Wir haben im Sommer 25 t Harnstoff gekauft und liefern lassen und haben vom letzten Jahr noch Volldünger da, somit sehen wir der ganzen Situation sehr gelassen entgegen, außerdem habe ich den besten Dünger den es gibt, ganz viel Tretmist. Die Wiesen düngen wir nicht mehr, höchstens im Frühjahr mit etwas Gülle und auch bei den restlichen Ackerfrüchten habe wir die Düngung sehr zurück gefahren und trotzdem haben wir heuer den schönsten Mais gehabt, was meinen Mann immer noch staunen lässt.
Die Böden wurden in den letzten Jahren vor meiner Zeit so dermassen überdüngt, dass ich leicht lange wenn ich im Frühjahr brav kalke.
Dünger wird bei uns immer in Gemeinschaft gekauft, so dass er dann auch billiger ist und immer außerhalb der Zeit wo alle kaufen :-))
LG Petra
Hallo Petra,
solch ein Statement, wie du da niederschriebst, kann ich u.a. als Pflanzenbäuerin nicht in einem ldw-orientierten Forum kommentarlos stehen lassen.
Woher weisst du denn, dass vor deiner Zeit dermassen überdüngt wurde? Fakten bitte- keine gefühlten Daten. ;-))
Kalken... ist sicher immer richtig und wichtig im Zusammenhang mit der Feldfrucht, der Bodenhygiene, dem Boden-ph und im Zusammenhang mit der Verfügbarkeit von Nährstoffen. Allerdings wussten die Altvorderen schon- Kalken ohne weitere Düngung bringt reiche Väter und arme Söhne. Das ist nicht das, was die Aufgabe einer standort- und pflanzenartangepassten Düngung ist. Nachhaltige Düngung sieht für mich "etwas" anders aus. Düngung ist mit eines der spannendsten und interessantesten und sensibelsten Themen in der Landwirtschaft und ist auf jeden Fall mehr als Stickstoffausbringung in Form von Harnstoff, Stalldung und Gülle.
Nachdenkliche Grüße
Anja