Danny
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« am: 05.11.08, 11:20 » |
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Hallo, Muss mal wieder etwas Frust und Wut loswerden. Mein kleiner Sohn (wird Anfang Januar 2 Jahre alt) treibt mich noch in den Wahnsinn. Lebt seine Trotzphase voll aus (viel heftiger als seine Schwester), brüllt mir täglich die Ohren voll (an ganz schlimmen Tagen alle halbe Stunde und mindestens mehrere Minuten lang), macht, was er will, testet seine Grenzen auf alle erdenklichen Arten aus ... nein, ich sollte besser sagen, er testet, wie, wo und wann er seine Grenzen am effektivsten übertreten kann.  Dann wiederum ist er - für kurze Zeit - wie ausgewechselt: strahlt und lacht, schmust und bringt uns zum Lachen, ist höflich und versucht überall zu helfen. Ich weiß ja, dass das normal ist und ich weiß auch, dass es gut ist, wenn jemand schon als Kind so einen starken Willen hat - als Erwachsener kann er diesen Willen mit Sicherheit brauchen und wahrscheinlich werde ich dann sehr stolz auf ihn sein ... Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass das Zusammenleben mit ihm zur Zeit oft unerträglich ist.  Letztens, als wir allein in den Stall mussten, weil die SE einen Arzttermin hatten, hat er es geschafft, die ganze Stallzeit lang zu brüllen wie am Spieß. Göga war irgendwann so weit, dass er nur noch "zurückgebrüllt" hat. Letztens Endes blieb mir nichts anderes übrig, als ihn auf den Arm zu nehmen, sonst hätte er die Rinder völlig schalu gemacht oder sich einen Leistenbruch gebrüllt ... 13 kg schluchzendes Kind auf dem Arm, Mistgabel in der anderen Hand und grippalen Infekt in den Knochen "durfte" ich dann weiter stallieren  Das sind Tage, an denen ich ernsthaft drüber nachdenke, mich möglichst bald sterilisieren zu lassen - die zwei Kinder reichen völlig. Alle Frauen, die 4, 5 oder gar noch mehr Kinder und/oder noch heftigere Problemfälle haben, haben meine Hochachtung. Ich könnte das nicht.
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Liebe Grüße Danny
Auch an Tagen, da Regendunst den Berg verhüllt, bleibt er wunderschön.
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martina
Südniedersachsen
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Unsere Landwirtschaft - wir brauchen sie zum Leben
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« Antwort #1 am: 05.11.08, 11:24 » |
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Hallo Danny,
das geht vorbei *tröst*
Unser "Kleiner" wird ja schon 8 und der kann sowas von explodieren, das erstaunt mich immer wieder, wie der in die Luft gehen kann.
Die Großen machen sich dann erst recht einen Spaß daraus, ihn zu ärgern und ich hab dann das Geschrei. Sowas kommt morgens um halb sieben Uhr echt gut *nerv*
Aber sie werden soo schnell groß...
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Nimm das Leben nicht so bierernst, Du kommst da eh nicht lebend raus.
Heute ist nicht alle Tage, ich komme wieder - keine Frage! Martina
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strop
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« Antwort #2 am: 05.11.08, 11:46 » |
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Nimm es gelassen, Danny  . Sei froh, dass Dein Kleiner die Phase so früh hat, da hat (fast) jeder Verständnis. Meine Mädels hatten das in der Kleinkindphase nicht, dafür in der Pubertät umso heftiger. Manchmal hab ich echt gedacht "das glaubt Dir keiner", wenn es mal wieder extrem schlimm war...  LG, strop
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Danny
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« Antwort #3 am: 05.11.08, 11:59 » |
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Jaaa, ihr habt ja recht - ich sollte es locker nehmen. Aber das ist gar nicht mal so einfach. Und strop, was die Pubertät angeht ... wer weiß, was uns da noch blüht *grusel* Noch wage ich es nicht, mir einzureden, dass die P. nach dieser heftigen Trotzphase erträglicher wird 
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Liebe Grüße Danny
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Melkerin
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« Antwort #4 am: 05.11.08, 12:20 » |
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Hallo Danny,
weißt du, was ich mich an solchen Tagen immer gefragt habe:
"Willst du einsam und allein dahocken und keine Kinder haben - oder willst du welche haben und dafür halt auch solche Situationen durchleben müssen?"
Die Antwort war immer klar und das hat dann meine Nerven wieder etwas stabilisiert.
Ich wünsche dir gutes Durchhalten!
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Herzlich Grüße von Melki!
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Freya
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no guts, no glory !
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« Antwort #5 am: 05.11.08, 15:48 » |
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am liebsten an die Wand geklascht hätte. frau darf alles denken - das hilft ja bekanntlich auch schon  ... aber natürlich tut frau es nicht
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liebe Grüße Freya
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Danny
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« Antwort #6 am: 05.11.08, 16:54 » |
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Vorhin waren wir auf dem Spielplatz. Tut uns dreien ganz gut, frische Luft "reinigt" etc. ... dachte ich. Auf dem Spielplatz ging es schon, da haben sie lieb gespielt. Aber der Heimweg  Naja, diesmal hatte er wenigstens eine Entschuldigung: totmüde. Jetzt liegt er im Bett und schläft, Tochter hat sich nach unten verdrückt und vespert bei den SE und ich habe meine Ruhe. Vorerst.
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Liebe Grüße Danny
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mali
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« Antwort #7 am: 05.11.08, 20:55 » |
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ohoh...habe ich alles hinter mir und wurde auch alles besser.... Jetzt ist der junge Mann mit Volldampf in die Pubertät gekommen und ist nicht Fisch und nicht Fleisch,ist aufmüpfig,ist frech und versucht mich zu bevormunden.....hat einen unmöglcihen Ton an sich! Jeden abend Terror mit seiner Schwester.er ärgert,sie springt voll drauf an. Unser Haus ist groß---für die beiden nicht groß genug!
Es wird nciht besser die nächsten 10 Jahre nur anders!!!
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Gruß Mali ---------- Wer heute den Kopf in den Sand steckt,knirscht morgen mit den Zähnen!
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Cendrillon
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« Antwort #8 am: 05.11.08, 23:44 » |
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hallo danny, ich hatte die letzten tage auch überlegt eine "trotzbox" aufzumachen. ich habe zeitweise ein knapp 5-jähriges rumpelstilzchen zu hause.  wenn mein junior wütend ist, wird geschriehen wie am spiess. am anfang dachte ich jedesma, es hätte eine katastrophe gegeben. inzwischen höre ich sofort, ob er wütend ist, oder sich wehgetan hat (kommt beides mehrmals täglich vor  ). bei solch heftigen wutanfällen fällt es sogar mir manchmal schwer, hart zu bleiben (muss wohl früher auch ein rumpelstilzchen gewesen sein?  *zwinker zu maggie*) dazu habe ich feststellen müssen, die kleine äussert sich schon auf dieselbe weise. wenn ihr etwas nicht passt wird gekreischt. weinen ist bei ihr selten. bei uns wackeln zeitweise die wände....  ...ist aufmüpfig,ist frech und versucht mich zu bevormunden.....hat einen unmöglcihen Ton an sich!
@mali, danke für die vorwarnung.... ab wann geht die pupertät los?  meine 7jährige kann das jetzt schon!!! allen müttern einen schönen abend und weiterhin gute nerven...wir können alle nur hoffen.... liebe grüsse katrin
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der kopf begreift manches, was dem herzen unverständlich bleibt. und umgekehrt.
marianne von willemer
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LunaR
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Dat Eenen sien Uhl is det Annern sien Nachtigall
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« Antwort #9 am: 06.11.08, 00:13 » |
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ab wann geht die pupertät los? ... das habe ich mich auch immer gefragt bei unerem Zweiten. Mit 9 Jahren hat er sich schon sehr pubertär gebärdett. Im Januar wird er 20 und fertig ist er immer noch nicht ***Nerven, Nerven*** Luna
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Verschwendete Zeit ist Dasein. Gebrauchte Zeit ist Leben.
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Gislinde
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BT - find ich gut! Hätte gern öfters Zeit dazu !
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« Antwort #10 am: 06.11.08, 00:37 » |
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Als meine Kids kleiner waren, war ich auch oft mehr verzweifelt mit dem Streß, aber ein Gedicht hatte ich aus der Zeitung ausgeschnitten und in den Küchenschrank geklebt, das hat mir dann wieder weitergeholfen. Zumal wir erst einige Jahre vergebens auf Schwangerschaft hofften,habe ich mir dann auch gesagt, ein Glück, daß wir Kinder bekommen konnten und jetzt haben wir erwachsene 4 Kinder von 20 bis 30 Jahren, die alle rechtschaffen geworden sind. Nun habe ich ab und zu die 4 jährige, manchmal eigensinnige Enkelin da, aber als Oma kann ich ganz gut damit umgehen und freue mich über jeden Aufenthalt von ihr.
Kinder
Was klagst Du über die Spuren der Kinder, über die Striche an der Wand und die Löcher im Vorhang - eines Tages wirst Du sie vermissen, wenn Du allein bist
Was stöhnst Du über die zerrissenen Sachen, über den Dreck an ihren Schuhen und die ganze Unordnung - rgendwann ist das nur noch die Erinnerung, die Dir die Augen feucht macht.
Was brüllst Du, wenn sie schrein - die Kinder, wenn sie frech sind und Dich spöttelnd kritisieren - n ein paar Jahren wirst Du Ruhe haben, die Dich quälen wird.
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Mit lieben Grüßen Gislinde
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fraenkin
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« Antwort #11 am: 06.11.08, 08:33 » |
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Ja, Gislind, Dein Gedicht trifft die Sache voll. Unsere Kleine ist jetzt 9 und die Zeit rast dahin ...
Danny, ich wünsch Dir viel Kraft mit Deinem Sohnemann. Bei uns hat geholfen Konsequenz und während des Trotzanfalls das Kind weitesgehend ignorieren. Unsere Grosse hatte das so schlimm wegen jeder Kleinigkeit, dass SV gemeint hat, wir sollen mit ihr zum Arzt, weil sie krank wäre. Wir waren dann bei der Erziehungsberatung, die sagten, das sei ganz normal. Einmal waren wir unterwegs, sie bekam kein Eis. Wir haben es zu zweit nicht geschafft, das tobende Etwas im Kindersitz anzuschnallen bzw. sie hat sich aus dem 5-Punkt-Gurt herausgewunden. Ein anderes mal waren wir spazieren und sie hat losgetrotzt, ich weiss nicht mehr weswegen. Mein Mann hatte die Nase voll. Als wir an unserem Grundstück vorbeikamen, hat er sie aus dem Buggy und über den Zaun gehoben, wo sie dann durch den Garten brüllend gekrabbelt ist und nach 100 metern, als sie im Hof war, hat sie das Brüllen aufgehört und ist auf dem Boden eingeschlafen. Sobald sie dann in den Kiga kam, waren die Trotzanfälle wie durch Zauberhand weg - wir vermuten, dass sie daheim einfach unterfordert war. Inzwischen ist sie ein hübscher 15jähriger Teenie, natürlich auch mit Macken, aber oft hilfsbereit und freundlich.
Also - Augen zu und durch - tief durchatmen und nicht nachgeben.
Grüsse,
Doris
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Die Summe unseres Lebens sind die Stunden, in denen wir lieben. Wilhelm Busch
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Danny
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Dem Vergangenen: Danke. Dem Kommenden: Ja!
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« Antwort #12 am: 06.11.08, 09:00 » |
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Was ich bei meinem Kleinen jetzt festgestellt habe (weiß nicht, ob das normal ist):
Obwohl - oder vielleicht gerade weil - er so trotzig, zickig und reizbar ist im Moment, hängt er auch wahnsinnig an Göga und mir, sucht Körperkontakt, Streicheleinheiten und Bestätigung. Es ist, als wüsste er selbst nicht, was mit ihm los ist und als suche er deshalb Trost.
Dieser Gedanke hilft ein bisschen.
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« Letzte Änderung: 06.11.08, 10:18 von Danny »
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Liebe Grüße Danny
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Mirjam
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Change happens!
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« Antwort #13 am: 06.11.08, 09:47 » |
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Hallo Danny, mit der Überforderung kannst du durchaus Recht haben: Das Kind hängt in einer emotionalen Schleife und findet selbst nicht mehr heraus... was bei mir sehr hilft um nicht in ein ping-pong mit dem Kind zu geraten (meiner ist grade 8  und ich hoffe sehr, dass wir mit den momentanen Phasen gleich mal die Pubertät mit abhandeln  ) ist folgendes Bild: Kinder müssen neue Wege gehen - die sie nicht kennen. Manchmal liegt vor ihnen ein Fluss der zugefroren ist oder eine Brücke - und sie wollen/müssen in der Entwicklung auf die andere Seite. Sie vertrauen aber nicht blind darauf, dass die Brücke oder das Eis sie auch wirklich trägt: Sondern stampfen, trampeln mit den Füßen auf, manche mehr, manche weniger. Diese Brücke, das Eis das sie über einen Strom trägt ohne das sie untergehen: Sind wir Eltern. Je lauter die Kinder rufen, testen, stampfen desto unsicherer sind sie, umso mehr wollen sie WIRKLICH wissen: TRÄGT dieses Eis, diese Brücke!? Gibt es auch WIRKLICH nicht nach? Ist dort im wahrsten Sinne des Wortes "Halt"? Sie probieren der Reihe nach Werkzeug aus um - quengeln, weinen, bockig, schreien um zu schauen: Wie reagieren die Eltern? Und damit ist nicht nur ~ positive Reaktion ~ gemeint, eine das verhaltende Reaktion kann auch Gegendruck, Gegenspannung etc. sein. Umsomehr - das beobachte ich bei meinem Sohn auch - sie testen, dabei Souveränität (nicht Härte) erfahren, desto entspannter suchen sie dann die Nähe der Eltern um nachzufragen, ob die weiche "Hängemattenseite" auch noch da ist, wissen, dass sie sich bei den Eltern fallen lassen können. Die Trotzphasen auf keinen Fall persönlich nehmen! Wie gesagt ist das schwierig sich vorzustellen, wenn ein Kind nach etwas brüllt, etwas unbedingt haben will und manche Kinder brauchen halt rechts und links des Weges nicht nur Leitpfosten um zu wissen wo´s geradeaus geht, manche brauchen Leitplanken  . Und immer wieder hilft mir aus dem Bekanntenkreis mit ADSH-Kindern: Um eine etwas als Regel einzuführen, muss man es 10 x durchführen, durchhalten. Läßt man nur 1 x mal aus, gibt man nur 1 x nach: Fängt man wieder bei 1, 2... an die Regel einzuführen, stellt das Kind die Regel mit Diskussionen wieder in Frage. Tief Luftholen und Durchatmen wünscht dir Mirjam
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
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Danny
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« Antwort #14 am: 06.11.08, 10:30 » |
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Hallo Mirjam, Ein sehr interessantes und schönes "Bild", das du da beschreibst. Kann ich mir gut vorstellen, dass es so ist. Auch sehr interessant fand ich, was eine unserer Kindergarten-Erzieherinnen mal gesagt hat. War gar nichts Spektakuläres oder "Philosophisches" oder so ... Eigentlich erwartet man ja, dass gerade die Erzieherinnen froh sind, wenn sie "brave" Kinder haben, schließlich ist es mit einer Gruppe von 15 - 20 Kindern schon so anstrengend genug, da braucht man nicht auch noch einen Trotzkopf, der alles aufmischt. Diese Erzieherin (die selbst schon Oma ist, eigene Kinder und die ihres Mannes aufgezogen und mehrere teilweise sehr schwierige Pflegekinder aufgenommen hat) hingegen hat sich angehört, was ich über meinen Kleinen sage, über seinen wahnsinnig starken Willen und sagte nur ... "Ist doch toll." ganz ernsthaft und ehrlich gemeint. Sie erzählte mir dann, dass sie im Moment eine Dreijährige im Kindergarten haben, die auch so einen starken Willen hat ("Wenn sie nicht will, dann will sie nicht, egal was man sagt oder macht."). Für sie seinen das tolle Kinder, aus denen mal starke, "gute" Erwachsene werden. Meine Tochter sei übrigens im Kindergarten auch so, ließe sich nicht "bequatschen", würde immer zu ihrer Meinung stehen und Schwächere verteidigen, ließe sich nicht verbiegen etc. So sehr uns das Getrotze auch manchmal überfordert, sieht so aus, als hätten wir doch was richtig gemacht 
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Liebe Grüße Danny
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