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Frage: Wieviele Stunden arbeitet ihr im Druchschnitt am Tag im Betrieb?
gar nicht
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Autor Thema: Wieviel Stunden arbeitet ihr im Durchschnitt im Betrieb?  (Gelesen 3352 mal)
Ingrid2
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« Antwort #30 am: 10.02.09, 16:45 »

Also für mich zählen die Hausarbeiten nicht zu den Arbeiten im Betrieb. Nicht weil sie nichts wert sind oder nebenher gehen müssen, sondern weil diese Arbeiten auch jeder ohne Landwirtschaft hat. Natürlich gibt es mal mehr Schmutzwäsche, wenn aber z.B. der Mann als Automechaniker arbeitet, dann bringt er mit Sicherheit auch sehr viel schmutzige Wäsche mit nach hause. Also so abgehoben von allem anderen darf man einen landwirtschaftlichen Betrieb auch nicht sehen.

Genauso zählt für mich die Arbeit im Garten nicht zur Arbeit im Betrieb. Das ist für mich in erster Linie Hobby, dient nicht als Beitrag zum Broterwerb. Es muß nicht das Ziel jeder Landfrau sein, einen riesengroßen Gemüsegarten nebst genauso großem Blumengarten anzulegen. Das ist für mich einfach "Spaßarbeit", die ich mache, wenn ich Zeit habe. Was aber auch nicht heißt, daß ein schöner Gemüsegarten nichts tolles ist, nur eben nicht lebensnotwendig und damit auch nicht Arbeit im Betrieb.

Ingrid
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Sonnenblume2
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« Antwort #31 am: 10.02.09, 17:14 »

@Ingrid2
genau so wie du sehe ich das auch!
Hausarbeit, Gartenarbeit ist genauso ARBEIT (heißt ja auch so), ABER zählt bei mir auch nicht zu den Arbeiten im Betrieb.
Ich als Büroangestellte kann ja auch nicht Kochen, Hausarbeit, Garten usw ... zur Arbeitszeiterfassung in meiner Firma dazuschreiben.
Zitat
Es muß nicht das Ziel jeder Landfrau sein, einen riesengroßen Gemüsegarten nebst genauso großem Blumengarten anzulegen. Das ist für mich einfach "Spaßarbeit", die ich mache, wenn ich Zeit habe.
sehe ich auch so!

@Susanna:
auch ich gehöre zu den unregelmäßig Mitarbeitenden am Betrieb. Ebenso wie du arbeite ich am Wochenende mit und in den Sommermonaten, wenn es zum Silieren, Heuen, Ernte usw. ist auch unter der Woche (helfe da beim abendlichen Melken) ... ich schätze so im Durchschnitt 3-4 Stunden (einmal mehr, einmal weniger)
« Letzte Änderung: 10.02.09, 17:17 von Sonnenblume2 » Gespeichert
Daggl
Obb.
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Ich liebe dieses Forum!


« Antwort #32 am: 10.02.09, 19:10 »

Hallo Maria,

Hallo Daggl,
da hast du ein interessantes Thema angeschnitten.
Bin selbst gerade dabei, die tägliche Arbeitszeit etwas genauer zu erfassen. Aber eine Frage, warum rechnet ihr die Arbeit im Haushalt nicht auch zur täglichen Arbeit, ich sehe es nicht ein, dass ich waschen, bügeln, kochen, putzen als Freizeitbeschäftigung rechne.
Ein gemütliches Haus, gesunde und wohlschmeckende Sachen auf den Tellern tragen auch zum Lebenswert bei und besonders auf dem Hof läuft Haushalt und Betrieb in vielen Bereichen sehr vernetzt.
Was mir mit der Zeitaufschreiberei auffällt, die Zeiten für Stall, Stallbüro, Büro sind viel mehr, als ich so grob geschätzt hatte.
Herzl. Grüsse

maria



nein Freizeitbeschäftigung ist das gewiss keine! Ehrlich gesagt ich geht lieber in den Stall!
Aber Haushalt ist einfach eben eine andere Arbeit - ich hab ja auch ausser landwirtschaftliche Tätigkeiten ausgenommen - das heißt ja nicht, daß die keine Arbeit sind.
Hoffendlich versteht das jetzt keiner falsch.
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Viele Grüße, Dagmar
muhmuh
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Beiträge: 21


« Antwort #33 am: 10.02.09, 20:01 »

Hallo biobauer,

ich denke die tierhaltenden betriebe haben da schon eine menge an arbeiten die
die frauen übernehmen. es gibt keine winterzeiten in denen so ziemlich alles im betrieb still
steht.
mich würde interessieren ob deine frau sich als bäuerin fühlt, und ob sie in eurer stadtwohnung
das betriebliche alles außen vor lassen kann.

ich selbst arbeite täglich 6-7 stunden im stall, bin außerdem für das gesamte büro (außer anträgen)
und einen großen teil des fruchtbarkeitsmanagements zuständig.

grüße maria

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Simo
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Beiträge: 349


« Antwort #34 am: 11.02.09, 08:30 »

Hallo Maria,

Hallo Daggl,
da hast du ein interessantes Thema angeschnitten.
Bin selbst gerade dabei, die tägliche Arbeitszeit etwas genauer zu erfassen. Aber eine Frage, warum rechnet ihr die Arbeit im Haushalt nicht auch zur täglichen Arbeit, ich sehe es nicht ein, dass ich waschen, bügeln, kochen, putzen als Freizeitbeschäftigung rechne.
Ein gemütliches Haus, gesunde und wohlschmeckende Sachen auf den Tellern tragen auch zum Lebenswert bei und besonders auf dem Hof läuft Haushalt und Betrieb in vielen Bereichen sehr vernetzt.
Was mir mit der Zeitaufschreiberei auffällt, die Zeiten für Stall, Stallbüro, Büro sind viel mehr, als ich so grob geschätzt hatte.
Herzl. Grüsse

maria



nein Freizeitbeschäftigung ist das gewiss keine! Ehrlich gesagt ich geht lieber in den Stall!
Aber Haushalt ist einfach eben eine andere Arbeit - ich hab ja auch ausser landwirtschaftliche Tätigkeiten ausgenommen - das heißt ja nicht, daß die keine Arbeit sind.
Hoffendlich versteht das jetzt keiner falsch.


Hallo Daggl,

ich glaube aber man müsste noch viel mehr dazu schreiben, das wir Bäuerinnen so alles machen, z.B. Brotzeit bringen, Siliertruppe bekochen und dann auch noch die Arbeiten am Haus und Garten (z.B. Rasen mähen, Hecken schneiden usw.) die in anderen Familien auch die Männer übernehmen weil sie einfach mehr Zeit haben.

Lg Simo
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Sonnenblume2
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Beiträge: 1129



« Antwort #35 am: 11.02.09, 10:18 »

Hallo Simo,
dann noch die Arbeiten am Haus und Garten (z.B. Rasen mähen, Hecken schneiden usw.) die in anderen Familien auch die Männer übernehmen weil sie einfach mehr Zeit haben.
stimmt schon, dass diese Arbeiten auch noch an uns Frauen hängen bleibt, aber dennoch gehört das meiner Meinung auch nicht zu den Arbeiten am Betrieb.
Wenn ein Mann in einer Firma sehr viel arbeitet (sprich: auch selten vor 19/20 Uhr heimkommt), werden diese Arbeiten vermutlich auch von deren Partnerinnen/Frauen übernommen ... kannst aber dann auch nicht als Arbeitszeit für seine Firma dazuschreiben.

Ich würde solche Arbeiten wie
Stallfenster putzen, Melkstandgrundreinigung, Milchtank reinigen, Maschinen reinigen, Brennholz herstellen (zum Verkauf), Waldarbeiten, Hofstatt/Wirtschaftsgebäude zusammenräumen, .... zu den Betriebsarbeiten rechnen
(Melken, Kälber, Silieren, Büro ... das ist eh klar)




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ELLI47
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Beiträge: 1403



« Antwort #36 am: 11.02.09, 10:24 »

Genauso zählt für mich die Arbeit im Garten nicht zur Arbeit im Betrieb. Das ist für mich in erster Linie Hobby, dient nicht als Beitrag zum Broterwerb. Es muß nicht das Ziel jeder Landfrau sein, einen riesengroßen Gemüsegarten nebst genauso großem Blumengarten anzulegen. Das ist für mich einfach "Spaßarbeit", die ich mache, wenn ich Zeit habe. Was aber auch nicht heißt, daß ein schöner Gemüsegarten nichts tolles ist, nur eben nicht lebensnotwendig und damit auch nicht Arbeit im Betrieb.
Ingrid
Hallo
Ich habe grade meinen Garten abgeschafft,nicht weil ich es nicht schaffe,
sondern,ich habe keine Lust dazu Roll Eyes

Im Moment habe ich übers Jahr gesehen,die wenigste Arbeit,sozusagen,ist das meine Urlaubszeit. Grin

In 2 Wochen beginnt bei uns die Kalbezeit und dann bin ich locker die doppelte Zeit im Stall.

Jetzt sind es morgens 1.5 Std. und abends gut 1 Stunde.

Das ich im Sommer bei der Ernte die ganzen Tage zusätzlich auf dem Trecker sitze,kehren,festfahren und abdecken,das kommt sowieso hinzu.
Viele andere Sachen muß ich auch machen,das will ich gar nicht aufzählen,das machen andere auch.
    LG Elli
« Letzte Änderung: 11.02.09, 10:29 von ELLI47 » Gespeichert

Liebe Grüsse aus Schleswig-Holstein
     
        Elli
Biobauer
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Beiträge: 1140



« Antwort #37 am: 11.02.09, 12:30 »

Hallo biobauer,

ich denke die tierhaltenden betriebe haben da schon eine menge an arbeiten die
die frauen übernehmen. es gibt keine winterzeiten in denen so ziemlich alles im betrieb still
steht.
mich würde interessieren ob deine frau sich als bäuerin fühlt, und ob sie in eurer stadtwohnung
das betriebliche alles außen vor lassen kann.

ich selbst arbeite täglich 6-7 stunden im stall, bin außerdem für das gesamte büro (außer anträgen)
und einen großen teil des fruchtbarkeitsmanagements zuständig.

grüße maria



Hallo, ich denke meine frau fühlt sich sehr wohl als bäuerin,wie iunten schon geschrieben ist sie verantwortlich für 800 mastschweine und ist  ja nebenbei noch die vorsitzende der JUNGEN landfrauen.  Cheesy
, allerdings haben wir keine kühe mehr, aber selbst als wir noch 30 kühe hielten beschränkte sich die stallzeit morgedns und abends auf ca 1,5 stunden im anbindestall.
ich  les halt so eure beiträge und frag mich da oft:wo bleibt Ihr?HuhHuh
übt ihr eure hobbys abends ab 12 uhr aus oder wie. ich geh zb viel jagen , steh auch dazu, meine hold e hat nächste woche prüfung jagdschein, ich freu mich schon drauf wenn wir zu zweit losziehn können . aber sie schwimmt zb auch noch mindestes 3mal wöchentlich , ( deswegen schau ich imma aus wie nen klops neben ihr), bedient noch paarmal in einer kneipe( das geld gehört ihr allein ) und  treibst sonst noch so einiges. das ganze leben kann doch ned nur aus kuhstall udn haushalt bestehen .
servus
« Letzte Änderung: 11.02.09, 12:34 von Biobauer » Gespeichert

Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962
strop
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« Antwort #38 am: 11.02.09, 14:23 »

Zitat
ch  les halt so eure beiträge und frag mich da oft:wo bleibt Ihr?HuhHuh
übt ihr eure hobbys abends ab 12 uhr aus oder wie. ich geh zb viel jagen , steh auch dazu, meine hold e hat nächste woche prüfung jagdschein, ich freu mich schon drauf wenn wir zu zweit losziehn können . aber sie schwimmt zb auch noch mindestes 3mal wöchentlich , ( deswegen schau ich imma aus wie nen klops neben ihr), bedient noch paarmal in einer kneipe( das geld gehört ihr allein ) und  treibst sonst noch so einiges. das ganze leben kann doch ned nur aus kuhstall udn haushalt bestehen .

Das hast Du schön geschrieben und so sollte es auch wohl sein, es sei denn, jemand sieht seine Erfüllung in einem Leben, welches er ausschließlich im und für den Betrieb arbeitet  Wink, aber das ist für die meisten von uns wohl nicht das Erstrebenswerteste. Ich würde auch gern die Jägerprüfung machen, habe sogar 2 eigene Jagdmöglichkeiten, kann mir aber leider die Zeit nicht dafür nehmen, da es der Betrieb auch bei noch so guter Planung nicht zuläßt. Dafür habe ich mir seit ein paar Jahren regelmäßig Urlaub "durchgeboxt".

Meine Arbeitszeit:
Hofladen täglich Mo.- Sa. geöffnet von 8 - 14 Uhr, also 6 Stunden. In der Saison April/Mai/Juni  und Dezember ganztägig geöffnet, auch Sonntag. (...außerdem klingeln Kunden immer wieder auch nachmittags, und wenn ich im/am Haus bin, öffne ich auch... Undecided). Ich kann aber "nebenbei" immer mal wieder zum Kochen/Putzen/Waschen/BT  Grin rein, da der Laden im Haus "integriert" ist.
Stallkontrolle Legehennen und bei Bedarf Reparatur täglich 1 bis 2 Stunden. Dann Büro etwa 1 Stunde. Die Schlepper- und Maschinenarbeiten mache ich nicht selber, sondern lasse machen.
Macht also täglich jahreszeitabhängig 8 bis 14 Stunden.
(..... So genau habe ich mir das bis jetzt eigentlich noch nicht vor Augen geführt...)
LG,
strop
« Letzte Änderung: 11.02.09, 14:33 von strop » Gespeichert
Su
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« Antwort #39 am: 11.02.09, 21:22 »

Hallo Daggl,

ich glaube aber man müsste noch viel mehr dazu schreiben, das wir Bäuerinnen so alles machen, z.B. Brotzeit bringen, Siliertruppe bekochen und dann auch noch die Arbeiten am Haus und Garten (z.B. Rasen mähen, Hecken schneiden usw.) die in anderen Familien auch die Männer übernehmen weil sie einfach mehr Zeit haben.

Lg Simo

"Wieviele Stunden arbeitet ihr im Betrieb" heisst für mich ganz klar: Wieviel Stunden Erwerbsarbeit leiste ich im Betrieb, also welche Arbeit, die ich mache, ist betriebsnotwendig. Rasen mähen und Hecken schneiden ist für mich nicht betriebsnotwendig, Brotzeit bringen: Naja, muss man diese bringen oder wäre es bei kluger Einteilung nicht möglich, dass der Bauer diese am Morgen mitnimmt. Siliertruppe bekochen ist hingegen ganz klar: Das ist betriebsnotwendig und somit Betriebsarbeit. Ich selber komme auf über 8 Stunden Arbeit pro Tag, weil ich als Vollerwerbswinzerin und als Meisterin unser Weingut führe. Das ist mein Job. Der Haushalt läuft nebenbei, bei einem 2-Personenhaushalt ohne Kinder ist das ja auch nicht dasselbe wie bei einer Familie mit Kindern.
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Herzliche Grüsse, Susanne
muhmuh
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« Antwort #40 am: 12.02.09, 09:50 »


ich  les halt so eure beiträge und frag mich da oft:wo bleibt Ihr?HuhHuh
übt ihr eure hobbys abends ab 12 uhr aus oder wie. ich geh zb viel jagen , steh auch dazu, meine hold e hat nächste woche prüfung jagdschein, ich 

kann doch ned nur aus kuhstall udn haushalt bestehen .


Herr Biobbauer, das frage ich mich auch oft.

nachdem die kinder aus dem gröbsten heraus waren, würde der betrieb straff aufgebaut, und die idee an hobby und selbstverw. zu denken
ist gar nicht erst aufgekommen.der betrieb braucht meine arbeitskraft schon immer. und das ich einmal durch eine schwiegertocher entlastet
werden könnte, habt ihr mir ja schon ausgeredet.

hast du eine idee für mich, bei diesen milchpreisen aus dem hamsterrad raus zu kommen ?

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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #41 am: 12.02.09, 10:27 »

Hallo Biobauer,
ich bin auch am Suchen, wie die Arbeitszeiten reduziert werden könnten, für Vorschläge wäre ich auch sehr dankbar.
Wobei was "gscheites" zum Essen nicht zur Diskussion steht, für unsere Viecher machen wir uns viel Arbeit und Mühe, dass sie entsprechendes im Futterbarren haben, deswegen auch das gleiche Recht für uns. Wink
Mir ist gestern  mal wieder klar geworden, dass mit Rindviechern wenig Planungssicherheit möglich ist,  50 oder höchstens 60 % des Tages zu verplanen ist schon mehr als genug. Der Rest muss für unvorhergesehenes herhalten.
Genausowenig wie verschiedene Betriebsformen und Betriebe zeitmässig zu vergleichen sind, sind auch die verschiedenen Haushalte nicht vergleichbar.
Über meinem Schreibtisch hängt ein Spruch von Sören Kierkegaard:
Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Beginn der Unzufriedenheit".
Und weil du dich wegen Stadthaushalt wohl auf den Schlips getreten
fühltest, ich hab nur geschrieben, dass man einen bäuerlichen Haushalt nicht mit einem städtischen Haushalt vergleichen kann.
So gesehen zähle ich euren auch zum bäuerlichen Bereich.
Es ist eigentlich gleich, ob ich zu den Arbeitsstunden im Betrieb dann die Stunden für Haushaltsarbeiten dazu zähle oder in den Arbeitsstunden insgesamt mitrechne.
Der Unterschied ist für mich, mit dem Mitrechnen ist diese Arbeit gleichwertig und ich rechne das auch schon brav in Euros mit.
Haushalt ist nicht nur Kostenstelle, sondern auch wirtschaftlich relevant.
Herzl. Grüsse
maria


 

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renerl
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echt kuhhhhl


« Antwort #42 am: 12.02.09, 13:39 »

Zu Stadt und Landhaushalt mal ein "Einschub". Die Eltern des Freundes meiner Tochter sind quasi ein "Stadthaushalt". Sie haben einen Internetversandhandel für Elektrogeräte aufgebaut der sehr gut läuft.  Der Freund ist sehr gern bei uns, weil er das "Familienleben" so schätzt. Jahrelnag hat meine holde Tochter mir vorgeworfen, ich hätte zu wenig Zeit für die Familie. Das ist wie Balsam. Er bedankt sich immer für das gute gemeinsame Essen und das es schön sei zusammen zu arbeiten. Das immer jemand da ist, hat er bis dahin nicht gekannt- meine Familie sieht das als selbstverständlich an, das neben der Arbeit im Betrieb immer ein vollwertiges warmes Essen auf dem Tisch steht ( meine SM war eine sehr gute Köchin) . Die schaun nun auch manchmal etwas erstaunt. Den Garten mit aller Vorratshaltung besorgt bei uns SM und nach jahrelangen "kriegsähnlichen" Zuständen, leben wir mittlerweile im Waffenstillstand, so das sie bei zu viel Stress oder wenn ich nicht da bin, auch das Mittagessen übernimmt. Dafür bin ich sehr froh!
LG Renerl
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Swisslady
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« Antwort #43 am: 12.02.09, 20:41 »

Ich muss Euch Bäuerinnen, die ihr morgens und abends melken geht, ein riesengrosses Kompliment machen, was ihr da leistet ist grossartig. Smiley Smiley
Wir haben unseren Betrieb anders eingerichtet und so muss ich nur wenn man Mann nicht da ist oder wichtige Feldarbeiten in die Stallzeit fallen, das Melken und die Stallarbeit übernehmen. Hühner, Kaninchen, Esel und sonst so Kleingetier sind aber meine Aufgaben, ebenso das Büro, die Bestellungen und Lieferungen von unserem Bauernhofeis, sauberhalten von Hofraum, Hauslieferdienst von Eiern, Kartoffeln und Milch (1 x pro Woche),Feldarbeiten: setzen, pflegen, ernten, etc...(Mithelfen)
Es geht mir wie Mary, manchmal frage ich mich wo ist die Zeit wieder hingegangen, aber wenn man dann sieht was alles gemacht worden ist- sieht man das ist ja gar nicht so wenig.
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Tschüss zäme u äs Grüessli  Susanna

Gib jedem Tag die Chance der schönste deines Lebens zu werden.
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