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Autor Thema: Wohin mit der Milch!?  (Gelesen 4650 mal)
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #60 am: 26.03.09, 20:47 »

Hallo Andreas,
ob man bei Kälbern auch den IQ feststellen könnte? Ich seh einen grossen Unterschied, wie die Kühe gefüttert werden, dann an den Kälbern.
Hab heute die Vorzüge von Omega 3 im Futter von unserem Kraftfutterwerk erklärt bekommen Cheesy.
Hat mir oft ein Lächeln entlockt. Aber immerhin, man hat festgestellt, dass Langlebigkeit, Gesundheit, Fruchtbarkeit auch im Zusammenhang mit den essentiellen Fettsäuren zu sehen sind.
Vielleicht wäre der Anbau von Lein doch nicht so ganz verkehrt.
Denn unsere Viecher sind ganz wild drauf.
Wäre doch eine Win-Win-Situation für alle-
die Bauern haben recht fite Rinder, als Nebeneffekt sehr gesunde und muntere Kälber, die Milch hätte einen höheren Gehalt an diesen essentiellen Fettsäuren, die Milchtrinker hätten auch was davon und wenn der IQ sich mehren würde- im Land der Dichter und Denker und des einzigen Rohstoffes - Geist- eine Zukunftsinvestition.
Und da wir leider zu einem grossen Teil alle einen Mangel an diesen wertvollen essentiellen Fettsäuren haben-
wäre dass doch für alle ganz wichtig.
Aber Hauptsache, alle anderen verdienen daran Huh.
Wenigstens haben unsere Kühe und Kälber was davon.
Herzl. Grüsse
maria
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fanni
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« Antwort #61 am: 26.03.09, 22:18 »

Was Arbeit macht sind kranke Kühe. Eine kranke Kuh benötigt ungefähr den 10 fachen Aufwand wie eine gesunde, und damit macht es keinen Unterschied ob nun 7000 oder 10000 kg Leistung. Bedeutet wer gesunde Tiere hat hat weniger Arbeit. Ich kann bei unserer Herde jedenfalls keinen Zusammenhang zwischen Leistung und Gesundheitsstatus der einzelnen Tiere feststellen.

da sagts du was wahres!!
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Herzliche Grüße von Fanni
Jan
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« Antwort #62 am: 26.03.09, 22:40 »

Jan ich glaube deine Rechnung ist etwas bequem Wink, eine 12000l Kuh muß anders gefüttert werden, ich bin der Meinung das hochleistungs Kühe wesentlich empfindlicher sind als 7000l Kühe, man vergleiche das Abgangsdatum der Betriebe.Natürlich hast du mit der Kuhzahl recht aber auch 12000l Betriebe haben mal mit weniger Milch angefangen also ist Platz vorhanden und ob ich nun einen langen Futtertisch entlang fahre oder 3verschiedene Gruppen füttern muß.
LG Petra

Sicherlich muß eine Hochleistende Kuh anders gefüttert werden, als eine Niederleistende, aber ich seh den Unterschied im Arbeitsaufwand für nicht so gravierend, wie den Unterschied beim Know How und der Sorgfalt, mit der gearbeitet wird. Schau dir doch die Betriebe mal genauer an, die hohe Leistungen in ihren Ställen produzieren. Meist wird kein wesentlich größerer Arbeitsaufwand gefahren, wie bei den anderen, sie arbeiten nur besser. Eine Kuh, die nicht ausgefüttert wird, wird auch krank und eine kranke Kuh bringt keine Leistung.

Zu deinem Vergleich mit den 12000l-Betrieben, die ja auch mal mit geringerer Leistung angefangen haben: Auch sie haben mal Stall gebaut/angebaut. Welcher Stallplatz ist rentabler? Der im 12000l-Betrieb oder der im 7000l-Betrieb?

Wodrauf ich hinaus will: Viele Berufskollegen reden sich, oft aus Bequemlichkeit, ein, daß sie ja keine Zeit hätten, ihre Kühe so zu halten, daß sie hohe Leistungen bringen. Das Gegenteil ist aber oft der Fall. Wenn diese Betriebe sich etwas mehr ins Zeug legen würden, um höhere Leistungen zu ermelken, dann hätten sie in der Regel mehr Zeit (bei gleichbleibener Jahresproduktion) und mehr Geld in der Tasche.
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fanni
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« Antwort #63 am: 27.03.09, 05:29 »

Hallo Jan,

das Thema heißt ja "wohin mit der Milch"......auch wenn man jetzt sie rentabler produziert als andere und es den Kühen besser geht.......wohin damit und zu welchem Preis Huh

Von guten Betriebszahlen kann sich doch keiner was runterbeißen bei diesen Preisen nur etwas länger durchhhalten als der mit den schlechteren Zahlen - oder???
« Letzte Änderung: 27.03.09, 08:19 von fanni » Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #64 am: 27.03.09, 07:02 »

Hallo Jan,
das Thema heißt- wohin mit der Milch-
und wo kommt sie hin-
entweder in den Labmagen des Kalbes oder in den des Verbrauchers, abgesehen von den Mengen, die für andere Zwecke benötigt werden.
Aus der Sicht des Milcherzeugers kann ich die glänzenden Augen bei den hochleistenden Tieren sehr gut nachempfinden- ich bin ja auch Bäuerin.
Aber wir sind nur auf die Leistung und auf die wirtschaftliche Produktion getrimmt worden, haben aber übersehen, dass wir ja nicht nur Erzeuger sind, sondern auch Verbraucher.
Wir verschenken uns selbst soviele Chancen, die wir aber selbst ergreifen müssen.
Ob die Kuh mit der höheren, mittleren oder niedrigeren Leistung am Wirtschaftlichsten ist, darüber streiten sich die Gelehrten.
Wir als Milcherzeuger müssen mit den Gegebenheiten das Marktes Leben und wenn alles an die Wand gefahren wird, dann fahren wir eben auch an die Wand- wir erleben ja gerade das Deaster im Finanzmakrkt. Alle, die vor einem Jahr ihre warnenden Stimmen zaghaft erhoben haben, sind gnadenlos runtergemacht worden.
So jetzt haben wir den Salat und zahlen alle dafür.
Und deshalb ist mir auch der Expertenstreit in der Landwirtschaft ziemlich egal, wir produzieren Milch, Fleisch und Kälber und wir konsumieren unsere Milch auch selbst-
also füttere ich so, dass wir was davon haben.
Dass auch mit einer angepassten Fütterung gute Leisstungen zu erzielen sind, das wird zwar eigentlich nicht in den Fachblättern und Weiterbildungsversammlungen veröffentlicht- aber deshalb ist es doch so.
Was nützt uns die viele Milch am Markt, wenn wir dafür keinen kostendeckenden Preis erzielen?
Nur grad aus Jux und Tollerei mach ich meine Arbeit mit Sicherheit nicht.
Aber wenn als Abfallprodukt einer herzgesunden Fütterung vor Leben strotzende Kälber und gesündere Kühe dabei herauskommen,
dann wundert mich nur, dass man sich das Wissen immer nur wie die Nadel im Heuhaufen suchen muss.
Über alle Pülverchen und Mittelchen, die den Kühen angeblich gut tun, werden wir Bestens informiert, aber dass unsere Vorfahren mit vielem alten Wissen uns in manchen Fütterungsbelangen meilenweit voraus waren, das kommt scheinbar erst mit den Lebensjahren zum Tragen.
Gesunde Fettsäuren in der Milch - sind auch im Fleisch und vor allem im Kalb- und beim Laktationsstart wird niemand so füttern können, dass sie kein körpereigenes Fett abbauen-
es macht einen gewaltigen Unterschied, welches Fett sie abbauen.
Und erstaunlicherweise schmeckt man es auch in der Milch.
Herzliche Grüsse
maria
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Agraros
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« Antwort #65 am: 27.03.09, 11:00 »

ja aber eine 12000l-kuh braucht devinitiv mehr futter als eine 7000l-kuh. und futter ist teuer. also bei uns in der schweiz ist das so. und dann gibts dann teure milch. wir haben jetzt noch 60rp. ausbezahlt das sind ca. 40cent. und wenn der preis dieses jahr nicht mehr raufgeht, wird es auch hier bauern geben, die es dann eben nicht mehr gibt.
ich weiss ja nicht wie es bei euch mit dünger und maschinen so ist . aber bei uns hat sich der preis von dünger verdoppelt.
über angestellte musst du gar nicht mehr nachdenken, weil das kostet jetzt ganz sicher zuviel. oder du musst viel grösser werden. das muss alles irgendwie bezahlt sein.

ich sage, in der schweiz laufen wir auf einen crash hinaus.
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Asta
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« Antwort #66 am: 16.04.09, 22:14 »

ja aber eine 12000l-kuh braucht devinitiv mehr futter als eine 7000l-kuh. und futter ist teuer. also bei uns in der schweiz ist das so. und dann gibts dann teure milch. wir haben jetzt noch 60rp. ausbezahlt das sind ca. 40cent. und wenn der preis dieses jahr nicht mehr raufgeht, wird es auch hier bauern geben, die es dann eben nicht mehr gibt.
ich weiss ja nicht wie es bei euch mit dünger und maschinen so ist . aber bei uns hat sich der preis von dünger verdoppelt.
über angestellte musst du gar nicht mehr nachdenken, weil das kostet jetzt ganz sicher zuviel. oder du musst viel grösser werden. das muss alles irgendwie bezahlt sein.

ich sage, in der schweiz laufen wir auf einen crash hinaus.

Hallo Agraros
glaubst du wirklich, dass es zu einem crash kommt?
Was heisst für dich , ein crash?

Ich denke, grösser werden ist nicht nur eine Frage des Geldes; es ist schlicht unmöglich.Bei uns in der Region läuft es doch immer gleich. Einer hört zwar auf mit Melken, wird sogar pensioniert, der Junior,  voll berufstätig ausserhalb der Lw.
übernimmt mit etwas Ackerbau.Freizeitbauer! Also es gibt gar kein Land, weder zu pachten geschweige denn zu kaufen.
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Gahmiaf
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« Antwort #67 am: 16.04.09, 22:32 »

Kann mir mal jemand sagen, zu welchem Preis es für die Schweinemäster interessant wird, Vollmilch zu verfüttern?
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schöne Grüße

Eggert
Lilli
Gast
« Antwort #68 am: 19.04.09, 12:06 »


Genau - das ist es!

Weg mit der Überlieferung!
Die Molkerei Piding (Berchtesgadener Land - Produkte) hat 10% Umsatzsteigerung, wichtige Marktanteile gesichtert und alles getan, um ihren Bauern bestmögliche Auszahlungspreise zu garantieren!!!! und was machen die Bauern:
über 40% der Bauern überlieferen ihre Quote!
Darüber sollten die Überlieferer mal nachdenken!
Lilli
(liefert an Meggle, einen der schlechtesten Milchpreisauszahler)
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Paula73
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Beiträge: 1297


« Antwort #69 am: 19.04.09, 14:07 »

Genau - das ist es!

Weg mit der Überlieferung!
Die Molkerei Piding (Berchtesgadener Land - Produkte) hat 10% Umsatzsteigerung, wichtige Marktanteile gesichtert und alles getan, um ihren Bauern bestmögliche Auszahlungspreise zu garantieren!!!! und was machen die Bauern:
über 40% der Bauern überlieferen ihre Quote!
Darüber sollten die Überlieferer mal nachdenken!
Lilli
(liefert an Meggle, einen der schlechtesten Milchpreisauszahler)



Ich denke wenn die Molkerei Probleme mit Überlieferungen hat wird sie es den Betreffenden schon klar machen. Von einigen habe ich schon gehört das nur die Quotenmengen voll bezahlt wird, die Überlieferung nur zum Spottmichpreis.

Letzten Endes muss eh jeder für sich selbst entscheiden wieviel Milch er liefert oder auch nicht . Es ist nicht an anderen, jemanden ein schlechtes Gewissen für sein Handeln einzureden.
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