fanni
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« Antwort #120 am: 19.01.09, 12:18 » |
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Genau! Heute gehts in der grünen Woche genau anders rum, fragt mal die afrikanischen Ländern zum Thema Exportbeihilfen  , aber Frau aigner kann das nicht verstehen , sagt sie. Quelle Münchner Merkur von Heute, 17.1.09 Notwendig sei gegenseitige Unterstützung, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner (CSU) am Samstag nach dem ersten Berliner Agrarministergipfel am Rande der Grünen Woche. Unterdessen gab es neue Kritik an den Exporthilfen, die die Europäische Union (EU) für Milchprodukte angekündigt hat. Gerade solche Subventionen sollen laut Agrargipfel abgebaut werden. Russland forderte einen schnellen WTO-Beitritt.
In der Abschlusserklärung des Ministertreffens heißt es: «Der Marktzugang muss verbessert werden, alle Formen von handelsverzerrenden Exportfördermaßnahmen müssen wegfallen und handelsverzerrende Subventionen gesenkt werden, um einen fairen Agrarhandel in fairer Weise zu betreiben.» Bauern in den Entwicklungsländern sollen in die Lage versetzt werden, mehr Lebensmittel zu produzieren.
EU-Agrarratspräsident Petr Gandalovic will auch innerhalb Europas Ungleichgewichte bei den Beihilfen für Bauern abbauen. «Alte und neue Mitgliedstaaten haben unterschiedliche Zahlungssysteme, was Ungleichgewichte hinterlässt», sagte der tschechische Landwirtschaftsminister im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. «Nach 2013 gibt es keinen Grund mehr für die Unterschiede.»
Burkina Faso kritisierte die geplante Wiedereinführung von Milch- Exporthilfen in der EU scharf. «Das bringt unsere Landwirtschaft um», sagte der Agrarminister des afrikanischen Landes, Laurent Sedego. Die Industrieländer müssten ihre Subventionen abbauen, auch für Baumwolle und Fleisch. «Es sind Millionen und Abermillionen von Produzenten, die in die Armut geraten.» Die Hilfsorganisation Oxfam kritisierte, die Förderung der Kleinbauern in armen Ländern tauche in der Erklärung nicht auf. Sie machten die Hälfte der Hungernden aus. «Wer die Exportsubventionen bei Milch wieder einführt, verletzt das Recht auf Nahrung von Kleinbauern in den Entwicklungsländern», hieß es.
Aigner sieht dagegen keinen Zusammenhang mit den geplanten Exporthilfen für Milchprodukte. «Es geht hier ausschließlich um die Frage Milch.» Außerdem würden die Preise in der EU nicht unterhalb des Weltmarktniveaus fallen. Trotz der neuen Hilfen sieht die EU- Kommission Chancen für einen Erfolg der dümpelnden Welthandelsrunde, in der es um den Abbau von Handelsschranken geht. «Ich hoffe, dass wir in der Lage sein werden, die Verhandlungen der Doha-Runde abzuschließen», sagte Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel. Die Verhandlungen waren 2008 ergebnislos abgebrochen worden.
Russland forderte am Wochenende einen schnellen Beitritt zur Welthandelsorganisation, in deren Rahmen diese Gespräche geführt werden. «Wir möchten, dass das noch im Jahr 2009 passiert», sagte Agrarminister Alexej Gordejew. Eine Einigung für eine Aufnahme Russlands scheiterte bisher. Gordejew schlug eine gemeinsame Landwirtschaftspolitik der EU mit seinem Land vor. «Es wäre sinnvoll, die beiden Systeme zu harmonisieren», sagte er der dpa. Die EU- Kommission zeigte sich skeptisch. «Ich sehe nicht, dass wir nächsten Sommer eine gemeinsame Agrarpolitik haben», sagte Fischer Boel.
In der Erklärung des Weltagrargipfels heißt es, es sei dringend nötig, die Agrarproduktion der Entwicklungsländer auszuweiten. Aigner fügte hinzu, dafür müsse aber jedes Land selbst sorgen. Die Minister und Vertreter von 26 Staaten waren nach Berlin gekommen, darunter China, Indonesien, Russland und die Ukraine. Die Teilnehmer vertraten laut Aigner knapp die Hälfte der Weltbevölkerung. Am nächsten Gipfel 2010 sollen nach dem Willen Deutschlands auch die USA teilnehmen.
Der Deutsche Bauernverband will an der Lösung der Ernährungskrise mitarbeiten, lehnt völlig freie Märkte aber ab, wie Verbandschef Gerd Sonnleitner sagte. Nach Prognosen müssen 2050 weltweit mehr als neun Milliarden Menschen ernährt werden, offiziellen Statistiken zufolge hungern aber schon heute 800 Millionen Menschen.
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« Letzte Änderung: 19.01.09, 12:39 von fanni »
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Internetschdrieler
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Braunviehzucht mit Herz und Verstand
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« Antwort #121 am: 25.01.09, 23:15 » |
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Der BDM zündelt schon wiederInternetschdrieler
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Versuche nie einen Menschen so zu formen wie du es bist, denn du solltest wissen , daß einer von deiner Sorte reicht
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frankenbauer
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« Antwort #122 am: 26.01.09, 02:06 » |
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@ Internetschdrieler
Was soll das?
"Rufe nach der Milch-Opec " "den Milchmarkt von seinen Subventionen und Quoten zu befreien" - Was für eine Farce! Was wird denn gerade gemacht um die ganze Milch wieder billigst im Ausland unterzubringen?
Dieser Artikel beschreibt nicht Ansatzweise was wir Milchbauern im BDM überhaupt wollen!
Gruß frankenbauer
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fanni
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« Antwort #123 am: 26.01.09, 06:36 » |
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Servus Frankenbauer Na dann stelle es halt hier richtig, ich wäre sehr froh, wenn aus diesem Artikel nix stimmt  ...wenn doch habt ihr echt ein Problem  ..............und sag uns was ihr in Berlin so beschlossen habt. Interessiert mich sehr..........soweit ich weiß soll es keinen weiteren Streik geben und ich/wir würden da auch nicht mehr mitmachen - haben wir bereits mittgeteilt, weil.........viele Gründe! Danke
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« Letzte Änderung: 26.01.09, 06:41 von fanni »
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Andreas
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I mog Di !
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« Antwort #124 am: 26.01.09, 10:52 » |
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Kommuniqué des Bundesverbands Deutscher Milchviehhalter Berlin, den 24. Januar 2009
Anlässlich des BDM Symposiums „Märkte gestalten – statt Krisen verwalten“ beschließen die anwesenden Milchviehhalter folgendes Kommuniqué an die politisch Verantwortlichen in Brüssel und Berlin: Richtungswechsel jetzt! Aktive Marktpolitik für die Zukunft des Milchsektors ! Nur 10 Monate nach der zusätzlichen Erhöhung der Milchquoten um 2 % ab 1.4.2008 droht der Milchmarkt völlig außer Kontrolle zu geraten. Zu allem Überfluss hat der EU-Agrarministerrat vor 2 Monaten weitere Ausdehnungen der Produktionsquoten um mehr als 6% in den nächsten 5 Jahren beschlossen. Damit sollte die so genannte sanfte Landung des Milchmarktes umgesetzt werden. Die Milchauszahlungspreise an die Milcherzeuger befinden sich seit Herbst 2008 im freien Fall. Mit teilweise nur noch 21 Euro-Cent pro kg Milch haben sie mittlerweile Existenz bedrohende Ausmaße erreicht. Zum wiederholten Male zeigt es sich, dass Entscheidungen der Politik auf völlig falschen Marktprognosen aufgebaut waren. Sowohl der internationale Markt, wie auch der EU-Binnenmarkt stagniert, oder ist rückläufig. Nun sieht sich die EU-Kommission gezwungen, entgegen ihren eigenen Vorgaben in den Markt einzugreifen. Damit ist die Kommission mit ihrer Strategie der Liberalisierung des Milchmarktes schon in der Anfangsphase gescheitert. Die dramatische Lage des Milchmarktes zwingt die EU-Kommission nun offensichtlich zur Wiedereinführung der alten Instrumente Intervention und Exporterstattungen, um einen totalen Marktzusammenbruch zu vermeiden. Nach Einschätzung des BDM werden diese Maßnahmen nur zu einer kurzen und in der Höhe begrenzten Erholung der Milchpreise führen und sind deshalb nicht geeignet, für die Milcherzeuger dauerhaft kostendeckende Milchpreise zu realisieren. Die versammelten Milchviehhalter betonen ausdrücklich, dass die Verantwortung für das Desaster auf dem Milchmarkt und den damit verbunden Verlusten in Milliardenhöhe für die Milchproduzenten in ganz Europa bei der EU- Kommission liegt. Demokratisch legitimierte Mandatsträger wären in einer vergleichbaren Situation ganz sicher gezwungen, Verantwortung zu übernehmen und ihr Amt niederzulegen. Um den Milcherzeugern wieder Perspektiven zu eröffnen, fordern die anwesenden Milchviehhalter die EU-Kommission dringend auf, die eingeleitete „Weiche Landung“ umgehend aufzugeben. Eine Kurskorrektur der EU-Milchmarktpolitik um 180 Grad hin zu einer aktiven, flexiblen Angebotssteuerung ist unumgänglich. Grundlage politischen Handelns müssen in Zukunft regelmäßige Marktanalysen in engen Zeiträumen sein. Die Entscheidung, ob die Produktion ausgedehnt werden kann, oder eingeschränkt werden muss, ist am Ziel eines Vollkosten deckenden Milchpreises auszurichten. Um das Ziel des Vollkosten deckenden Milchpreises zu erreichen, fordern die anwesenden Milcherzeuger die in Anhang I aufgeführten Punkte sowohl auf EU als auch auf nationaler Ebene. Nur so kann eine Milchpolitik für Erzeuger und Verbraucher mit stabilen und fairen Preisen gleichermaßen gestaltet werden. Gesellschaftliche Ziele, wie Ernährungssouveränität, Sicherheit und Qualität der Produkte oder eine nachhaltige Entwicklung des gesamten Sektors können dadurch auch in Zukunft gesichert werden. Die große Mehrheit der deutschen und europäischen Milcherzeuger ist bereit und gewillt, ihre Produktion an die Absatzmöglichkeiten des Marktes anzupassen, um über kostendeckende Milchpreise ihr Einkommen zu erwirtschaften.
Sollten die politisch Verantwortlichen die ihnen zufallende Verantwortung dennoch ignorieren, werden die Milchviehhalter dies sicher nicht tatenlos hinnehmen.
(ANHANG 1:)
Forderungen von Maßnahmen auf EU- Ebene: 1. Die Anwendung der Mengenregelung muss umgehend flexibilisiert werden. 2. Hierzu sind Quotenreserven zu schaffen, welche je nach Bedarf zur Produktion freigegeben werden können. 3. Um Quoten aus der Produktion zu nehmen, ist das Instrument der freiwilligen Stilllegung umgehend einzuführen. 4. Die beschlossenen Quotenerhöhungen in Höhe von 5 x 1% dürfen ebenfalls nur nach Bedarf zur Produktion freigegeben werden. 5. Der Fettkorrekturfaktor ist auf bisherigem Stand (0,18) zu belassen. 6. Schaffung einer Rechtsgrundlage zur EU-weiten Einführung von Erzeuger finanzierten Umlagen 7. Nicht genutzte EU- Finanzmittel sind als Soforthilfe zum Herauskaufen überschüssiger Produkte einzusetzen, um den Markt zu entlasten und damit den Auszahlungspreis so schnell wie möglich anzuheben. Siehe BDM- Hilfspaket vom 4. 12. 2008
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Pierette
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« Antwort #125 am: 26.01.09, 10:55 » |
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Weißt Du Frankenbauer, der Artikel ist verhältnismäßig ordentlich. Das Problem ist, und da gehe ich jede Wette ein, dass die Autorin nicht allzuviel von den Vorträgen verstanden hat. Die waren nämlich recht anspruchsvoll und erforderten Fachkenntnisse. Sowohl in dem mehr theoretisch orientierten Block als auch im praktischen Block des Symposiums. Das machte eben auch die ruhige und sachliche Atmosphäre aus. Von Zündeln war da überhaupt nichts zu spüren. Beschlossen wurde außer einem Kommunique nichts weiter, das Kommunique ist auf der BDM-Homepage nachzulesen. Ach ja, da die Autorin sich m. E. verschätzt: der Saal 1 des ICC Berlin (>5000 Plätze) war zu gut 2/3 bis 3/4 gefüllt. Dafür hat sie die Situation mit ihrem letzten Abschnitt schon vernünftig eingeschätzt: "Es ist eine ruhige, konzentrierte Arbeit, die Euphorie des Sommers fehlt. Zwar träumt der ein oder andere von der Revolution, die ein nach Milch hungerndes Volk auslösen würde. Doch die Mehrheit weiß, dass es vor allem darum geht, Netzwerke aufzubauen, Positionen zu bestimmen und Lobbyarbeit in eigener Sache zu betreiben. Aber wer genau hinhört, der ahnt: Faironika wird irgendwann wieder die Nachrichten bestimmen."
Ah, das Kommunique ist bereits eingestellt.
Gruß, Petra
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Ein Tier, das nicht klettern kann, sollte sein Geld nicht einem Affen anvertrauen (aus Afrika)
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reserl
Niederbayern
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« Antwort #126 am: 12.09.09, 09:28 » |
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lieben Gruß Reserl
Auch in den kleinsten Tropfen spiegelt sich der ganze Himmel.
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