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Autor Thema: Sternenkinder....  (Gelesen 937 mal)
sandra
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BT ist super!


« am: 06.11.08, 10:49 »

Gestern abend hab ich - gerade aus dem Urlaub gekommen - erfahren, dass der kleine Jakob einer freundin am Montag sanft eingeschlafen ist.

Für ihn war es sicher das Beste... mein Mitgefühl gehört meiner Freundin und ihrer Familie.

4 1/2 Monate Kampf sind zu Ende...  Cry

weiß noch gar nicht so richtig, was ich sagen soll...

Jakob war ein Frühchen und hatte Trisomie 10
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lg Sandra

Wo kämen wir denn hin, wenn alle sagen würden, wo kämen wir denn hin, und keiner ginge, um zu sehen, wohin man käme, wenn man ginge.
amber
Powerfrauen find ich gut
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Geschlecht: Weiblich
Beiträge: 489



« Antwort #1 am: 06.11.08, 11:50 »

Es ist so schlimm wenn ein Kind "heimgeht".   Cry Cry
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lieber heimlich klug, als unheimlich doof
Annette
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« Antwort #2 am: 07.11.08, 15:35 »

Hallo Sandra,

geh hin, nimm Deine Freundin in den Arm, sag was oder auch nicht, wein mit ihr und ihrer Familie. Schieb es nicht hinaus, dadurch wird'snicht einfacher. Weder für Dich noch für Deine Freundin. So etwas lässt sich einfach sagen, das weiß ich wohl. Ich weiß aber auch, wie das ist, wenn keiner sich traut und alle nur herumdrucksen. Unser erster Sohn ist nach einem Monat auch gestorben - das ist jetzt 18 Jahre her. Damals mochte auch keiner so recht was sagen. Das tut viel mehr weh, als wenn jemand das "Falsche" (gibt es in dieser Situation nicht !!!) sagt. Irgendwie denkt man sich, jeder ist froh, dass das Kind gestorben ist, auch wenn es objektiv betrachtet wird, wohl tatsächlich so ist. Aber als Eltern ist es einem in diesen Momenten total egal, ob es ein gesundes oder krankes/behindertes kind gewesen ist. Es tut einfach nur weh und man man fragt sich wieso und warum.

Obwohl 18 Jahre eine lange Zeit ist, stehen  mir heute noch die Tränen in den Augen, wenn ich darüber spreche. Ich vergeße nicht, aber ich habe gelernt, damit zu Leben. Es steht nciht immer im Vordergrund, doch an bestimmten Tagen denke und frage ich mich immer noch wieso, weshalb und warum.

LG Annette
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Lieber auf neuen Wegen stolpern, als in alten Bahnen auf der Stelle treten. (H.Hesse)
LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #3 am: 07.11.08, 15:51 »

Hallo Sandra,

ein Kind zu verlieren gehört sicher mit zu den schlimmsten Dingen, die uns im Leben passieren können. Für mich ist es ein Wunder, dass bei Milliarden von Menschen jeder einmalig und damit etwas ganz beonderes ist. Mit jedem Menschen geht allso jemand einmaliges unwiederbringlich von uns. Bei einem Kind kommt das nicht gelebte Schicksal dazu und die Fragen WARUM und WIE WÄRE ES GEWORDEN. Die Trauer bleibt immer irgendwie vorhanden.

Meine Mutter hat ihr Leben lang unter einer Fehlgeburt gelitten. Sie wußte, dass es ein kleiner Junge geworden wäre. Damals durften diese Kinder nicht bestattet werden. Das hat ihr immer zu schaffen gemacht. Gut, dass heute anders gedacht wird und es die Gedenkstätten für die Sternenkinder gibt, damit die Angehörigen auch einen Platz für ihre Trauer haben. Ansonsten kann ich mich Annette nur anschließen. Früher hätte ich es nie gewagt, jemanden in dieser Situation anzusprechen. Inzwischen weiß ich, wie gut es tut, zu spüren, wie andere Menschen mittrauern.

LG
Luna 

 
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Verschwendete Zeit ist Dasein.
Gebrauchte Zeit ist Leben.
Hopfi
Hallertau
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Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.


« Antwort #4 am: 07.11.08, 16:42 »

Hallo Luna,
Damals durften diese Kinder nicht bestattet werden.
Was geschah zur damaligen Zeit dann mit den Fehlgeburten ? Cry

Gruß Hopfi

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Es können nur Menschen helfen, wo Menschen sind.
Nur sie können, wo sie sind, die Welt zum Positiven verändern.

Servus, Eure Hopfi
LunaR
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Geschlecht: Weiblich
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall


« Antwort #5 am: 07.11.08, 17:04 »

Hallo Hopfi,

wer gerade einen anderen Toten zu beerdigen hatte, hat das Kind mit in den Sarg gelegt. Das traf natürlich nicht allzu oft zusammen. Bei uns hat mein Vater dieses Kind beerdigt, meiner Mutter aber nie gesagt wo.  Ich glaube nicht, dass meine Eltern noch darüber gesprochen haben. Erst als ich erwachsen war fing meine Mutter an, mit mir darüber zu reden. Mit meinen Geschwistern wohl auch nicht. Bis zu ihrem Ende hat sie noch an dieses Kind gedacht.

Keine Ahnung, wie es sonst gehandhabt wurde. In den Krankenhäusern wahrscheinlich wie alles, was aus der Pathologie kam  Cry Cry.  So ganz lange wird noch nicht darüber nachgedacht, auch die nicht lebensfähigen Kinder mit Würde zu bestatten.

LG
Luna
« Letzte Änderung: 07.11.08, 17:06 von LunaR » Gespeichert

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Marone
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« Antwort #6 am: 07.11.08, 17:56 »

@ Sandra,

der kleine Jakob wird in den Herzen seiner Eltern immer weiter leben, davon bin ich überzeugt.

Es ist sehr traurig, vom Tod eines Kindes zu hören. Den Eltern gilt auch meine Anteilnahme.

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Special moments with someone special.
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