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Autor Thema: Wie gehts weiter mit dem Milchpreis? III  (Gelesen 18949 mal)
joker
Rheine (NRW)
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<°)))o><


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« am: 02.01.09, 09:00 »

Ist die nächste Dumping-Runde eingeläutet?
Lese eben in der Zeitung: Hier im Discounter (K & K) gibts ab heute einen Liter Vollmilch und ein Pfund Butter für EINEN Euro!
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MfG
Joker
Lotta
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« Antwort #1 am: 02.01.09, 09:10 »

 Shocked

Dumpingpreise und reisserische Angebote sind ja schön und gut.
Aber eigentlich sollte das jeder Discounter auf eigene Gefahr machen und auf eigene Rechnung...
Komischwerwise werden bei den Milchangeboten immer die Erzeuger zur Verantwortung gezogen.....
« Letzte Änderung: 02.01.09, 09:12 von Lotta » Gespeichert

Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
Lotta
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« Antwort #2 am: 02.01.09, 09:14 »

Moment mal....
ein PFUND Butter?  Shocked
Du hast dich verschrieben, oder?
Ist ja alles schon schlimm genug
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
joker
Rheine (NRW)
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« Antwort #3 am: 02.01.09, 09:23 »

Ja, sorry. 250 Gramm natürlich.
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MfG
Joker
Andreas
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« Antwort #4 am: 05.01.09, 08:40 »

Hallo,
mich würde von unseren Fachmännern Internetschdrieler, Matthias, Jochen, Sissy und Jo mal interessieren, wie weit der Milchpreis noch sinken soll, damit es für ihre Betriebe passt.
So weit ich diese Herren verstanden habe, halten sie einen hohen Milchpreis, wie in der BDM fordert, für schädlich weil dadurch Marktanteile verloren gehen.

Gibt es Zahlen, um wieviel z.B. der Milch-Absatz zurück gehen muss, wenn der Preis von 33 cent auf 43 cent steigt.
Um wieviel steigt der Milch-Absatz, wenn der Preis von 33 cent auf 23 cent sinkt ?
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fanni
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« Antwort #5 am: 05.01.09, 09:10 »

Ich denk mal, dass für uns all emiteinander sinkende Milchpreise eher schlechter als besser sind.....oder hab ich da einen Knoten im Hirn. Auch der Biomilchpreis hängt doch am Konvipreis ein bisserl dran, denn es gibt asuch so eine Schwelle was der Verbraucher bereit ist mehr zu zahlen und die ist so bei 20% Unterschied im Endverkaufsspreis.

Ich finde die Frage ist nicht richtig, wie weit wird er sinken und nicht wie weit soll er sinken.
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Herzliche Grüße von Fanni
Mirjam
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« Antwort #6 am: 05.01.09, 10:26 »

Gibt es Zahlen, um wieviel z.B. der Milch-Absatz zurück gehen muss, wenn der Preis von 33 cent auf 43 cent steigt.
Um wieviel steigt der Milch-Absatz, wenn der Preis von 33 cent auf 23 cent sinkt ?

Andreas das Thema Preiselastiztität hatten wir schon mal es ist sogar für den dt. Milchmarkt berechnet worden - bereits 1969: 5 % mehr Preis = 7 % weniger Konsum.

http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php?topic=24348.msg272814#msg272814,

in wie weit exakt oder eben nicht mehr auf heutige Verhältnisse passt sei mal dahingestellt, aber zumindest kann ich diese Tendenz eher nachvollziehen als der Traum Milchpreis 40 Cent und der Verbrauch/Konsum bleibt gleich/davon unberührt. Der Sommer hat ja das Gegenteil bewiesen, so schlimm und sicherlich auch von Jochen und Co. nicht "gewollt".

Mirjam
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
Jochen
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« Antwort #7 am: 05.01.09, 11:26 »

Hallo,
mich würde von unseren Fachmännern Internetschdrieler, Matthias, Jochen, Sissy und Jo mal interessieren, wie weit der Milchpreis noch sinken soll, damit es für ihre Betriebe passt.
So weit ich diese Herren verstanden habe, halten sie einen hohen Milchpreis, wie in der BDM fordert, für schädlich weil dadurch Marktanteile verloren gehen.

Gibt es Zahlen, um wieviel z.B. der Milch-Absatz zurück gehen muss, wenn der Preis von 33 cent auf 43 cent steigt.
Um wieviel steigt der Milch-Absatz, wenn der Preis von 33 cent auf 23 cent sinkt ?
 

Hehe.. so langsam reichts mir!!!!
Halte mich bitte aus Milchpreisdiskussionen raus und unterstell mir nicht, ich hätte mich in der  von Dir dargestellten Form dran beteiligt.
Ich bin weder Fachmann und für meinen Betrieb spielt der Milchpreis keine Rolle.
Hier lesen Bekannte von mir mit.. und da finde ich es nicht gut, dass Du mir Aussagen anhängst, die ich nie getätigt hab.
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Internetschdrieler
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Braunviehzucht mit Herz und Verstand


« Antwort #8 am: 05.01.09, 13:18 »

Hallo,
mich würde von unseren Fachmännern Internetschdrieler, Matthias, Jochen, Sissy und Jo mal interessieren, wie weit der Milchpreis noch sinken soll, damit es für ihre Betriebe passt.

Ich finde die Frage ist nicht richtig, wie weit wird er sinken und nicht wie weit soll er sinken.
Find ich auch aber Andres fängt im neuen Jahr da an wo er im Aten aufgehört hat..... er kann wohl nicht anderst und dafür hat er sich ja erst kürzlich bedankt Grin
@ andreas
Wenn du meinen betrieblichen Milchpreis ansprichst, dann errechnet der sich immer noch Milchgeld geteilt durch Menge. Und darauf hat, wie auch bei anderen Betrieben, das Management des Betriebes mehr Einfluß als der BDM je haben wird.

(Ironie an)
Du hast doch mal irgendwann unter oder vor dem "Streik" geschrieben, wie hoch der Düngerwert von Milch ist. Also müsstest du doch am ehesten wissen ab welchen Preis ein Absatzboom einsetzt. (Ironie aus)
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Versuche nie einen Menschen so zu formen wie du es bist, denn du solltest wissen , daß einer von deiner Sorte reicht
a.m.
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« Antwort #9 am: 05.01.09, 13:30 »

Ignoriert Andreas doch, so wie ich hier nachlesen konnte besteht sein Zeitvertreib aus provozieren und Streit zu stiften. Sobald er einmal wirklich fachlich fundiert seine Behauptungen belegen soll versteckt er sich hinter der "ihr seid doch alle böse"-Masche.

Lasst uns doch über die Themen an sich diskutieren und nicht über gewisse Stimmungsmacher.

Wie geht es weiter mit dem Milchpreis?
Hier gehen die Meinungen wie immer auseinander. Zukunft vorhersehen kann keiner, deswegen kann jeder nur vermuten, wo es seiner Meinung hingehen kann. Wo es hingehen soll, da sind wir uns alle einig : nach oben. Der Weg ist strittig und stellt den Wettbewerb da, in dem wir uns befinden. Es liegt an uns, ihn fair zu begehen - dazu gehört auch die Tatsache anzuerkennen, dass es sowohl Sieger als auch Verlierer geben wird - oderihn unfair zu getalten - dann wird es aber nur Verlieren geben.

Meiner Meinung nach, wird der Michpreis auf Grund der Wirtschaftskrise zunächst noch weiter nachgeben.
Im Binnenmarkt gibt es erste Meldungen, dass der Verbraucher seine Nachfrage auf Grund der gesunkenen Preise steigert. Dies reicht aber noch nicht für eine Mengenmäßige Marktentlastung aus. Dazu ist es notwendig, dass der Hunger und die Nachfrage in Importstaaten einen erhöhten Druck dort aufbaut, so dass dort Maßnahmen ergriffen erden, die dazu fürhen, dass die Importstaaten ihre Importe erhöhen, um ihren Markt zu befrieden.
Dies wird erst im Frühjahr einsetzten. Deswegen rechne ich nicht mit vor Mai signifikant steigenden Preisen.

Wir für unseren Betrieb werden alles dafür tun, auf der Gewinnerseite zu bleiben. Für die, die es nicht schaffen können oder wollen, tut es uns zwar leid und wir hoffen, dass sie den Ausstieg möglichst gut gestalten können, aber trotzdem werden wir es als unseren Vorteil hinnehmen.
Genauso wird es uns ergehen, wenn wir einmal diesen Punkt erreichen sollten, dass wir aufhören. Und würde dann auch keiner eine Träne mehr hinterherweinen als der gesellschaftliche Anstand es für nötig befindet.
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Andreas
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I mog Di !


« Antwort #10 am: 05.01.09, 15:38 »

Ich habe mal durch gerechnet, ob es für uns Bauern gewinnbringender ist

weniger zu einem höheren Preis zu erzeugen  (Modell BDM)
oder
mehr zu einem niedrigeren  Preis zu erzeugen (Modell Unternehmen Milch)

Durchschnitt 07/08:                                                                                             
300.000 kg  Milch   x     0,33 €           =      99.000 €     

Modell BDM:
230.232 kg  Milch   x     0,43 €           =      99.000 €     

Modell UM:
430.434 kg  Milch   x     0,23 €           =      99.000 €     



Interessant wird es, wenn ich die Erzeugungskosten  von 0,26 € einrechne:

Durchschnitt 07/08:                                                                                             
99.000 €      -      78.000 €   =   21.000 € Gewinn

Modell BDM:
99.000 €      -      59.860 €  =   39.140 € Gewinn

Modell UM:
99.000 €      -     111.912 €  =   12.912 € Verlust


Aber was solls, Unternehmen Milch und DBV haben sich auf der ganzen Linie gegen den BDM durchgesetzt und damit müssen wir nun leben (sterben) ob wir wollen oder nicht !
« Letzte Änderung: 05.01.09, 16:03 von Andreas » Gespeichert
manurtb
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« Antwort #11 am: 05.01.09, 16:57 »

Andreas, ich mag mich ja täuschen, weil ich nur BWL gelernt habe und nicht Landwirtschaft, aber bei Deiner Berechnung lässt Du aussen vor, woher Du die Mengen aus den Modellen BDM umd UM hast.
Woher beziehst Du die erhöhten oder erniedrigten Werte? Nur aus der Anpassung der Nachfrage im Inland?
Wie wird sich das verändern, wenn noch berücksichtigt wird, was das Ausland so macht? Also wenn bei einem hohen Preis im Ausland billig eingekauft werden kann oder bei einem niedrigen Preis ins Ausland verkauft werden kann.

Jetzt weiss ich ja, dass die Milchproduktion nicht so leicht anpassbar ist, wie andere Produktionen, weil die Kühe ja ihre Zeit brauchen, bis sie produzieren.
Aber was ich bemerke: Die im Streik aufgebauten ausländischen Milch- und Käsespezialitäten sind bei uns nicht mehr weggekommen. Das Angebot an einheimischen Produkten ist niedriger, als vor dem Milchstreik.
Hat das keine Auswirkungen langfristig auf die Milchwirtschaft bei uns im Land?

Gibt es bei den Erzeugungskosten keine mengenabhängigen Bereiche? Sind die 0,26 Euro dann immer fix, auch wenn man 130.000 kg mehr Milch erzeugt?
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Mirjam
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« Antwort #12 am: 05.01.09, 17:52 »

Jetzt weiss ich ja, dass die Milchproduktion nicht so leicht anpassbar ist, wie andere Produktionen, weil die Kühe ja ihre Zeit brauchen, bis sie produzieren.

Hallo Manu,

das stimmt in gewissern Weise - als im Herbst 2007 der Milchpreis sehr hoch war - haben die Betriebe durchaus die Milchmenge hochgefahren und ermolken was nur ging (weil dann höhere Grenzkosten z.B. beim Futter galten).

Was die verlorenen Marktanteile betrifft, so erlebe ich das genau so  Embarrassed, wie bewertet man diesen Verlust?

@ Andreas - berücksichtigt dein Modell auch die wieder-weit-über-Quote-Produktion also die Mehrmenge Milch am Markt, wenn die Milchpreis beim Modell BDM so hoch sind  Huh  Je günstiger die Betriebe produzieren können, desto lukrativer ist und war es natürlich auch für die Betriebe im oder ausserhalb des BDMs die Quote zu überliefern.

Mirjam
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fanni
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« Antwort #13 am: 05.01.09, 19:15 »

Zu den Marktanteilen, die ans Ausland verloren gegangen sind/sein sollen noch eine kleine Bemerkung. Mehrmals hab ich jetzt schon in den einschlägigen Zeitungen gelesen, dass grad die Tschechen unter den sinkenden Milchpreise leiden, kann jetzt aber nicht abschätzen, wieweit und um welche Mengen es geht, dafür les ich wieder zuwenig............aber wollten die nicht mal unsere Märkte beliefern?? Wenn denen jetzt schon die Luft ausgeht Lips Sealed Huh
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Matthias
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« Antwort #14 am: 05.01.09, 19:26 »

Ich denke die Marktanteile der Tschechien sind vergleichbar mit unseren, denn ein Großteil der tschechischen Milch wird in Deutschland verarbeitet und das schon lange vor dem Milchstreik . Müller hat zb hier in der Region mehrere tschechische Molkereien übernommen, geschlossen oder zu Sammelstellen umgebaut und die Milch wird nach Leppersdorf gefahren. Natürlich drückt das auf den Milchpreis wenn noch ein Transport von mehreren 100 km dazu kommt.

Zu unserem Milchmädchen: da nehm ich mir lieber den Tip von A.M. zu herzen  Grin
« Letzte Änderung: 05.01.09, 19:28 von Matthias » Gespeichert
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