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Autor Thema: Gehen Jungbäuerinnen noch in den Stall?  (Gelesen 4563 mal)
gammi
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« Antwort #15 am: 05.02.09, 15:03 »

Meine Mutter war immer arbeiten und konnte garnicht melken. Mein Vater hat morgens alles alleine gemacht, nachmittags habe ich immer mit im Stall geholfen. Mit 13. Jahren habe ich alleine 60 Kühe gemolken. Die Kälber habe immer ich gemacht. Am Wochenende bin ich auch häufig morgens im Stall gewesen. Sind Eure Töcher eigentlich selbst auch mal im Stall?

Die kennen die Stalltür nur von außen. Im neuen Stall waren sie noch gar nicht drinnen  Cry Cry
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
Marlis
Schleswig-Holstein
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Geschlecht: Weiblich
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Eine kluge Frau folgt ihrem Mann-wohin sie will


« Antwort #16 am: 05.02.09, 15:26 »

Ich geh ja nun mittlerweile auch schon fast 10 Jahre wieder arbeiten. Aber ich gehe trotzdem morgens und abends mit in den Stall.
Wenn ich arbeiten gehe werden morgens nur die Kälber gemacht, mit tränken und füttern. Abends löse ich meinen Mann zwischendurch beim melken ab. Natürlich muß ich auch dann noch meine Kälber machen.
Ist zwar zeitweise etwas stressig aber ich brauche den Ausgleich.

@ Mädchenfüralles

 Ich habe auch erst mit 15 auf dem Lehrbetrieb das melken gelernt, scheint also irgendwie in der Familie zu liegen.  Wink

Konnte früher nicht mal allein Kühe holen gehen, hatte Angst vor den Tieren.  Lips Sealed
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Alles Gute
Marlis

Ich bin der Boss!!

 Über das, was in meinen Mund hinein wandert
Vase
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No farms, no food...


« Antwort #17 am: 05.02.09, 22:33 »

Mein Mann und ich haben vor 7 Jahren diesen Betrieb gekauft und waren somit alleine für alles verantwortlich.Ich meine damit, dass keine Eltern oder SE da waren, die uns in den Arbeiten unterstützen konnten.Ich half also draussen ganz selbstverständlich mit, was für mich kein müssen war.Solange noch keine Kinder da waren, ging es immer irgendwie, (wir haben einen grösseren Bergbetrieb) denn man war viel flexibler.
Seit aber die Kinder(März 06,Okt. 07) da sind, haben wir manchmal einen Angestellten, um wieder etwas mehr "Luft" zu haben.Natürlich gibt es zum Thema Angesteller auch Argumente, die weniger gut sind : Lohnkosten  Embarrassed, wir sind nicht mehr für uns alleine ( Kost und Logis im Hause), mein Mann muss für einen mehr "studieren",etc.    Aber wir sagen uns, wir können die Familie etwas mehr geniessen, oder auch mal an einem Sonntag länger Sonntag machen, oder ganz einfach, es werden wieder mal Sachen erledigt, die schon lange fällig waren (was auch gut tut) . Ich muss dann jeweils auch nicht oder weniger in den Stall, was  ich dann aber auch geniesse, da es im Haus genügend Arbeiten gibt, die erledigt werden sollen. Undecided
Momentan sind wir wieder alleine, was auch ganz schön ist.Aber wir merken, die Zeit reicht vorallen, um das Nötigste zu machen. So haben beide Seiten Vor- und Nachteile! Smiley
Wenn ich auch in den Stall gehe, kommen die Kinder ja automatisch mit.So lernen sie den Umgang mit den Tieren, kleinere Arbeiten spielerisch erledigen, usw. Alles schöne Nebeneffekte! Was uns besonders beeindruckte: unsere Tochter kannte schon mit 2 1/2 Jahren ca. 10 Kühe mit Namen! Roll Eyes Auch die kleinen Kälber kennt sie meist mit Namen, da staunen wir nur...
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Wenn ein Mann einer Frau die Autotüre aufhält,
ist entweder das Auto neu oder die Frau...
passivM
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« Antwort #18 am: 05.02.09, 22:52 »

Hallo Vase,

bei so einer Konstellation hätte ich auch nicht aufgehört, in den Stall zu gehen.
Ich mein, es ist bestimmt schwer, ohne Eltern auf dem Hof, aber andererseits ist es auch um vieles einfacher ....(anders Thema!) .
Das mit dem Angestellten klingt doch sehr gut. Ihr habt ein bisschen mehr Zeit für die Familie. Sicher habt Ihr auch MIT Angestelltem genuuuug zu tun! Zum Glück scheint es mit den Lohnzahlungen ja irgendwie zu klappen. Und: Ihr habt in dem Angestellten irgendwie auch einen Kollegen dabei. Ich finde das gut.

Ich wünsche Euch von ganzem Herzen, dass weiterhin alles gut läuft,
und dass auch Euere Kinder sich weiterhin so gut entwickeln in diesem guten und harmonischen Umfeld.
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Liebe Grüße
aus dem schönen Mecklenburg-Vorpommern
Conchita
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Man sieht nur mit dem Herzen gut!


« Antwort #19 am: 07.02.09, 19:59 »

Ich bin auch morgens und abends im Stall anzutreffen, ich mag diese Arbeit mit den Tieren. Während der Heuernte mache ich öfters den Stall alleine. Auch im Schweinestall gefällt es mir ganz gut. Mein Vater sagt immer, dass meine ersten Worte lauter Kuhnamen waren Cheesy. Mein Mann lässt mich auch vieles machen, schätzt mein Wissen rund um die Tiere und Krankheiten und lässt mich mit entscheiden. Er ist eher der Traktoren und Baggertyp. Da hat er ein unglaubliches Flair dafür, mich interessiert das überhaupt nicht. So ergänzen wir uns Grin
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Stumpfi
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Beiträge: 21


« Antwort #20 am: 11.02.09, 00:28 »

Hallo,
Ich denke das muß jede für sich ausmachen,bezw. mit der Familie, ich bin zwar keine Jungbäuerin mehr, gehe aber gerne in den Stall zum Melken und füttern, freue mich aber genauso auf meine 10Std Schularbeit und meine 2-3 Melkfreien Tage in der Woche je nach Arbeitseinteilung.
Meine Kinder sind erwachsen,aber für mich war immer wichtig ihnen unsere Arbeit positiv zuvermitteln. und es ist selbstverständlich das sie sich wenn es Studium und Schule zuläßt immer noch mit festen Zeiten zu Hause einbinden, aber auch entsprechend entlohnt werden.
LG Stumpfi
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Mäuschen
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Beiträge: 12


« Antwort #21 am: 26.02.09, 11:56 »

Ja ich gehe auch regelmäßig in den Stall und bin ganz froh darüber.
Wir haben 5 Kinder und da bin ich recht froh über eine andere Arbeit als putzen, bügeln, Taxi Mama...
Die Kleinsten habe ich bei der Stallarbeit dabei.
Im Haushalt sehe ich immer die Arbeit die noch erledigt werden muss, und draußen sieht man alles, was erledigt wurde. Sind die Tiere nach der Stallarbeit zufrieden in ihren Boxen bekomme ich ein Erfolgsgefühl.
Ich mach die Arbeit draußen gern.

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Danny
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Dem Vergangenen: Danke. Dem Kommenden: Ja!


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« Antwort #22 am: 26.02.09, 14:03 »

Mein Mann und ich gehen im Allgemeinen abends in den Stall, SV morgens und abends und SM morgens.
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Liebe Grüße
Danny

Auch an Tagen, da Regendunst den Berg verhüllt, bleibt er wunderschön.
gini
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« Antwort #23 am: 26.02.09, 15:06 »

Meine 20jährige Tochter geht gerne bei ihren Freund in den Stall und kennt sich schon gut aus. Zuhause erledigte sie auch schon früher bei Bedarf die Stallarbeit zusammen mit ihren Brüdern.
Sie hat schon immer gesagt das sie gerne auch eine Bäuerin wird, wenn es sich ergibt.
Mitarbeiten ist bei uns in der Gegend schon eher selbstverständlich, weil viele Höfe im Nebenerwerb geführt werden. Da ist oft die Frau die Chefin und die meisten sind auch stolz drauf, das es auch ohne männliche Unterstüzung läuft. Außerdem lässt es sich mit der Kindererziehung ganz gut regeln, wenn man den Arbeitsplatz zu Hause hat.
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Es grüßt Euch alle
                           gina
maggie
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Bäuerinnen - sind wie andere frauen


« Antwort #24 am: 26.02.09, 17:41 »

Hallo

ich habe  ja schon mal in einer anderen Box gesagt, dass ich es nur o.k finde, dass die jungen Frauen mit in den Stall gehen, wenn sie selber es auch wollen. In meiner Generation wurden wir oft auch "zwangsverpflichtet". Mein damaliger Arbeitgeber hatte nach der Elternzeit für mich nur eine Vollzeitstelle und das ging nicht mit 2 Kindern. Aber ich glaube wenn ich nur für meine Kinder und den Haushalt dagewesen wäre, hätte es hier mit meinen SE richtig Ärger gegeben. Um den aus dem Weg zu gehen habe ich mich in den Betrieb eingebracht, aber nicht aus Liebe zu der Arbeit oder zu meinem Mann. Ich mach das jetzt über 20 Jahre und mittlerweile auch gerne. Wenn ich noch einmal entscheiden könnte, würde ich mir aber doch lieber einen Job ausserhalb des Betriebes suchen.
Wir sind jetzt dabei unseren Betrieb in den nächsten 10 Jahren so zu modernisieren, dass unser Sohn den Hof alleine bewältigen kann. Ich möchte nicht , dass meine Schwiegertochter mal den verlorenen Chancen nachtrauet, wie ich das manchmal mache.

Nordlicht49

auch ich musste mich entscheiden - entweder auf dem hof leben mit allem drum und dran - oder dann wegbleiben,
von anfang an musste ich im milchviehstall und bei den mutterschweinen aktiv dabei sein - (sv hatte sich schon vorher ziemlich zurückgezogen und nach der heirat ganz - sm hat noch bei den schweinen mitgeholfen, vor allem beim ferkeln war sie noch oft da, die kamen ja doch meist inder nacht !!!
wir hatten ca. 12 kühe, 6mutterschweine, dann noch einige mastrinder und auch noch 2 - 3 schweine zum mästen....

und vor allem "toll eingerichtet"....

und auch bei uns wird nun gebautund geplant, dass junior und göga noch einige jahre ohne zuviel mitarbeit von st die arbeit erledigen können -
und vom nächsten jahr kann auch ich hoffentlich wieder mehr einsteigen - muss ja auch noch ein bisschen arbeiten bis zur rente - 4 jahre ... - und hoffe dass bis dahin meine beiden hüfte doch so weit sein werden ,dass ich wieder einiges erledigen kann...

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liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
maggie
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Bäuerinnen - sind wie andere frauen


« Antwort #25 am: 26.02.09, 17:45 »

Hallo Gammi!

So was wie du hab ich von meiner älteren Tochter auch schon vergeworfen gekriegt. Sie hat gemeint dass ich ja eigentlich auch mal arbeiten gehen könnte so wie viele andere Frauen auch.
Ich hab ihr dann nur geantwortet dass diese anderen Frauen auch keinen Stall voller Vieh daheim haben.

nun meine kinder mussten auch immer aktiv im stall mitarbeiten - böse mutter bin, doch heute bekomme ich von keinen zu hören, was tut ihr schon !! -
die ersten jahre hätte ich oft gerne gesagt, geh mal lass mich machen, doch mit den jahren war es dann doch eine tolle erleichterung für uns alle..
und jedes hatte normalerweise einen bis 2 abende stalldienst...
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liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
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