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Autor Thema: Getreidepreise 2008  (Gelesen 2381 mal)
Marjellche
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« am: 21.10.08, 11:37 »

Und sie stürzen und stürzen...

Stand heute pro Tonne (Stand Anfang September):

Weizen 128,- € (150,- €)
Hafer 125,- € (145,- €)
Raps 290,- € (360,- €)
W-Gerste 115,- € (145,- €)
Braugerste 130,- € (180,- €)

Und die Preise für Kunstdünger usw. steigen weiter.

Wie soll das weitergehen Huh
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Andreas
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I mog Di !


« Antwort #1 am: 21.10.08, 12:07 »

Und sie stürzen und stürzen...

Stand heute pro Tonne (Stand Anfang September):

Weizen 128,- € (150,- €)
Hafer 125,- € (145,- €)
Raps 290,- € (360,- €)
W-Gerste 115,- € (145,- €)
Braugerste 130,- € (180,- €)

Und die Preise für Kunstdünger usw. steigen weiter.

Wie soll das weitergehen Huh

Hallo,
laut Internetschdrieler, Mathias, Jochen und Co. gibt es eine Lösung:

Mehr produzieren !
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Marjellche
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« Antwort #2 am: 21.10.08, 15:08 »


Wo steigen die Düngerpreise?


Im Moment stagnieren sie vielleicht. Aber wie sieht es in einem halben Jahr aus?
Die Rohölpreise werden lt. Prognosen im Internet auch bald wieder steigen und somit dann auch wieder die Sprit- bzw. Dieselpreise.

Na ja, vielleicht sollten wir uns demnächst beim Erntedankfest nicht mehr für gute Ernten bedanken, sondern einen Heiligen anbeten, der uns Unwetter, Naturkatastrophen und schlechte Ernten bescheren kann (gibt es da einen?)  Wink Roll Eyes Dann würde vielleicht der Getreidepreis durch den stabilisiert, denn die Vernunft der Menschheit wird das nicht hinkriegen, außer vielleicht durch staatlichen Zwang. Weniger ist halt oft mehr - aber das funktioniert halt nicht, wenn nur einige so denken. Da macht es auch keinen Unterschied ob es um Milch oder Getreide geht.
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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #3 am: 21.10.08, 15:38 »

Hallo Marjellche,
bitte keinen solchen Heiligen, eine gute Ernte nach Hause holen zu dürfen sehe ich seit 2005 als grosses Geschenk und wahrlich nicht als Selbstverständlichkeit an.
Dass sich heuer die Preise so entwickeln-
war doch im Grossen und Ganzen ziemlich gut vorhersehbar.
Und jetzt - wenn alles wieder billiger wird, Getreide, Futtermittel-
dann kann ich mir auch ganz gut vorstellen, welche Preise da noch abwärts gehen.
Auf Diesel und einige andere Betriebsmittel haben wir wenig Preisgestaltungsspielraum-
der einzelne hat nur bedingten Einfluss auf die geernteten Mengen-
bin ja gespannt, was nächstes Jahr auf dem Getreidemarktsektor los sein wird?
Ich werd mir heute Abend einen Vortrag über die Regenwürmer anhören, diese Viecher arbeiten nur für Kost und Wohnung Wink, da muss ich mich wegen Düngerpreise  nicht so ärgern. Grin
Herzl. Grüsse
maria

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Ditz
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« Antwort #4 am: 21.10.08, 18:06 »

Hallo,

die getreidepreise werden wohl noch weiter fallen, gerade wenn jetzt die massen an körnermais hinzukommen.
das dünger billiger wird glaube ich auch nicht, der handel hat ja ware vorgekauft die er jetzt auch zu dem preis wieder los werden muß.
ich denke nicht das diese entwicklung unbedingt abzusehen war, der handel hat in der ernte ja noch recht gutes geld bezahlt, auch die mühlen haben sich in der ernte eingedeckt.
ich bezweifel manchmal ob diese massen an getreide überhaupt geerntet wurden, ich denke da sitzen ein paar spekulanten und verbreiten diese stimmung was unter lw ja recht schnell geht.

sicher ist es schön eine gute ernte ein zufahren aber was nützt uns das wenn unterm strich nicht mehr übrig bleibt als bei einer schlechten ernte.
wir sind hier in einer ackerbau gegend ohne nenneswerte viehhaltung, und den großen ackerbaubetrieben steht hier das wasser bis zum hals. getreide billig, dünger teuer (da nützen auch die regenwürmer nicht viel) und letztes jahr nen höhenflug bekommen und nochmals die pachtpreise hoch getrieben.
hier ist kaum jemand der diesen herbst grunddüngung mit P oder K gemacht hat, vielmehr wurde vermehrt kalk gestreut um die nährstoffe verfügbarer zu machen.
ich denke nicht dassich das preisniveau zur ernte 09 großartig ändern wird.

Ditz
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Tormenta
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« Antwort #5 am: 21.10.08, 18:39 »

Ja das sehe ich auch wie Dietz. Bei uns fallen die Preise auch praktisch taeglich, wer nicht im Fruehling fuer den Raps einen Vertrag abgeschlossen hat der hat nun bei der Ernte massiv Geld gebracht. Viele haben wie bei uns ja ueblich den Boden nicht richtig bearbeitet und sind nur mit der Saemaschine ins Feld gegangen (uebertrieben gesagt), und somit war auch der Ertrag nicht gut, dann hatte es zuwenig Maehdrescher um das Zeugs einzubringen, so sind viele Felder zu lange gestanden oder zulange gelegen, dass der Ertrag dann schlechter wurde, ebenfalls noch sooo viel an Hagel naja, bei uns sieht es genau so aus wie bei euch vielen steht das Wasser am Hals, und bei uns steigen nicht nur die Duengerpreise sondern auch noch die Wasserpreise und Wasser ist fuer uns das wichtigste da wir ja keinen Regen sprich praktisch keinen Regen haben.

Tormenta
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Marjellche
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« Antwort #6 am: 21.10.08, 18:54 »

ich denke nicht das diese entwicklung unbedingt abzusehen war, der handel hat in der ernte ja noch recht gutes geld bezahlt, auch die mühlen haben sich in der ernte eingedeckt.
ich bezweifel manchmal ob diese massen an getreide überhaupt geerntet wurden, ich denke da sitzen ein paar spekulanten und verbreiten diese stimmung was unter lw ja recht schnell geht.

Schon allein aufgrund der gefallenen Stilllegung war ja schon ein bißchen damit zu rechnen, dass mehr geerntet wird.
Andererseits wurde ja auch hier im BT oder im Fernsehen von Regionen berichtet, die wochenlange Trockenheit oder Unwetter hatten, und aufgrund dessen mit schlechten Ernten gerechnet haben.

Heute abend muß noch die Düngerbestellung raus und wir sind gerade sehr sehr sehr ratlos  Undecided Wie man's macht, macht man's falsch.

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mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #7 am: 22.10.08, 12:16 »

Hallo Ditz,
dass der Maispreis in den Keller fallen würde, das war abzusehen. hat aber nichts mit wahrsagerischen Fähigkeiten zu tun, sondern so wie heuer für den Maisanbau geworben wurde, war in etwa zu schätzen, welche Mengen auf den Markt kommen könnten.
Jedesmal, wenn Milch, Getreide oder Fleisch einen guten Preis hatte-
war bald zuviel auf dem Markt und die daraus folgenden Probleme kamen daher.
Ob jetzt der Dünger auch noch so knapp und teuer wie im Sommer ist oder schon wieder leicht fällt?
Aus der Erfahrung heraus läuft es doch immer nach ähnlichem Muster.
Bin gespannt, was nächtes Jahr als begrenzender Faktor preisbestimmend sein wird.
Herzliche Grüsse
maria
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Beate Mahr
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower


« Antwort #8 am: 01.11.08, 11:35 »

Hallo

ich bekomm einen richtig dicken Hals ...

Großbäcker wollen Preise anheben  Mit welchem Recht Huh

BBV wirft Großbäckern Verbrauchertäuschung vor

Die Ackerbauern verwahrten sich entschieden dagegen,
steigende Brotpreise mit den Rohstoffpreisen zu begründen.
"Die Kostensteigerungen pro Hektar Brotweizen beträgt im Zeitraum
der Ernten 2006 bis 2008 über 270 Euro, während die Erlöse
für die Bauern lediglich um rund 80 Euro gestiegen sind.
Wer angesichts solcher Zahlen rohstoffbedingte Preissteigerungen ankündigt,
täuscht Verbraucher und Öffentlichkeit", sagte Keller.
Im Vergleich zum Vorjahr seien die Erzeugerpreise für
Weizen, Roggen und Gerste um 40 bis 45 Prozent gefallen.
Zudem müssen die Landwirte enorm gestiegene Produktionskosten,
worunter auch Energiekosten fallen, verkraften.
Keller wies außerdem auf den geringen wertmäßigen Anteil von Getreide in Brot hin.
In einem Kilo Mischbrot, das durchschnittlich 2,40 Euro kostet,
steckt ein Getreidewert von 23 Cent (9,5 Prozent)


Bauern verlangen höhere Preise

Während die Einstandspreise für Brotweizen gegenüber dem
Vorjahr um 50 Prozent gesunken seien, habe es bei den Verbraucherpreisen
für Mehl laut Informationen des BBV seit dem Anstieg Ende 2007
bis dato keinen nennenswerten Preisrückgang gegeben.
"Diese Mehlpreise würden problemlos höhere Erzeugerpreise zulassen",
lautet Müllers Einschätzung.
Müller appellierte an alle Beteiligten der Wertschöpfungskette,
fair miteinander umzugehen und der Rohstoffsicherung
auf Vertragsbasis zu wettbewerbsfähigen Preisen


Aber es gibt auch erfreuliches ...

Bei den ersten Düngemitteln zeichnet sich eine deutliche Trendumkehr der Preise ab

Wird ja auch Zeit ...

Gruß
Beate


* Weizenpreis.JPG (41.58 KB, 797x511 - angeschaut 79 Mal.)
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Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt,
wo die anderen erst einmal reden

John F. Kennedy
Marjellche
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« Antwort #9 am: 01.11.08, 12:23 »

Hallo Beate,

habe mich gestern lange mit dem "Chef" unserer Einkaufsgemeinschaft unterhalten. Er hat jetzt ja ganz frisch die Angebote für Kunstdünger eingeholt.

Vom 28. auf den 29. Oktober ist Stickstoff sogar um 50 Cent/dt teurer geworden. Laut der Anbieter ist Harnstoff zwar günstiger geworden, aber Stickstoff wird dieser Tendenz nicht folgen, mit der Begründung, daß die Anbieter es bereits im Sommer zu teuren Preisen eingekauft haben und es jetzt nicht zu günstigeren Preisen abgeben können.

Laut Bericht in der gestrigen HNA drosselt K+S jetzt auch die Produktion, weil der Absatz an Kunstdünger so zurückgegangen ist. Aber die Verfünffachung ihres Unternehmens-Ergebnisses (vor Zinsen und Steuern) gegenüber 2007 erreichen sie trotzdem  Embarrassed



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Lieben Gruß - Marjellche
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« Antwort #10 am: 01.11.08, 12:45 »

Natürlich pokern die Landhändler nun.
Dünger teuer, Nachfrage sinkt.
Landhandel hat zu hohen Preisen eingekauft und eingelagert.
Nun ist es Bauernjob, zu sehen, wie lange die noch Lagerkosten drauf packen, bis sie dann doch mit Verlust verkaufen, um den Verlust zu minimiern Wink
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Marjellche
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« Antwort #11 am: 01.11.08, 13:47 »

Glaube, der Landhandel kann schon ganz gut abschätzen bis wann der Bauer spätestens doch den Dünger braucht, oder? Die kennen doch die "Zeiten" in der Landwirtschaft.

Eben hat mich meine Freundin angerufen, die gerade Mineralfutter und Müsli für ihr Pferd eingekauft hat. Der 10 kg-Eimer MiFu ist um 3,- € teurer geworden und der Futtermittelhändler hat gesagt, daß auch Taubenfutter usw. ("alles wo Getreide drin ist") teurer geworden wäre.
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