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Autor Thema: BDM-Aktionen / Wie gehts weiter?  (Gelesen 14330 mal)
Mucki
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Leben und leben lassen


« Antwort #60 am: 01.03.09, 17:52 »

Hallo Miriam,
weist du einen andern weg als den das wir alle zusammen haltem müßen,sollen ,dürfen, du redest immer von zwang.
Aber warum halten wir Milchbauern nicht freiwillig zusammen?
Hast du ander ziele als einen gerchten Lohn für unsere arbeit?
Warum funktionierts bei und nicht wie bei der gewrkschaft?
Weil du keine drei Bauern unter ein Hut kriegst und drum ändert sich auch nix.
Egal ob BDM oder Bauernverband,die schaffen es doch alle nicht ,uns unter einen hut zu bringen.
So lang nicht alle einsehen das wir nur gemeinsam Stark sind haben wir keien changse egal bei welchen verein.
Wen ich dieses ihr,der ,die ,schon höre steigt ihn mir immer mehr der gedanke ans aufhören um meien Ruhr zu haben vor dem ewigen ich allein gegen alle,den kein miteinander geibts bei uns doch nie oder?

  
Mal ne fragen an alle hir was wollt ihr eigendlich Huh
Dachte alle Milchbauer wollen einen gerechten Preis für ihre arbeit aber wen ich das hir lese zweifle ich daran,
das wir alle die selben ziele haben.
lg Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
Paula73
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« Antwort #61 am: 01.03.09, 18:44 »

Es funktioniert nicht wie bei den Gewerkschaften, weil Landwirte Unternehmer und nicht Angestellte sind.
Es werden eben nicht alle zusammenhalten weil die Voraussetzungen zu unterschiedlich sind, bei einem Milchpreis wo der eine schon im Geld schwimmt nagt der andere noch am Hungertuch, etwas überspitzt ausgedrückt. Was kommt dann als nächste Forderung, ein Einkommensausgleich, für die Benachteiligten ? Wäre ja auch gerecht oder ?
Man ist gemeinsam nicht zwangsläufig stark, wenn man sich immer an den "schwachen" orientiert bedeutete das für einige sich rückwärts zu bewegen zu müssen.

Eine Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen ob nun für oder gegen den BDM.100% Zustimmung gab es nur in der DDR.  Wer anderer Meinung ist muss das akzeptieren ohne dem anderen die Schuld für das event. Scheitern vorzuhalten.

Wenn doch D eine Vorreiterrolle in der EU einnehmen soll, warum nicht als erster Schritt der BDM erst mal in D.  Huh
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Mirjam
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Change happens!


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« Antwort #62 am: 01.03.09, 19:20 »

Hallo Mucki,

Nicht jeder Angestellte ist auch in einer Gewerkschaft und es gibt keinen Berufstand, Verein oder Land, wo man mehr 3 unter einen Hut bekommt - also nur ein Zeichen dafür, dass auch Bauern nur Menschen sind  Wink.

Nicht ich fing mit dem Zwang an, sondern ich fand ihn in den Aussagen von Frankenbauer.

Frage: Wie wollt ihr "alle Milchbauern" ins Milchboard bekommen? Und was ist der Plan B falls es nicht funktioniert?

Gruß Mirjam

« Letzte Änderung: 01.03.09, 19:22 von Mirjam » Gespeichert

Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
frankenbauer
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« Antwort #63 am: 01.03.09, 20:19 »

Manfred  Wink,

du bist sehr geschickt - erst gibst du mir recht und dann gibst du wieder denjenigen die schuld, die "nicht mitmachen" weil (als Umkehrschluss nicht Umkehrfrage) die ja "nichts bewegen wollen".

Als wenns wieder - keinen anderen Weg gäbe als den des BDM und des Milkboards.
Das ist wieder dieselbe Argumentation wie im Milchstreik, als es hieß: Da führt kein Weg drumrum.

Wieder das "wer nicht für uns ist - muss gegen uns/die Milchbauernzukunft sein"   Undecided Embarrassed.

Lädt das tatsächlich ein "freiwillig mitzumachen"? Wurde wirklich dazugelernt?

Mirjam


Hab ich irgenjemandem die "Schuld" gegeben?

Warum fühlst du dich angesprochen?

Wenn du nicht mitmachen willst, dann bitte! Hab ich doch nichts dagegen!

Ich sag hier doch nur meine Meinung! Oder darf man das hier nicht mehr?

Hallo Manfred,

warum gibts bei dir immer nur zwei Schubladen, wo du welche reinsteckst? z.B. die BDM-Erzeuger und die die gottgegeben alles hinnehmen - wer bitte schön sagt denn, dass diejenigen, die nicht im BDM sind, alles gottgegeben hinnehmen?

Wir machen seit Jahren viel Öffentlichkeitsarbeit für die Landwirtschaft, da hätt ich mir schon oft gewünscht, dass da mehr mitgezogen hätten - aber keine Zeit, das bringt doch eh nix usw.. Aber dann auf einmal haben sie Zeit, sich ständig was erzählen zu lassen, auf Veranstaltungen zu fahren,, wie man kämpft und sich wehrt? Aber jemanden zwingen, mit Standbetreuung zu machen oder so, der nicht dahinter steht bringt genausowenig wie jemand zwingen, an einem Strang zu ziehen, den er nicht für den richtigen hält.
In der Öffentlichkeitsarbeit zählt für mich steter Tropfen höhlt den Stein, auch wenn das wirklich anstrengend ist - mir persönlich aber auch Spass macht.

Roswitha



Du hast Recht, man kann niemanden zwingen etwas zu machen - da müssen manche im BDM noch einiges dazulernen!

Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass man etwas bewegen kann wenn wirklich alle im Milchboard sind!

Ich fordere euch auf GEHT DAZU - BRINGT EUCH EIN! Warum denn nicht?

Für mich gibt es keine Schubladen! Es gibt nur diejenigen die Angst davor haben ins Milchboard zu gehen (Warum auch immer? Huh) und es gibt eben solche die im Milchboard sind!

Es funktioniert nicht wie bei den Gewerkschaften, weil Landwirte Unternehmer und nicht Angestellte sind.
Es werden eben nicht alle zusammenhalten weil die Voraussetzungen zu unterschiedlich sind, bei einem Milchpreis wo der eine schon im Geld schwimmt nagt der andere noch am Hungertuch, etwas überspitzt ausgedrückt. Was kommt dann als nächste Forderung, ein Einkommensausgleich, für die Benachteiligten ? Wäre ja auch gerecht oder ?
Man ist gemeinsam nicht zwangsläufig stark, wenn man sich immer an den "schwachen" orientiert bedeutete das für einige sich rückwärts zu bewegen zu müssen.

Eine Entscheidung muss jeder für sich selbst treffen ob nun für oder gegen den BDM.100% Zustimmung gab es nur in der DDR.  Wer anderer Meinung ist muss das akzeptieren ohne dem anderen die Schuld für das event. Scheitern vorzuhalten.

Wenn doch D eine Vorreiterrolle in der EU einnehmen soll, warum nicht als erster Schritt der BDM erst mal in D.  Huh


Wir fordern nichts! Wir bekommen etwas! Warum soll einer der viel verdient nicht mehr verdienen wollen? Warum???

Wer nicht der Meinung ist muss nicht dazu gehen! Aber er kann dazu gehen wenn er der Meinung ist! Also - kein Zwang!!!

@ Mirjam

Hinsichtlich Zusammenhalt unter den Bauern wirst du sicher bald anderer Meinung sein!

Wo fandest du bitte Aussagen von Zwang! Hab ich gesagt du musst dazu? Nein ich habe nur gesagt man muss dazu wenn man etwas bewegen will! Warum fühlst du dich immer angesprochen?
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ElliMaus
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« Antwort #64 am: 01.03.09, 21:04 »

Hallo Frankenbauer,
ich weiß sehr gut das Bauernhöfe weit mehr sind als Arbeitsplätze und bin Mitglied im Milch Board, aber auf dich hätte ich meine Fragen sowieso nicht abgezielt. Wink

Hallo Matthias,
für mich sind Bauern keine Unternehmer! Den diese schreiben bekanntlich Rechnungen und müssen nicht nur auf Abrechnungen(was der Molkerei übrig bleibt) warten.
Zu den Gesetzen des Marktes:Wir Milcherzeuger müssen uns den Gesetzen des Marktes unterwerfen!?! Aber die Spielregeln werden von solchen Leuten bestimmt die nur Interesse an möglichst viel BILLIGER Milch haben und diese Konzernstrategie gibt es weltweit mit einer Ausnahme: Kanada!  Die gesetzlichen Regelungen(Spielregeln) werden dazu von diesen Interessen durch hampelmannartige Politiker festgelegt. Zu deiner "Entscheidungsfreiheit" kann ich sagen, gerade in schlechteren Zeiten wie diesen (Finanz-und Wirtschaftskrise) halten viele noch fester an ihren Betrieben. Warum sollen jetzt die "kleineren" Betriebe aufhören? Damit die Milchmenge sinkt und die "Zukunftsbetriebe" wieder auf einen besseren Milchpreis hoffen können?! Welch eine Idiotie!!! Und die Milchbauern egal ob groß oder klein(was ist schon groß oder klein??) lassen sich wunderbar gegeneinander ausspielen das es für die obengenannten Interessen nur so eine Freude ist...Eine Frage noch dazu: Wir haben einen 40-Kuhbetrieb(sind sogar die zweitgrößten im Dorf  Wink ) und haben noch schlappe 20 Jahre bis zur sogenannten Altersruhe. Sind wir jetzt in deinen Augen ein Zukunftsbetrieb oder ein auslaufender ?? 
Auch ein großes Problem in den Köpfen mancher Milchbauern ist immer noch dieses alte Denkmuster vom "Wachsen oder Weichen"!  Sad  Genau mit dieser Denkweise macht ihr doch nur den obengenannten Interessen wieder Freude!!
Zum Milchboard: Warum wird hier mit Angstmacherei und Haarspaltereien gearbeitet? Es gibt für einige Leute doch nichts Schlimmeres als das die Milcherzeuger es merken könnten das eine Bündelung vorteilhaft für sie wäre! Genau deshalb darf es nicht so weit kommen, schließlich könnten auch dann die anderen Sparten (Fleisch, Getreide, Holz...) auf diese Idee kommen...
Um den Molkereien es zu ermöglichen den Milchbauern einen kostendeckenden Milchpreis auszuzahlen wäre die Umsetzung der BDM-Forderungen vom Milchgipfel sehr notwendig gewesen. Aber wie das gelaufen ist weiß ja wohl jeder hier.

                                   Grüße an alle   Martina
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Arbeite um zu leben und lebe nicht um zu Arbeiten!
Matthias
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« Antwort #65 am: 01.03.09, 21:17 »

Hallo Frankenbauer,
ich weiß sehr gut das Bauernhöfe weit mehr sind als Arbeitsplätze und bin Mitglied im Milch Board, aber auf dich hätte ich meine Fragen sowieso nicht abgezielt. Wink

Hallo Matthias,
für mich sind Bauern keine Unternehmer! Den diese schreiben bekanntlich Rechnungen und müssen nicht nur auf Abrechnungen(was der Molkerei übrig bleibt) warten.
Zu den Gesetzen des Marktes:Wir Milcherzeuger müssen uns den Gesetzen des Marktes unterwerfen!?! Aber die Spielregeln werden von solchen Leuten bestimmt die nur Interesse an möglichst viel BILLIGER Milch haben und diese Konzernstrategie gibt es weltweit mit einer Ausnahme: Kanada!  Die gesetzlichen Regelungen(Spielregeln) werden dazu von diesen Interessen durch hampelmannartige Politiker festgelegt. Zu deiner "Entscheidungsfreiheit" kann ich sagen, gerade in schlechteren Zeiten wie diesen (Finanz-und Wirtschaftskrise) halten viele noch fester an ihren Betrieben. Warum sollen jetzt die "kleineren" Betriebe aufhören? Damit die Milchmenge sinkt und die "Zukunftsbetriebe" wieder auf einen besseren Milchpreis hoffen können?! Welch eine Idiotie!!! Und die Milchbauern egal ob groß oder klein(was ist schon groß oder klein??) lassen sich wunderbar gegeneinander ausspielen das es für die obengenannten Interessen nur so eine Freude ist...Eine Frage noch dazu: Wir haben einen 40-Kuhbetrieb(sind sogar die zweitgrößten im Dorf  Wink ) und haben noch schlappe 20 Jahre bis zur sogenannten Altersruhe. Sind wir jetzt in deinen Augen ein Zukunftsbetrieb oder ein auslaufender ?? 
Auch ein großes Problem in den Köpfen mancher Milchbauern ist immer noch dieses alte Denkmuster vom "Wachsen oder Weichen"!  Sad  Genau mit dieser Denkweise macht ihr doch nur den obengenannten Interessen wieder Freude!!
Zum Milchboard: Warum wird hier mit Angstmacherei und Haarspaltereien gearbeitet? Es gibt für einige Leute doch nichts Schlimmeres als das die Milcherzeuger es merken könnten das eine Bündelung vorteilhaft für sie wäre! Genau deshalb darf es nicht so weit kommen, schließlich könnten auch dann die anderen Sparten (Fleisch, Getreide, Holz...) auf diese Idee kommen...
Um den Molkereien es zu ermöglichen den Milchbauern einen kostendeckenden Milchpreis auszuzahlen wäre die Umsetzung der BDM-Forderungen vom Milchgipfel sehr notwendig gewesen. Aber wie das gelaufen ist weiß ja wohl jeder hier.

                                   Grüße an alle   Martina

Ich habe nirgends groß oder klein ins Spiel gebracht. Landwirte sind Unternehmer, da sie an einem Markt teilnehmen, ein Produkt herstellen und dafür einen gewissen Preis erzielen, wer das nicht zu diesem Preis kann, der sollte auch nicht an dem Markt teilnehmen, es sei denn er bezeichnet es als sein Hobby. . Es wird ja immer so getan als wäre Bündelung eine Idee des BDM, unsere MEG ist 10 Jahre alt und bündelt seit dieser Zeit 28 Mio kg Milch und ist damit eine der kleinsten Meg´s in Sachsen.

Erzähle mir doch mal wie weit das Milkboard Europa oder Weltweit entwickelt ist. Es nix mit Angst oder nicht probieren wollen zu tun. Die Umsetzung des Milkboardes mit seinen 40 ct, 43 ct oder noch mehr Basispreises bewirk nur eines, ein Zurückfahren und mittelfristig eine Verabschiedung Deutschlands aus der Milchproduktion.
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Sissy007
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« Antwort #66 am: 01.03.09, 21:20 »

Zitat
Du hast Recht wie gesagt der bessere wird überleben - und das ist auch gut so!

Aber - sind nicht alle Bauern auf der ganzen Welt an einem guten Milchpreis interessiert?

Warum brauchen WIR BAUERN einen Außenschutz? Bündeln heißt die Devise - und zwar weltweit!

Es ist ein Prozess der sich entwickelt! Aber wir müssen den Anfang machen! Der jetzt eintretende Milchpreis wird uns in Wirklichkeit stärken!

Warum denn nicht "Leben und Leben lassen"?
Wenn alles so klar ist, dann kann das Milchboard diese Fragen beantworten. Oder vielleicht kannst du die Fragen beantworten: Hier ein Auszug der 30 Fragen.

Das Marktstrukturgesetz erwähnt in den Paragrafen 2 Abs.2 Nr. 4, 3 Abs. 1 Nr. 8 und 4 Abs. 1 Nr. 2,
dass eine genehmigte Erzeugergemeinschaft den Wettbewerb auf dem Markt nicht ausschließen darf.
Folgendes Zitat ist aus der „unabhängigen Bauernstimme“ entnommen:

„Damit der notwendige Druck gegenüber den abnehmenden Molkereien aufgebaut werden
kann, wird das Milchboard nach Aussage von Johannes Bayrhof (Vorstandsmitglied) erst
ab einer Bündelung von 70 bis 80 Prozent der Milchbauern aktiv werden. Weigern sich die
Molkereien dann, den geforderten Basispreis zu zahlen, sind die Mitglieder verpflichtet,
ihre Milch nicht mehr anzudienen.“

9. Ist unter der Formulierung zu verstehen, dass die im Milchboard vereinten Milcherzeuger
ihrer Molkerei den Rohstoff vorenthalten, um die Molkereien unter Druck zu setzen?


Die geplante Vorgehensweise erinnert an den vom Bund der Milchviehhalter e.V. initiierten Milch-
streik im Sommer 2008. Der gemeinschaftliche Entzug des Rohstoffes zur Ausübung von Druck ge-
genüber Molkereien wurde vom Kartellamt als verbotener Boykott eingestuft.
Zitat:
Es wird festgestellt, dass der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V., Freising, im
Rahmen der „Milchpreisoffensive 2008“ zum Boykott der Molkereien aufgerufen hat, die
von Milchviehhaltern in Deutschland mit Rohmilch beliefert werden, und dass dieser Auf-
ruf einen Verstoß gegen das Boykottverbot des § 21 Absatz 1 GWB darstellte.


10. Liegt dem Milchboard ein Gutachten eines anerkannten Rechtsgelehrten vor, dass ein Milch-
lieferboykott seiner Mitglieder legitimiert ist?

11. Gibt es vom Bundeskartellamt eine Zusage, dass ein Milchlieferboykott durch Mitglieder der
Milchboards erlaubt sei?

12. Wenn das Milchboard die Kontrolle über 70 bis 80 Prozent der Milcherzeuger ausübt, wird
dann der Wettbewerb um Rohmilch behindert?

 oder diese Fragen:

Laut Aussage Johannes Bayrhof, sind alle Mitglieder verpflichtet, im Falle dass die Molkerei den ge-
forderten Milchpreis nicht bezahlt, ihre Milch „nicht mehr anzudienen“ – seinem Abnehmer den
Rohstoff Milch zu entziehen.

14. Wer kontrolliert, ob die Mitglieder die Milch zum festgelegten Mindestpreis verkaufen?

15. Wer kontrolliert, ob die sich die Mitglieder am Milchlieferboykott beteiligen?

16. Wie kontrolliert das Milch Board den Auszahlungspreis der abnehmenden Molkereien, Ver-
wertungsgesellschaften, Milchhändler?

17. Was geschieht, wenn ein Milchboard-Mitglied seine Milch zu einem geringeren Preis als den
festgesetzten Mindestpreis verkauft?

18. Werden gegen Mitglieder, die ihre erzeugte Milch zu einem niedrigeren Preis als dem festge-
legten Basispreis veräußern, Sanktionen verhängt?

a. Wenn ja, wer verhängt Sanktionen?
b. Welche Sanktionen werden verhängt?
c. Werden auch dann Sanktionen verhängt, wenn ein Mitglied keinen Abnehmer findet,
der den festgesetzten Mindestpreis leisten kann/will?
d. Muss ein Mitglied darüber Nachweis erbringen? Wenn ja, welchen?
e. Wie werden beschlossene Sanktionen durchgesetzt?

21. Was geschieht, wenn eine Molkerei den vom Milchboard festgesetzten Mindestpreis nicht er-
wirtschaften kann?

22. Werden die Mitglieder des Milchboards verpflichtet, gegen diesen Abnehmer Sanktionen, wie
z.B. Rohstoffentzug durchzusetzen?

23. Werden die Mitglieder einer Genossenschaftsmolkerei gezwungen, von der eigenen Genos-
senschaft den Mindestpreis zu verlangen, obwohl er nicht erwirtschaftet wird und dadurch
absehbar ihre Geschäftsanteile in Gefahr geraten?

In den Satzungen der Milcherzeugergenossenschaften ist üblicherweise eine Andienungspflicht enthal-
ten. Andererseits ist das Milchboard-Mitglied per Satzung verpflichtet, die „Regeln“ des Milchboards
einzuhalten, z.B. sich an einem Lieferboykott zu beteiligen. Konflikte sind absehbar.

24. Welche Satzung hat Im Konfliktfall Vorrang, die des Milchboards oder die der Genossen-
schaft?

25. Gibt es darüber ein Gutachten eines anerkannten Rechtsgelehrten?

26. Unterliegen Mitglieder, die ihre Milch ausländischen Verwertern verkaufen auch dem Min-
destpreis des Milchboards?

In den EU-25 Ländern wurden in 2006 ca. 1,6 Mio. Milcherzeuger gezählt.

27. Wie viele Mitglieder hat das European Milk Board?

28. Wie kann das Milchboard verhindern, dass sich deutsche Molkereien im EU-Ausland mit dem
Rohstoff Milch eindecken?

29. Auf welcher Grundlage werden die einmaligen und laufenden Kosten des Betriebes des
Milchboards kalkuliert?

30. Welche Verwaltungskosten entstehen, wenn ca. 70 % der deutschen Milcherzeuger im Milch-
board organisiert sind?

Bevor ich mich 3 Jahre binde, will ich wissen, was auf mich zu kommt. Nicht mehr und nicht weniger. Das Board beschäftigt einen REchtsanwalt, der wird das doch beantworten können.
Sissy
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Eine Möwe bin ich von keinem Land.
Da Woid is sche
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« Antwort #67 am: 01.03.09, 22:01 »


Landwirte sind Unternehmer, da sie an einem Markt teilnehmen, ein Produkt herstellen und dafür einen gewissen Preis erzielen, wer das nicht zu diesem Preis kann, der sollte auch nicht an dem Markt teilnehmen, es sei denn er bezeichnet es als sein Hobby. .


Hallo?!? Seit wann ERZIELEN wir Landwirte denn einen gewissen Preis??? Ist es dein ZIEL 20 - 25 Cent/l Milch zu erhalten? Wir liefern unser Produkt doch nur ab und bekommen das Geld, dass vom Kuchen übrig bleibt. Ist das deine Auffassung von "am Markt teilnehmen"?
Überhaupt erinnern mich deine Formulierungen hier schon sehr an "wachsen oder weichen"... Nichts dazugelernt...

Ella

PS: Auch mich würde mal interessieren, ob man mit einem 40-Kuh-Betrieb bereits zu denen zählt, die nicht erwünscht sind.
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It's nice to be a Preiß, but it's higher to be a Bayer! *g*
Matthias
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« Antwort #68 am: 01.03.09, 22:18 »


Landwirte sind Unternehmer, da sie an einem Markt teilnehmen, ein Produkt herstellen und dafür einen gewissen Preis erzielen, wer das nicht zu diesem Preis kann, der sollte auch nicht an dem Markt teilnehmen, es sei denn er bezeichnet es als sein Hobby. .


Hallo?!? Seit wann ERZIELEN wir Landwirte denn einen gewissen Preis??? Ist es dein ZIEL 20 - 25 Cent/l Milch zu erhalten? Wir liefern unser Produkt doch nur ab und bekommen das Geld, dass vom Kuchen übrig bleibt. Ist das deine Auffassung von "am Markt teilnehmen"?
Überhaupt erinnern mich deine Formulierungen hier schon sehr an "wachsen oder weichen"... Nichts dazugelernt...

Ella

PS: Auch mich würde mal interessieren, ob man mit einem 40-Kuh-Betrieb bereits zu denen zählt, die nicht erwünscht sind.

Wir liefern nix ab, unsere Milch wird abgeholt  Wink

Mein Ziel ist sicher keine 20-25 ct je kg , ich denke auch das zu diesem Preis keiner produzieren kann. Ich empfehle auch keinen das er aufhören , oder das er wachsen soll. Ich würde nur jedem empfehlen zu schauen ob er zu gewissen Konditionen produzieren kann. Dazu ist es in erster Linie zu wissen zu welchem Preis man produziert. Ich denke auch fest das es nicht von der Betriebsgröße abhängt, ich hab letztes Jahr Betriebe kennenlernen können denen ich durchaus zutraue auch mit 40 Kühen Gewinn zu erzielen. Natürlich sind mit größeren Herden Kostendegressionen möglich, aber nicht um jeden Preis. Und hier fängt die Solidarität ja schon an, wenn sich die Landwirte bei jedem ha Land mit Astronomischen Preisen überbieten und dann noch extreme Quotenkosten die Kasse belasten die ja nur denen nützen die Aufhören, dann hab ich da kein Verständniss mehr.

Ich habs schon einige male gesagt: Man kann sich BZA´s gleichgelagerter Betriebe (also selbe Größe)im selben Bundesland anschauen, da gibt es in der Regel unterschiede von 10 ct je Kg Milch auf der Kostenseite, und das sind nur die Betriebe die sich mit den Zahlen auseinandersetzen. Da gibt es sicher eine Dunkelziffer wo es noch düsterer aussieht. Die Frage ist, an wem orientiert man sich bei der Feststellung des Mindestpreises.
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Paula73
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« Antwort #69 am: 01.03.09, 22:44 »

Nur mal so zum Stichwort Milch ist Macht. Hier gibt es zur Zeit viele Milchproduzenten, die heut nicht wissen ob oder wer morgen ihre Milch abnimmt und verzweifelt nach einer Molkerei suchen die ihnen einen Vertrag geben. Der Preis ist dabei fast Nebensache, zum Teil ist von 16 Cent die Rede, Verträge gibt es trotzdem kaum.
Viele von ihnen sind Betriebe welche im vom BDM geschürten Optimismus im der Hochpreisphase  der letzten 1,5 Jahre ihre Verträge gekündigt haben weil sie dachten "Milch ist Macht". Partien von 25 Mio Liter bekommen hier keine Verträge mehr. Solidarität mit der eigenen Molkerei, Mai/Juni 08 schon Verrat, ich denke der eine oder andere sieht das jetzt anders. 

 
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frankenbauer
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« Antwort #70 am: 02.03.09, 01:36 »

[

Gut ich bin sachlich und Fragen sind ja erlaubt.

Wie will das Milkboard den Preis durchsetzten, wenn das Mittel Milchentzug vom Tisch ist?

Wie soll die Rechtsgültigkeit erhalten werden?

Da D die Vorreiterrolle Eu-weit, bzw. Weltweit führen soll, wie soll verhindert werden, dass wir teilweise mit Milch aus dem Ausland versorgt werden? Zusatzfrage, wie stehen andere Staaten zum Milkboard?

Frankenbauer, ich hab hier von Anfang an Fragen gestellt (kannst gerne nachlesen), Antworten habe ich hier und auch im realen Leben (ich kenn unseren BDM-Kreischef sehr gut) nicht bekommen. Einige davon hat mir Realität letztes Jahr gegeben. Solange ich keine Antworten (ich meine jetzt nicht Ausweichen, Ablenken oder mich in eine Ecke stellen) bekomme, werde ich mich mit Sicherheit nicht für das MB entscheiden, wenn Göga anderer Meinung ist, kann er mit seinem Anteil der Quote ja einsteigen, zu Streit innerhalb der Familie wird es deswegen mit Sicherheit nicht kommen. Aber bisher sieht es nicht so aus.

Frankenbauer, falls Du jetzt meinst ich weise wieder auf die Risiken hin und nicht auf das Positive, dann lass Dir gesagt sein, dass ich es für sehr wichtig halte, auch die Riskoseite zu kennen und mit einzukalkulieren. Alles andere ist für mich nur Naivität oder Blauäuigkeit.

Ich persönlich bin nämlich der Meinung, dass man mit stichhaltigen Argumenten, die auch Nachfragen ertragen,  die Menschen überzeugen kann...


Lieber Frankenbauer,
ich habe Dir sachliche Fragen gestellt und erhoffe mir immer noch eine sachliche Beantwortung meiner Fragen.
Hier gehts nämlich um die Sache, zeig mir was das MB leisten kann und wie es sein wird, anders kannst mich nämlich nicht überzeugen....
Zeig mir das es Dir auch um die Sache geht.



Lieber Frankenbauer,
ich habe Dir sachliche Fragen gestellt und erhoffe mir immer noch eine sachliche Beantwortung meiner Fragen.
Hier gehts nämlich um die Sache, zeig mir was das MB leisten kann und wie es sein wird, anders kannst mich nämlich nicht überzeugen....
Zeig mir das es Dir auch um die Sache geht.



[/quote]

Frage!Wie will das Milkboard den Preis durchsetzten, wenn das Mittel Milchentzug vom Tisch ist?

Gegenfrage! Was wäre denn wenn alle Milcherzeuger beim Milchboard wären? Wenn du nicht zum Milchbaord gehst wirst du es nie erfahren!


Frage!Wie soll die Rechtsgültigkeit erhalten werden?

Gegenfrage! Was bedeutet denn für dich "Recht"? Wer hat denn "Recht"?

Frage!Da D die Vorreiterrolle Eu-weit, bzw. Weltweit führen soll, wie soll verhindert werden, dass wir teilweise mit Milch aus dem Ausland versorgt werden? Zusatzfrage, wie stehen andere Staaten zum Milkboard?

Wenn wirklich alle Milchviehhalter im Milchboard sind! Meinst du nicht die Politik müsste das in irgendeiner Art und Weise berücksichtigen? Politik richtet sich in Wirklichkeit doch immer nach Gesellschaftlichen Gegenbenheiten und nicht andersherum! Wer sagt denn dass immer alles gleich auf einmal gemacht werden muss? Warum soll man immer sofort einen guten Milchpreis haben? Es geht doch nur darum Rahmenbedingungen zu verändern! Wenn wirklich alle im Milchboard wären meinst du die Politik könnte das ignorieren? Das Ziel des Milchboard ist es am Ende nicht nur Europaweit sondern auch weltweit die Milch zu bündeln! Und dann brauchen wir auch keinen Außenschutz mehr!

Wie stehen andere Staaten zum Milchboard?

Frage dich lieber wie ander Milcherzeuger denn zum Milchboard stehen und nicht andere Länder! Für mich gibt es keine Länder! Denn wir Milcherzeuger sitzen in Wirklichkeit doch alle in einem Boot! Warum soll es nicht gelingen Milcherzeuger in Europa und weltweit zusammen zu bringen! Warum fragst du immer nach anderen und handelst nicht selbst? Meinst du nicht Milcherzeuger in anderen Ländern sind nicht an einem guten Milchpreis interessiert?

Ich denke wenn du auf meine Fragen antwortest kann ich dir auf deine Fragen eine Antwort geben!
« Letzte Änderung: 02.03.09, 01:40 von frankenbauer » Gespeichert
frankenbauer
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« Antwort #71 am: 02.03.09, 02:30 »


Das Marktstrukturgesetz erwähnt in den Paragrafen 2 Abs.2 Nr. 4, 3 Abs. 1 Nr. 8 und 4 Abs. 1 Nr. 2,
dass eine genehmigte Erzeugergemeinschaft den Wettbewerb auf dem Markt nicht ausschließen darf.
Folgendes Zitat ist aus der „unabhängigen Bauernstimme“ entnommen:

„Damit der notwendige Druck gegenüber den abnehmenden Molkereien aufgebaut werden
kann, wird das Milchboard nach Aussage von Johannes Bayrhof (Vorstandsmitglied) erst
ab einer Bündelung von 70 bis 80 Prozent der Milchbauern aktiv werden. Weigern sich die
Molkereien dann, den geforderten Basispreis zu zahlen, sind die Mitglieder verpflichtet,
ihre Milch nicht mehr anzudienen.“

9. Ist unter der Formulierung zu verstehen, dass die im Milchboard vereinten Milcherzeuger
ihrer Molkerei den Rohstoff vorenthalten, um die Molkereien unter Druck zu setzen?


Was bedeutet denn für dich Wettbewerb? Wettbewerb ist ein dehnbarer Begriff!
So wie du es sagst ist es sicherlich

Die Frage ist doch nur wird es jemals dazu kommen? Warum sollte es denn dazu kommen wenn alle im Milchboard sind?

Die geplante Vorgehensweise erinnert an den vom Bund der Milchviehhalter e.V. initiierten Milch-
streik im Sommer 2008. Der gemeinschaftliche Entzug des Rohstoffes zur Ausübung von Druck ge-
genüber Molkereien wurde vom Kartellamt als verbotener Boykott eingestuft.
Zitat:
Es wird festgestellt, dass der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter e.V., Freising, im
Rahmen der „Milchpreisoffensive 2008“ zum Boykott der Molkereien aufgerufen hat, die
von Milchviehhaltern in Deutschland mit Rohmilch beliefert werden, und dass dieser Auf-
ruf einen Verstoß gegen das Boykottverbot des § 21 Absatz 1 GWB darstellte.


10. Liegt dem Milchboard ein Gutachten eines anerkannten Rechtsgelehrten vor, dass ein Milch-
lieferboykott seiner Mitglieder legitimiert ist?


Das Marktstrukturgesetz erlaubt es Verkaufsregeln festzusetzen! Deshalb darf auch ein Mindestpreis festgesetzt werden! Denn das ist auch eine Verkaufsregel!

Es ist doch in Wirklichkeit so dass man überall Preisabsprachen findet - nur nicht in der Landwirtschaft! Dabei sind wir eigentlich die einzigen, die das auch dürfen!

11. Gibt es vom Bundeskartellamt eine Zusage, dass ein Milchlieferboykott durch Mitglieder der
Milchboards erlaubt sei?

Siehe Antwort auf Frage 10!


12. Wenn das Milchboard die Kontrolle über 70 bis 80 Prozent der Milcherzeuger ausübt, wird
dann der Wettbewerb um Rohmilch behindert?


Was ist denn Wettbewerb? Kann bei einem Basispreis kein Wettbewerb mehr stattfinden?

Laut Aussage Johannes Bayrhof, sind alle Mitglieder verpflichtet, im Falle dass die Molkerei den ge-
forderten Milchpreis nicht bezahlt, ihre Milch „nicht mehr anzudienen“ – seinem Abnehmer den
Rohstoff Milch zu entziehen.

14. Wer kontrolliert, ob die Mitglieder die Milch zum festgelegten Mindestpreis verkaufen?


Warum muss kontrolliert werden ob ein Milchbauer seine Milch billiger verkauft als nötig? - Wer ist so blöd?

15. Wer kontrolliert, ob die sich die Mitglieder am Milchlieferboykott beteiligen?

Es wird zu keinem Lieferstreik mehr kommen!


16. Wie kontrolliert das Milch Board den Auszahlungspreis der abnehmenden Molkereien, Ver-
wertungsgesellschaften, Milchhändler?


Um das zu wissen, müssen erst alle im Milchboard sein! Wie es genau geht weiß niemand! Aber warum sollte man deshalb nicht ins Milchboard?

17. Was geschieht, wenn ein Milchboard-Mitglied seine Milch zu einem geringeren Preis als den
festgesetzten Mindestpreis verkauft?


Warum sollte er? Wer ist so blöd und verkauft seine Milch billiger als nötig? Warum sollte ein Landwirt nicht unternehmerisch denken?

18. Werden gegen Mitglieder, die ihre erzeugte Milch zu einem niedrigeren Preis als dem festge-
legten Basispreis veräußern, Sanktionen verhängt?

a. Wenn ja, wer verhängt Sanktionen?
b. Welche Sanktionen werden verhängt?
c. Werden auch dann Sanktionen verhängt, wenn ein Mitglied keinen Abnehmer findet,
der den festgesetzten Mindestpreis leisten kann/will?
d. Muss ein Mitglied darüber Nachweis erbringen? Wenn ja, welchen?
e. Wie werden beschlossene Sanktionen durchgesetzt?


siehe Antwort auf die Fragen 14 u. 17

Warum misstraust du dem Milchboard?

21. Was geschieht, wenn eine Molkerei den vom Milchboard festgesetzten Mindestpreis nicht er-
wirtschaften kann?


Siehst du - das ist doch nicht unser Problem! Müssen die Molkereien eben dafür sorgen, dass nicht zu viel Milch am Markt ist, dann können sie diesen auch erwirtschaften! Es muss nur der Druck von uns da sein! Mit genügend Druck von uns geht alles!

22. Werden die Mitglieder des Milchboards verpflichtet, gegen diesen Abnehmer Sanktionen, wie
z.B. Rohstoffentzug durchzusetzen?


Wenn der gute Wille einer Molkerei erkennbar ist, sich für die Sache einzusetzen, wird es auch keine Sanktionen geben!

23. Werden die Mitglieder einer Genossenschaftsmolkerei gezwungen, von der eigenen Genos-
senschaft den Mindestpreis zu verlangen, obwohl er nicht erwirtschaftet wird und dadurch
absehbar ihre Geschäftsanteile in Gefahr geraten?


siehe Antwort auf Frage 21!

Woher kommt das Einkommen! Aus den Geschäftsanteilen oder vom Milchpreis?

24. Welche Satzung hat Im Konfliktfall Vorrang, die des Milchboards oder die der Genossen-
schaft?


Welchen Konflikt meinst du genau? Werde bitte konkreter! - Für mich gibt es keine Konflikte zwischen Milchboard und Molkereien!

25. Gibt es darüber ein Gutachten eines anerkannten Rechtsgelehrten?

Benutze einmal deinen gesunden Menschenverstand!

“Gesunder Menschenverstand ist das Talent, die Dinge zu sehen, wie sie sind, und Dinge zu tun, wie sie getan werden sollten.”


26. Unterliegen Mitglieder, die ihre Milch ausländischen Verwertern verkaufen auch dem Min-
destpreis des Milchboards?


Wenn alle Milcherzeuger in Europa gebündelt sind, wird sich diese Frage nicht mehr stellen!

27. Wie viele Mitglieder hat das European Milk Board?

Soweit ich weiß im Moment rd. 80000, können aber auch mehr sein!
Der Milchpreis wird alle Milchviehhalter dazu bringen dazuzugehen!

28. Wie kann das Milchboard verhindern, dass sich deutsche Molkereien im EU-Ausland mit dem
Rohstoff Milch eindecken?


Siehe Antwort auf Frage 26

29. Auf welcher Grundlage werden die einmaligen und laufenden Kosten des Betriebes des
Milchboards kalkuliert?


Die Mitgliedschaft ist freiwillig! Wenn du nicht willst musst du nicht dazu gehen!

30. Welche Verwaltungskosten entstehen, wenn ca. 70 % der deutschen Milcherzeuger im Milch-
board organisiert sind?


Das einzige, an was ich interessiert bin ist ein kostendeckender Milchpreis! Wie gesagt Leben und Leben lassen!

Bevor ich mich 3 Jahre binde, will ich wissen, was auf mich zu kommt. Nicht mehr und nicht weniger. Das Board beschäftigt einen REchtsanwalt, der wird das doch beantworten können.
Sissy


Ich hoffe deine fragen ausreichend beantwortet zu haben! Für die Fragen für die ich ein Gegenfrage gestellt habe bitte ich dich freundlichst um eine Antwort, damit ich auch diese Fragen beantworten kann!

Gruß Manfred






« Letzte Änderung: 02.03.09, 02:35 von frankenbauer » Gespeichert
frankenbauer
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« Antwort #72 am: 02.03.09, 02:44 »

Wir liefern nix ab, unsere Milch wird abgeholt  Wink

Mein Ziel ist sicher keine 20-25 ct je kg , ich denke auch das zu diesem Preis keiner produzieren kann. Ich empfehle auch keinen das er aufhören , oder das er wachsen soll. Ich würde nur jedem empfehlen zu schauen ob er zu gewissen Konditionen produzieren kann. Dazu ist es in erster Linie zu wissen zu welchem Preis man produziert. Ich denke auch fest das es nicht von der Betriebsgröße abhängt, ich hab letztes Jahr Betriebe kennenlernen können denen ich durchaus zutraue auch mit 40 Kühen Gewinn zu erzielen. Natürlich sind mit größeren Herden Kostendegressionen möglich, aber nicht um jeden Preis. Und hier fängt die Solidarität ja schon an, wenn sich die Landwirte bei jedem ha Land mit Astronomischen Preisen überbieten und dann noch extreme Quotenkosten die Kasse belasten die ja nur denen nützen die Aufhören, dann hab ich da kein Verständniss mehr.

Ich habs schon einige male gesagt: Man kann sich BZA´s gleichgelagerter Betriebe (also selbe Größe)im selben Bundesland anschauen, da gibt es in der Regel unterschiede von 10 ct je Kg Milch auf der Kostenseite, und das sind nur die Betriebe die sich mit den Zahlen auseinandersetzen. Da gibt es sicher eine Dunkelziffer wo es noch düsterer aussieht. Die Frage ist, an wem orientiert man sich bei der Feststellung des Mindestpreises.


Warum ist es so schlimm für Land viel zahlen zu können? Land ist die Lebensgrundlage unserer Betriebe, die ihren absolut berechtigten Wert hat! Warum denkt man nicht andersherum?

Meiner Ansicht nach sollte der Basispreis von Jahr zu Jahr, von Gebiet zu Gebiet unterschiedlich sein! Man sollte das vergangene Jahr heranziehen um - je nach Gebietslage einen Basispreis festsetzen zu können! So wäre man auch vor Umweltkatastrophen besser geschützt und bräuchte keine staatliche Hilfen!

Du hast Recht - Bauern sind Unternehmer! Deshalb auch ein "Kostendeckender Milchpreis"!
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Mirjam
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Change happens!


WWW
« Antwort #73 am: 02.03.09, 07:57 »

@ Mirjam

Hinsichtlich Zusammenhalt unter den Bauern wirst du sicher bald anderer Meinung sein!

Wo fandest du bitte Aussagen von Zwang! Hab ich gesagt du musst dazu? Nein ich habe nur gesagt man muss dazu wenn man etwas bewegen will! Warum fühlst du dich immer angesprochen?

Hallo Manfred,

versprich mir nix, was sicher nicht eintreten wird. Meine Einstellung/Erfahrung - und das macht mich so traurig, betroffen - ist, dass noch nie etwas so viele (Milch-)Bauern entzweit hat (nicht mal der BV) wie der vom BDM innitierte Milchstreik. Und dann höre und lese ich hier die "Zusammenhalte-Paraloen"  Roll Eyes und dazu kann ich dann nicht ruhig sein.
Erst letzte Woche hatte ich eine Tour über 2 Länder und 4 Bundesländer rein Milchviehbetriebsbesuche und genügend Zeit mich mit jemanden aus der Milcherfassung (welcher selbst aus der Milchviehhaltung stammt) zu unterhalten  Embarrassed Lips Sealed.

Gerne! Lasse ich mich vom Gegenteil überzeugen das das ganz schnell wieder ausheilt, aber daran glaube ich so sehr wie Sissy an die Rechtsgültigkeit der Milkboardgeschichte oder dass "wenn alle Bauern zusammenhalten sich die rechtstaatlichen Voraussetzungen ändern"!

Fragen wir doch mal andersherum hier im Forum: Von denjenigen, die damals nicht mitgestreikt haben - wer würde jetzt dem Milchboard beitreten?
Wenn ja warum und wenn nein: Warum nicht?

Gruß Mirjam
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
fanni
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« Antwort #74 am: 02.03.09, 08:33 »

*klink* *plinkl*

auch ich klink mich jetzt aus der Diskussion aus,.denn es ist mir schlichtweg zu unübersichtlich (Zitatefunktion wäre jetzt auch nicht soooooo schwierig für einen HLS-Absolventen Lips Sealed Wink) ............Frankenbauer, bist du sicher dass du FÜR deine/unsere Sache irgendetwas bewegst in dieser Art und Weise?? Frage - Gegenfrage........oder mal ganz philosophisch - sind wir heute einen Schritt weiter - nein. Es wird immer nur das gleiche bestätigt.
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Herzliche Grüße von Fanni
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