Bäuerinnentreff - hier gehts zur Homepage!
News: www.baeuerinnentreff.de - die Seite für die Bäuerin im Netz!
 
*
Willkommen Gast. Bitte einloggen oder registrieren.
Haben Sie Ihre Aktivierungs E-Mail übersehen?
25.05.12, 09:23


Einloggen mit Benutzername, Passwort und Sitzungslänge


« vorheriges nächstes »
Seiten: [1] 2 3 | Nach unten Drucken
Autor Thema: Hilfen für ausstiegswillige Milchbauern!?  (Gelesen 3551 mal)
reserl
Niederbayern
Moderatoren
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7016



« am: 25.05.09, 09:04 »


Nach einer Meldung von TopAgrar
hat sich Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck für die Zahlung einer "Milchrente" ausgesprochen. Ausstiegswilligen Milcherzeugern könne bei Aufgabe der Produktion eine Entschädigung gewährt werden.

Wie seht Ihr solche Vorschläge?
Gespeichert

lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
fanni
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4250



« Antwort #1 am: 25.05.09, 10:29 »

Mei............der Milchmarkt Huh

wer soll denn das alles bezahlen?? Und brächte das wirklich schnell die erforderlichen Mengen, damit es wirklich spürbar wird Undecided . Die kleinen hören sowieso alle nacheinander auf....dann viele aus anderen Gründen ,. allein bei uns 5 "größere" Betriebe, die aufhören mangels Nachfolger, der Nachbar übernimmt (und braucht!!) das dann schon, warum sollte der Staat denn dafür einspringen?
Wie soll denn ein Betrieb "aussteigen", der grad mal ein Millönchen für den Stallbau hingelegt hat.......der muß auch nach dem Ausstieg noch abbezahlt werden (auch wenns mal mords Zuschüsse gab....). Von was soll er das bezahlen.....vom Lastwagenfahrerjob doch gewiß net. Und wie soll es dem Steuerzahler erklärt werden, dass zuerst Stallbauten gefördert werden und nur kurze Zeit später der Ausstieg Huh Das gabs doch alles schon mal........grübel....hieß Abschlachtprämie und dann gabs wieder Quote und hieß dann Härtefälle Sad Sad Sad.oder so ähnlich Undecided


ich glaub das nicht, dass so ein Fass aufgemacht wird und überhaupt........Ferkelrente, Hopfenrente, Weizenrente.......wo fängts an und wo hört es auf?

Ich glaub das "Problem" löst sich die nächsten drei Jahre auch ohne Ausstiegshilfen......... (ich finds das ja auch nicht gut, aber so seh ich das nun mal..... leider)



« Letzte Änderung: 25.05.09, 10:45 von fanni » Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
Biobauer
Bewohner
*
Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1140



« Antwort #2 am: 25.05.09, 19:48 »

so langsam platzt mir echt der kragen, nur noch milch milch milch . wer hat den den ackerbauern geholfen als der weizen nur noch 7 euro gekostet hat , den ferkelerzeugern , als das ferkel ned mal die futterkosten deckte. da hies es immer nur was vom strukturwandel, durchhalten, gesundwachsen ,alternativen suchen .
ich habs ja schon oft genug geschrieben, nun mal ganz deutlich , jeder kuhbauer , der aufhört macht platz für mich und andere betriebe. das was diese spezies landwirt egal was für verband abgezogen hat spottet jeder beschreibung , ich will mit denen nix mehr zu tun haben, sonst würde ich mich schämen lw zu sein.
harte worte, aber absolut ernst gemeint, sag ich auch gerne jeden persönlich .
Gespeichert

Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962
ElliMaus
Mitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 99



« Antwort #3 am: 25.05.09, 22:44 »

Hallo Biobauer,

auch die Milchbauern mussten sich in der Vergangenheit (vor BDM-Zeiten) diese Sprüche anhören von denen du schreibst-Strukturwandel, kosten sparen, zweites Standbein, drittes Standbein,....
Müsst halt auch mal aktiver werden und euch nicht alles gefallen lassen. Übrigens gibt es für Fleischerzeuger seit gut einem Jahr einen Verband der nicht alles so ergeben hinnimmt wie die übrigen. Den BDF-Bundesverband Deutscher Fleischerzeuger. Kennst du denn schon?
Grüße an alle   Martina
Gespeichert

Arbeite um zu leben und lebe nicht um zu Arbeiten!
mary
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 6431


Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #4 am: 26.05.09, 08:35 »

Hallo Biobauer,
dein Beitrag ist wenigstens ehrlich, so läuft es nämlich, alles wartet darauf, dass möglichst viele das Handtuch werfen. Leider vergessen die "wartenden ( der Begriff, der mir dazu einfällt, den spar ich mir lieber), dass auch sie bei der nächsten Runde Strukturwandel auf dem Speiseplan stehen.
Wie lange das wohl noch so weitergehen wird- bis in jedem Landkreis nur noch einer wirtschaftet?Huh??
Dein Beitrag ist auf alle Fälle sehr motivierend Grin, es sich ja gutgehen zu lassen, damit man möglichst lange Freude an der Landwirtschat hat- um nicht allzuschnell ein Happen für diese Gesinnung der Bauern zu sein Grin Grin Grin
Und unseren Kühen und Kälbern geb ich heute noch ein zusätzliches Leckerli, dass sie ja viel Freude an uns haben Grin.
Jetzt versteh ich den Spruch- das Fell des Bären zu verteilen, bevor er erlegt ist.
Ja halleluja, ist die Landwirtschaft ein Haifsichbecken geworden.
Nur noch staunend
maria
Gespeichert
Vöglein
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2656


Ich liebe dieses Forum !


WWW
« Antwort #5 am: 26.05.09, 10:18 »

Hallo Biobauer,

Jetzt versteh ich den Spruch- das Fell des Bären zu verteilen, bevor er erlegt ist.
Ja halleluja, ist die Landwirtschaft ein Haifsichbecken geworden.
Nur noch staunend
maria

Hallo Biobauer,

jetzt hast du es aber einmal richtig rausgehauen....... Shocked
Gespeichert

Liebe Grüße Andrea Maria

...man muss das Glück unterwegs suchen, nicht am Ziel, da ist die Reise
zu Ende !
ELLI47
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1403



« Antwort #6 am: 26.05.09, 10:34 »

Hallo
Das wär doch gut Grin Grin
Dann fällt das Aufhören leichter,
wo die Quote nix mehr bringt.

   Elli

PS Immer nehmen,was du kriegen kannst
Gespeichert

Liebe Grüsse aus Schleswig-Holstein
     
        Elli
Imke
Bewohner
*
Offline

Beiträge: 990

Wer Heiterkeit sät, wird Lebensfreude ernten


« Antwort #7 am: 26.05.09, 10:50 »

Was tun, wenn die ausstiegswilligen Milchbauern die Kuhhaltung aufgeben? Von der Milcherzeugung auf den Schweine-
sektor   Huh  sind eh die letzten Jahre viele umgestiegen, noch mehr Schweine,  Shocked, sind sowieso zu viele, Bullenmast oder
Mutterkuhhaltung usw. ist auch keine Lösung, das ganze Milchdrama ist uns  nur wegen der Wirtschaftskrise serviert
worden.
Gespeichert

Das Glück ist ein Mosaik, bestehend aus lauter unscheinbaren
kleinen Freuden.
LG Imke
Imke
Bewohner
*
Offline

Beiträge: 990

Wer Heiterkeit sät, wird Lebensfreude ernten


« Antwort #8 am: 26.05.09, 10:55 »


Gell Maria,wir lassen uns nicht so schnell verdrängen.
Lieber ein paar Tiere weniger im Stall,dafür mit "Familienanschluß" und bester
Ver-und Umsorgung.Das macht doch sichtlich Spaß,wenn du in den Stall
kommst und die Tiere erwarten dich schon und sind glücklich dich zu sehen.

LG Milli

 
schließe mich hierbei an
Gespeichert

Das Glück ist ein Mosaik, bestehend aus lauter unscheinbaren
kleinen Freuden.
LG Imke
gina67
Vereinsmitglied
*
Online

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1803


Nach jedem Winter folgt ein Sommer


« Antwort #9 am: 26.05.09, 10:58 »

Vielleicht wäre es ja möglich das Betriebsleitern, die sowieso in den nächsten 5 Jahren aufhören wollen (z.B. weil der Nachfolger  fehlt), Überbrückungsgeld bis zur Rente gezahlt wird. Ähnlich den staatlichen Zuschüssen für Kurzarbeit. Die freiwerdende Quote könnte der Staat aufkaufen und aus dem Markt nehmen. Sind nur mal so Gedankenspiele.

Nordlicht
Gespeichert
Biobauer
Bewohner
*
Offline

Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1140



« Antwort #10 am: 26.05.09, 13:08 »

tja so verkehrt lag ich nicht , wenn ich mir die pns anseh ,die ich sogar , man höre und staune von milchviehhalterinnen bekomme.
bezüglich flächenpacht und wachstum, hier in meiner gegend waren und sind die milchviehhalter die preistreiber ,so schlecht kanns also noch ned gehn .
merkt ihr de nicht wie lächerlich ihr euch grade macht. siehe zb gestern bei beckmann, eine streikende vom kanzleramt erklärte da das sie alle jahre um 50000 liter überliefert. sowas is doch comedy pur.
dann kommt noch die derzeitige wirtschaftslage dazu, meint ihr, die bevölkerung hat mitleid mit euch oder was. nein ,die freuen sich das milch und butter so billig sind.
Gespeichert

Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962
Mucki
Bewohner
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2797


Leben und leben lassen


« Antwort #11 am: 26.05.09, 14:08 »

Vor jahren gab es mal eien Aufgabenrente mit 55 jahren,mann mußte fremdverpachtung nachweisen und beckm eien Rente nicht ganz so hoch wie die allgemeien,den mann konte zusätzlich ja noch arbeietn wen mann was beckam.
LG Mucki
Gespeichert

Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
ELLI47
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 1403



« Antwort #12 am: 26.05.09, 14:09 »

Hallo Biobauer
Bei uns sind es inzwischen die Biogasanlagen,die den Preis hochtreiben
und die Milchbauern kommen nicht zum Zug.

Ich finde nicht das man sich hier lächerlich macht.

Das der Verbraucher sich freut,ist doch wohl logisch.

Ich bin der Meinung,der Preis wird steigen, wenn genug Bauern weg sind,
das ist zwar traurig,aber anders wird es nicht gehen.

    Elli
Gespeichert

Liebe Grüsse aus Schleswig-Holstein
     
        Elli
mary
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 6431


Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #13 am: 26.05.09, 14:41 »

Hallo Biobauer,
was heißt hier Mitleid oder lächerlich machen.
Wir zahlen alle an der Zeche.
Nur ob es mit dem ständigen Verdrängungsparolen besser wird, da hab ich meine Zweifel.
Letztes Jahr wurde suggeriert, dass alles so knapp wird und die braven Bauern haben sich ins Zeug gelegt.
So und die Quittung zahlen wir, als Milcherzeuger, als Getreidebauern. Im vergangen Sommer wurde sogar geraten, den Dünger fürs Frühjahr auf Vorrat zu kaufen, weil es sein könnte, dass es zu Engpässen kommen könnte Grin.
Gab auch da schon warnende Stimmen, aber wenn die Gäule rennen, dann sind sie nicht mehr zu halten.
Und bei der Milch war es auch genauso zu erkennen, wohin die Reise führen würde-
aber Augen zu und durch.
Wird sich wohl darauf hinausgehen, dass noch viel mehr Flächen in die Energieerzeugung wandern werden- und dafür holen wir das Futter für die Kühe und Schweine aus Südamerika Huh
Also hilft nur geistiges Ohropax.
Auf die Idee, weniger zu produzieren, das scheint nicht in den Plan zu passen.
Und die wenigere Milch mit einem geringeren Aufwand- das scheint ebenfalls nicht in diesen Plan dazuzupassen.
Schliesslich müssen alle, die von der Landwirtschaft leben, sich ihren Teil holen und deshalb wird uns auch immer weißgemacht, dass wir nur ganz feste den Strukturwandel unterstützen müssen Grin.
@Elli, ob du dich da nicht gewaltig täuscht, ich bin 30 Jahre Bäuerin, was sind uns doch schon alles für gute Zeiten prognostiziert worden, ich glaub das nicht mehr. Wenn es weniger Bauern gibt- dann haben sie noch weniger Einfluss und der Handel wird weiterhin sein Spiel treiben.
Erst wenn uns selbst wieder der Wert unserer Arbeit und unserer Produkte bewusst wird- kann es zu einem Umdenken kommen.
Aber da wird noch viel Wasser in die Flüsse laufen.
Ob sich der Verbraucher wirklich so freut- ich bekomme von vielen mit, dass sie ein ganz ungutes Gefühl haben.
In der Landwirtschaft stecken gewaltige Möglichkeiten, aber wir überlassen die gemähten Wiesen den anderen - nur drauf zu warten, dass genügend den Löffel abgeben- wird sich nicht ausgehen.
Herzl. Grüsse
maria


Gespeichert
Ingrid2
Vereinsmitglied
*
Offline

Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 820



« Antwort #14 am: 26.05.09, 15:01 »

Ich weiß gar nicht was ihr wollt - Biobauer hat doch recht. Da ist einmal der Milchpreis hoch und schon wird produziert was das Zeug hält. Wenn sowieso schon jeder so viel Milch wie möglich abliefert, was soll dann ein Senken der Quote bringen? Wenn jetzt nach Staatshilfe gerufen wird, dann verzögert das doch nur den Strukturwandel. Letztendlich wird dann auf vielen Betrieben weitergemacht und die nächste Generation hört dann trotzdem auf.

Die Landwirtschaft ist natürlich ein schwieriges Feld, da spielen einfach viele Emotionen mit. Schließlich wurde sehr oft der Hof über Generationen geführt, da ist die Aufgabe oft schwierig, gebe ich zu. Aber was spricht eigentlich gegen richtig große Betriebe? Die haben durch ihre Größe eine bessere Kostenstruktur, können gut ausgebildete Mitarbeiter beschäftigen und müssen von der Qualität der Tierhaltung sicher nicht schlecht sein.

Wieso muß ausgerechnet die Landwirtschaft sich so an althergebrachtem festklammern? Möchtet ihr denn wirklich den Lebensstandard wie vor 50 Jahren? Die ganze Wirtschaft ist Veränderungen unterworfen, wieso soll ausgerechnet die Landwirtschaft ausgeklammert sein?

Ingrid
Gespeichert
Seiten: [1] 2 3 | Nach oben Drucken 
« vorheriges nächstes »
Gehe zu:  

Powered by MySQL Powered by PHP Powered by SMF 1.1.16 | SMF © 2006-2007, Simple Machines
Dilber MC Theme by HarzeM
Prüfe XHTML 1.0 Prüfe CSS
Homepage - Tractorpulling - Pferdeforum
Infothek - Branchenbuch - Gesetze/Verordnungen - Pachtspiegel
nach oben