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Autor Thema: Eure Strategien in der Milchpreiskrise!?  (Gelesen 1913 mal)
reserl
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« am: 31.05.09, 10:55 »


In der Box Wie gehts weiter mit dem Milchpreis? wurde mehrfach geschrieben, dass mehr die "Schuldfrage" diskutiert wird, anstatt Lösungen und Strategien für den eigenen Milchviehbetrieb zu suchen.

Wie seht Ihr Euren Betrieb für die nächsten Monate/Jahre gewappnet?

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lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
Freya
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« Antwort #1 am: 31.05.09, 14:57 »


In der Box Wie gehts weiter mit dem Milchpreis? wurde mehrfach geschrieben, dass mehr die "Schuldfrage" diskutiert wird, anstatt Lösungen und Strategien für den eigenen Milchviehbetrieb zu suchen.

Wie seht Ihr Euren Betrieb für die nächsten Monate/Jahre gewappnet?



noch ein thread ..... Wink

nun denn...wir werden im Moment nicht weiter bauen und nur Reparaturen und nur dringende  Modifizierungen durchführen. Dann 2 x überlegen, ob sich eine längere Behandlung durch den TA betriebswirtschaftlich rentiert oder es evtl. wirtschaftlicher ist, sich sofort von dem Tier zu trennen. Und .. ich gehe weiter meine 16 Std./Woche in die Arbeit .....Ob mein Sohn in ein paar Jahren den Hof übernehmen kann, steht in den Sternen Sad
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liebe Grüße
Freya
iMichi
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« Antwort #2 am: 31.05.09, 15:15 »

da kommen solche medienberichte natürlich wie die faust aufs auge!

http://www.focus.de/gesundheit/gesundheits-news/ernaehrung-dickmacher-kuhmilch_aid_404123.html

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michikopka.de
manurtb
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« Antwort #3 am: 31.05.09, 16:33 »

Hallo iMichi,
schön, dass der so Werbung gemacht hat für die Milch, oder?
Hier mal die wichtige Passage:
"Und für Schulkinder und Erwachsene gelte diese Regel ohnehin nicht. „Erwachsene ernähren sich nicht nur von Milch“, erklärt Wabitsch. Für Schulkinder sei die Milch sogar sehr gut, da sie mit der Milch das für ihr Wachstum nötige Kalzium bekommen. „Schulmilch ist nach wie vor wichtig“, appellierte Wabitsch."
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iMichi
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« Antwort #4 am: 31.05.09, 16:47 »

das steht aber nicht in der überschrift. und wieviel % der milch geht in die schulmilch? Einer?

Andere Frage. Wie hoch ist momentan so der Anteil bei den fixen und den variablen Kosten bei der Milcherzeugung in eurem Betrieb?
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michikopka.de
Freya
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« Antwort #5 am: 31.05.09, 17:38 »

da kommen solche medienberichte natürlich wie die faust aufs auge!

http://www.focus.de/gesundheit/gesundheits-news/ernaehrung-dickmacher-kuhmilch_aid_404123.html



..und die Kommentare liest man besser nicht. Da krieg ich Plaque..... muss jetzt in den Stall Wink
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liebe Grüße
Freya
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #6 am: 31.05.09, 18:38 »

Ich hab heute Nachmittag in der Hängematte ein hochinteressantes Buch über die Ernährung gelesen, es ist zwar schon einige Jährchen alt, aber die Grundzüge passen zum grossen Teil noch immer.
Dort ist von einem Ernährungsversuch in einem engl. Internat die Rede, in der eine Gruppe von Kindern und Jugendlichen über einen Zeitraum von 2 Jahren täglich einen halben Liter Milch zur üblichen Internatskost dazubekamen. Das Ergebnis - sie waren geistig fiter, wacher, auch etwas kritischer und unbequemer und sie waren von den anderen Kindern heraus zu finden.
Wäre doch für das Land der Dichter und Denker auch kein Fehler, wenn die geistige Fitness ein wenig angeregt würde.
Aber manchmal hab ich den Eindruck, als wenn mit aller Macht drauf hingearbeitet würde, dass alles, was gesund ist, aus dem Verkehr gezogen werden soll.

Wir werden unseren Weg weitermachen- Kostensparen sind wir ja schon gewöhnt. Weniger Schnitte, Gülle behandeln, das eigene Futter möglichst gut zu verwerten, Leistung senken, statt steigern, Maschinen und Geräte länger nutzen.
Haben schon mehrere Jahre wieder auf verschiedene Standbeine gesetzt, so trifft uns die Milchkrise nicht so massiv.
Die Zeit des hohen Milchpreises war ja so kurz, dass keine übermütigen Gedanken wegen grosser Investitonen übrig blieben.
Was mich an Milch und Getreide beschäftigt, es war doch so klar vorauszusehen- ohne hellseherische Gedanken und Fähigkeiten, dass es so kommen würde.
Hat eigentlich niemand den Bericht des Weltagarrates in der BDM Zeitung gelesen?Huh??
Herzliche Grüsse
maria


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Andreas
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I mog Di !


« Antwort #7 am: 31.05.09, 19:20 »

Hallo,
was ihr immer habt, jeder soll soviel produzieren was er kann, es gibt überhaupt kein Mengenproblem:

Die Milcherzeugerinnen konnten nachhaltig deutlich machen, dass es kein Mengen-, sondern ein Absatzproblem gibt und baten die Kanzlerin den eingeschlagenen Weg beim Quotenausstieg beizubehalten.

http://www.landfrauen.info/pressemeldungen/pressemeldung0.html?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=377&tx_ttnews%5BbackPid%5D=295&cHash=cf128cde78
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Mucki
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Leben und leben lassen


« Antwort #8 am: 31.05.09, 19:27 »

dachte es ist anders rum das sie für die senkung der Qute plediert ahebn zumindest in der sendung die ich egsehn habe. Was ist nun die warheid??
Wär mann da mal selbst bei gewesen :-)
LG Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
Biobauer
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« Antwort #9 am: 31.05.09, 19:29 »

Hallo,
was ihr immer habt, jeder soll soviel produzieren was er kann, es gibt überhaupt kein Mengenproblem:

Die Milcherzeugerinnen konnten nachhaltig deutlich machen, dass es kein Mengen-, sondern ein Absatzproblem gibt und baten die Kanzlerin den eingeschlagenen Weg beim Quotenausstieg beizubehalten.

http://www.landfrauen.info/pressemeldungen/pressemeldung0.html?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=377&tx_ttnews%5BbackPid%5D=295&cHash=cf128cde78


kann ich nun ehrlich gesagt so nicht glauben, wie billig soll den das zeug noch werden ,das mehr absatz herkommt. butter 59 cent, milch 39 cent im angebot hier.

ich eknn auch niemanden der wegen den milch und butterpreisen mehr oder weniger konsumiert, wenn man ehrlich ist sidn diese grundnahrungsmittel doch schon immer viel zu billig, genauso wie mehl und zucker. di e machen das kraut ned fett im einkaufskorb, ned mal in bioqualität.  Wink
servus


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Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962
Matthias
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« Antwort #10 am: 31.05.09, 19:43 »

Hallo,
was ihr immer habt, jeder soll soviel produzieren was er kann, es gibt überhaupt kein Mengenproblem:

Die Milcherzeugerinnen konnten nachhaltig deutlich machen, dass es kein Mengen-, sondern ein Absatzproblem gibt und baten die Kanzlerin den eingeschlagenen Weg beim Quotenausstieg beizubehalten.

http://www.landfrauen.info/pressemeldungen/pressemeldung0.html?no_cache=1&tx_ttnews%5Btt_news%5D=377&tx_ttnews%5BbackPid%5D=295&cHash=cf128cde78





kann ich nun ehrlich gesagt so nicht glauben, wie billig soll den das zeug noch werden ,das mehr absatz herkommt. butter 59 cent, milch 39 cent im angebot hier.

ich eknn auch niemanden der wegen den milch und butterpreisen mehr oder weniger konsumiert, wenn man ehrlich ist sidn diese grundnahrungsmittel doch schon immer viel zu billig, genauso wie mehl und zucker. di e machen das kraut ned fett im einkaufskorb, ned mal in bioqualität.  Wink
servus




Es geht darum das momentan aus verschiedenen Gründen nahezu der komplette Export in die Nichteurozone weggebrochen ist. Europaweit wird momentan ca 5 % weniger Milch angeliefert als in der absoluten Hochpreisphase. Wenn man von einer aktiven Mengensteuerung ausgeht müsste man die Anlieferung um wenigsten 25 % reduzieren, also 30-35 % der Kühe schlachten. Das funktioniert so lange bis genügend billige Milch aus dem Ausland nachgelaufen  ist.
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iMichi
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« Antwort #11 am: 31.05.09, 19:49 »

die frage ist kann das ausland für den gleichen oder auch noch günstigeren preis (plus transport) milch produzieren?
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michikopka.de
fanni
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« Antwort #12 am: 31.05.09, 19:50 »

und wie soll jetzt der Absatz angekurbelt werden.??.......wenn die Nicht-Euro-Länder dazu kein Geld haben und auch der Inlandsabsatz gesättigt ist (siehe mein Beitrag über Aldi, der keine neuen Märkte hier mehr baut, weil mehr und billiger geht nicht)

Auch der vielgeschimpfte Analogkäse undverwandte Produkte sind heute schon um 40% billiger...wer soll diesen Spagat denn halten und auf der anderen Seite den Michabsatz wieder ankurbeln??

Also ich denke schon, dass es langfristig nur über eine Verringerung der Menge geht, denn auch die Billig-Milch aus dem Osten wird ja nur so billig angeboten, weil die ja anscheinend grad alles verkaufen um an Euros zu kommen, aber verdienen tun die ja auch nix dabei Sad

Das mit den 30 % ist doch sehr realistisch!
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Herzliche Grüße von Fanni
iMichi
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« Antwort #13 am: 31.05.09, 19:54 »

was haben denn die milchbauern für eine alternative mit ihren flächen und stallungen anzufangen? was will die politik? nur einen strukturwandel beschleunigen damit auch das land aus bauernhand gehen kann?
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michikopka.de
Matthias
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« Antwort #14 am: 31.05.09, 20:18 »

und wie soll jetzt der Absatz angekurbelt werden.??.......wenn die Nicht-Euro-Länder dazu kein Geld haben und auch der Inlandsabsatz gesättigt ist (siehe mein Beitrag über Aldi, der keine neuen Märkte hier mehr baut, weil mehr und billiger geht nicht)

Auch der vielgeschimpfte Analogkäse undverwandte Produkte sind heute schon um 40% billiger...wer soll diesen Spagat denn halten und auf der anderen Seite den Michabsatz wieder ankurbeln??

Also ich denke schon, dass es langfristig nur über eine Verringerung der Menge geht, denn auch die Billig-Milch aus dem Osten wird ja nur so billig angeboten, weil die ja anscheinend grad alles verkaufen um an Euros zu kommen, aber verdienen tun die ja auch nix dabei Sad

Das mit den 30 % ist doch sehr realistisch!

Die Frage: Bleibt der Zustand so ?

Wenn ich mir den Kurs der tschechischen Krone und des polnischen Zloty ansehe ist der in den letzten Wochen um 20 % abgeschmiert. Rubel und Dollar stehen auch nicht besser da. Vor einem halben Jahr haben dort Milchprodukte noch genau so viel gekostet wie bei uns jetzt sind sie 20 % billiger. Also was müssen wir tun? Dollarstützungskäufe ?  Grin 

Die Frage ist gibt man diese Märkte in Zeiten der Kriese auf ?
Kann wirklich jeder mit einem besseren Milchpreis klar wenn er 30 % weniger Milch liefern kann ?

Ich denke genauso irrwitzig zu glauben die Preise bleiben auf ewig oben ist es jetzt zu glauben die Preise bleiben auf Ewig unten.


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