Hallo Ihr alle.
Freue mich sehr, dass ich per Zufall auf diese Seite gestoßen bin. Habe mir immer gewünscht, mich mal mit Gleichgesinnten auszutauschen. Im Bekanntenkreis sind keine weiteren Landwirte bzw Landwirtsgattinnen

und keiner kann nachvollzeihen, wovon ich spreche.
Aber von Anfang an:
Bin 38 Jahre alt, in der Vorstadt (fast ländlich) aufgewachsen und habe als Kind immer Urlaub auf dem Bauernhof gemacht, also eine eher unrealistische Sicht auf die Landwirtschaft. Es war trotzdem nicht unbedingt mein Wunsch, einen Landwirt zu heiraten, dass hat sich halt so ergeben. Wo die Liebe hinfällt....

Ich hatte keine Bedenken, den Hofalltag zu schaffen. Bis zu unserem ersten Kind bin ich nach der Arbeit (40 Std. die Woche im Büro) direkt mit in den Stall. 25 Kühe in Anbindehaltung. Schwiegervater und Schwiegermutter lebten natütlich mit im Haus. (Oder lebten wir mit im Haus???). Heute haben wir drei Kinder im Alter von 7, 5 und drei Jahren. Kurz nach der Geburt unseres letzten Kindes verstarb meine Schwiegermutter unerwartet. Geblieben ist die Arbeit und ein 82 jähriger Schwiegervater, der mir durch seine eigene Auffassung von Sauberkeit sehr zu schaffen macht (ich bin nicht pinibel, das legt man auf einem solchen Hof schnell ab, bzw. wir die Messlatte etwas tiefer gelegt...)
Natürlich liebe ich meine Kinder, sie geben (und nehmen natürlich auch) Kraft. Mein Mann ist die meißte Zeit im Stall, da alles sehr unmodern und zeitaufwändig ist. Momentan stehen wir vor der Entscheidung, wie unsere Zufkunft weiter gestaltet werden soll. Mein Schwiegervater hilft noch immer mit melken. Natürlich kann er eher heute als morgen "wegfallen"... Ich würde mir schon einen "normalen" Familienalltag wünschen, in dem es auch Platz für Hobbies, Freizeit, Freunde und all die "normalen" Dinge des Lebens gibt. Auf Schul- oder Kindergartenveranstaltungen erscheine ich meisst alleine fühle mich oft alleinerziehend, Ausflüge sind schwierig, da sich unser Wochenende auf Sonntags von 11:00-16:00 beschränkt. All das sind Dinge, die einem keiner sagt und man zu gegebener Zeit wahrscheinlich auch nicht hören will. Tja, aber was soll den ein gelernter Landwirt bei dieser Abeitsmarktlage wollen???
An sich liebe ich das Landleben schon, bin sehr naturverbunden, aber die Arbeit wächt mir einfach über den Kopf.
So, dass sollte für den Anfang genügen. Eigentlich wollte ich mich ja nur "kurz" vorstellen.

Liebe Grüße an alle, Mapalo