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Autor Thema: Kostgeld  (Gelesen 3546 mal)
Marianne1
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« am: 17.01.09, 22:39 »


 
Hotel Mama – 5-Sterne Hotel mit Vollservice.......  

Es ist schon praktisch: am Abend steht das Essen bereit, die Wäsche ist gewaschen, die Hemden gebügelt, das Zimmer ist sauber. Was will man mehr?

Mich würde mal interessieren:
wieviel Kostgeld verlangt ihr von eurem Nachwuchs für einen solchen Vollservice?

Einerseits will man den jungen Erwachsenen ermöglichen, einiges auf die hohe Kante legen zu können, andererseits ist man auch froh, wenn das eigene Budget entlastet wird.

Es ist sicher auch ein grosser Unterschied, ob der Nachwuchs die Lehre schon beendet hat, und ob er gutverdienend ist.
Wie haltet ihr es in eurer Familie?


 
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maggie
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Bäuerinnen - sind wie andere frauen


« Antwort #1 am: 18.01.09, 01:48 »

guten abend - oder besser morgen - linda,

so lange unsere in der ausbildung waren wollte ich kein kostgeld - lieber ihre arbeitskraft..
was sollte ich mit einigen franken anfangen - die mitarbeit war mir lieber -

später sind sie danneigentlich bald ausgezogen,ausser der "jungbauer" -
doch einen 5 sterne service hat der nicht -

wäsche wird gewaschen, wenn sie im korb ist - und seine wenigen ausgangshemden gebügelt -der rest zusammengelegt und weggeräumt -

im zimmer mache ich nichts ausser hie und da mal das bettzeug aufschütteln - 1 -2 x die woche - oder weniger -
und so alle 3 wochen frisch beziehen -

da er oft bei seiner freundin übernachtet genügt das voll und ganz - und manchmal dauerts auch noch etwas länger....


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liebi grüess   und
bis bald   -  ihr werdet mich  so schnäll nöd wieder los

margrith  us der schwiiz
Romy
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« Antwort #2 am: 23.01.09, 18:45 »

Da habe ich es gut. Meine Kids wohnen nicht mehr zu Hause ausser der Zweitjüngste. Der Jüngste bringt dann noch jedes Wochenende die Wäsche nach Hause, aber die anderen haben alle schon einen eigenen Haushalt wo sie auch selber waschen und bügeln. Freundin hat noch keiner der Jungs also müssen sie das selber machen  Grin tut ihnen auch gut.
Vom Plantahof (Landwirtschaftsschule) habe ich aber einmal einen Zettel bekommen. Ich wollte ihn für dich heraus suchen konnte ihn aber nicht mehr finden. Ich frag mal beim Plantahof nach
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Romy

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erika2
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« Antwort #3 am: 23.01.09, 19:34 »

guckst du hier (Das kann man sicher auch mit der Schweiz vergleichen, meint ihr nicht ?)

http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php?topic=25683.0
« Letzte Änderung: 23.01.09, 19:38 von Christel » Gespeichert

Liebe Grüße, Erika
Farmerin
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« Antwort #4 am: 23.01.09, 20:26 »

Nur Selbstkosten werden rund Fr. 690.-- bis Fr. 1'190.-- eingesetzt (3 Mahlzeiten, Wohnkosten und Wäsche)
Mit Arbeitsentschädigung von Fr. 20.--/Std. wird mit Fr. 1'290.-- bis Fr. 1'990.-- gerechnet
Mit Arbeitsentschädigung von Fr. 25.--/Std. wird mit Fr. 1'460.-- bis Fr. 2'200.-- gerechnet
Die Zahlen sind aus dem Jahr 2005 der Budgetberatung.
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LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #5 am: 23.01.09, 21:04 »

Meine beiden Großen verdienen zwar auch schon ihr eigenes Geld. Da sie noch in der Ausbildung sind, bzw. nur einen 400 €-Job haben brauchen sie nichts abgeben. Falls sie noch bei uns wohnen, wenn sie volles Geld bekommen, hab ich mir überlegt, ob wir statt einen festen Betrag für Kostgeld nicht lieber bestimmte Kosten bezahlen lassen, z. B. Gas, Strom, Wassergeld oder Telefon etc. Ich hoffe, dass sie dann ein Bewußtsein für die Abhängigkeit vom Verbrauch entwickeln und auch die Preissteigerungen mitbekommen.

Luna 
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Romy
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« Antwort #6 am: 24.01.09, 07:53 »

Solange sie in der Lehre waren mussten sie nichts abgeben. Nachher waren sie nicht mehr zu Hause. Es ist ja bei uns nicht möglich irgendwie in der Nähe zu arbeiten.
Allerdings kommen sie fast jedes Wochenende nach Hause und gerade im Sommer erwarten wir, dass sie dafür ab und zu helfen - aber das machen sie auch.
In den Augen von Göga zuwenig  Wink Das ist so ein Thema über das wir uns ewig zanken  Roll Eyes

Unser Zweitjüngster geht noch bis im Frühling in die Handelsmittelschule und ist arm wie eine Kirchenmaus. Aber das Geld rinnt ihm auch durch die Finger wie Sand. Im Sommer arbeitete er 100% bei uns auf dem Betrieb und bekam den vollen Lohn eines "Arbeiters ohne Ausbildung mit Erfahrung" Die Löhne kann man von ABLA http://www.abla.ch/DesktopDefault.aspx?tabindex=33&tabid=2035&langid=1herunter laden. Das Geld wurde aber sofort in eine neue Snowboardausrüstung investiert. Wenn er jetzt Geld braucht habe ich eigentlich immer Arbeit für ihn. In der Regel geb ich ihm 18 Franken in der Stunde. Oder aber wir machen ein Deal: Wenn du willst, dass ich dir diese Rechnung bezahle, musst du mir vom Haus bis zum Komposthaufen den Schnee wegschaufeln.
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Romy

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maggie
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Bäuerinnen - sind wie andere frauen


« Antwort #7 am: 24.01.09, 11:32 »

ich habe eben heute morgen felix , unserem jüngsten einen zettel geschrieben -

er ist irgendwann im laufe der nacht nach hause gekommen - schläft im leeren wannenhof -

er muss mir heute noch hackholz in die küche bringen, damit ich die nächsten tage n och den kachelofen heizen kann -
wir füllen das holz immer in 25 kg samensäcke und stopfen dann alles zusammen in den ofen -
und für den herd muss er mir auch noch holz in die küche bringen -

florian ist nochmals eine woche im militär, also liegt es an uns, zu schauen dass das haus nicht ganz auskühlt -
d.h. wir haben noch 3 speicheröfen (elektro) und einen oelradiator den wir im moment auch immer eingesteckt haben ...

gibt ein bisschen viel strom, aber ja nun - kann ja das haus nicht durchfrieren lassen...


so verdient sich felix das wohnen und die verpflegung am wochenende....
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margrith  us der schwiiz
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« Antwort #8 am: 24.01.09, 15:24 »

Unsere Tochter ist im dritten Lehrjahr und muss pro Monat 150.-- Kostgeld abgeben, das sie sich allerdings mit Arbeiten in Haushalt und Betrieb abverdienen kann. Wir rechnen dann jeweils einen Stundenlohn von 20.--. Sie hat aber noch so gewisse Aemtli die einfach dazugehören und für die gibt es keinen Abzug. So täglich etwa 15 - 30 min. am Samstag etwas mehr.
Sie hat ihren Arbeitsplatz bei uns im Ort, also keine Kosten für Zug oder so. Essen kriegt sie von uns mit für die Mikrowelle.
Ihr Zimmer muss sie selber sauberhalten.
Und wenn es einmal nicht hinhaut und sie viel anderes hat, springe ich ein und helfe ihr auch, aber ohne Lohn Wink Wink

Jetzt diesen Sommer wird unser Sohn in die Lehre gehen, da haben wir noch nicht abgemacht wie mit Kostgeld und Reisespesen und Aemtli und Mithilfe auf dem Betrieb, er hat im ersten Lehrjahr auch viel weniger Lohn. Da müssen wir dann mal Familienrat halten.
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Tschüss zäme u äs Grüessli  Susanna

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Romy
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« Antwort #9 am: 26.01.09, 15:28 »

Im Grunde genommen ist es schon so. Wer eine Landwirtschaftslehre macht, muss ja auch 990 Franken bezahlen für Kost und Logie. Alle anderen dürfen ihr Lehrgeld behalten.  Roll Eyes Anderseits bekommt er dafür einma den Betrieb recht günstig.
In der Schule hat man uns immer gesagt. Das wichtigste ist allen die Ausbildung zu ermöglichen die sie möchten. Das sei schon ein Garant damit es dann keine Streitereien gibt.
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Romy

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Romy
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« Antwort #10 am: 30.01.09, 11:42 »

Hallo Linda
Das finde ich jetzt aber auch ungerecht. Weil die Studierenden ja hinterher den höheren Lohn haben. Also wäre es eigentlich gerecht, wenn sie rückwirkend, wenigstens dasselbe bezahlen  müssten wie ihr.
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Romy

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Maiarisli
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Auch ich war mal eine Raupe!


« Antwort #11 am: 01.02.09, 16:27 »

Im Kanton Graubünden gibt es die Frauenzentrale ( Chur) die macht Butgeberatungen, zu sehr günstigem Tarif.Wenn ihr nicht sicher seid was verlangen wir von unseren Kinder fürs Mama Hotel, wendet euch in euerem Kanton an die Frauenzentrale.

www.frauenzentrale.ch

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