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Autor Thema: 2 . Milchlieferboykott - was kommt danach?  (Gelesen 25794 mal)
Mirjam
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« Antwort #345 am: 09.10.08, 10:18 »

ja klar Mucki

und weil die kanadischen Bauern selbst über eine so hohe Eigen-Disziplin verfügen hat die kanadische Regierung 2008 ein Aufkaufprogramm gestartet (um die Ferkelpreise zu stützen) und bisher schon 120.000 Zuchtsauen weggeschlachtet! Oder müssen wir jetzt noch differenzieren zwischen der Mentalität der kanadischen Milchviehbauern und der kanadischen Schweinbauern  Huh

Vor 2 Jahren war ich in Manitoba auf der regionalen "Eurotier" dort + auf Farmen unterwegs, neben das die Wurzeln der Landwirtschaft alle irgendwie nach Deutschland und zu deutscher Mentalität/Kultur führen (Hutterer) - sind die Betriebe dort mächtig ökonomisch orientiert: Die kommen mit ihrer betriebseigenen DB-(nun DKfL)-Rechnung der Betriebszweige auf die Messe, legen dir diese auf den Tisch und fragen: Was können Sie anbieten, damit ich meine Leistung noch weiter verbessere? Und wer nicht mithalten kann - verkauft halt seine Farm dem Nachbarn und macht was anders.

Das kanadische System - bei Milch - ist eines, das mit staatlicher Kontrolle gewachsen ist und tw. davon abhängig ist.

Gruß Mirjam

« Letzte Änderung: 09.10.08, 10:23 von Mirjam » Gespeichert

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Mucki
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« Antwort #346 am: 09.10.08, 10:40 »

ist es bei uns ander? wer nicht mtihalten kann geht unter,möchte aber bezweifeln wen wir kein kontigent mehr haben das ,das anders wir .

Es wird nur anders wen nicht der überschuß an milch da ist und das erreichen wir nur durch einhalten der quote.
Wollen wir das überhaupt das alle überlebn wartet nicht jder drauf das der nachbar eingeht,um sein felder zu haben.(nicht meine einstellung so wie es aussieht beckommt momentan eher in 20 jahren der nachbar unsere felder).

Würde nicht jder sich freun wen er billig felder beckommt?? Hättet ihr skrupel die felder eiens gescheitert bauer zu pacht?
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Sissy007
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« Antwort #347 am: 09.10.08, 11:55 »


@ annelie

Also warum geht denn eine strickte Mengensteuerung in Kanada? Wie ich schon gesagt habe, man hat schließlich seine eigene Quote die man beliefern und an die man sich halten muss und auch kann! Mehr muss doch gar nicht sein! Ich kann ein Jahr im voraus planen - oder etwa nicht? Wenn es gut läuft bringt man bestimmt auch seine Tiere zur Zucht gut los! oder lieg ich da falsch?

Solange die Spekulation durch die Saldierung vorhanden ist, werden immer welche da sein die sie auch ausnutzen! Das hat aber wirklich rein garnichts mit der Mehrheit der Milcherzeuger zu tun!

Und es stimmt, dass auch BDM Mitglieder überliefern - aber dürfen die denn wirklich deswegen nicht für die Abschaffung der Saldierung sein? Sie träfe es schließlich genauso wenn sie dann überliefern würden - oder etwa nicht?

@ mirjam

klar sind die Kosten Regional und von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich, aber mit einem Preis zu leben, der im Durchschnitt der Betriebe die Vollkosten deckt ist immer noch besser, als zu hoffen, dass die Molkerei gut wirtschaftet und vielleicht viel für die Milch bezahlen kann!
Muss man denn unbedingt Quote kaufen, wenn ein weitgehend vollkostendeckender Preis erwitschaftet werden kann? Du weißt doch auch nicht ob und wieviel du im freien Markt für eine Molkereiquote bezahlen musst?!


In der Kalkulation können sicherlich fehler bezgl. Quotenkosten sein , aber gewissermaßen profitiert man ja auch mit der Milch, die man bisher liefert von dem höheren Milchpreis, was denk ich auch in den meisten Kalkulationen fehlt!

Gruß frankenbauer

Servus,
die Quote in Canada funktioniert, aber nicht im Sinne der Familienbetriebe. Diese werden durch die Quote vernichtet. Die Hofnachfolgen scheitern, weil es lukrativer ist, die Quote zu versilbern, die absurd  hohe Werte angenommen haben. Wenn du dir die irren Zahlen anschaust, vergiss nicht, es sind Werte von 2005 mittlerweile sind die Quotenpreise nochmals gestiegen, sodass sogar zwei Bundesstaaaten versucht haben, per Gesetz die Quoten-Preiserhöhungen zu verhindern. Der Strukturwandel beschleunigt sich rasant. Der Strukturwandel der Milchviehbetriebe ist ein vielfaches höher als der in anderen landwirtschaftlichen Zweigen. Nur die Großbetriebe verfügen noch über das Kapital, um Quote zu kaufen.
Informiere doch mal an der Quelle und nicht beim BDM, der die negativen Folgen des canadischen Modells verschweigt. Du findest dort die Links direkt auf die Canadischen Seiten, wenn du den Angaben von UM nicht traust.
http://http://www.unternehmen-milch.de/meinungen/standpunkte/kanada-quote/kanada-quote.html
Die Überschrift der zitierten Studie lautet: "Vernichtet die Mengensteuerung die Famileinbetriebe? "Ja, ist die Antwort.

Servus mucki,
Dieses Modell nutzt nur der Milchindustrie, die willkürlich die Preise erhöht und durch höhe Schutzzölle gesichert bleibt. Der Verbrauch  von Milchprodukten geht kontinuierlich zurück. Es gibt in Canada bereits eine breite Bürgerbewegung gegen das Quotensystem " Got milked?"  "Wirst Du gemolken?" heißt die Kampagne auch dafür findest du die Links auf der Seite von UM!
Gruß Sissy
« Letzte Änderung: 09.10.08, 12:01 von Sissy007 » Gespeichert

Eine Möwe bin ich von keinem Land.
Mirjam
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« Antwort #348 am: 09.10.08, 12:10 »

Hallo Sissy,

danke für den Link. Es ist immer leichter - hier jemanden zu glauben, als sich die Mühe zu machen auf die original-englisch-sprachigen, kanadischen Seiten zu gehen.

Ich finde das aber weitaus aufschlussreicher - sei es hinsichtlich Kanada als "Vorbild" für Milchpolitik Kanada (darüber hab ich mich schon mal ausgelassen) wie auch bzgl. Schmeisser, Monsanto & Co.

In Kanada lass ich mir grad Winterkleidung besorgen, muss nochmal nachfragen bei meinen Bekannten die viel rumkommen, wie die Stimmung denn ist.

Gruß Mirjam
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Sissy007
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« Antwort #349 am: 09.10.08, 12:15 »

Hallo Sissy,

danke für den Link. Es ist immer leichter - hier jemanden zu glauben, als sich die Mühe zu machen auf die original-englisch-sprachigen, kanadischen Seiten zu gehen.

Ich finde das aber weitaus aufschlussreicher - sei es hinsichtlich Kanada als "Vorbild" für Milchpolitik Kanada (darüber hab ich mich schon mal ausgelassen) wie auch bzgl. Schmeisser, Monsanto & Co.

In Kanada lass ich mir grad Winterkleidung besorgen, muss nochmal nachfragen bei meinen Bekannten die viel rumkommen, wie die Stimmung denn ist.

Gruß Mirjam

Die Studie ist auch in Übersetzung auf der HP.
Die links nach Canadan insb. zu "Got milked" sind toll grafisch bearbeitet und erklären sich auch für Kolleginnen und Kollegen, die nur wenig Englisch können, fast von alleine.
Gruß Sissy
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Mirjam
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« Antwort #350 am: 09.10.08, 12:56 »

Hallo Sissy,

ich hatte mich hier schon bereits (warum kommst erst jetzt mit einer dt. Übersetzung daher) in das Modell eingegraben und was mich dort noch mehr erschreckt hat ist der Marktverlust der kanadischen Molkereien im Innland bzw. die Importsteigerungen aus USA in nur wenigen Jahren.

ah, hier hatt ich dazu schon mal was geschrieben...http://www.agrar.de/landfrauen/forum/index.php?topic=25165.msg258111#msg258111

das hat man nun davon, wenn man sich einliest, Illusionslosigkeit...

Das der verbrauch die hören preis nicht aktzeieren will glaub ich nicht,das ist ein grücht das Aldi und Co wieder in die weltsetzen um uns zu unterdrücken .
Den wen der verbraucher so aufs geld schaut dann dürfte eien Molkerei wie Müller(Jukurt mit der Ecke) schon lange keien jokurt mehr verkaufen, ind im ede aber genau die jukurt immer aus,komisch ist aber das der billig jokurt nie vergriffen ist.
Und noch ein beispiel dann dürften die teuern Bier sorten und praliene,Schnaps und all solchen zeug was wirklich teuer ist schon nicht mehr existieren.
Es ist schon klar das der verbraucher ien zeit bracht biss er sich dran gewöhnt ,das war bei der preissteigerung vor zwei jahren bei den bäckern auch so am anfang sank der umsatz aber es hat sich wieder eingependelt,und bei der heutigen gesundheits fanatik glaub ich nicht das sie auf jukort und so weiter verzichten schau doch nur mal die ganzen Pto-drings an was die kosten ,die kaufen auch genug leute damit die firmen überleben,oder ist schon ein pleite???lg Mucki


Hallo Mucki, ich hab extra mal nachgesehen - natürlich gibt es langfristige Verbraucherreaktionen auf Lebensmittelpreise und diese sind sehr gut erforscht: http://www.rind24.com/modules.php?op=modload&name=News&file=article&sid=2888 und grad aktuelle veröffentlich worden:


Sparen bei der Menge
Die deutschen Haushalte reagierten auf Preiserhöhungen insbesondere bei Konsummilch, Butter, Naturquark, Naturjoghurt, Kondensmilch, Fleisch, Eier, Brot und Kaffee, indem sie ersatzlos weniger einkauften. Die reduzierte Einkaufsmenge kann allerdings bedarfsgerechter sein, wenn weniger weggeworfen wird.

Ausweichen auf günstigere Produkte
Auch durch Umschichtung des Haushaltsbudgets lässt sich sparen. Typische Beispiele aus jüngster Zeit sind Margarine statt Butter, Wurst statt Käse und Schweinefleisch statt Putenfleisch. Gespart wurde aber auch innerhalb der einzelnen Produktgruppen, indem man Halbfettmilch statt Vollmilch, Naturjoghurt statt Naturquark, Standardkäse statt Käsespezialitäten, günstigere Fleischprodukte wie Hackfleisch statt Edelteile oder mehr Tafelschokolade zum Aktionspreis kaufte.

Handelsmarken statt Markenartikel
In den meisten Bereichen verloren Markenartikel und Premiumprodukte im Zuge der Preiserhöhungen an die Eigenmarken des Handels. Zu den Gewinnern auf Handelsseite gehörten fast immer die Discounter, die in der Regel auch nach der Preisrunde die günstigste Einkaufsstätte blieben.


Darüberhinaus wird ja Milch nicht nur an Menschen sondern auch in der Futtermittelindustrie verwendet und hier nach Preis/Inhaltsstoffäquivalenz einfach ausgetauscht, d.h. der Futtermittel-Magermilchpulverpreis ist derzeit am tiefsten Punkt seit 6 Jahren  nach dem Extrem-Hoch vom letzten Jahr haben viele Schweinemäster einfach die bisherige Frischmolken aus der Ration geschmissen (und auch aus arbeitswirtschaftlichen Gründen nicht mehr aufgenommen), so fehlt den Molkereien wiederum ein Absatzmarkt für die Nebenprodukte und damit Wertschöpfung ergo Auszahlungspreis.

Im LEH höre und sehe ich täglich die große Kampagne des Riesen Real der sich mit "REAL-QUALITY" ein eigenes Label leistet, was heißt, dass er genau so wie bei REWE (JA!-Produkte) Produktschienen einrichtet, bei denen die Lieferanten austauschbar sind, warum wohl?

Was deine genannten Markenprodukte wie Müller & Co. betrifft so spielt meiner Meinung nach hier die Marketingmacht/-investition (Fernsehspots) eine Riesenrolle - warum nur finde ich für dies Produkte keine genossentschaftliche Milchwerbung im Fernsehen Huh Statt dessen verbindet der Kunde seit dem Frühjahr dank der Fernsehberichte Milch mit Gülle, natürlich steigern solche Bilder den Milchabsatz...

Statt in Berlin zu marschieren sollten wir hier medienmäßig gegenhalten und die Kunden briefen: "Wissens wo´s herkommt", damit die Kunden darauf dringen bei bestimmten Herkünften/Lieferanten zu bleiben (Marktanteile halten) und somit die Molkereien zu stärken - bestes Beispiel ist ja die Marke Berchtersgadener Land mit dem höchsten Auszahlungspreis.

Gruß Mirjam
« Letzte Änderung: 09.10.08, 13:20 von Mirjam » Gespeichert

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Matthias
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« Antwort #351 am: 09.10.08, 16:58 »


Den wen der verbraucher so aufs geld schaut dann dürfte eien Molkerei wie Müller(Jukurt mit der Ecke) schon lange keien jokurt mehr verkaufen, ind im ede aber genau die jukurt immer aus,komisch ist aber das der billig jokurt nie vergriffen ist.


lg Mucki


Hallo,

warum hat dann Müller im Frühjahr als erster die H-Milchpreise gesenkt, hat plötzlich (Massen)produkte hergestellt die er vorher nie im Program hatte (Sahne). Die Markenprodukte liefen im letzen Jahr Grottenschlecht und das hat Müller als erster gespürt. Wobei Müllermilch bei weitem nicht nur Markenprodukte herstellt, in Leppersdorf laufen in erster Linie Handelsmarken vom Band.

mfg
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« Antwort #352 am: 09.10.08, 17:33 »

Zitat

Hallo,

warum hat dann Müller im Frühjahr als erster die H-Milchpreise gesenkt, hat plötzlich (Massen)produkte hergestellt die er vorher nie im Program hatte (Sahne). Die Markenprodukte liefen im letzen Jahr Grottenschlecht und das hat Müller als erster gespürt. Wobei Müllermilch bei weitem nicht nur Markenprodukte herstellt, in Leppersdorf laufen in erster Linie Handelsmarken vom Band.

mfg
Matthias

.. so ist es. Und was der Alte Fuchs diesmal bei Aldi als H-Milch Gebot eingibt, können wir uns an den zehn Fingerchen abzählen. So viel zum Thema "Milch ist Macht,bla blabla"

Milchkonsum - 5 %
Butter - 30 %
Käse - 4,5%

Nach BDM-Lehre  müssen wir jetzt, das Marktgleichgewicht wiederherstellen. Das geht so: Absatz ist rückläufig und die Franzosen produzieren 6,5 % mehr und die Polen und Tschechen auch  - das ergibt nach Formel Schaber eine Mengenreduzierung der deutschen Anlieferungsmenge von 15 %. Dann steigt der Auszahlungspreis auf 43 cent!!
Macht es am Besten so wie Daimler und BMW mit Kurzarbeit (Trockenstellen) oder der Entlassung eurer (vierbeinigen) Mitarbeiterinnen (Schlachter anrufen).
Gruß Sissy
« Letzte Änderung: 09.10.08, 18:42 von Sissy007 » Gespeichert

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frankenbauer
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« Antwort #353 am: 09.10.08, 19:48 »

Warum sollten Milcherzeuger vernichtet werden, wenn der Preis die Kosten deckt? Warum muss man unbedingt Quote kaufen! Klar ist mir auch dass auch in Kanada große Betriebe schneller wachsen können (das ist aber denk ich fast immer so) - das heißt doch aber im Umkehrschluss nicht, dass die anderen deswegen aufhören müssen!?

Wenn der Milchkonsum zurückgehen sollte, dann bitte soll er doch! Ist da ein Problem?


Servus,
die Quote in Canada funktioniert, aber nicht im Sinne der Familienbetriebe. Diese werden durch die Quote vernichtet. Die Hofnachfolgen scheitern, weil es lukrativer ist, die Quote zu versilbern, die absurd  hohe Werte angenommen haben. Wenn du dir die irren Zahlen anschaust, vergiss nicht, es sind Werte von 2005 mittlerweile sind die Quotenpreise nochmals gestiegen, sodass sogar zwei Bundesstaaaten versucht haben, per Gesetz die Quoten-Preiserhöhungen zu verhindern. Der Strukturwandel beschleunigt sich rasant. Der Strukturwandel der Milchviehbetriebe ist ein vielfaches höher als der in anderen landwirtschaftlichen Zweigen. Nur die Großbetriebe verfügen noch über das Kapital, um Quote zu kaufen.
Informiere doch mal an der Quelle und nicht beim BDM, der die negativen Folgen des canadischen Modells verschweigt. Du findest dort die Links direkt auf die Canadischen Seiten, wenn du den Angaben von UM nicht traust.
http://http://www.unternehmen-milch.de/meinungen/standpunkte/kanada-quote/kanada-quote.html
Die Überschrift der zitierten Studie lautet: "Vernichtet die Mengensteuerung die Famileinbetriebe? "Ja, ist die Antwort.


Das System ist nicht optimal (und das gibt der BDM auch offen zu!) - aber immer noch besser als der "freie Markt"!
Übrigens schreiben die, dass sich der Milchpreis auf einem stabilen Niveau befindet. Ich würde sagen der Milchpreis ist sogar kontinuierlich gestiegen und steigt immernoch! Und außerdem Interessiert es mich reichlich wenig wieviele Bauern aufhören - entscheidend für mich ist wie sich die Erfolgskennzahlen (Rentabilität, Stabilität, Liquitdität, Eigenkapitalbildung) entwickelt haben! Denn was bringt es Bauer zu sein und dabei nichts zu verdienen???

@ fanni

Die 40 Cent - Schilder sollen nicht mitgebracht werden weil so der Eindruck enstehen würde, man hätte sich keine Gedanken darüber gemacht wie dieser Milchpreis dauerhaft auch machbar ist!

Gruß manfred
« Letzte Änderung: 09.10.08, 20:37 von frankenbauer » Gespeichert
frankenbauer
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« Antwort #354 am: 10.10.08, 00:33 »


@ annelie

Naja... aber in Deutschland interessierts Dich schon, ob welche aufhören? D. h. also, wenn die Kennzahlen stimmen ists egal wieviele aufhören?  Also Kanada wurde mir (auch von Dr. Grupp und vom BDM) immer als leuchtendes Beispiel dargeboten... von nicht optimal les ich heute das erste mal...*wunder*

Man Urteilt doch einfach falsch wenn man sagt, dass die Mengenregulierung die Familienbetriebe vernichtet, wenn sie dafür bezahlt werden aufzuhören! Da kann doch etwas nicht zusammenpassen!? Wie du gesagt hast muss man alles Vergleichen neben der Entwicklung wie sich der Strukturwandel vollzogen hat, auch die Entwicklung eben der Erfolgskennzahlen, denn das ist meineserachtens, für die, die weiterhin Milch produzieren entscheidend! Die Quote kann man auch Abschreiben, - und wie gesagt der Milchpreis ist auch für die Milch da, die man bereits beliefert, was in den meisten Kalkulationen nur unzureichend berücksichtigt wird!

Das mit dem Milchpreis gegenrechnen kann ich dir absolut nicht bestätigen, denn mit dem Programm Dynamische Liquiditätsanalyse, in dem die Erfolgskennzahlen der nächsten 10 Jahre (mit Inflation etc.) ausgerechnet werden! Ich habe einen Stall geplant mit Quote (35 Cent Milchpreis, 1 € Quotenpreis) und ohne quote (27 cent Milchpreis)! Das Ergebnis : Mit Quote eindeutig besser!

Soweit ich weiß, war es sogar in einer der ersten Versammlungen, an denen gesagt wurde, dass die Mengenregulierung wie sie in Kanada praktiziert werde zwar nicht ganz optimal sei aber eben immer noch besser wie "freier Markt" bzw. Molkereiquote!

Dass die Subventionen in der Landwirtschaft in der Öffentlichkeit sehr umstritten sind interresierrt dich wohl nicht wirklich!?

Klar bekommen andere Unternehmen auch Subventionen - aber findest du das richtig?

Warum drosselt BMW die Produktion?

Eine konkrete Antwort auf deine Frage bezgl. Milkboard kann ich dir auch nicht geben! Aber warum sollte man diesen Ansatz deswegen nicht mehr weiterverfolgen? Klar ist die Zeit knapp! Aber wie du auf www.agrarheute.com in einem Video ansehen kannst wird jetzt zumindest schon darüber diskutiert!

Gruß Manfred
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mary
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« Antwort #355 am: 10.10.08, 07:18 »

Hallo Annelie,
5 Jahre Planungshorizont für einen neuen Stall- also da müssen aber dann andere Milchpreise her Grin
Oder eben nur noch Melktechnik, die Kühe auf die Weide, so wie in Neuseeland.
Herzliche Grüsse
maria
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Mirjam
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« Antwort #356 am: 10.10.08, 08:37 »

  Warum drosselt BMW die Produktion?

Gegenfrage: Deutschland ist (noch?) Exportweltmeister, Fahrzeuge der BMW-Produktion gingen (?) bisher nach USA? In den letzten Jahren über 15.000 monatlich!

Mirjam
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Matthias
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« Antwort #357 am: 10.10.08, 09:19 »





Eine konkrete Antwort auf deine Frage bezgl. Milkboard kann ich dir auch nicht geben! Aber warum sollte man diesen Ansatz deswegen nicht mehr weiterverfolgen? Klar ist die Zeit knapp! Aber wie du auf www.agrarheute.com in einem Video ansehen kannst wird jetzt zumindest schon darüber diskutiert!

Gruß Manfred


Hallo,

in Anbetracht der Geschichte des letzten halben Jahres sollten eigentlich schon alle Fragen beantwortet sein. Es kann doch nicht sein das Milchbauern zum Boykott aufgerufen werden, zu  Strafbaren Handlungen gedrängt werden und die Ziele sind zwar verschwommen da aber keiner kann sie so recht erklären. Seit ihr euch eurer Verantwortung überhaupt bewusst ?

Das kanadische System kann zwar sein das es Momentan gerade noch funktioniert. Aber was ist wenn der Druck durch Öffentlichkeit; WTO usw zu groß wird und es aufgegeben werden muss ? Dann gibt es einen riesen Knall und mit einem mal ist ein riesen Batzen Kapital vernichtet worden was sich die wieder eingesteckt haben die mit der Produktion aufgehört haben.

Und wenn das System nicht aufgegeben wird ist es nur eine Frage der Zeit bis die Betriebe mit ihrem Milchpreis der auch langsam sinken wird, weil ja der Absatz nachgewiesener Weise immer weiter zurück geht und paralell die Kosten steigen nicht mehr klar kommen. Klar die die als erste Aussteigen fallen erst mal weich, aber was ist mit denen die übrig bleiben ?
Weißt du wie man solche Systeme nennt ? Schneeball oder Pyramidensysteme und die sind in Deutschland verboten.

Ihr redet immer von weniger Subventionen, Ausgleichszahlungen und wollt gleichzeitig ein System was uns extremst vom Staat abhängig macht (Was passiert wenn Kanada die Importzölle senkt ?) Und in unserer wechselhaften Politik mit sich ständig ändernden politischen Kräften ist das für mich schon ein hochrisikogeschäft. 

Noch zum Ende:

galubst du wirklich an die aktuelle Rechnung, die der BDM aufmacht das der Milchpreis ohne Streik 7 ct tiefer läge ?

Mfg
Matthias
« Letzte Änderung: 10.10.08, 10:04 von Matthias » Gespeichert
fanni
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« Antwort #358 am: 10.10.08, 10:27 »






Ihr redet immer von weniger Subventionen, Ausgleichszahlungen und wollt gleichzeitig ein System was uns extremst vom Staat abhängig macht

Mfg
Matthias

öhm.............ich denke grade das wird doch grad im Health check beschloßen .........oder täusch ich  mich??  Also zumindest weniger Subventionen (ist schon (fast) beschloßen) und eine nicht minder geringere Abhängigkeit .......(seh ich so!)
« Letzte Änderung: 10.10.08, 10:31 von fanni » Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
reserl
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« Antwort #359 am: 12.10.08, 07:27 »


Wegen "Überfüllung" geschlossen. Wink

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lieben Gruß
Reserl


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