Für mich ist die Nähe zur Natur sicher eines der grössten Geschenke.
Holunderblüten ums Haus, einen Garten haben zu dürfen, einen vielfältigen Obstgarten. Hab heute beim Weidemachen die ersten Maibeeren naschen können- sie schmecken wie Heidelbeeren und das im Mai

.
Am Samstag haben wir die fast letzten Wände verspaliert

, hab nur noch eine Ostwand im Auge- aber das dauert noch ein wenig.
Der Umgang mit Tieren, Werden und Vergehen oft sehr nahe beieinander -
mit zunehmenden Lebensjahren wachsen mir die Pflanzen immer mehr ans Herz.
Dass ich ganz viele in Haus, Hof und Garten haben kann, ja das ist für mich eine ganz grosse Kraftquelle. Mich am frühen Morgen oder am Abend auf eine kleine Bank neben den Kräutergarten setzen zu können- und ihren Duft und ihre Wirkung zu spüren.
Bin immer fasziniert, wie friedlich auch aus ganz verschiedenen Erdteilen sie bei uns manchmal nebeneinander miteinander auskommen.
Und dass es niemals Langeweile gibt, dass jeder Tag eine ganze Menge an Überraschungen bietet.
Dass es wohl immer genug Arbeit gibt

und die ganzen klugen Ratgeberbücher für Zeitmanagement auf einem Hof gar nicht so passen

.
Was mir auch sehr viel bedeutet, dass wir Zusammenhänge erleben, von der Aussaat bis zur Ernte, dass ich sogar den weiteren Schritt, daraus noch das eigene Brot zu backen- weiter erfahren kann.
Die Nähe zu den Lebensmitteln- eine Erfahrung, die ich nicht missen möchte.
Bin auch oft nur dankbar, dass es so vieles gibt, das nicht mit Geld zu kaufen ist,
ein wunderschöner Sonnenauf- oder Untergang, eine kleine Pause im Schatten des Baumes, die vielen Kräuter vor der Haustüre, das morgendliche Vogelkonzert, die Freude, wenn die Schwalben wiederkommen. Das Erleben der Jahreszeiten, dass es uns immer wieder zeigt, dass die Bäume nicht in den Himmel wachsen, dass auch aus den schlimmsten Krisen oftmals später die gütige Vorsehung zu erkennen ist.
Dass wir nur kleine Kettenglieder in einer langen Folge von Generationen sind, das holt einen auch immer wieder auf die Erde herunter.

Zum Reichwerden ist diese Arbeit mit Sicherheit nicht, aber es gibt so vieles, was einen grossen inneren Reichtum gibt.
So und momentan, die Rosen fangen an zu blühen, die viele Arbeit, die mit den ganzen Pflanzen am Anfang war- schön langsam sehe ich die Erfolge.
Und eines ist mir ans Herz gewachsen, die Erde unter uns, bin dankbar für einen fruchtbaren Boden - und dass ich hier auch sehr viel mitgestalten darf.
So jetzt reicht die Liebeserklärung über meine Arbeit, sie wartet nämlich schon ungeduldig auf mich.
herzliche Grüsse
maria