bienchen3 schrieb:
Hallo,
das wäre vielleicht momentan sowieso der bessere Preis..
Beim Milcherzeugerverband Bayern kann man nachlesen, daß der Spotmarkt-Preis Italien im April und Mai
jeweils bei 24,75 Cent lag und im Juni auf 26,29 Cent angestiegen ist. Der Preis gilt für 3,60 % Fett.
Beim bayerischen Milcherzeugerverband schaue ich auch immer gerne nach, wenn ich verlässliche Informationen brauche:
http://www.milcherzeugerverband-bayern.de/index.php?redid=180137Zur Molkereiquote, was ja das eigentliche Thema ist, wird leider viel Unfug geschrieben. Dazu ein paar Gedanken:
1.) Die staatliche Quote findet nach derzeitigem Stand keine Mehrheit in der EU.
2.) Das von manchem vor allem in bayerischen Bierzelten gebrauchte Schreckgespenst "freier Markt" wird es nicht geben: Es gibt genug begrenzende Faktoren, die auch hier schon diskutiert wurden!
3.) Das Wort "Quote" wird es dann auch nicht mehr geben
4.) Trotzdem wird es irgendwelche Lieferbeziehungen zwischen Milcherzeugern und Molkereien geben (müssen).
5.) Bei den Genossenschaften (bereits in Bauernhand, wie es so schön heißt) ist es doch logisch, dass man die jetzigen Lieferordnungen, Stichwort Abnahmepflicht, überdenken muss. Darüber haben die Milcherzeuger (= Eigentümer) zu entscheiden.
6.) Die Milcherzeugergemeinschaften verkaufen ihre Milch an die - in der Regel - privaten Verarbeiter
6.) Zukünftig wird bei den Preisverhandlungen nicht nur über Preis und Laufzeit, sondern auch über die Verkaufsmenge verhandelt.
Das alles ist sehr einfach dargestellt, in Wirklichkeit viel komplizierter. Es wird weder auf der genossenschaftlichen noch auf der privaten - MEG - Seite flächendeckend gleiche Lösungen zwischen Milchbauern und Verarbeitern geben. Das macht das Ganze so interessant, dass man nicht vom anderen abschauen kann, sondern sich auf seinen Vertragspartner konzentrieren muss.
Frage: Und wo ist jetzt bitte die Molkereiquote versteckt? Man sollte vielleicht lieber eine realistische Bündelung der Milchmengen in Verkaufsorganisationen mit Andienpflicht als andere - "einzig hilfreiche" - Varianten bevorzugen. Sonst geben die Milchbauern die Milch tatsächlich aus der Hand und sind nur ein "Leichtgewicht" auf dem Markt. Davor bewahre uns Gott und die Einsicht für die zielgerichtete Umsetzung des Möglichen!