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Autor Thema: 2 . Milchlieferboykott - was kommt danach?  (Gelesen 26577 mal)
eifelrosi
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Weißes Gold ist wertvoll und gesund


« Antwort #60 am: 20.07.08, 16:11 »

Der BDM startet eine bundesweite Umfrage an alle Milchviehhalter

Den Fragebogen gibt es unter www.bdm-verband.org

http://www.bdm-verband.org/userfiles/file/UmfrageundBegruendung.pdf?PHPSESSID=83412ab4e46d9329b663a01c4dbf3946

Wir sind kein Mitglied beim BDM, aber die Umfrage richtet sich ja schließlich an alle.
Somit ist jede Meinung gefragt.


Wenn die Meinung aller gefragt ist, warum steht denn dann die Meinung des BDM schon direkt hintendran?
Aber dafür bitte schön mit Adresse, damit man dann Besuch bekommt, wenn man nicht deren Meinung ist?
Und wer wertet diese Umfrage aus, der BDM selber?
Werden auch die Bögen mitgezählt, wo einfach nur zweimal nein angekreuzt wird ohne Namen anzugeben?

Nachdenkliche Grüße
Roswitha


« Letzte Änderung: 20.07.08, 16:17 von eifelrosi » Gespeichert

Schön, dass es den BT gibt
marikat
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Lass mir die Träume, ich brauch sie zum Leben


« Antwort #61 am: 20.07.08, 18:03 »

Hallo,
das ist eine Meinungsumfrage !!!!!!!
Tut nicht weh, kostet nix, ist nicht repräsentativ, dient hoffentlich dazu, dass nicht zu viel Energie in eine Idee gesetzt wird, die nicht mehrheitsfähig ist usw.
 
Bevor da jemand Verfolgungsängste bekommt, seid versichert unsere Demokratie und unser Rechtsstaat wird an ein paar Milchbauern nicht scheitern.

Ich habe mir heute nochmals das Begleitprogramm des BV vom 11.3. 2008 angesehen, die schreiben unter "Begleitprogramm Milch Abs. III dass das Bewusstsein der Eigentümer der genossenschaftlichen Unternehmen geschärft werden muss. Grin Grin Grin.

Da ich aus unserer Diskussion hier im Forum den Schluss ziehe, dass manche Bauern sich nie irgend welchen Forderungen des BDM anschließen werden, sollten die mal ihren BV (soweit sie organisiert sind) ansprechen, wie man das Bewusstsein schärfen sollte.
Gruß
Marikat
« Letzte Änderung: 20.07.08, 19:40 von marikat » Gespeichert
marikat
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Lass mir die Träume, ich brauch sie zum Leben


« Antwort #62 am: 20.07.08, 19:37 »

Hallo,
heute habe ich Fütterfrei und da wollte ich doch der Frau Fischer-Boel ein paar Gedanken von mir schreiben. Die Frau ist nicht mehr an Meinungen interessiert.  Huh Entweder ist ihre Web-Side geschlossen oder ich hab den falschen Link. Wer hat einen aktuellen? Es wäre schade um mein Geschreibsel ich hab mir echt Mühe gegeben Undecided
Gruß Marikat
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Lotta
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Cowboyerin :o)


« Antwort #63 am: 20.07.08, 20:13 »

Hallo Marikat!
Habs jetzt über mehrere Wege versucht. Kein Link funzt mehr  Huh
Kannst du das nicht direkt nach Brüssel schicken?
Dann kommts wenigstens auch an...wer weiss ob sie in dem Blog überhaupt nochmal gelesen hat- interessiert die doch sowieso nicht wirklich *seufz
Grussi
lotta
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
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Braunviehzucht mit Herz und Verstand


« Antwort #64 am: 20.07.08, 20:44 »


Naja, ist ja wohl auch gefragt, wer die Meinung des BDM unterstützt...
Die Umfrage ist vom BDM, deshalb wird er sie auch auswerten... immerhin hat der Verband hinterher schwarz auf weiß was Sache ist...
Ob Du Besuch bekommst bezweifle ich, falls Du anderer Meinung bist... denn die unbelehrbaren sind ja eh schon bekannt im Landkreis. Name und Adresse ist wohl wichtig, ansonsten könnte ja jeder 10 Bögen abgeben um das Ergebnis zu beeinflussen. .................

Ich zitiere jetzt mal aus dem aktuellen Infoschreiben des BDM von letzter Woche:
 Unter dem letzten Abschnitt "Nicht locker lassen - BDM muß noch stärker werden"

..............
Die Abstimmung unter allen Milcherzeugern in Deutschland über die BDM-Forderungen soll weitgehend durch unsere Strukturen organisiert werden und bietet sich deshalb an, neue Mitglieder zu werben. Bitte nützen sie diese hervorragende Gelegenheit, erneut auf ihre Berufskollegen zuzugehen und diese zum Mitmachen zu bewegen.
..........

Da sind wohl wieder Hausbesuche angesagt!

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Versuche nie einen Menschen so zu formen wie du es bist, denn du solltest wissen , daß einer von deiner Sorte reicht
fanni
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« Antwort #65 am: 20.07.08, 21:57 »

He ihr Vorschreiber!!, so schlecht ist doch die Aktion nicht. Haustüre kann auch zu bleiben Grin  (außer wenn ich komm!!! Wink)

Ich denke hier kann doch mal wirklich jeder Melker seine Meinung kundtun (wenn denn sein muß noch auf einem extra Blatt Wink) es kann doch auch NEIN angekreuzelt werden.

Für mich steht das Ergebnis in keinsterWeise fest, so wie viele meinen Cool, denn ich glaub nicht, dass diese Umfrage so einfach mehrheitsfähig ist. die Inhalte sind doch ,mal gelinde ausgedrückt, kompliziert Huh Auch der DBV und die Medien dürften größtes Interesse haben, wie das abläuft und somit ist für mich eine Kontrolle da.

aber vielleicht bin ich da zu naiv.

Sagt doch mal was zu den Inhalten der Befragung! Das würd mich jetzt viel mehr interessieren.
« Letzte Änderung: 20.07.08, 22:05 von fanni » Gespeichert

Herzliche Grüße von Fanni
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Braunviehzucht mit Herz und Verstand


« Antwort #66 am: 20.07.08, 22:48 »

Bei einer Umstellung des Umrechnungsfaktors von 1,02 auf 1,03 sinkt die Ausbeute um 1 %, denn ein Liter Milch gibt nun mal eine bestimmte Menge an Produkt, das ich dann verkaufen kann, egal zu welchem Faktor ich umrechne. Folglich, wenn ich für 100 kg Milch nur 970 Liter abliefere kann ich nicht erwarten dass ich den gleichen Erlös bekomme als wenn ich 980 Liter abliefere. Richtig ist dass eine Umstellung einer Faktischen Quotenkürzung um 1 % gleich kommt. Bei einer durchschn. Quote von 200.000 kg sind dies 2000 kg oder je nach Leistung 1/3 bis 1/4 Kuh weniger.

Mit einseitigen nationalen Beschränkungen werden wir uns mittelfristig aus dem Markt ausschließen. Unsere EU-Nachbarn warten schon um die von uns freiwillig geräumten Lücken zufüllen. Siehe diesen Beitrag

Ich denke so ein Fonds ist zu träge für einen doch sehr schnelllebigen Milchmarkt.


Internetschdrieler,
der den Zettel nach Freising faxt und Hausbesuche der örtlichen BDM-Türklinkenputzerkolonne bin ich ja schon gewohnt Grin da steh ich drüber Cool
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Mathilde
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« Antwort #67 am: 21.07.08, 07:40 »

Hallo,

bei mir gilt immernoch Angebot und Nachfrage regelt den Preis.
Das habe ich heute in unserer Tageszeitung gelesen:

Bosch setzt Produktion aus

Der weltweit größte Automobilzulieferer Bosch stoppt wegen drohender Nachfrageschwäche bei Dieselaggergaten an mehreren Standorten bis in den August hinein die Produktion. "Wir haben Schließtage vorgesehen im Juli und auch im August", so Bosch-Sprecher Andreas Kempf.  dpa

(Aus der Märkischen Allgemeinen zitiert)

So machen das die Großen und wir sollten daraus lernen. Ich frage mich immernoch warum man immer mehr Kühe melken soll?  30% der Milch gehen doch angeblich in den Export  Roll Eyes

LG Mathilde
« Letzte Änderung: 21.07.08, 11:09 von Mathilde » Gespeichert
mary
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Baeuerin - Beruf mit Herz


« Antwort #68 am: 21.07.08, 08:16 »

Hallo Mathilde,
seh ich genauso. Vor allem hab ich keine Lust, mit teurem Kraftfutter, horrenden Mineraldüngerpreisen und Dieselpreisen zuviel Milch zu erzeugen, die dann den Preis nach unten drückt.
Die grossen Firmen können sich nicht leisten, zuviel auf Halde zu produzieren.
Für uns in der Landwirtschaft gelten die Gesetze es Marktes ebenso, aber solange ich als Bäuerin denken kann, wird uns immer das Gegenteil weiß gemacht.
Herzl. Grüsse
maria
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manurtb
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« Antwort #69 am: 21.07.08, 15:20 »

Übrigens ... hier im LIDL gibt es die * Bauern Milch *  - 1,5 % zu 89 Cent
Ich hab die noch nicht gesehen. Gibts die vielleicht nicht überall?!?
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Mirjam
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« Antwort #70 am: 21.07.08, 19:21 »

Dann der Hinweis der sich in verschiedenen Medien findet, dass letztendlich Schaber Sonnleitner darum gebeten hat mit dem LEH Kontakt aufzunehmen

Mirjam
Hallo Mirjam,
hast du für diese Aussage einen Beleg ?
Ich habe nur mitbekommen, dass sich Schaber bei Sonnleitner für die Verhandlungen mit dem Lidl-Chef bedankt hat.

Hallo Andreas,

ich hab das hier gefunden: Die Chronologie des Milchstreikes - http://www.bauernverband.de/?redid=215229

ja, natürlich, wie auch immer eine DBV-Quelle, ich hab halt in den letzten Tagen eine Pressemitteilung gelesen beim rumstöbern, wo es mir hängengeblieben ist das Sonntleitner dank SEINER Position Schaber einen Gefallen getan hat.

Ah ja genau - die Pressemitteilung des DBV auf agrarheute war es: http://www.agrarheute.com/milch_und_rind/milchproduktion/bbv_reagiert_auf_verbandsaustritte.html?redid=217378

4. Unverständlich sind die Aktionen auch vor dem Hintergrund, dass es Schaber war, der Sonnleitner während des Lieferstreiks bat, die Ver­handlungen mit dem Lebensmitteleinzelhandel aufzunehmen, was letztlich wenigstens Preisverbesserungen auf den Weg gebracht hat. Weitere Preisverhandlungen laufen noch, konkrete Ergebnisse des Milchgipfels bei Bundesminister Horst Seehofer sind frühestens Ende Juli zu erwarten.

Wenn dem nicht so war - kommt folgerichtig eine Richtigstellung vom BDM...?

Und zu der Gentechnik bin ich nicht auf dem laufenden - wo hat Sonnleitner das dargestellt mit dem Milchstreik/Gentechnikforderung/Gasölverbilligung? Ich finde nur das:

5. Ultimative Aufforderungen an den Deutschen Bauernverband (DBV) und an Sonnleitner, alle BDM-Forderun­gen bedingungslos zu übernehmen, widersprechen den demokratischen Spielregeln der Meinungsbildung, wie sie im BBV und DBV gelten. Die Positionen und Forderungen des Berufsstandes beruhen auf einer breiten Diskussionsbasis von der Orts- bis zur Bundes­ebene und auf der Entscheidungsfindung in den BBV- und DBV-Gremien, die auch Präsident Sonnleitner weder missachten kann noch will.

Gruß Mirjam



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Andreas
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« Antwort #71 am: 21.07.08, 21:09 »

Hallo Mirjam,
im Positionspapier des DBV vom 20.06.08 steht:

b) Bund und Länder müssen
·         kurzfristig das auf EU-Ebene abzusichernde Begleitprogramm Milch durch- und umsetzen,
·         ein Kostenentlastungsprogramm für Milchbauern (wie für alle anderen Bauern) in Angriff nehmen, um den extrem gestiegenen Belastungen (Energie, Futtermittel, Maschinen, Anlagen, usw.) wie auch den Risiken größerer Marktschwankungen zu begegnen.
 
Dazu ist es notwendig,
·         die Dieselbesteuerung kurzfristig auf das niedrige europäische Niveau zu senken,
·         den gestiegenen Risiken durch Klima, Tierseuchen aber auch volatilerer Märkte durch die Gewährung einer bilanziellen Schwankungsrücklage zu begegnen,
·         den Kostenanstieg bei Eiweißfuttermitteln durch rasche Lösung der GVO-Problematik zu bremsen,
·         bei allen Tierseuchen eine flächendeckende Unterstützung zu gewähren (Durchführung der Impfungen, Ausgleich für Markt- und Tierverluste, usw.).


Quelle:  http://www.bauernverband.de/?redid=215165&mid=216059
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Jochen
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« Antwort #72 am: 21.07.08, 22:16 »

Was ist falsch an der Forderung, die Dieselsteuer auf das im sonstigen Europa übliche Niveu zu senken?
Weißt Du überhaupt, um was es bei der benannten GVO-Problematik geht? Sicher weißt Du es.. aber du verschweigst es geflissentlich um Deine unverschämten Lügen über "Bauernverband = Gentechnikbefürworter" an den Mann zu bringen.
Mannomann.. das AbL-Grüppchen muß es ja schwer nötig haben..
So wie die sich beim BDM anbiedern (Baringdorf hier, Baringdorf da... immer Honig ums Maul schmieren und hoffen, dass die 90% der Milchviehbauern, die vom AbL angepißt werden, das falsche Spiel nicht merken)
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Andreas
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I mog Di !


« Antwort #73 am: 22.07.08, 00:27 »

Hallo Jochen,
Mirjam wollte den Beleg für meine Darstellung, ich habe die Quelle geliefert.
Es wäre schön, wenn du auch mal eine von deinen unverschämten Behauptungen belegen könntest. Grin

Aber trotzdem danke, dass du immer wieder die AbL in Spiel bringst, die kann etwas Werbung ganz gut brauchen !
« Letzte Änderung: 22.07.08, 07:43 von Andreas » Gespeichert
Mirjam
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« Antwort #74 am: 22.07.08, 08:25 »

Hallo Andreas,

dann ist der Grundkonflikt eben jener, seit jeher bestehender, dass der DBV und der BDM zwar einig in den Protesten der Milchbauern (und die Unterstützung hier richtung bessere Milchpreise) sind, aber die anvisierten Ziele verschieden sind und bleiben.

Das der DBV von seinen "Grundzielen" die er schon länger/beharrlich verfolgt hier nicht plötzlich umschwenkt weil der BDM den Milchstreik innitiert hat - war zu erwarten?

Allerdings stresst mich dieses Positionspapier des DBV schon - was meinen diese mit "volatilere Märkte" (oder wer weiß das schon ohne nachzuschlagen) und was ist eine "bilanzielle Schwankungsrücklage"  Huh Und wie will er im Bundestag oder in den Ländern "ein Kostenentlastungsprogramm" durchbekommen - gibts das für andere Wirtschaftszweige auch?

Was sie unter einer "raschen Lösung der GVO-Problematik" (ist hier die Rückstandsgrenze gemeint?) verstehen geht auch nicht hervor. Weiß das jemand?

Gruß Mirjam

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