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Autor Thema: Kommt die Molkereiquote?  (Gelesen 938 mal)
reserl
Niederbayern
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Beiträge: 7016



« am: 05.06.09, 16:52 »


Gerade gelesen:

Molkereien müssen das Angebot regeln

Der Abteilungsleiter Tierische Erzeugung in der EU-Kommission, Hermann Versteijlen betonte dass die Milchverarbeiter zu einem System kommen müssten, wo sie jährlich in Form von Kontrakten nur noch so viel Milch akzeptieren, wie sie auch absetzen können.

Wird dann eine "Molkereiquote" die jetzige Milchquotenregelung ersetzen?
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lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
Mucki
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Beiträge: 2797


Leben und leben lassen


« Antwort #1 am: 05.06.09, 17:28 »

hallo,ich denk irgend was wird kommen wens 2015 die qute weg fällt ,die Molkerein müßen handekn ,was sollen die sonst mit der überschüßigen Milch machen verschenken,noch billiger hergeben wie momenten geht ja schon fast nimmer.
Also denk ich wird es wieder eien art quote gebn nur mit andern namen,und wir sind von der Molkerein noch abhängiger,obs dann besser wird ich wei nicht ,manchmal denk ich uns kann nur ein wunder helfen,aber wunder sind so selten.
LG Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
gundi
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Beiträge: 1111


Ich liebe dieses Forum!


« Antwort #2 am: 05.06.09, 17:32 »

Hallo!

Darüber wurde hier schon öfter gesprochen. Das es nicht so einfach geht, wenn die Quote fällt und die Molkereien "überschwemmt" werden.

lg gundi
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Es ist kein Herr so hoch im Land, der nicht lebt vom Bauernstand!
Mathilde
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« Antwort #3 am: 05.06.09, 17:36 »

Hallo,

wenn das kommt dann greift der Markt mit aller Macht um sich.
Die Molkereien werden dann Kontrakte mit Milchlieferanten schließen (ähnlich wie bei Futtermitteln oder Getreide)
und da werden die natürlich dahin gehen wo Sie am schnellsten und kostengünstigsten Ihre Milch bekommen und das sind dann sicherlich nicht die Kleinbetriebe wo Sie womöglich noch den Hänger abhängen und rückwärts rein müssen. Roll Eyes
Wenn ich bedenke dass die bei unserer Nachbar Agrargenossenschaft 2 mal am Tank einen ganzen Zug füllen  Shocked

LG Mathilde
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Lexie
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Beiträge: 528


« Antwort #4 am: 05.06.09, 20:31 »

und bis das soweit ist, gehören doch eh schon ein teil der betriebe den molkereien.
erst neulich sagte einer, müllermilch würden im osten schon 25.000 kühe gehören. ob´s wahr ist, weiß ich auch nicht. Wink
LG
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marikat
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Beiträge: 452

Lass mir die Träume, ich brauch sie zum Leben


« Antwort #5 am: 13.07.09, 15:00 »

Hallo,
Elite startet eine Umfrage ob für Übermilch der Spotmarktpreis gezahlt werden soll.
Unter
http://www.elite-magazin.de/index.php?option=com_poll&id=3:zweipreis-modell-soll-fuer-die-uebermilch-nur-noch-ein-spotmarktpreis-gezahlt-werden#content
einfach ein bischen nach unten scrollen,
Gruß
marikat
« Letzte Änderung: 13.07.09, 15:02 von marikat » Gespeichert
bienchen3
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Beiträge: 345


« Antwort #6 am: 13.07.09, 16:29 »

Hallo,
das wäre vielleicht momentan sowieso der bessere Preis..

Beim Milcherzeugerverband Bayern kann man nachlesen, daß der Spotmarkt-Preis Italien im April und Mai
jeweils bei 24,75 Cent lag und im Juni auf 26,29 Cent angestiegen ist. Der Preis gilt für 3,60 % Fett.

Sabine
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millimaster
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Beiträge: 83


« Antwort #7 am: 13.07.09, 17:38 »

Zitat
bienchen3  schrieb:
Hallo,
das wäre vielleicht momentan sowieso der bessere Preis..

Beim Milcherzeugerverband Bayern kann man nachlesen, daß der Spotmarkt-Preis Italien im April und Mai
jeweils bei 24,75 Cent lag und im Juni auf 26,29 Cent angestiegen ist. Der Preis gilt für 3,60 % Fett.

Beim bayerischen Milcherzeugerverband schaue ich auch immer gerne nach, wenn ich verlässliche Informationen brauche:
http://www.milcherzeugerverband-bayern.de/index.php?redid=180137

Zur Molkereiquote, was ja das eigentliche Thema ist, wird leider viel Unfug geschrieben. Dazu ein paar Gedanken:
1.) Die staatliche Quote findet nach derzeitigem Stand keine Mehrheit in der EU.
2.) Das von manchem vor allem in bayerischen Bierzelten gebrauchte Schreckgespenst "freier Markt" wird es nicht geben: Es gibt genug begrenzende Faktoren, die auch hier schon diskutiert wurden!
3.) Das Wort "Quote" wird es dann auch nicht mehr geben
4.) Trotzdem wird es irgendwelche Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeugern und Molkereien geben (müssen).
5.) Bei den Genossenschaften (bereits in Bauernhand, wie es so schön heißt) ist es doch logisch, dass man die jetzigen Lieferordnungen, Stichwort Abnahmepflicht, überdenken muss. Darüber haben die Milcherzeuger (= Eigentümer) zu entscheiden.
6.) Die Milcherzeugergemeinschaften verkaufen ihre Milch an die - in der Regel - privaten Verarbeiter
6.) Zukünftig wird bei den Preisverhandlungen nicht nur über Preis und Laufzeit, sondern auch über die Verkaufsmenge verhandelt.

Das alles ist sehr einfach dargestellt, in Wirklichkeit viel komplizierter. Es wird weder auf der genossenschaftlichen noch auf der privaten - MEG - Seite flächendeckend gleiche Lösungen zwischen Milchbauern und Verarbeitern geben. Das macht das Ganze so interessant, dass man nicht vom anderen abschauen kann, sondern sich auf seinen Vertragspartner konzentrieren muss.

Frage: Und wo ist jetzt bitte die Molkereiquote versteckt? Man sollte vielleicht lieber eine realistische Bündelung der Milchmengen in Verkaufsorganisationen mit Andienpflicht als andere - "einzig hilfreiche" - Varianten bevorzugen. Sonst geben die Milchbauern die Milch tatsächlich aus der Hand und sind nur ein "Leichtgewicht" auf dem Markt. Davor bewahre uns Gott und die Einsicht für die zielgerichtete Umsetzung des Möglichen!

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