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Autor Thema: Wohin mit der Milch!?  (Gelesen 4650 mal)
reserl
Niederbayern
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 7016



« am: 07.03.09, 17:24 »


Als hier vor etwa zehn Jahren viele Milcherzeuger bei der hiesigen Genossenschaftsmolkerei gekündigt haben und eine MEG gründeten, gab es auch ein paar besorgte Stimmen, die sich fragten, ob einmal der Fall eintreten könnte, dass man seine Milch einmal nicht "an den Mann bringt".

Oft wurde dann damit argumentiert, dass bisher noch jeder Liter von den Molkereien abgeholt wurde...


Nun scheint das offenbar in manchen Gegenden nicht mehr so zu funktionieren. Embarrassed
Immer öfter hört und liest man, dass MEGs auf der Suche nach neuen Abnehmern sind und manche Milchbauern bald tatsächlich nicht wissen, welche Molkerei in Zukunft die Milch  abnimmt. Undecided


Wie seht ihr diese Entwicklung Huh
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lieben Gruß
Reserl


Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
fanni
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 4249



« Antwort #1 am: 07.03.09, 17:52 »

Ich denke Abnehmer wird es immer geben , nur zu welchem Preis Roll Eyes Roll Eyes

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Herzliche Grüße von Fanni
Matthias
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Beiträge: 596



« Antwort #2 am: 07.03.09, 18:15 »

Das ist das Problem, das hier einige noch nicht Wissen wo sie ab 1.4 ihre Milch abliefern können. Eine große Erzeugergemeinschaft in Sachsen liefert schon seit 3 Monaten ihre Milch zum Spotmarktpreis oder Rohstoffwert - Fracht. Von diesen Lieferanten wurde der Liefervertrag in der Regel selbst gekündigt bzw nicht verlängert (Stichwort Molkereihopping) Viele Molkereien können die Milch selbst nicht mehr verarbeiten und schaffen die Milch für 15 ct zum Trocknen, eine solche Molkerei wird keine fremde Milch mehr annehmen. Warum sollten sie auch wenn eine andere Molkerei bessere Konditionen bietet sind die die ersten die wieder verschwunden sind.

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Biobauer
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Geschlecht: Männlich
Beiträge: 1140



« Antwort #3 am: 07.03.09, 19:25 »

Hallo, was ich mittlerweile von so meisten milchviehhalter denke darf ich hier nicht schreiben , wäre grobe beleidigung .
was ich absolut ned versteh ist ihr lieferverhalten , wir haben ja di e letzten zwölf monate zwei extreme, einmal die hochpreisphase, da wurd e geliefert auf teufel komm raus, das kann man ja noch einigermassen nachvollziehen, wobei wir doch sowas wie ne quote haben .
was ich aber nicht mehr nachvolziehen kann ist ihre liefermentalität zur zeit, mir erklärte diese woche einer unserer grössten betriebe , er müsse nun wesentlich mehr melken wei er würde ja pro liter milch weniger verdienen.  Huh
ich habs schon ma hier im forum geschrieben , kein anderer berufszeig in der lw agiert dermassen seltsam wie die milchbauern. 
auch wenn ich nun arg anecke, ich hab mittlerweile mit keinen mehr  mitleid, von mir aus können gerne ein paar verschwinden.
servus
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Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962
Lexie
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Beiträge: 528


« Antwort #4 am: 07.03.09, 20:40 »


hallo

wir sind froh bei einer Meg zu sein. In meiner Nähe ist eine große Molkerei, deren Chefeinkäufer meinte
kürzlich an einem kleinen oder mittleren Betrieb haben wir in Zukunft kein Interesse mehr.  Wenn ich in
einer Meg organisiert bin, find ich, haben wir noch eher eine Chance als einzelne Milchviehbetriebe. Klar in
einer Größenordnung von einer halben Million aufwärts wird die Milch schon abgeholt, aber darunter ich weiß nicht.

LG
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gammi
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2618


« Antwort #5 am: 07.03.09, 21:46 »

Bei uns sind diejenigen Milchbauern, die in einer MEG organisiert waren wieder zu ihrer alten Molkerei zurückgekeht.
Der WEG ist ein guter Abnehmer abgesprungen und nun sind die Milchpreise in den Keller gefallen.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
geli.G
Landkreis BGL Obb.
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 2711


Ich liebe dieses Forum


WWW
« Antwort #6 am: 08.03.09, 21:33 »

Hallo,

folgendes hat uns die Molkerei (Milchwerke BGL) mit der letzten Abrechnung geschickt:

 Um den Überkapazitäten am Milchmarkt und dem daraus resultierenden Preisverfall der Milch entgegenzuwirken, appellieren wir an alle Mitglieder, ihre Liefermengen zu reduzieren.
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Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben.
Viele Grüße von Geli
Rika
Neuling
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Beiträge: 5


« Antwort #7 am: 10.03.09, 08:26 »

Hallo,

ein verlässlicher Abnehmer wird immer wichtiger, egal ob MEG oder Genossenschaftsmolkerei.

Die größte Sicherheit bietet meiner Meinung immer noch eine Genossenschaft, da hier eine Abnahmepflicht während meiner Mitgliedschaft besteht.
Eine MEG braucht noch eine Molkerei als Abnehmer. Diese Verträge laufen nach einigen Jahren aus und können gekündigt werden. Im Rahmen eines Neuvertrages kann sich die Abnahmemenge reduzieren und somit wäre nicht die ganze MEG mit einem neuen Vertrag versorgt.

Unverständlich sind für mich Kündigungen bei Molkereien mit der Annahme, "die nehmen mich sowieso wieder zurück". Hier werden noch einige sehr negativ überrascht werden.

Eine schöne Woche,
Rika
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Marjellche
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 341


« Antwort #8 am: 10.03.09, 09:06 »

Wohin mit der Milch? - Das werden sich diese österreichische Bauern jetzt auch fragen:

Molkereien kündigen 400 österreichischen Bauern die Lieferverträge
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Man muß immer einmal mehr aufstehen als man gefallen ist!
Lieben Gruß - Marjellche
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #9 am: 10.03.09, 10:31 »

Hallo Geli,
halten sich die Bauern daran?
Bis jetzt war doch bei vielen "Augen zu und durch" die Devise. Wer sich an die Quote hielt- wurde mitleidig belächelt.
Wenigstens sehen wir jetzt, was mit dem freuen Markt passieren kann.
Herzl. Grüsse
maria
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Annette
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Beiträge: 619



« Antwort #10 am: 10.03.09, 17:56 »

Hallo zusammen,

unser Milchkutscher erzählte vor ein paar Tagen, unsere Molkerei würde ja den Trockenturm 5 Std pro Tag mehr laufen lassen, das einzige Problem dabei ist - so ein Tag hat nur 24 Std  Lips Sealed

Auch wenn ich mich jetzt vielleicht bei einigen etwas unbeliebt mache, aber die Milch von denjenigen, die schon seit Wochen (um nicht zusagen seit Monaten) ihre Quote überliefern dürften die Molkereien eigentlich nicht mehr abholen - egal ob die bundesweite Quote unterliefert wird oder nicht. Wohin diese Milch dann geht - ?!? nicht unser bzw. das Problem der Molkerei, dafür ist auch in der freien Wirtschaft grundsätzlich der Produzent für zuständig.

LG Annette
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Lieber auf neuen Wegen stolpern, als in alten Bahnen auf der Stelle treten. (H.Hesse)
Lotta
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Beiträge: 2671


Cowboyerin :o)


« Antwort #11 am: 10.03.09, 18:15 »

Genau so sehe ich das auch!

Immer heisst es, es gibt zu viel Milch...aber alle liefern was das Zeug hält.
Als Begründung kommt dann- das muss der Markt regeln, da muss man sich soweoso drauf einstellen...  Roll Eyes

Grussi
Lotta
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
Luetten
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« Antwort #12 am: 10.03.09, 18:25 »

Auch ich möchte mich Annette und Lotta anschließen, wozu gibt es Verträge wenn sich keiner dran hält!
LG Petra
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Man sollte nie mit vollem Mund über Bauern schimpfen!
Mucki
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Leben und leben lassen


« Antwort #13 am: 10.03.09, 18:25 »

Hallo bin auch der meinug wie Anette und Lotte ,die übrliefer sollen schauen wo sie ihre Milch hintun.

Wir werden warscheindlich nun geteinigt ,aber ich möchte beton das wir noch nie überliefert haben,meist wureden wir belächelt so nach dem Motto die sind zu blöd ihre Milchleitung zu steigern,aber mein mann sagt warum soll cih steigern wen ich nicht meh kontigent habe.
liebe grüße Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
Marjellche
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Beiträge: 341


« Antwort #14 am: 10.03.09, 18:28 »

Liegt der jetzige Milchüberschuß wirklich an den Überlieferern?

Die letzten Hochrechnungen haben ergeben, daß die Quote dieses Jahr nicht voll wird. Auch wenn nicht überliefert wird, ist zuviel Milch da, heißt das für mich.

Ganz schlechte Voraussetzungen für die nächsten Preisverhandlungen.
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Man muß immer einmal mehr aufstehen als man gefallen ist!
Lieben Gruß - Marjellche
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