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Autor Thema: Wege aus der Milchpreiskrise!? II  (Gelesen 13149 mal)
reserl
Niederbayern
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« am: 03.06.09, 09:51 »

Die vorangegangene Diskussion findet ihr unter Wege aus der Milchpreiskrise!? I



Viele erhoffen sich eine Besserung durch eine Bündelung der Milcherzeuger im Milch Board.

Dazu ein Bericht von www.agrarheute.com:
Milchboard braucht 80% der Bauern

Welche Chancen räumt Ihr dem MilchBoard ein?
Wer von Euch ist schon Mitglied?
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lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
Matthias
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« Antwort #1 am: 03.06.09, 11:17 »

Warum sind es eigentlich plötzlich 80 %, letztes Jahr war noch von 50  % die Rede ?
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Bauernrebellin
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« Antwort #2 am: 03.06.09, 13:55 »

Warum sind es eigentlich plötzlich 80 %, letztes Jahr war noch von 50  % die Rede ?

http://www.sueddeutsche.de/bayern/79/470625/text/
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Internetschdrieler
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Braunviehzucht mit Herz und Verstand


« Antwort #3 am: 03.06.09, 14:51 »

Warum sind es eigentlich plötzlich 80 %, letztes Jahr war noch von 50  % die Rede ?

http://www.sueddeutsche.de/bayern/79/470625/text/
Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
Vielleicht soviel?

Zu den 80 bzw. 50 %:
80 % soll der Bündelungsgrad erreichen, dazu fehlen noch 50 %!!

Ich habe mir jetzt 2 mal im Rahmen einer Veranstaltung das MilchBoard von Bayerhof und Hörmann vorstellen lassen.
In beiden Fällen tauchten für mich mehr neue Fragen auf, als ich Antworten bekam.
Einfach zu sagen: "Das Probieren wir einfach mal, wir haben eh nichts mehr zu verlieren", ist mir zu kurz gesprungen. Dazu steht für mich (und mit dieser Meinung stehe ich bei weitem nicht allein) zu viel auf dem Spiel.
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Versuche nie einen Menschen so zu formen wie du es bist, denn du solltest wissen , daß einer von deiner Sorte reicht
Matthias
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« Antwort #4 am: 03.06.09, 15:00 »

Warum sind es eigentlich plötzlich 80 %, letztes Jahr war noch von 50  % die Rede ?

http://www.sueddeutsche.de/bayern/79/470625/text/

http://www.bdm-verband.org/userfiles/file/pdf_presse/BDM%20Presseinfo%20Kein%20Haberfeldtreiben150509.pdf
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reserl
Niederbayern
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« Antwort #5 am: 04.06.09, 18:07 »


Die Lieferanten und Eigentümer der Upländer Bauernmolkerei aus Willingen haben gestern eine flexible Mengensteuerung beschlossen, die auf der staatlichen Milchquotenregelung aufbaut.

Dazu die Meldung bei Topagrar

Könnte das ein Modell auch für andere Molkereien werden?
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Reserl


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millimaster
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« Antwort #6 am: 04.06.09, 19:56 »

Zitat
Annelie  schrieb:

Naja, jeder der die Bündelung und die Mengenregulierung will, kann dem Milkboard beitreten. Ich finde es ist ja auch irgendwie demokratisch, denn momentan wollen es scheinbar um die 30 %, ansonsten wären ja mehr Mitglied geworden. Und bitte kommt jetzt nicht wieder mit dem DBV. Bei uns im Landkreis sind vom Stellvertretenden BBV-Kreisobmann bis hin zu den meisten der BBV-Ortsobmänner und Ortsbäurinnen die Milchvieh halten, auch beim BDM, z. T. da auch im Kreisvorstand. Jeder kann dies für sich und seinen Betrieb selber entscheiden. Vielleicht ist es ganz gut, wenn der Milchpreis unten bleibt, zumindest für das Milkboard.   
Hab übrigens gestern in einem Leserbrief von einem mir bekannten Landwirt (MM) gelesen, dass 2/3 der niederländischen Bauern auch die Quote bebehalten wollen, gibts da irgendwelche Quellen? Da dürfte ja das Milk board in den Niederlanden regen Zulauf haben.


Wenn der bekannte Fleckviehzüchter und Leserbriefschreiber N.A. im MM behauptet, dass selbst bei unseren als sehr wirtschaftsliberal geltenden holländischen Kollegen mehr als zwei Drittel eine Milchmengensteuerung befürworten, verschweigt er geflissentlich, wie viele Milchbauern da befragt wurden. Wenn ich mit meinem eigenen Nachbarn einer Meinung bin, habe ich 100 Prozent Übereinstimmung. Deswegen können wir aber beide irren oder eine Minderheitsmeinung vertreten.

Außerdem: N.A. hat von Milchmengensteuerung gesprochen, Du, Annelie, machst daraus die Quote. Da wird derzeit viel in einen Topf geworfen, was nicht in einen Topf gehört und zu Irritationen führt.  Oder anders ausgedrückt: Deswegen scheinen plötzlich viele Milchbauern so einig zu sein, weil sie ähnliches fordern, aber eben nicht das Gleiche.

Auf das Milch Board in den Niederlanden hat das übrigens alles keine Auswirkung, denn dort gibt es kein Marktstrukturgesetz und somit auch kein Milch Board. Und bei zwei genossenschaftlichen Großmolkereien "in Bauernhand": Was wollen die Holländer  da mit einem eigenen Milch Board?
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Andreas
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I mog Di !


« Antwort #7 am: 04.06.09, 21:49 »

Hallo Annelie,
ist nicht euer 2. Kreisobmann der Vorsitzende der Irschenberger Gruppe?

Verschickt: Mi., 3. Jun. 2009, 22:17
Thema: Demo-Rücktritt Herrn Sonnleitner

Die Irschenberg Gruppe ist ein Zusammenschluss von gewählten Vertretern des BBV, die seit Juli 2007 der BBV Verbandsspitze die Probleme der Basis näher bringen wollte.
Die Politik, die Herr Sonnleitner in den letzten Jahren betreibt, können wir nicht mehr mittragen. Es reicht!!!!
Was Herr Sonnleitner jetzt von sich gibt, ist eindeutig gegen die Mehrheitsmeinung der Bauern und vor allem gegen die Milchbäuerinnen, die sich in Berlin den A… für uns abgefroren haben.



"Es ist 5 nach zwölf - Herr Sonnleitner  -  treten Sie zurück"



Unter diesem Motto wird die Irschenberg Gruppe am

Mittwoch den 10 Juni um 5 nach 12 Uhr

an der Geschäftsstelle des Bayerischen Bauernverbandes in der Max-Josef Straße 9 in München

eine Demonstration durchführen.

Jeder der findet, dass uns Bauern Herr Sonnleitner mehr schadet als nützt und er deshalb zurücktreten muss, sollte an dieser Demo teilnehmen.

Jede Bauernfamilie, die mit Herrn Sonnleitners Kurs nicht einverstanden ist, soll dies mit ihrer Anwesenheit zeigen.

Wir bitten euch, diesen Termin weiterzusagen und weiterzuverteilen.

Danke

Die Irschenberger Gruppe

 
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muellerin
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Power to the Bauer!


« Antwort #8 am: 04.06.09, 22:03 »

Jeder blamiert sich so gut er kann...

Für oder gegen eine politische Entscheidung zu demonstrieren ist m. E. eine andere Sache als gegen demokratisch gewählte Personen vorzugehen.
Ich habe übrigens große Achtung vor dem, was Sonnleitner leistet, und würde nicht in seiner Haut stecken mögen.
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Mucki
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Leben und leben lassen


« Antwort #9 am: 04.06.09, 22:09 »

Na ja der war vieleicht mal gut vor jahren,aber momentan ??
Ja demokratisch gewälte Leute kann mann eben auch wieder demokratisch absetzetn in dem man ihnen zeit was die mehrheid will.
Und schön langsam egal mit wem ich rden die sagen er gehört weg.
LG Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
Lotta
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Cowboyerin :o)


« Antwort #10 am: 05.06.09, 06:16 »

Die Lieferanten und Eigentümer der Upländer Bauernmolkerei aus Willingen haben gestern eine flexible Mengensteuerung beschlossen, die auf der staatlichen Milchquotenregelung aufbaut.

Dazu die Meldung bei Topagrar

Könnte das ein Modell auch für andere Molkereien werden?

Die Upländer macht es immer wieder vor!
Diese LWs sind in der Lage auf einen Nenner zu kommen...
und fahren gut damit!
Ich finde das Gesamtkonzept dieser Molkerei einfach nur klasse!

Gemeinsam sind sie stark!

Grussi
Lotta
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
muellerin
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Power to the Bauer!


« Antwort #11 am: 05.06.09, 08:04 »


Ja demokratisch gewälte Leute kann mann eben auch wieder demokratisch absetzetn in dem man ihnen zeit was die mehrheid will.
Und schön langsam egal mit wem ich rden die sagen er gehört weg.
LG Mucki

Ja, dann aber auch demokratisch abwählen! Und integre Personen als Alternative anbieten, die bereit sind, diese Riesenverantwortung zu übernehmen! Reiner Populismus nützt hier gar nichts.

LG
Müllerin
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fanni
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« Antwort #12 am: 05.06.09, 08:24 »

Servus Lotta.......also wenn die Upländer das gemeinsam so durchhalten, wie beschlossen , dann seh ich für die echt gute Chancen.......

hab ich neulich auch mal in einem Vortrag gehört

"Alleinstellungsmerkmal" ist das Zauberwort bei den Verkäufern (in diesemn Fall wars ein Vortrag über die Kirche Wink und wie man Leute wieder dazu bringt genau das Produkt Kirche zu konsumieren..... Cool Cool)

...........mal gegooglet in wiki    Ob Kunden ein Produkt kaufen, hängt davon ab, inwieweit sich Ihr Produkt von alternativen Angeboten am Markt unterscheidet. Allein entscheidend ist hier die Sicht der Kunden: Es kommt also darauf an, dass das Produkt aus der Perspektive der Kunden für deren Bedürfnisse besser geeignet ist (erhöhter Kundennutzen). Das kann sich auch nur auf einen einzigen Aspekt beziehen. Wenn diese Produkte für die Kunden etwas Unverwechselbares und Besonderes haben, was sie gegenüber den Produkten der Mitbewerber auszeichnet, handelt es sich um ein Alleinstellungsmerkmal.

Diese Alleinstellungsmerkmale lassen sich immer durch Superlative (schnellster aller Zeiten, kleinster je gebaute, zuverlässigster seiner Klasse, billigster verfügbarer, robustester) oder durch das Adjektiv "einzig" charakterisieren
 
..............

die Upländer haben so ein Alleinstellungsmerkmal........mein Produkt meiner Molkerei  ist leider etwas austauschbarer.....aber auch gut Grin


mir ist aufgefallen, dass z.B. die Landliebe-Werbung mit der gentechnikfreien Fütterung zur Zeit sehr viel läuft........wie seht ihr das??  Kann das ein Weg sein - vor allem für kleinere Molkereien und deren Lieferanten.





« Letzte Änderung: 05.06.09, 08:26 von fanni » Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
muellerin
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Power to the Bauer!


« Antwort #13 am: 05.06.09, 08:38 »

Die Lieferanten und Eigentümer der Upländer Bauernmolkerei aus Willingen haben gestern eine flexible Mengensteuerung beschlossen, die auf der staatlichen Milchquotenregelung aufbaut.

Dazu die Meldung bei Topagrar

Könnte das ein Modell auch für andere Molkereien werden?

Die Upländer Molkerei ist mit ihren 34 mio kg Biomilch und 4 mio konv. Milch ohne Gentechnik nicht ohne Weiteres vergleichbar mit anderen Molkereien. Der Bio-Milchmarkt hatte sich in den letzten Jahren ja ohnehin schon (zum Glück für die Lieferanten) vom allgemeinen Milchmarkt abgekoppelt.

Wenn ich mir unsere, für unsere Verhältnisse eher kleine, Molkerei in Dargun ansehe, verarbeitet sie die achtfache Menge.

Trotzdem ist dieser Schritt der Upländer ein Zeichen dafür, was man auf Molkereiebene privatrechtlich organisieren kann. Jede Molkerei ist gut beraten, mit ihren Vorständen zu prüfen, inwieweit man hier kurzfristig ähnliche Regelungen installieren kann.
Für die Zeit nach 2015 wäre das ohnehin fällig.
Ohne juristische Beratung geht das nicht, schließlich wird hier auch in bestehende Lieferverträge sowohl auf der Milcheinkaufs- wie auch der Absatzseite eingegriffen.

LG
Müllerin
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #14 am: 05.06.09, 08:59 »

Hallo fanni,
Landliebe macht auch Werbung für Eiscreme mit Sahne- auch ein Kaufkriterium.
Scheinbar zählen die Bedürfnisse der Verbraucher doch noch ein wenig Grin.
Für mich ist der Faktor Gentechnik ein Mitalleinstellungsmerkmal.
Aber es gibt auch noch andere Merkmale- und da gehört für mich der gute Geschmack dazu.
Joghurt ohne künstl. oder natürl. Aromen, ohne die vielen Verdickungsmittel,
Rohmilchkäse mit Kultur und nicht Analog Grin,
Butter mit natürlichen Omega 3 Fettsäuren die streicht sich so schön- und hat einen wunderbaren Geschmack.
Wenn jetzt immer die Forderung laut wird, ganz massiv in die Molkereienstruktur einzugreifen- was bleibt dann wohl auf der Strecke-
mir graut vor der Vorstellung, dass nur ein paar Molkereien das Sagen haben und deren Produkte nur noch auf dem Markt sind.
Hochwertige Milchprodukte - vielleicht noch ein weiter Weg- aber ich bekomme von vielen Verbraucher mit, dass es auch ihnen in der Seele weh tut, wie die Lebensmittel verschleudert werden. Sind meist schon etwas älter- es tut auch unserer Jugend nicht gut, wenn sie damit aufwachsen, dass Nahrungsmittel spottbillig sind und keine Achtung mehr verdienen.
Was nichts kostet- ist nichts wert.
Herzl. Grüsse
maria


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