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Autor Thema: Mähdrescher fahren?  (Gelesen 6433 mal)
cara
Kreiselstadt
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Kann ich nicht, heisst will ich nicht.


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« am: 30.07.08, 18:46 »

Es ist mir eben so durch den Kopf gegangen...

Gibt es denn auch Frauen, die Mähdrescher (oder auch Rübenroder/-mäuse) fahren?
Ich habe bisher eigentlich immer nur Männer auf den Dingern gesehen..

Wieso eigentlich nicht?
Ist das zu schwierig? Zu langweilig? Ist das das "Männerspielzeug"?  Cool
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LiGrüss cara

Wer immer tut, was er schon kann, bleibt immer das, was er schon ist.
Henry Ford
Hage
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« Antwort #1 am: 30.07.08, 20:14 »


Hallo,

in den DDR LPGs gab's ja Traktoristinnen,
aber von Mädrescherristinnen oder Rübenmäuseristinnen (diese Maschinen gabs ja noch nicht in den LPGs)
hab ich auch noch nix gehört...
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Gruß
HG
Mogli
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« Antwort #2 am: 30.07.08, 21:01 »

Als junges Mädchen bin ich auf dem Hof meiner Eltern Mähdrescher gefahren, meine Schwester später auch. Mittlerweile machen das LU und da sitzen eigentlich immer Männer dauf. Ich finde aber Frau muß das auch nicht unbedingt machen, da gibt es wichtigeres das eben nur "Frau" macht .
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Matthias
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Beiträge: 596



« Antwort #3 am: 30.07.08, 21:24 »


Hallo,

in den DDR LPGs gab's ja Traktoristinnen,
aber von Mädrescherristinnen oder Rübenmäuseristinnen (diese Maschinen gabs ja noch nicht in den LPGs)
hab ich auch noch nix gehört...

Mähdrescherfahrerinnen gab es natürlich auch. Durch die Trennung von Tierhaltung und Pflanzenbau gab es auch spezialisierte Ausbildungsberufe (Zootechniker- heute Tierwirt und Agrotechniker- heute Fachkraft Agrarservice). Den Beruf  Agrotechniker haben zwar auch überwiegend Männer ergriffen aber es gab vereinzelt auch Frauen die auf der großen Technik gearbeitet haben.

Da in der DDR jedes Jahr "Ernteschlachten" bestritten wurden mussten dazu alle Reserven mobilisiert werden. Sprich die Armee und vor allem Studenten wurden zur Erntehilfe eingesetzt also auch Frauen auf Mähdreschern. Diese Aktionen waren aber eher von Zweifelhafter Wirkung, nicht weil es Frauen waren sondern eher wenn man ungelernte Kräfte ob nun Mann oder Frau  auf komplexe Maschinen setzt kann das nur schief gehen.

Als 1969 auf der Agra der Fortschritt E512 vorgestellt wurde, wurde bei der Präsentation nur von Frauen gefahren, zum einen um die Überlegenheit und einfache Bedienung der Technik zu präsentieren und zum anderen um zu Zeigen das Frauen in der DDR quasi jeden Beruf erlernen können.

http://historischer-filmservice.de/product_info.php?products_id=491

Mfg
Matthias   
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winnipooh69
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« Antwort #4 am: 30.07.08, 22:30 »

Servus ich fahre auch Mähdrescher, wir haben einen New Holland, aber mein Mann lässt mich immer nur die gerade bzw. fast geraden Stücke hier im Steigerwald fahren, ist hier etwas steilig... ich bin eine Frau und fahre hier alles was es gibt...auch mein Mnn lässt auch hin und wieder mal den Praktikanten unter Aufsicht fahren...

Liebe Grüsse komme gerade vom Arbeitseinsatz!
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Elle
OWL
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Wer früher aufsteht - ist länger müde ;-)


« Antwort #5 am: 30.07.08, 22:39 »

Hi Cara,
gute Frage eigentlich! Hab mal so drüber nachgedacht, hier in der Gegend wird sehr viel vom LU gedroschen und da sitzen eben Jungs drauf. Denke mir, dass Frauen i.d.R. eher nicht so scharf auf die Jobs beim LU sind, da es doch ne harte Sache ist in der Ernte so viele Stunden zu dreschen oder in der Kampagne dann den Roder zu fahren. Da sind so Maschinenvernarrte Männers doch eher mit Freude dabei.

Hätten wir einen eigenen Drescher, dann würde ich ihn sicher auch (mal) fahren wollen, da ich sonst auch alles auf unserem Betrieb fahre (von Teleskoplader bis zum Schlepper). Finde es auch wichtig, dass alle alles bedienen und fahren können  Wink
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Ein fröhlicher Gruß!
Elke

Das Juwel des Himmels ist die Sonne. Das Juwel des Hauses ist das Kind.
peka
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Bäuerinnen - find ich gut!


« Antwort #6 am: 30.07.08, 22:50 »

Meine Nichte, 16 J., fährt alles.

Nächste Woche wird sie ihre Ausbildung als Fachkraft für Agrarservice ( Lohnunternehmer ) in Norddeutschland  ( grob - zwischen Papenburg und Cloppenburg ) beginnen. Im Gegenzug kommt der Sohn des Lohnunternehmers dort, in den Haushalt meiner Schwägerin.

liebe Grüße
peka
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in der du nur Atem und Herzschlag lauschst.
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kraftvoll und gelassen.
Sonnenblume2
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« Antwort #7 am: 31.07.08, 09:01 »

Der Freund und der Bruder von einer Freundin sind Mähdrescherfahrer mit Leib und Seele.
Da haben wir beide (Freundin und ich) schon des öffteren darüber gesprochen, das auch wir Frauen das machen könnten.   Grin Mensch ... da würde die Männerwelt 'blöd dreinschaun'.
Ich denke das Fahren ansich dürfte kein Problem sein, ABER wenn es Probleme gibt sollte man halt auch ein klein wenig technisches Verständnis haben um die "kleinen" Probleme selber beheben zu können.
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Naima
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)


« Antwort #8 am: 31.07.08, 10:13 »

Hallo,
ich fahre seit diesem Jahr erstmals auch den Mähdrescher. War vorher die ausschließliche Domäne von SV, er hat niemanden anders fahren lassen. Nun ist er im Juni verstorben und da sonst niemand hier ist, hat es mich erwischt  Wink

Schwierig ist es nicht, ich würde zu Caras Ausgangsfrage sagen: Männerspielzeug, deshalb dürfen Frauen in der Regel nicht fahren. Man muss sich einige Tätigkeiten im immergleichen Ablauf merken, ist kein so großes Problem.

Mich nervt nur, dass ich eigentlich gleichzeitig im Stall die Abferkelungen überwachen sollte, Mittagessen kochen, den Gemüsegarten betreuen und zwischendrin möglichst noch Kreiselegge fahren sollte. Das kann so nicht weitergehen  Huh

LG Nicole
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streifenigel
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« Antwort #9 am: 31.07.08, 14:59 »

Hallo,

also genauso wie bei Nicole ist es zur Zeit noch SV-Domäne. Aber ich denke, wenn er irgendwann nicht mehr fahren kann oder will, werde auch ich das Amt übernehmen.

Aber bei uns aus einem ganz praktischen Grund  Cool bin noch jung und habe den neuen Führerschein und darf eigentlich keine Trecker mit Anhänger fahren (muß ich zur Zeit auch kaum). Da wird es einfacher sein, ich fahre Mähdrescher und mein Mann fährt die Wagen weg. Bei unserem knappen Zeitmanagment Tiere, Kind (eventuell bald mehr  Wink ) und dann noch Haushalt fehlt einfach die Zeit für den T-Führerschein.

Lg Isi
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Clara
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Nichts-was sich zu haben lohnt-ist leicht zu haben


« Antwort #10 am: 02.08.08, 15:29 »

Hallo Cara und Hage, hallo @ all,

also ich kenne 3 Frauen, die zu DDR-Zeiten MD gefahren sind und das sehr gut.

Ich tue mich schwer mit der Unterscheidung, das sind die "Männerjobs" und das sind die "Frauenjobs" in der Lw. Wenn ich von mir ausgeh, ich bin gern Feld und Stall unterwegs, deshalb habe ich mich einst für eine landwirtschaftliche Ausbildung entschieden mit allem, was dazu gehört. Ich hatte das Glück, dass ich alles machen und probieren durfte, wie meine männlichen Mitlehrlinge auch und das ist wichtig und ein ganz wichtiger Erfahrungsschatz. Ich halte es für sehr wichtig, dass man sieht, wo es klemmt und dann da anpackt- geschlechtsunabhängig.

Frauen fahren genauso gut oder schlecht wie Männer auch MD u/ o andere Landtechnik. Es ist unterm Strich nix anderes wie Autofahren und  mit der Zeit entwickelt man ein immer feineres  Ohr und Gespür  und eine gewisse Routine für dieses Wunderwerk der Technik. Smiley Smiley

Ich möchte an dieser Stelle auch mal sagen, es ist heute sicher ein recht sauberer und angenehmerer Arbeitsplatz als vor Jahrzehnten, aber man verdient beim dreschen trotzdem nicht sein Geld im Schlaf. Man ist heute von der Konzentration wesentlich mehr gefordert als früher, als man binderte, dann Püppchen stellte, Fuhren lud und dann das Getreide gedroschen hat, weil die Elektronik sehr feinfühlig "sein kann" gerade bei widrigen Erntebedingungen.

Viele Grüße und frohes Schaffen

Anja
« Letzte Änderung: 02.08.08, 15:42 von Clara » Gespeichert

... Ich bleibe auf dem Teppich
meiner Möglichkeiten
und hoffe, dass er fliegen lernt... (lach und zwinker)

Kruppa
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« Antwort #11 am: 02.08.08, 15:51 »

Hallo, ohne jetzt dann macho rauszukehren , fahren kann nen mähdrescher eigentlich jeder depp. wenn den alles so is wie es sein sollte.aber was ist wenn ne störung auftritt, repariert ihr dann auch selbst. allein der banale klingenwechsel braucht zumindest bei meinen nen paar muckis,weil man eben das schneidwerk per hand durchdrehn muss. oder was macht ihr wenns wirklich mal bissl komplizierter wird , zb nen riemen gespannt werden muss, ne kupplung rutscht oder so. noch dazu kommen die ständig veränderten bedingungen ,um zehn is alles noch bissl zäh , nachmittags um vier rutscht es von selbst durch udn abends ziehts wieder an .sollte man bzw frau dann ja auch die einstellungen anpassen .also nicht nur fahren ,sondern  auch wirklich das ding verstehen , er erntet da ja immerhin den jahresertrag udn da möcht ich scho alles haben .
servus
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Streite dich nie mit einem Idioten, er zieht dich auf sein Niveau herunter und schlägt dich mit Erfahrung. (Bob Smith, 1962
Naima
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« Antwort #12 am: 02.08.08, 16:07 »

Der Thread geht ums Fahren und nichts um Reparieren, oder?
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Biobauer
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« Antwort #13 am: 02.08.08, 16:13 »

mag sein naima, aber wen ihn einer fährt sollte er oder sie auch ne klinge tauschen können ,oder wartet ihr  bis mann vorbeikommt , da wären bei uns auch mal schnell 2 stunden weg.so kleine sachen werden doch schnell am feld gemacht , oder.
das andere ist eben das einstellen von so nen ding, hochkomplexe technik , wie gesagt ,man erntet bei uns nur einmal im jahr. ist mir auch imma unverständlich wie manche lohner nen drescher kaufen für 250000 euro udn dnan nen bub raufsetzen , der  null ahnung hat wie das ding funktioniert . Angry
servus
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iMichi
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« Antwort #14 am: 02.08.08, 17:49 »

Auch das fahren ist eine komplexe Angelegenheit. Die Bedingungen so auszuloten und den Drescher so einzustellen und zu fahren das man maximale Leistung bei minimalen Verlusten, sauberem Korn und günstigen Spritverbrauch hat. Gibt zwar heute schon schöne Hilfen wie HarvestSmart und AutoTrac aber deswegen kann ein Laie noch lange keinen Mähdrescher fahren. Wer das nicht glaubt sollte sich mal einen Vortrag von der Andrea Pfeiffer zum Druschmanagement angucken.
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michikopka.de
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