renate80
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« am: 04.02.09, 16:12 » |
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Liebe Kolleginnen! Ich komme gerade von einem Landfrauenkaffeekränzchen - auf dem ich bestimmt eine der jüngsten Besucherinnen war. Habe mich auf der Veranstaltung recht rege mit den Kolleginnen unterhalten. Ich habe großes Lob geerntet, weil ich mich voll in unseren Milchviehbetrieb miteinbringe! Für mich ist das was ganz normales. Ich stamme von keinem landwirtschaftlichen Betrieb und habe mich nunmal in einen Bauern verliebt - und den gibt es nunmal nur mit Hof und all den Tieren die auf diesem leben. Deshalb bin ich auch am Morgen und am Abend mit im Stall und habe feste Arbeiten übernommen. Sicherlich ist das eine große Umstellung für eine Frau die mit solchen Arbeiten bisher nicht vertraut war. Meine Kolleginen (Gesprächspartnerinnen auf dem Kaffeklatsch) haben aber von ganz anderen Alltagssituationen auf den Höfen berichtet: auf denen die männlichen Hofnachfolger oft nicht mit der Mithilfe Ihrer Ehefrau oder Lebenspartnerinnen planen können. Gerade der tägliche Stalldienst ist für viele junge Frauen nicht mehr attraktiv genug. Ich kann mir das gar nicht so vorstellen, denn schließlich hat die ARbeit in der Landwirtschaft ja auch viele Vorteile gegenüber einem Angestlltenverhältnis. Also ich habe meine "Stöckerlschuhe" sehr gerne in Gummistiefel und Latzhose eingetauscht. Denn schließlich braucht auch die Landwirtschaft Nachwuchs. Bin mal auf Eure Berichte gespannt!
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Romy
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« Antwort #1 am: 04.02.09, 18:50 » |
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Ich bin keine Jungbäuerin, gehe aber trotzdem nicht in den Stall. Als wir den neuen Stall bauten, war es allererste Priorität dass der Stall von einer Person alleine gemacht werden konnte. Ich muss also nur zur Not in den Stall. Wieso auch, es hat genug Männer auf dem Hof.
Im Gegenteil, es ist sogar so, wenn ich jemand brauche, dann macht Göga den Stall alleine und der Lehrling hilft mir. Das hat aber nichts damit zu tun, dass Stallarbeit nicht atraktiv ist. Sondern weil meine Arbeit (besonders jetzt in der Saison) aufwendiger ist. Glaub mir mit Stöckelschuhe kann ich hier im Haus auch nichts anfangen.
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en hübsche tag Romy
Wenn du nur zwei Möglichkeiten hast, wähle die dritte
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Maja
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Ein Wunder in meinen Armen
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« Antwort #2 am: 04.02.09, 18:55 » |
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unsere "vielleicht" Jungbäuerin geht gerne mit in den Stall. Allerdings muss bei uns nicht gemolken werden, sondern müssen Pferdeboxen ausgemistet und Pferde versorgt werden. Dafür ist der Haushalt gar nicht ihr Ding....!!!???
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kueken
Ich bin ein Optimist, ich hänge mich erst auf, wenn alle Stricke reißen.
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Zukunfts-Bäuerin
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« Antwort #3 am: 04.02.09, 19:29 » |
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Ich hab damit keinerlei Problem...
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christiana
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« Antwort #4 am: 04.02.09, 19:45 » |
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Vor meiner Tochter war ich von Freitag bis Sonntag und den ganzen Urlaub im Stall. Nun nur noch ab und an und wenn meine SE im Urlaub sind!Und ich kümmere mich im Sommer um die Starken, die dann hier auf der Weide sind. Wir wohnen ja aber auch nicht bei den Kühen sondern 70km weit weg, wäre der Stall hier, wäre ich auch viel im Stall.
LG Christiana
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Mirjam
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Change happens!
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« Antwort #5 am: 04.02.09, 20:48 » |
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Hallo Renate,
ich komm schon rum, aber in einigen Höfen ist das Gehalt, was die jungen Frauen ausserhalb verdienen "auch recht attraktiv" (gerade in den gewesenen Ferkel/Milchzeiten).
Mirjam
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
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streifenigel
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« Antwort #6 am: 04.02.09, 20:51 » |
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Also ich gehe auch mit in den Stall. Gut, mometan mache ich nur leichte Sachen  , aber nach der Schwangerschaft und wenn es mit dem Stillen einen vernünftigen Rhytmus hat, bin ich auch wieder voll einsatzfähig. Die Bäurinnen, die ich kenne, helfen auch alle mit. Aber von Vertretern hört man immer wieder, das es seltener wird. Von "Außenstehenden" hört man häufiger, wann ich wieder anfangen will zu "arbeiten". Die können es immer gar nicht verstehen, das 1a. Hof auch Arbeit ist 1b. es mit Kind keine bessere Arbeit gibt, als Landwirtschaft (jedenfalls meistens  ) 2. mir die Hofarbeit mehr Spaß macht 3. ich in meinem alten Job gerade soviel verdienen würde, das wir uns einen Angestellten leisten könnten, der mich dann ersetzen müßte Auf meinen Gegenfrage dann, warum ich das denn tun soll. Kommt die Antwort damit ich mal "rauskomme". Bis jetzt habe ich aber noch nicht das Gefühl hier zu versauern  und zum Schnacken gibt es genügend Leute, dafür muß ich nicht ins Büro.
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Starbuck
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Pflugbegleiter!
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« Antwort #7 am: 04.02.09, 22:04 » |
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Liebe Kolleginnen! Also ich habe meine "Stöckerlschuhe" sehr gerne in Gummistiefel und Latzhose eingetauscht. Denn schließlich braucht auch die Landwirtschaft Nachwuchs. Bin mal auf Eure Berichte gespannt!
Off Topic: ....wir haben unsern Nachwuchs ohne Gummistiefel und Latzhose hinbekommen  !! *duckundwech* zum Thema: Hier in der Region gehen die jungen Frauen meist mit in den Stall, das war vor 20 Jahren mal anders. Aber heute sind die Betriebe so groß, dass alle mit an einem Strang zieheen müssen. Auffallend viele Hofnachfolgerinnen suchen aber ganz schön lang, bis sie einen Mann finden, der mit in den Stall geht- auch nicht toll.... lg, Heiko
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Unser Leitbild: Dem Leben zugewandt! Dem LiebeLeben, GlaubenLeben, FamilieLeben, LandLeben, BauernhofLeben!
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gina67
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Nach jedem Winter folgt ein Sommer
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« Antwort #8 am: 04.02.09, 23:45 » |
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Hallo
ich habe ja schon mal in einer anderen Box gesagt, dass ich es nur o.k finde, dass die jungen Frauen mit in den Stall gehen, wenn sie selber es auch wollen. In meiner Generation wurden wir oft auch "zwangsverpflichtet". Mein damaliger Arbeitgeber hatte nach der Elternzeit für mich nur eine Vollzeitstelle und das ging nicht mit 2 Kindern. Aber ich glaube wenn ich nur für meine Kinder und den Haushalt dagewesen wäre, hätte es hier mit meinen SE richtig Ärger gegeben. Um den aus dem Weg zu gehen habe ich mich in den Betrieb eingebracht, aber nicht aus Liebe zu der Arbeit oder zu meinem Mann. Ich mach das jetzt über 20 Jahre und mittlerweile auch gerne. Wenn ich noch einmal entscheiden könnte, würde ich mir aber doch lieber einen Job ausserhalb des Betriebes suchen. Wir sind jetzt dabei unseren Betrieb in den nächsten 10 Jahren so zu modernisieren, dass unser Sohn den Hof alleine bewältigen kann. Ich möchte nicht , dass meine Schwiegertochter mal den verlorenen Chancen nachtrauet, wie ich das manchmal mache.
Nordlicht49
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Mädchenfüralles
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« Antwort #9 am: 05.02.09, 09:06 » |
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Ja! Ich bin immer morgens und abends im Stall. Für mich ganz klar! Wollte auch immer einen Landwirt als Mann. Ich war schon als Kind lieber mit meinem Vater im Stall als dass ich meiner Mutter im Haushalt helfe. Bevor die Kinder kamen, habe ich voll in meinem Beruf gearbeitet und danach auch nach dem 2. Kind noch stundenweise. Aber vorher und nachher die Stallarbeit. Habe in einer kleinen Firma gearbeitet, die sich jetzt im Sande verlaufen hat. Seit dem gehe ich nicht mehr los. War auch wirklich Aufwand. Ich bin hin und zurück zus. 90 km gefahren. Dann mussten die Kinder untergebracht werden und wieder abgeholt werden. Zu meinen Eltern sind es auch mal eben 20km und die liegen nicht auf der Strecke zur Arbeit sondern in entgegengesetzter Richtung. Es ist so angenehmer und ich kann mich besser um die Tiere kümmern und für die Kinder ist auch mehr Zeit da. Meine Arbeitskraft wird jetzt einfach auf dem Betrieb benötigt. SE werden auch nicht jünger und ziehen sich aus dem Arbeitsgeschehen auch immer mehr zurück. Und die Tiere werden nicht weniger sondern eher im Gegenteil. Ich finde das Leben auf dem Bauernhof optimal. Wer sonst hat seinen Mann zu jeden Mahlzeiten mit am Tisch? Auch die Kinder sehen Papa nicht nur abends oder nur am Wochenende. Und auch für mich gibt es auch Vorteile. Wenn ich einen Termin habe, können die Kinder auch mal bei Göga "mithelfen". Und ich kann meine Arbeit erledigen und meine Kinder sind immer mit dabei. Sie können manchmal schon behilflich sein und sind jeden Tag an der frischen Luft. Und wenn sie mittags nach Hause kommen ist immer jemand da.
Ich kenne eine Familie wo der Mann nur am Wochenende zu Hause ist und manchmal auch noch mehrere Monate auf See ist. Die Frau arbeitet auch 5 Tage die Woche vollzeit. Das heisst die Kinder vormittags im Kiga und nachmittags bei der Tagesmutter. Ca. 17.00 - 18.00 Uhr kommt sie abends zurück mit den Kindern. Ich möchte nicht mit dieser Familie tauschen, aber sie kommen anscheinend damit klar.
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gammi
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« Antwort #10 am: 05.02.09, 11:41 » |
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Wer gern in den Stall geht, der soll auch gehen. Nur wird das leider oft nicht als Vollwertige Arbeit angesehen. Meine pubertierenden Töchter haben sich erst so geäußert: Was tust du denn schon, du gehst morgens und abends in den Stall, wenn du wenigstens arbeiten gingst....  Ich denk, dass muß man von Fall zu Fall abklären.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
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samira
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« Antwort #11 am: 05.02.09, 13:20 » |
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Hallo Gammi!
So was wie du hab ich von meiner älteren Tochter auch schon vergeworfen gekriegt. Sie hat gemeint dass ich ja eigentlich auch mal arbeiten gehen könnte so wie viele andere Frauen auch. Ich hab ihr dann nur geantwortet dass diese anderen Frauen auch keinen Stall voller Vieh daheim haben.
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Liebe Grüße Samira
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gammi
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« Antwort #12 am: 05.02.09, 13:27 » |
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Hallo Gammi!
So was wie du hab ich von meiner älteren Tochter auch schon vergeworfen gekriegt. Sie hat gemeint dass ich ja eigentlich auch mal arbeiten gehen könnte so wie viele andere Frauen auch. Ich hab ihr dann nur geantwortet dass diese anderen Frauen auch keinen Stall voller Vieh daheim haben.
Ich sag ihr dann halt, dass sie von dem Geld das wir verdienen auch ganz gut leben kann.
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Auch Laufstall-Kühe geben gute Milch
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Mädchenfüralles
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« Antwort #13 am: 05.02.09, 14:23 » |
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Meine Mutter war immer arbeiten und konnte garnicht melken. Mein Vater hat morgens alles alleine gemacht, nachmittags habe ich immer mit im Stall geholfen. Mit 13. Jahren habe ich alleine 60 Kühe gemolken. Die Kälber habe immer ich gemacht. Am Wochenende bin ich auch häufig morgens im Stall gewesen. Sind Eure Töcher eigentlich selbst auch mal im Stall?
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gina67
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Nach jedem Winter folgt ein Sommer
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« Antwort #14 am: 05.02.09, 14:29 » |
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Hallo
meine Tochter war, solange sie noch zu Hause war, auch mit im Stall (Melken, Kälber füttern). Wenn sie jetzt in den Semesterferien mal für ein paar Tage nach Hause kommt, wird sie nicht mit eingeplant. Manchmal ergibt es sich, dass sie mit bei den Kälbern ist, aber Melken gar nicht mehr. Nordlicht 49
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