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Umfrage
Frage: Wann wärt ihr bereit, den Hof aufzugeben?
wenn wir rote Zahlen schreiben
wenn das Ersparte weg ist
wenn der Hof der Bank gehört
wenn der Michpreis weiter sinkt
freiwillig nie
alternativ: den Hof umstrukturieren
wegen Förderung o.ä. muss weitergemacht werden

Seiten: [1] 2 3 4 ... 8 | Nach unten Drucken
Autor Thema: Milchpreis: wie lange damit den Hof halten, wann aufgeben?  (Gelesen 7918 mal)
Mucki
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Leben und leben lassen


« am: 17.02.09, 16:13 »

habe gestern mit meinem Mann die frage Diskutiert und bin nun neugierig auf eure gedanken und eure meinung
lieb.Wir haben beschlossen wen der Milchpreis soweit sinkt das wir uns verschulden hören wir vorher auf.

 grüßt Mucki




Titel geändert
« Letzte Änderung: 18.02.09, 11:14 von martina » Gespeichert

Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
samira
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« Antwort #1 am: 17.02.09, 16:19 »

Ich denk mal wenn wir sehen dass nichts mehr übrig bleibt dann ist schluss. Das ersparte ist ja immer mal wieder weg, wenn man was investiert in Maschinen oder Hausrenovierung usw.
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Liebe Grüße Samira
frankenpower41
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Ich liebe dieses Forum!


« Antwort #2 am: 17.02.09, 16:33 »

Hallo

Ich denk, da spielen viele Faktoren mit rein.  Sicher würden wir nicht um jeden Preis weiter produzieren, aber man muss ja auch Alternative haben.  Da spielt Alter auch mit rein.  Mit Mitte Fünfzig ist es ja nicht so einfach einen anderen Arbeitsplatz zu bekommen.  Wenn wir merken, dass es nicht mehr geht, dann wird halt nicht mehr investiert.  Vorläufig werden wir halt mal sehen, dass wir weitermachen. Die Lage in der Wirtschaft ist ja auch nicht  gerade rosig.  Ich habs erst vorhin mit Nachbarn gehabt, im Moment gehts uns vielleicht besser als denjenigen, die einen Haufen Schulden am Buckel haben. In denen ihrer Haut möcht ich z:Zt. wirklich nicht stecken, obwohl die wahrscheinlich durch moderneren Stall arbeitsmäßig oft besser da stehen.

Marianne
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fanni
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« Antwort #3 am: 17.02.09, 16:46 »

Hallo Mucki

Ich finde die Frage nicht richtig gestellt und deshalb kann ich nicht drauf antworten, denn auch wenn ich keine Kühe mehr melke, deswegen hätte ich immer noch den Hof und eine wie auch immer geartete Form der bäuerlichen Bewirtschaftung.
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Herzliche Grüße von Fanni
Da Woid is sche
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« Antwort #4 am: 17.02.09, 16:55 »

Hallo Mucki!

Ich finde du solltest die Abstimmung noch ergänzen um:

-"Sind gezwungen weiterzumachen" (wegen Stall-Neubau etc.)

Wie in diesem Link beschrieben (der zwar schon mal im BT war, aber ich hab ihn nochmal rausgesucht)

http://www.sueddeutsche.de/255387/967/2754796/Der-Rosskopf-tut-die-Kuehe-weg.html

zur Abstimmung: kann ich alleine nicht sagen, wenn, dann hol ich mir meinen Freund mit dazu, dann kann ich wahrheitsgemäß abstimmen.

LG Ella
« Letzte Änderung: 17.02.09, 20:36 von Da Woid is sche » Gespeichert

It's nice to be a Preiß, but it's higher to be a Bayer! *g*
lucia
bayerischer wald
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« Antwort #5 am: 17.02.09, 16:57 »

ich find fannis und ellas einwände nützlich und hab die abstimmung grad diesbezüglich erweitert
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lieben gruß, lucia
gina67
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Nach jedem Winter folgt ein Sommer


« Antwort #6 am: 17.02.09, 19:50 »

Hallo

wir werden wohl solange weitermachen, wie es irgend geht. Aber wir sind auch gut aufgestellt, haben unseren Betrieb in den letzten 10 Jahren ziemlich erweitert und modernisiert. Ob wir uns allerdings im nächsten Jahr den Melkroboter kaufen können, wissen wir noch nicht. Im Moment drehen wir an den vielen kleinen Schrauben und wundern uns, das wir viel Geld für Unnötiges ausgeben haben.
Fazit: wir hören erst auf, wenn unser superguter Banker und unser Steuerberater sagen, dass jetzt Schluss ist.

Nordlicht
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Mucki
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Leben und leben lassen


« Antwort #7 am: 17.02.09, 22:57 »

Danke Lucia ich häts eh nett können.
Ja wir sparen momentan auch an allen ecken und Enden wo es geht ,aber bein ganzes Leben möchte ich so nicht leben,ich hab das schon mla erlebt das ein Hof total verschuldet war weil keienr aufgeben wollte,das resultat war
Felder verkaufen und krank werden,10 jhre später ist mein vater mit 67 jhren gestorben er hat zwar sein Leben genossen,aber doch darunter gelitten das er es nie geschaft hat.
Das möchte ich irgend wie vermeiden und Aufhören aus Fernumpft und nicht weil die bank es so will,wie weit amnn dann aufhört ob nur mit den Kühen oder ganz und verpachten,das denke ich hängt viel vom Alter ab.
ich hoffe das bei nimanden von Euch je die bank vor der Tür Steht und das Messer auf die Brust hält und sagt dann varkaufen oder Sterben,ich denk das nicht viel von euch das schon mal erlebt aaben,wen doch wie habt ihr es empfunden .
Ich war 20 und bereits verheiratet,meien Mutter und ich haben es nur erfahren weil wir eien Brief der bank geöffnet heben(auf mein drängen hin),bi dahin sgte mein Vter immer das alle in ordnung ist und meien Mutter glaubte ihm ,und hat alles unterschrieben ohne zufragen.ich hinterfrage alles was ich unterschreibe,und das hat nicht mit vertrauen zu tun,vertrauen ist gut kontrolle besser,das lehrte mich das leben.
Lieb grüße Mucki
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Am Ende des Tunnels ist immer Licht!
heike
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Bäuerinnen - find ich gut!


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« Antwort #8 am: 18.02.09, 07:45 »

Hallo

Ich bin, wenn es soweit ist bereit den Hof zu verkaufen weil ich von dem Erlös nach der Einkommensteuer mir einen schönen Lebensabend machen will. Ich bin auch bereit den Hof aufzugeben wenn unser Junior den eines Tages übernehmen will.
Ich kenne eine Menge Leute die ihren Hof aufgeben weil sie sich beruflich verändern, eventuell nur von Milchproduktion auf Schweineproduktion umsteigen. Allein der Antrag für die Umrüstung dauert Jahre da ist es wesentlich leichter zu verkaufen und sich einen anderen Hof kaufen.
Auch gibt es Leute die ihren Hof aufgeben weil sie keine Erweiterungsmöglichkeiten sehen und kaufen sich dann woanders einen grösseren Hof. Andere wiederum verkaufen ihren grossen Hof und um sich etwas kleineres zu kaufen weil ihnen die Arbeit auf dem grossen Hof zuviel wurde.

Du sieht bei deiner Umfrage kann ich nicht mitmachen aber ich bin auch ja nur von Dänemark Wink.
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Venlig hilsen fra Danmark
Heike
Da Woid is sche
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« Antwort #9 am: 18.02.09, 09:12 »

Heike hat ja grad von Hof verkaufen geschrieben.

Mein erster Gedanke dabei war: Mal angenommen das große Höfe-Verkaufen beginnt... Wer will den schon einen Hof kaufen??? Die "normalen" Leute haben doch auch nicht so viel Geld, sich mal schnell einen Hof für Ihre Pferde oder einfach so zu kaufen. Und ich denke es gibt auch verdammt wenige außerhalb der Landwirtschaft, die einsteigen wollen...

Wenn, dann kann man doch sowieso nur Maschinen und Tiere verkaufen. Und die Flächen entweder verkaufen oder verpachten. Aber man wird sich schwer tun eine gesamte Hofstelle an den Mann zu bringen.

LG Ella
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Heinrich
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« Antwort #10 am: 18.02.09, 09:52 »

Hallo,

ich seh das genau so wie ella.
wird schwierig werden die hofstelle an den mann zu bringen.
es sei denn der nachbar hat interesse dran um seine eigene, vielleicht beengte hofstelle, zu vergrößern.

gruß
Heinrich
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Imke
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Wer Heiterkeit sät, wird Lebensfreude ernten


« Antwort #11 am: 18.02.09, 10:53 »

Hallo, der jetzige Milchpreis ist irgendwie eine Sklavenhalterei, mir ist dieses Wort grad eingefallen.
Ein gesundes Nahrungsmittel nach bestem Wissen erzeugen und für einen Spottpreis verkaufen müssen, da stimmt
 was nicht. Die Discounter, Milchverarbeitungsindustrie wissen, die Milchbauern haben niemanden mehr,
der ihnen in dieser schweren Zeit hilft, das Pulver ist zu einem ungünstigen Zeitpunkt-Milchstreik schon
verschossen worden. Unsere Berufsvertretung sieht   hilflos zu.
Die jetzige Wirtschaftskrise gibt sein übriges noch dazu.
Vielleicht kommt irgendwann wieder ein Erwachen, daß es ohne Landwirte nicht geht. Essen und trinken muß jeder,
die Lebensmittel, die wir Bauern erzeugen, ist das Grundbedürfnis was jeder Mensch braucht, um überhaupt leben
zu können. Lebensmittel haben in dem Sinn keinen Stellenwert mehr. Die Wertschöpfung dessen haben viele
aus den Augen verloren. Da denke ich z.B. an den heißen, trockenen Sommer 2003, wo es um haaresbreite
bald schlecht ausgeschaut hätte um die Ernten auf den Feldern.
LG Imke
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Das Glück ist ein Mosaik, bestehend aus lauter unscheinbaren
kleinen Freuden.
LG Imke
martina
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Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben


« Antwort #12 am: 18.02.09, 11:16 »

Hallo,

interessante Umfrage.

Ich habe mir erlaubt, den Titel zu erweitern, um damit auf die eigentliche Fragestellung zu gelangen.


Bei uns stellt sich nicht die Frage, ob oder wann wir angesichts des traurigen Milchpreises den ganzen Hof aufgeben, weil die Milch nicht unser wichtigstes Standbein ist.

Ob oder wann wir die Kühe weggeben, darüber denken wir allerdings immer mal wieder nach.
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Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.

Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage!   Martina
Mirjam
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Change happens!


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« Antwort #13 am: 18.02.09, 11:38 »

Heike hat ja grad von Hof verkaufen geschrieben.
Mein erster Gedanke dabei war: Mal angenommen das große Höfe-Verkaufen beginnt... Wer will den schon einen Hof kaufen???

Hallo,

Anmerkung: In Dänemark ist das gang und gäbe, dort sind auch die Erbschaftssteuern so hoch, dass sich der Nachwuchs z.B. im Schweinebereich lieber beizeiten einen eigenen Hof zulegt (nach Arbeitszeit als Betriebsleiter auf anderen, großen Höfen) als drauf zu warten das er endlich mit 40 oder 45 oder älter... den Hof vom Vater mit auch sozialen Verpflichtungen übernimmt. Grundsätzlich gibts dort weniger Hofübernahme, denn als das der Nachfolger dem Vater den Hof "abkauft", richtig Heike?

Sehr interessant die Übersicht hierzu im Vergleich "Hofübergabe" in anderen Ländern wie Dänemark oder Frankreich (ähnlich kenne ich es aus Kanada: Wer nicht mehr kann und nicht mehr will - verkauft den Hof und zieht in Wohngebiete oder in die Stadt)

http://www.eo-bamberg.de/eob/dcms/sites/lfb/pdf/literatur_und_medien/LR_0207_hofuebergabe.pdf

Auszüge:
Die aus Deutschland vielfach bekannte Situation, dass die Altbauern den Nachfolger jahrelang im Unklaren darüber lassen, ob er den Betrieb bekommt oder nicht, ist in Dänemark unbekannt. Derjenige, der einen Hof bewirtschaften möchte, kauft einen Hof. Können sich die Eltern nicht für eine Abgabe entscheiden, wird ein anderer Betrieb gekauft. Der elterliche Hof hat dann u. U. keinen Nachfolger.

Da der Hof an den Sohn grundsätzlich zum Verkehrswert verkauft wird, gibt es keine Erbansprüche der Geschwister.

In jedem Wochenblatt werden regelmäßig Höfe zum Verkauf angeboten. Ein Verkauf ist üblich und wird nicht als Versagen betrachtet
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
Marjellche
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« Antwort #14 am: 18.02.09, 11:45 »

Und wo nehmen die Söhne in Dänemark das Geld her, um einen Hof zu kaufen?
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Man muß immer einmal mehr aufstehen als man gefallen ist!
Lieben Gruß - Marjellche
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