aber die RL hat gesagt,meine Tochter solle ruhig mal an einem Reiterwettbewerb teilnehmen und in den Ferien will sie ein Abzeichen machen....wenn sie Spaß dran hat,dann machen wir auch das...

Aber eigentlích ging es darum ja auch gar nicht,als diese Diskussion eröffnet wurde...










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Gruß Mali
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Stadtkind
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« Antwort #17 am: 20.06.09, 17:16 »

Hallo,

mir scheint Deiner Tochter fehlt wirklich die Gemeinschaft mit Gleichaltrigen. Es liegt nicht am Pferd und den Aufgaben, die sie evt. nicht schaffen kann, aber eben daran, dass es doof ist mit Mutti zum Reiten zu gehen und nie mal alleine was zu können und zu erleben. Auch das Quasseln mit Freundinnen ist eben anderes als, wenn der Anstands-Wau-Wau (also Mutti) dabei ist.

Vielleicht reduziert ihr das Reiten auf gemeinsame Ausritte im Gelände (wenn sie schon so gut ist) und sucht sich zusätzlich noch ein Hobby, dass ihre Freundinnen in der Schule auch "cool" finden und sie Anschluß hat.

Mir geht es heute noch immer so mit dem Spülen, für mich alleine zu Hause spülen - ich hasse es, aber wenn wir zusammen in einer größeren Gruppe (Gemeinschaftsküche auf Zeltlager oder so) spülen, dann macht es plötzlich Spaß, weil man quatschen kann und der nette Junge einem das Handtuch gegeben hat oder den schweren Topf getragen hat.... und schwupps macht es total Spaß. Und ähnliches kann ich mir auch beim Pferd sauber machen vorstellen, z.B. Reitstunde beginnt um 5 und Deine Tochter sieht im Stall, dass alles um 4 da sind und Pferde füttern, Stall sauber machen und Pferd bürsten.... und plötzlich ist es normal und man macht es halt, und zwar nicht, weil Mama nörgelt, sondern weil es gemacht werden muss und man den anderen Mädchen noch vor der Reitstunde das eine oder andere "Geheimnis" anvertrauen kann.

Ich empfinde heute, als Erwachsener, die Zeit, die ich mit meinen Hobbies verbringe auch ganz wichtig um mal Partner-/ Familen-freie Zeit zu haben und nur ich zu sein und nicht nur immer aber "du musst",....

Ja, Konsequenz ist schon wichtig, aber einigen von uns würde es doch im umgekehrten Fall ähnlich gehen. Wer will schon in einen Reitstall gehen, wo nur 12-jährige Mädchen rumhüpfen und kichern, die Schulpferde lahme Gäule sind und sonst nix los ist, außer dem ewigen Geschwärme wie toll der Reitlehrer ist. Also, ohne Anschluss (meist an Gleichaltrige) würden wir doch auch nicht hingehen! Und zwar, weil wir keinen richtigen Ansprechpartner hätten, aber auch vom Level her, wenn alle super reiten, ist es für einen Anfänger nur frustrierend und von so netten Kleinigkeiten, wie der Fahrgemeinschaft, die dann nicht zustande kommt (ist doch nett abgeholt zu werden und vorher mit einer Freundin zu quatschen).

Ciao
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mali
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« Antwort #18 am: 21.06.09, 10:17 »

Habe gestern erfahren,daß ein benachbarter Reitbetrieb neu verpachtet werden soll.Vielleicht gibt es da ja dann die Möglichkeit,neu mit "einzusteigen"...

Stadtkind:ja,wir gehen gerne ins Gelände,ich nehme ihren dann zwar meist ncoh an den Strick (mentale Sicherheit!!) aber das geht gut.Vielleicht würde ihr das sogar reichen ins Gelände zu gehen,aber ich denke ein gewisser Grundstein sollte schon gelegt sein mit Unterricht...

MAl schauen,wie sich das weiterentwickelt!

Mali
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Gruß Mali
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« Antwort #19 am: 21.06.09, 18:38 »

Ich kann Dir nur sagen wie es bei uns läuft. Jedes Kind hat seine Aufgaben mit den Tieren, ich muss da auch noch kontrollieren und sagen hast Du daran gedacht..... Wenn unsere Reiten wollen, wird auch zuerst gestriegelt, beim Satteln muss ich den Jüngeren noch helfen, so von wegen Höhe und so.


Es sind ja wirklich nicht alle Menschen gleich, es gibt solche die gehen nicht am Pferd vorbei ohne es zu streicheln und andern ist das egal. Ich musste  lernen dass man nicht von sich auf die Jungmannschaft übertragen kann.
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« Antwort #20 am: 21.06.09, 19:24 »

Also meine beiden Mädels sind jetzt 13 und 16, die Jüngere reitet wirklich gut und auch gern - aber mit den Pferden "tüteln", also Mähne einflechten und so Mätzchen, das macht sie nur wenn sie Besuch von gleichaltrigen Freundinnen hat. Wenn sie reitet, dann putzt sie natürlich vorher - aber einfach so mal zwischendurch putzen oder selbständig Sattelzeug richten, das macht sie nicht. Sie hat auch kein Problem damit, einfach mal ne Woche nicht zu reiten, das Leben ist für sie auch so spannend genug.

Ich denk einfach, die meisten Kinder sind in diesem Alter nicht reif genug, die Disziplin wirklich aufzubringen. Es gibt bestimmt Ausnahmen, meine Kinder gehören sicher nicht dazu. Allerdings finde ich persönlich das auch nicht tragisch, es sind doch Kinder, die sollen doch das Leben noch ausprobieren.

Mali: Wenn deine Tochter tatsächlich mal ein Jahr mit Reitunterricht aussetzt, geht ihr da was ab? Sie verpasst doch nichts. Und dir selbst liegt ja offensichtlich auch nicht sooo viel dran. Entspann dich doch.

Ingrid
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Beppa
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« Antwort #21 am: 22.06.09, 07:06 »

Hallo Mali !

Mit 11jahren haben viele Kids noch nicht so unbedingt ein Gefühl für Zeit. Und somit gehen die Tage vorrüber ohne das sie sich etwas dabei denken. Es gibt natürlich Ausnahmen, aber nach meiner Erfahrung ist es bei den meisten Kids so.

Dann hast du geschrieben, dass sie ihre Hausaufgaben etc. selber macht. Wie habt ihr das am Anfang gehändelt ? Hast du sie auch immer "angeschubst" ? Wenn Kinder etwas regelmäßig tun, dann wird es irgendwann zur Selbstverständlichkeit und ein wichtiger Punkt im Tagesablauf.

Vielleicht solltet ihr mit 1 Aufgabe pro Tag beginnen. Z.B. Füttern. Jeden Tag um 15 Uhr (!!!) soll sie das Pferd füttern. Wichtig ist dabei aber eine Zeit zu wählen, wo sie wirklich fast immer Zeit hat. Wenn das klappt dann kommt eben die nächste Aufgabe dazu. Und erst dann die nächste.
Wichtig wäre auch, dass immer jemand mit im Stall ist wenn sie füttert. Derjenige kann ja seinen eigenen Kram machen, aber sie ist eben nicht ganz alleine.

Und ganz provokant gesagt, kann ich von einem Kind erst etwas erwarten, wenn ich es ihm beigebracht habe.
« Letzte Änderung: 22.06.09, 11:30 von Beppa » Gespeichert
Mathilde
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« Antwort #22 am: 22.06.09, 07:29 »

Hallo,

ja Beppa, genauso handhaben wir das auch (noch). Wenn ich in den Kuhstall gehe dann sage ich auch zu unserer Tochter: Komm wir gehen in den Stall - Du zu den Pferden ich zu den Kühen - aber manchmal ist Sie auch schneller als ich   Wink
Vor ein paar Tagen ist unser Hauskaninchen verendet und unserer Tochter war das so zur Gewohnheit geworden dass sie gestern sagte: ich guck immer nach Muckl ob der noch Wasser hat und morgens bevor ich runter komme will ich Ihn immernoch füttern.
Aber das habe ich am Anfang vor 6 Jahren täglich kontrolliert (da war Sie 9) und auch bis vor kurzem noch immer mal wieder. Gehe schließlich nicht jeden Tag in den oberen Stock .....das Chaos sollen die Kinder ruhig selber beseitigen  Roll Eyes

LG Mathilde
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Corina
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« Antwort #23 am: 22.06.09, 19:37 »

Hallo,
Wie wäre es wenn sie den Unterricht in der Reitschule auf einem Schulpferd hätte und zuhause mit dir ins Gelände geht?
Du hättest den Streß nicht mit Pferde richten und bringen und sie hätte vielleicht Spaß mit anderen Mädels gemeinsam im Unterricht.
Würd ich echt mal probieren! wenn sie dort Freundschaften schließt und erzählen kann, was sie mit ihrem eigenen Pferd alles macht, ist das vielleicht ein Ansporn für sie. Und reiterlich bringt es auch viel nicht immer nur mit dem gleichen pferd zu reiten.
lg
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