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Autor Thema: Re: EM , Brottrunk, Obstessig und Steinmehl II  (Gelesen 9266 mal)
Hein
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da bin ich wieder


« Antwort #90 am: 13.04.09, 19:08 »

Moin Samy
Wie meinst du das, wie das jetzt bei uns läuft? Ohne EM, gibts nicht mehr, ist alle, kommt auch nicht wieder. Meine Frau versucht sich derzeit bischen an der Homöopatie, ich bin zwar nicht grundsätzlich dagegen, habe aber durchschlagende Erfolge noch nicht gesehen.

MfG     Hein
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viele Grüsse     Hein
albert
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« Antwort #91 am: 13.04.09, 22:26 »

Hallo Samy,
schau doch mal unter der Ruprik EM.Obstessig,Brottrunk und Steinmehl nach
 Gruß albert
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #92 am: 14.04.09, 08:03 »

Hallo Samy,
du brauchst ungefähr 36- 37 C Temperatur- und wenn du einen Kanister hast, musst du alle Tage den Deckel kurz aufdrehen, damit die Luft wegkann. Sonst zerreisst es dir den Kanister. Andere Alternative - ein Gäraufsatz auf den Kanister.
Was noch geht- einen Einwecktopf mit Wasser füllen und dort den Behälter reinstellen- weiß aber nicht, ob ein 30 l Kanister reingeht.
Ich stelle für kleine Mengen isolierte Kanister auf die Bodenheizplatte, für grössere Mengen hab ich im Heizraum Heizstäbe und entsprechende Behälter.
Bin gerade bei der Versuchsphase für Kombucha- im grösseren Stil herzustellen und für den Gartenboden auszuprobieren.
Herzl. Grüsse
maria
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Samy
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Ein Augenblick Geduld kann viel Unglück verhindern


« Antwort #93 am: 14.04.09, 08:35 »

Schade Hein, dass ihr aufgegegen habt Embarrassed. Ich finde in EM steckt viel potenzial gerade für einen LW-Betrieb mit Tierzucht.
Homöopathie geht gut im Viehbetrieb... bleibt dran.

Mary-- in den Einkochtopf gehen leider nur 27l rein. Die Idee hatte ich auch. Ich werde wohl mal meine zweite Variante testen.

Ich hatte gedacht wir könnten, ganz nach Prof. T. Higa`s Ansinnen, hier Anwendungen, Erfahrungen und Probleme mit EM speziell in der Landwirtschaft bequatschen.

Wir wollen EM im Futter und in der Gülle einsetzen auch bei der Tiergesundheit werden wir mal einiges probieren.
Es wäre blöd, wenn man das Fahrrad zweimal erfindet oder Probleme hat, die andere schon gelöst haben.

Also los... Grin Welche Erfahrungen habt ihr mit EM-Anwendungen im Betrieb?
                  Was macht ihr so alles mit den kleinen "Supermännern"?  usw...

Samy

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Samy
Solli
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« Antwort #94 am: 14.04.09, 10:14 »

Hallo Samy,
ich verwende EM-Reiniger zum Fensterputzen und habe letztes Jahr EM in einen 1000L Wassertank reingekippt. Das Wasser konnte das ganze Jahr über stehen (auch in der vollen Sonne) und es bildeten sich keine Algen!
Dieses Wasser habe ich dann verwendet, um ab und zu den Sandboden  im Unterstand zu befeuchten, das half enorm gegen den Amoniakgeruch. Ich hab das Wasser auch teilweise getrunken oder mein Gesicht damit gewaschen! Grin
Dann erzählte mein LAG irgendeinem aus dem Dorf von dem EM,  der will das Zeug nun in seinen Goldfischteich reinmachen, weil der ziemlich veralgt war. Bin selber mal gespannt, ob das was wird!
Zum Fensterputzen eignet es sich auch sehr gut, gibt keine Streifen und glatte Oberflächen!

Heute werde ich noch unseren Pferdestall damit einsprühen (Stallreiniger), weil wir morgen unseren Youngster aus der Aufzucht wiederholen.
Selber herstellen lohnt sich nicht für mich, da ich zu wenig davon brauche , maximal eine Flasche EMC und fünf Liter EM im Jahr.

VG
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Uns hilft kein Gott, unsere Welt zu erhalten - das müssen wir schon selbst tun!
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #95 am: 14.04.09, 11:54 »

Hallo Samy,
Albert hat dir einen Hinweis auf den EM-Thread geschrieben.
Es steckt wirklich viel Potential in den Viechern Grin.
Ich sehe es bei unserem Betrieb so- es gibt ein Leben vor EM und eines danach- es war für mich die Brücke zu einer andren Denkweise.
Die Verbindung von Steinmehl, EM und organischer Masse- macht in einem Boden ganz schön was her. Und aus der Gülle ist auch ganz schön was zu machen.
Wenn ich rid irgendwie weiterhelfen kann, gerne, ich habe einen Grundsatz bzw. eine Erfahrung gemacht, irgendwas ausprobieren und seine eigenen Erfahrungen machen - überwiegt das Lesen bzw. die Erfahrungen anderer. Denn was man mit eigenen Augen gesehen, bzw. mit anderen Sinnesorganen erfahren hat- das hat eine tiefere Wirksamkeit an Erfahrung.
Und deshalb probiere ich jedes Jahr immer wieder was neues im Garten aus, der Garten ist mein wirklicher Lehrmeister.
Heuer möchte ich Kombucha genauer anschauen, zum Gebrauch für den Haushalt hab ich ihn schon länger, wir trinken auch ihn auch Literweise, weil er so toll schmeckt.
Warum sollten die Bodenbakterien nicht auch Feinschmecker sein, auch der Regenwurm hat empfindliche Geruchsorgane.
Vielleicht stimmt der uralte Satz- was stinkt, das düngt- gar nicht.
Herzl. Grüsse
maria
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Samy
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Ein Augenblick Geduld kann viel Unglück verhindern


« Antwort #96 am: 14.04.09, 13:20 »

Wir wollen jetzt mal einen Versuch mit der Gülle machen.
Seit einigen Jahren experimentieren wir mit der Gülle. Wie man die so aufbereitet, dass die den Mineraldünger ersetzt.
Haben auch keine schlechten Fortschritte gemacht.
Allerdings hat sich im Güllebehälter unten eine Schlickschicht gezeigt, die da nicht bleiben kann und soll.
Jetzt wollen wir mal eine kleine Probe nehmen und sehen, ob die "Kleinen" das Zeug mögen.  Tongue
Im Haushalt finde ich EM auch gut.
Bei mir steht noch der Frühjahrsfensterputz aus. Da werden ich gleich mal EM probieren.

Hat jemand Erfahrung mit den Keramikpieps gemacht. Habe mir jetzt mal ein Netz zugelegt.

Samy
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Samy
Paulina
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« Antwort #97 am: 15.04.09, 10:48 »

Hallo,
ich beschäftige mich jetzt seit Monaten mit dem Bodenleben, und habe auch EM-Erfahrung seitdem es das Zeug in D gibt.
Mir ist es im Laufe der Jahre einfach zu teuer geworden, zu viele Produkte, und es stört mich extrem, daß man es zukaufen muß.
Da es sich bei EM nahezu ausschließlich um Milchsäurebakterien handelt, hab ich mittlerweile meine eigene Rezeptur, bestehend aus allen Kulturen, die man auch im Haushalt verwendet, von Joghurt-, Käse-, Sauerteig-, Kombucha- und einem Schuß Silierhilfe vom Nachbarn - funktioniert m.M. genauso gut wie gekauftes EM, nur erheblich billiger. Grin

Was gartenmäßig allerdings eine Offenbarung wurde, waren die Bücher vom "Pilz-Papst" Paul Stamets (er ist nicht der beste, aber der, der am besten vermarktet).
Gerade für die holzigen schwer kompostierbaren Sachen sind Pilze (allgemein, nicht unbedingt nur die eßbaren Arten) ja die Spezialisten, und man kann sie sehr nutzbringend einsetzen.
Das Mycel der Pilze ist eigentlich der Hautbestandteil der Humusbildung, was alles zusammenhält sozusagen, und wird viel zuwenig beachtet, sowohl im Garten als auch auf dem Acker.
Es lohnt sich sehr, diesem Punkt Aufmerksamkeit zu schenken, und sich mal näher damit zu befassen.

Dann bin ich noch über eine Stiftung für ZeroEmission gestolpert (www.zeri.org), die sich mit abfalllosen Produktionszyklen befaßt.
Das ist z.B. eine Brauerei, auf deren Treber Speisepilze gezogen werden, das Substrat danach an Rinder oder Schweine verfüttert wird, deren Mist dann durch eine Biogasanlage geht, deren Reststoffe durch eine Algenzucht, und die Algen dann an Fische verfüttert werden. Es gibt eine Menge solcher Projekte weltweit.
Faszinierend und finanziell sehr lohnend.
Und alles "organic", denn Pflanzenschutzmittel oder Medikamente würden das System ruinieren.

Das größte Projekt, was seit fast 17 Jahren läuft, sind 8.000ha in Kolumbien, LasGaviotas (bitte bei Interesse selbst googeln), wieder aufgeforstet, und zu einem sehr erfolgreichen Unternehmen geworden, was nicht nur die Umwelt dort drastisch geändert hat, sondern auch Arbeit und Geld für die Leute brachte. Das Projekt soll auf die gesamte Gegend (6,3mio ha, doppelte Größe Belgiens) ausgedehnt werden.
Und das NICHT aus Spenden heraus, sondern mit gewöhnlichen Wirtschaftskapitalgebern.
Auch dort wird sehr intensiv mit Pilzen gearbeitet, und ich denke, so etwas könnte unter Umständen auch für deutsche Landwirte interessant sein. Natürlich nicht als Kopie, sondern auf Maß entwickelte Systeme. In Gütersloh gibt es eine Biobrauerei, die an so einem Projekt mit Pilzzucht und Wurmfarm mitarbeitet.

Ich glaube, daß man tatsächlich in Kreisläufen denken lernen muß, unter Beachtung aller mitwirkenden Organismen.
In einem Buch wurde der Ausdruck "surface chauvinism" geprägt, als Bezeichnung für die Ansicht, daß der Boden nur der Träger für alles obendrauf ist.
Der Biobauer Sepp Braun aus Freising sagte in einem TV-Bericht, er habe auf dem Boden 0,6GVE und IM Boden 20GVE - die müssen auch gefüttert werden... Wink

Wie denkt ihr über dieses Thema?
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phil
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« Antwort #98 am: 16.04.09, 22:58 »


Der Biobauer Sepp Braun aus Freising sagte in einem TV-Bericht, er habe auf dem Boden 0,6GVE und IM Boden 20GVE - die müssen auch gefüttert werden... Wink

Wie denkt ihr über dieses Thema?

Und die 20GVE/ha im Boden produzieren auch CO2 und Methan und.......!Da ist dann ein Konvi mit 10 GVE im Boden und 2 auf dem Boden klimafreundlicher als der Biobauer Sepp Braun.



Ich glaube, daß man tatsächlich in Kreisläufen denken lernen muß, unter Beachtung aller mitwirkenden Organismen.



Wir Bauern könnten einwunderbare Kreislaufwirtschaft betreiben,wenn die Sch...verbraucher in der Stadt ned jeden Tag Ca,Mg,P,.......bräucherten.

Man müsste eigentlich auf den Bio-Zug aufspringen,aber ich habe kein Vertrauen,dass auf Dauer an der Wissenschaft vorbei gewirtschaftet werden kann.Die paar guten Ansätze aus Bio in Konvi reinpacken-das wär mein Stil
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Wahres Wort ist nicht schön-schönes Wort ist nicht wahr!(Konfuzius)
Paulina
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« Antwort #99 am: 17.04.09, 21:32 »


Zitat
Und die 20GVE/ha im Boden produzieren auch CO2 und Methan und.......!Da ist dann ein Konvi mit 10 GVE im Boden und 2 auf dem Boden klimafreundlicher als der Biobauer Sepp Braun.
Aber der "Konvi" steigert nicht seine Bodenfruchtbarkeit/Humusgehalt im gleichen Maß wie der Herr Braun, geschweige, daß er solche Wurzelhorizonte und ziemlich ungestörtes tiefes Bodenleben hätte.

Zitat
Wir Bauern könnten einwunderbare Kreislaufwirtschaft betreiben,wenn die Sch...verbraucher in der Stadt ned jeden Tag Ca,Mg,P,.......bräucherten.
Tja. Kennst du den Film "The power of community"? Kubas PeakOil über Nacht nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion? Machbar ist vieles auch ohne Bauern (die in dem Fall fast außen vor waren, weil kein Diesel für Maschinen mehr da war).
Und du denkst zu kurz - nicht Kreislaufwirtschaft nur auf deinem Hof, sondern umfangreichere, lokale Kreisläufe.
In Wassermangelländern sind die Inhalte von Komposttoiletten nach einer 2jährigen Kompostierung durchaus in der Landwirtschaft willkommen.
Und der Knackpunkt wird über (eher) kurz oder lang Phosphor sein, und spätestens dann wird man sich erinnern, daß der Mensch der größte Ausscheider ist - in China und Japan war das jahrtausendelang gängige Praxis.
Meine Definition von Kreislauf unterscheidet sich wahrscheinlich doch sehr von deiner. Grin
Und wenn deine Endkunden für dich *Sch...verbraucher* sind (ich konnte da wirklich keine Ironie entdecken) , warum wechselst du nicht in einen anderen Beruf?

Ich mag meine Endkunden - sie schätzen meine Produkte, zucken nach den ersten Malen nicht mehr bei den Preisen, und erzählen mir oft, daß sie woanders gekauft hätten, aber wegen dann doch nicht gehaltener Qualitäts- und Geschmacksversprechen zurückgekommen sind.
Bei uns ist das einzige Credo Geschmack und Frische und 100% bio, und wir kommunizieren, was wir warum tun, und bitten um Rückmeldungen, haben also einen ständigen Dialog mit den Kunden, was sie erwarten, sich wünschen, und was wir tatsächlich machen können.
Und Beschwerden sind tatsächlich ein Geschenk, denn damit haben wir die Chance, den Fehler auszubügeln, statt daß der Kunde einfach nicht mehr kommt und mit anderen schlecht von unseren Produkten redet.
Das liest sich jetzt wie aus dem Marketingseminar, aber es ist eigene Erfahrung aus zwei Jahrzehnten.
Nach Australien würde ich wegen der Dauerdürre nicht wieder gehen, aber falls sich am Gesundheitssystem der USA was ändern sollte, würde ich jederzeit wieder hingehen (mein Mann und ich haben beide leichte bis mittlere chronische Gesundheitsprobleme durch Verschleiß, ist da nicht bezahlbar).
So etwas wie eine funktionierende lokale CSA ist hier aufgrund der deutschen Mentalität gar nicht machbar, weil hier grundsätzliches Mißtrauen besteht, wenn Vorfinanzierung erforderlich ist.
Und echte FarmerMarkets sind auch kaum machbar, weil die meisten Marktgänger hier nur einen minimalen Teil, wenn überhaupt, selbst produzieren, und den Rest ganz normal im Großmarkt zukaufen, und in einer Gegend meistens alle dasselbe anbauen statt zu schauen, wie man sich abheben kann.
Als Allrounder mit Geflügel, Eiern, Milch+~produkte, Rindfleisch, Getreide/eigenem Brot, und Obst & Gemüse ist es zwar sehr arbeitsreich, aber mit ausgefeiltem Management/Marketing auch extrem ertragreich.
Ich will aber nicht verschweigen, daß es dafür auch sehr gutes Verkaufspersonal braucht - muffelige Verkäuferinnen sind tödlich. Gute mit echter Warenkenntnis sind dafür jeden Cent wert, und auf Provisionsbasis oft Spitze.

Zitat
Man müsste eigentlich auf den Bio-Zug aufspringen,aber ich habe kein Vertrauen,dass auf Dauer an der Wissenschaft vorbei gewirtschaftet werden kann.Die paar guten Ansätze aus Bio in Konvi reinpacken-das wär mein Stil
Laß es mich gaaanz vorsichtig ausdrücken: bio ist NICHT an der "Wissenschaft" vorbei, und so arbeiten nicht bloß ein paar "G'spinnerte".
Und ich weiß, wovon ich rede, ich/wir sind in unserem Berufsleben schon mehr als einmal zertifiziert worden UND waren wirtschaftlich erfolgreich.

Ich kann nur jedem Nachwuchs aus der Landwirtschaft empfehlen, mindestens 1-2 Jahre weltweit http://www.wwoof.org wwoof-en zu gehen, es sind unbezahlbare Erfahrungen, die man da sammelt.
Und wieder zuhause kommt man auf Ideen.... Grin Wink
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Mirjam
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« Antwort #100 am: 16.11.10, 11:27 »

Hallo

das Thema ist zwar in der Aussenwirtschaft und wir haben noch ein Thema Steinmehl-kohlensaurer-Kalk im Rinderbereich, aber ich schreib das mal auch zu Innenwirtschaft auch hierein.

Nach dem vergangenen Sommer ist die große Frage: Wieviel Toxine sind im Lagergetreide....? Mykotoxinuntersuchung für jede Charge sind was teures, auch reinigen lassen oder Säure holen bereits gebildete Mykotoxine nicht mehr aus dem Getreide heraus.

Habe grad verschiedene Gesteinsmehle verglichen und einen Tipp/Anmerkung für diejenigen die prophylaktisch etwas machen möchten:

Gesteinsmehle auf ZEOLITH-Basis haben ein Mykotoxinbindungsvermögen. Man kann also ein Naturprodukt vs Mykotoxine im Futter einsetzen, hier noch mit dem Produkt Mineralstoffe ergänzen, unterdrückt auch (weil große Oberfläche > stauben Tracheen/Atemlöcher Insekten zu) Motten/Milben im Schrot und ist auch noch gut für die Gülle/Acker.

Wichtig - es gibt verschiedene Gesteinsmehle auf dem Markt, mit und ohne Zulassung für die Tierernährung und Gesteinsmehle auf Zeolithbasis sind nicht dieselben wie auf Basaltbasis (anderer Ausgangsstoff - andere Wirkung/Oberfläche/Mahlfeinheit).

Die meisten und aktuellsten Untersuchungen (Ammoniak/Mykotoxinbindung) dazu hat das Produkt "Klinofeed" aus der Schweiz mit 60 % Zeolith-Anteil:

http://www.unipoint.ch/html/studien/studien_de/index_feed.html

aber es gibt auch dt. Produkte (Transportkosten).

setzt jemand prophylaktisch Urgesteinsmehle in der Ration ein?

Gruß Mirjam
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Bullenmafia
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« Antwort #101 am: 16.11.10, 17:33 »

hallo ich habe einmal gehört das Gesteinsmehle auch die Mineralstoffe binden, wie verhält man sich dann??? Den bei uns sind akut aufeinmal die Zellzahl gestiegen, waren immer bei 60.000 Stalldurchschnitt und sind jetzt bei 130.000 eher schon 170.000. Habe sehr das Getreide im Verdacht.
LG Petra
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« Antwort #102 am: 17.11.10, 08:05 »

Hallo Petra,
ja das stimmt, nur mal so einfach Steinmehl von welcher Firma auch immer- unters Futter mischen, das bringts leider nicht.
Kannst du das Verdachtsgetreide weglassen, dann könntest du den Unterschied feststellen.
Ich hätte niemals gedacht, dass Getreide, bzw. die Fütterung so einen Einfluss auf die Zellzahlen hätte.
Herzl. Grüsse
maria

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Mirjam
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« Antwort #103 am: 17.11.10, 08:21 »

Hallo Petra,

ich stimme Mary zu, du must schon wissen was du da wieviel einsetzt.

Für Klinofeed als Zeolilth gibt es eine "Bindungsreihenfolge" heißt es wird erstmal Cäsium, Blei, Ammoniak gebunden - vor anderen Mineralstoffen.

Das allerwichtigste ist allerdings die Getreidereinigung, Schweinehalter lassen bis zu 3 x das Getreide über die Reinigung laufen - was nicht drin ist muss das Tier nicht händeln, muss nicht gebunden werden und auch Wiederkäuer haben vs Mykotoxine eine Toleranzgrenze. Frage ist dabei leider auch - wie tief man den Mais häckselt (Mykotoxinlast hier? Chargen?).

Gruß Mirjam
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Lotta
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« Antwort #104 am: 11.03.12, 12:17 »

Hallo!
Ich wollte diese Box mal wieder aktivieren  Wink
Wir setzen nun seit ein paar Wochen EM bei den Kühe ein und man sieht die ersten Erfolge...das Fell ist glänzender geworden und sie bullen wie verrückt.
(oder sind es nur Frühlingsgefühle?)
Auf Dauer werden wir uns aber einen fermenter anschaffen, wer macht das schon und für was stellt ihr EM selber her?
Mich interessiert vor allem auch Siliermittel auf EM BAsis...kaufen passt nicht so recht in unsere Haushaltsplanung  Wink

Grussi
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