Und die 20GVE/ha im Boden produzieren auch CO2 und Methan und.......!Da ist dann ein Konvi mit 10 GVE im Boden und 2 auf dem Boden klimafreundlicher als der Biobauer Sepp Braun.
Aber der "Konvi" steigert nicht seine Bodenfruchtbarkeit/Humusgehalt im gleichen Maß wie der Herr Braun, geschweige, daß er solche Wurzelhorizonte und ziemlich ungestörtes tiefes Bodenleben hätte.
Wir Bauern könnten einwunderbare Kreislaufwirtschaft betreiben,wenn die Sch...verbraucher in der Stadt ned jeden Tag Ca,Mg,P,.......bräucherten.
Tja. Kennst du den Film "The power of community"? Kubas PeakOil über Nacht nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion? Machbar ist vieles auch ohne Bauern (die in dem Fall fast außen vor waren, weil kein Diesel für Maschinen mehr da war).
Und du denkst zu kurz - nicht Kreislaufwirtschaft nur auf deinem Hof, sondern umfangreichere, lokale Kreisläufe.
In Wassermangelländern sind die Inhalte von Komposttoiletten nach einer 2jährigen Kompostierung durchaus in der Landwirtschaft willkommen.
Und der Knackpunkt wird über (eher) kurz oder lang Phosphor sein, und spätestens dann wird man sich erinnern, daß der Mensch der größte Ausscheider ist - in China und Japan war das jahrtausendelang gängige Praxis.
Meine Definition von Kreislauf unterscheidet sich wahrscheinlich doch sehr von deiner.

Und wenn deine Endkunden für dich *Sch...verbraucher* sind (ich konnte da wirklich keine Ironie entdecken) , warum wechselst du nicht in einen anderen Beruf?
Ich mag meine Endkunden - sie schätzen meine Produkte, zucken nach den ersten Malen nicht mehr bei den Preisen, und erzählen mir oft, daß sie woanders gekauft hätten, aber wegen dann doch nicht gehaltener Qualitäts- und Geschmacksversprechen zurückgekommen sind.
Bei uns ist das einzige Credo Geschmack und Frische und 100% bio, und wir kommunizieren, was wir warum tun, und bitten um Rückmeldungen, haben also einen ständigen Dialog mit den Kunden, was sie erwarten, sich wünschen, und was wir tatsächlich machen können.
Und Beschwerden sind tatsächlich ein Geschenk, denn damit haben wir die Chance, den Fehler auszubügeln, statt daß der Kunde einfach nicht mehr kommt und mit anderen schlecht von unseren Produkten redet.
Das liest sich jetzt wie aus dem Marketingseminar, aber es ist eigene Erfahrung aus zwei Jahrzehnten.
Nach Australien würde ich wegen der Dauerdürre nicht wieder gehen, aber falls sich am Gesundheitssystem der USA was ändern sollte, würde ich jederzeit wieder hingehen (mein Mann und ich haben beide leichte bis mittlere chronische Gesundheitsprobleme durch Verschleiß, ist da nicht bezahlbar).
So etwas wie eine funktionierende lokale CSA ist hier aufgrund der deutschen Mentalität gar nicht machbar, weil hier grundsätzliches Mißtrauen besteht, wenn Vorfinanzierung erforderlich ist.
Und echte FarmerMarkets sind auch kaum machbar, weil die meisten Marktgänger hier nur einen minimalen Teil, wenn überhaupt, selbst produzieren, und den Rest ganz normal im Großmarkt zukaufen, und in einer Gegend meistens alle dasselbe anbauen statt zu schauen, wie man sich abheben kann.
Als Allrounder mit Geflügel, Eiern, Milch+~produkte, Rindfleisch, Getreide/eigenem Brot, und Obst & Gemüse ist es zwar
sehr arbeitsreich, aber mit ausgefeiltem Management/Marketing auch
extrem ertragreich.
Ich will aber nicht verschweigen, daß es dafür auch sehr gutes Verkaufspersonal braucht - muffelige Verkäuferinnen sind tödlich. Gute mit echter Warenkenntnis sind dafür jeden Cent wert, und auf Provisionsbasis oft Spitze.
Man müsste eigentlich auf den Bio-Zug aufspringen,aber ich habe kein Vertrauen,dass auf Dauer an der Wissenschaft vorbei gewirtschaftet werden kann.Die paar guten Ansätze aus Bio in Konvi reinpacken-das wär mein Stil
Laß es mich gaaanz vorsichtig ausdrücken: bio ist NICHT an der "Wissenschaft" vorbei, und so arbeiten nicht bloß ein paar "G'spinnerte".
Und ich weiß, wovon ich rede, ich/wir sind in unserem Berufsleben schon mehr als einmal zertifiziert worden UND waren wirtschaftlich erfolgreich.
Ich kann nur jedem Nachwuchs aus der Landwirtschaft empfehlen, mindestens 1-2 Jahre weltweit
http://www.wwoof.org wwoof-en zu gehen, es sind unbezahlbare Erfahrungen, die man da sammelt.
Und wieder zuhause kommt man auf Ideen....
