Lotta
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« Antwort #15 am: 13.07.08, 13:39 » |
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Hallo! Was ich bei dieser ganzen Diskussion vermisse sind die praktikablen LÖSUNGEN, für das Milcherzeugerproblem. Matthias und Internetschdrieler, ihr redet schlau daher, seit aber von dem gleichen Problem betroffen wie alle hier, oder?  Bei vielen Postings hat man echt das Gefühl, ihr freut euch noch über alles was gegen einen höheren Milchpreis spricht, um eure persönliche Abneigung gegen den BDM zu bekräftigen. Ich hab mich in dieser Box schon lange zurückgehalten, es macht auch einfach keinen Spass mehr hier zu posten. Jede Antwort von euch ist mit einem höhnischen Unterton und es wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt- ätzend!  Produziert ihr weiter unter Erzeugerkosten und lasst doch den BDM BDM sein. Konzentriert euch lieber auf ein Ziel- und sucht Wege wie die landwirtschaftliche Situation gebessert werden kann. Dann ist eure Energie sinnvoller eingesetzt! Gruss Lotta
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Schimpfe nie mit vollem Mund über Bauern
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mary
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« Antwort #16 am: 13.07.08, 14:17 » |
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Hallo Lotta, aber das ganze hat doch einen Unterhaltungswert, vielleicht soll es gar nicht um mehr gehen. Beim Lesen kommt mir immer die Studie über die Bauernkonflikte in den Sinn. Du denkst ja sicher auch nach, welche Lösungsvorschläge siehst du? Herzl. Grüsse maria
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Matthias
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« Antwort #17 am: 13.07.08, 15:23 » |
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Hallo! Was ich bei dieser ganzen Diskussion vermisse sind die praktikablen LÖSUNGEN, für das Milcherzeugerproblem. Matthias und Internetschdrieler, ihr redet schlau daher, seit aber von dem gleichen Problem betroffen wie alle hier, oder?  Bei vielen Postings hat man echt das Gefühl, ihr freut euch noch über alles was gegen einen höheren Milchpreis spricht, um eure persönliche Abneigung gegen den BDM zu bekräftigen. Ich hab mich in dieser Box schon lange zurückgehalten, es macht auch einfach keinen Spass mehr hier zu posten. Jede Antwort von euch ist mit einem höhnischen Unterton und es wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt- ätzend!  Produziert ihr weiter unter Erzeugerkosten und lasst doch den BDM BDM sein. Konzentriert euch lieber auf ein Ziel- und sucht Wege wie die landwirtschaftliche Situation gebessert werden kann. Dann ist eure Energie sinnvoller eingesetzt! Gruss Lotta Hallo, Die praktikabelste Lösung für den einzelnen Betrieb ist zu Versuchen unter den aktuellen Rahmenbedingungen klar zu kommen und die Milchproduktion so weit wie möglich zu optimieren. Das kling vielleicht für einige zu hart ist aber so. Auch wenn es abgedroschen klingt man kann den Markt nicht ausblenden jedenfalls nicht auf Deutscher Ebene nicht. Ich will hier niemanden verhöhnen, aber man kann sich doch hier nicht nur euphorisch hochjubeln. In einer Diskussion versucht man in der Regel mit Argumenten seine Meinung zu untermauern bzw die Thesen des anders Denkenden zu wiederlegen nichts anderes hab ich gemacht und genau das können meine Diskussionpartner auch machen. Nur leider kommen meist eher Angriffe anstatt Argumente. Der Komunismus ist auf dem Papier eine ideale Gesellschaftsform, wenn nicht sogar die idealste, aber sie funktioniert in der Praxis nicht, genau so sehe ich das bei den ANsichten und Forderungen des BDM´s. Dazu kommen die Mittel und Wege wie sie diese versuchen durchzusetzen, hab ich ja schon öfters hier erwähnt und nicht nur ich. Ich frage mich warum den Kritikern immer vorgeworfen wird Erlöse unter den Gestehungskosten zu haben. Warum produziert eigentlich jeder noch Milch ? Der Preis ist ja nicht erst seit gestern unten. Wenn ich mir die Betriebszweigauswertungen der Milchproduktion anschaue, dann Klafft meist zwischen unteren 25 % und obere 25 % eine Lücke von bis zu 10 ct und das gilt für nahezu jedes Bundesland. Hier werden immer Betriebe mit ähnlicher Struktur verglichen. Wie schaffen es Momentan Betriebe zu überleben die zu 50 ct produzieren ? Wenn der BDM eine Vertretung der Milchbauern ist warum versucht er nicht auch Händeringend die Wirtschaftlichkeit seiner Betriebe zu optimieren. Bzw weist seine Mitglieder darauf hin das bei vielen auch Handlungsbedarf besteht. Das gehört für mich untrennbar dazu. Mfg Matthias
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Beate Mahr
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« Antwort #18 am: 13.07.08, 15:30 » |
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Hallo ich finde das Verhalten im Moment wie im KiGa  Fest steht, dass der DBV seine Mitglieder nicht zum Streik hätte auffordern können hat was mit dem Verbandsrecht zu tun. Fest steht auch, dass einzelne BDMler nicht ganz legale ( Druck)Mittel angewendet haben Der BDM fordert angesichts einzelner Meldungen von Repressionen gegenüber lieferwilligen Erzeugern und Provokationen gegenüber Lieferstoppteilnehmern noch einmal zu einem fairen Umgang miteinander auf. Der BDM hat wiederholt darauf hingewiesen, dass die Teilnahme am Lieferstopp die freie Entscheidung jedes Einzelnen ist. Er hat sich klar von jeder Art der Nötigung zur Teilnahme am Lieferstopp distanziert und stets betont, wie wichtig die gute Stimmung untereinander ist.wie am 2. Juni beim BDM zulesen war Bitte ... keinen Aufschrei ... es war so ... hab es in meinem Umfeld erlebt wie mit Lieferanten umgegangen wurde bzw. wie der Druck aufgebaut wurde und mit welchen Mitteln. Aber es ist auch Fakt, dass der BDM ohne die Unterstützung des DBV nicht zum Ziel gekommen wäre - weil dem BDM die nötigen Kontakte fehlen nicht umsonst hat Schaber in Berlin gesagt ... Schabers Dank richtete sich auch an den Bauernverband, ohne dessen Verbindungen zum Lebensmitteleinzelhandel diese Preisanhebungen des Handels nicht so schnell hätten erreicht werden können, betonte jedoch gleichzeitig, dass es vor allem der Ausdauer und dem Mut der Milcherzeuger zu verdanken sei, dass dieser Erfolg erreicht werden konnte.Und wenn ich mich richtig entsinne, hat Sonnleitner sich beim BDM bedankt dass er zum St*** aufge*** hat. Mein Appell geht an alle Milchbauern in den Dörfern, unabhängig davon, ob sie den Lieferstreik befürworteten oder nicht, jetzt aufgerissene Gräben wieder zuzuschütten und gemeinsam die notwendigen Schritte zur längerfristigen Stabilisierung und Entwicklung des Milchmarktes zu tun.“Richtig bescheuert finde ich ( persönlich ) diese stänkern an der Basis wo doch Schaber und Sonnleitner am 30. Mai eine GEMEINSAME ERKLÄRUNG DES BDM und DBVabgegeben haben Es wird wirklich Zeit diese Machtspielchen zu beenden und gemeinsam weiter zu machen Liebe Grüße Beate
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Lotta
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« Antwort #19 am: 13.07.08, 16:37 » |
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Hallo Mary! Um solche Lösungen parat zu haben müsste man viel mehr Wissen und Einfluss haben...Hab ich beides nicht, bin ja nur Bäuerin und muss damit klar kommen. Wenn Bauern sich versuchen zu solidarisieren wird es mit Genuss von denen, die sich nicht solidarisieren wollen zerredet. Ist ja auch einfacher, als an einem Strang zu ziehen und gemeinsam Lösungen zu suchen! Also müssen wir abwarten was die "Nichtbauern" sich für Lösungsmöglichkeiten ausdenken um unsere Höfe zu retten!  Ich sags nochmal: Wir sind nicht im BDM, und stehen auch nicht hinter allen Zielen des BDM- ABER wir haben uns entschlossen mitzustreiken, weil man GEMEINSAM etwas hätte erreichen können. Nur dadurch das eben nicht alle den Gemeinsinn vertreten haben kamen ja die Negativ Schlagzeilen und die zwischenmenschlichen Ausfälle. Es hätte uns wirklcih zusammenschweissen können....aber auch da wurde man ja von den Lieferern belächelt- kein Wunder das es dort zu Spannungen kam. Und unterhaltsam finde ich diese Box schon lange nicht mehr. Hab keine Lust mehr diese Selbstverherrlichungen zu verfolgen. Mich macht das ganze eher traurig @ Matthias Du hast Recht..der Spruch man muss versuchen mit den Rahmenbedingungen klarzukommen IST abgedroschen.... und das der Milchpreis eine Katastrophe ist ist nix neues- schon klar. Wird ja schon lange genug drüber geredet. Neu sind die enormen Kosten, die so drastisch steigen, das von Woche zu Woche eine völlig neue Situation entsteht. Daher ist der Versuch mit den Bedingungen klarzukommen schon totaler Quatsch! Wenn ich höre man muss eben kostendeckend produzieren, dann geht mir die Hutschnur hoch- woran willst du denn noch sparen? Melkmaschine mit halben Strom laufen lassen? Statt Kraftfutter einzusetzen die doppelte Kuhzahl melken? Statt mit dem Schlepper wieder mit dem Pferd pflügen? Selbst wenn es gelingt noch einigermassen kostendeckend zu produzieren, dann frag ich dich wie Wachstumsschritte oder eventuell sogar Eigenkapitalbildung fürs Alter bewerkstelligt werden sollen..Man muss doch auch mal weiterdenken. Ich hab keine Lust als Sozialfall zu enden! Gruss Lotta
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Firenze
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« Antwort #20 am: 13.07.08, 16:52 » |
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Hallo Beate! Ich finde es sind nicht Machtspiele ,sondern andere Sichtweisen zw.DBV und BDM. Der DBV ist nach wie vor auf Wachsen-Weichen und auf Wegfall der Quote . Der Schulterschluss mit Lidl war ein PR gag für Lidl und Schaber wurden seine Grenzen aufgezeigt ,die er sehr schnell kapiert und den Streik deshalb beendet hat. http://www.topagrar.com/index.php?option=com_content&task=view&id=5227&Itemid=521Gr. Firenze
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Beate Mahr
Untermain Ebene
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« Antwort #21 am: 13.07.08, 17:56 » |
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Der DBV ist nach wie vor auf Wachsen-Weichen und auf Wegfall der Quote .
Hallo ja was denn auch sonst ... natürlich wachsen oder weichen ist nicht nur in der LW so sondern auch im Handwerk z.B. Es gibt Betriebe denen geht es mit 30 Kühen wirklich gut und es gibt Betriebe mit 500 Kühen denen steht das Wasser bis zum Hals Wird beim Schreiner um die Ecke nicht anders sein Optimierung wäre der geschicktere Ausdruck ... oder Nischen suchen ... Mein Opa hat vor 50 Jahren schon gesagt Entwerder du gehst mit der Zeit oder mit der Zeit gehst du Der Wegfall der Quote ist keine Erfindung des DBV - auch wenn das gerne behauptet wird das hat Brüssel beschloßen und gilt für alle Selbst wenn sich der BDM darüber aufregt - die LW aufmischt - und sonst was veranstaltet wird sich am Ausstieg nichts ändern Vielleicht sollte man mal anfangen der Realität in´s Auge zuschauen Gruß Beate
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Lotta
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« Antwort #22 am: 13.07.08, 19:29 » |
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...argghhh es geht mir doch gar nicht um den BDM  aber ist ja auch egal........ verstehe mich eben wer will
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mary
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« Antwort #23 am: 13.07.08, 19:51 » |
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Hallo Lotta, ich versteh dich schon. Aber die Frage, was jeder selbst tun kann, welche Vorstellungen und Ziele- sind nach einem Vortrag eines BUS-Trainers sehr wichtig, angeblich würden 80 % des betrieblichen Erfolges vom Betriebsleiter abhängen- die Bäuerinnen hat man natürlich wieder nicht mitgerechnet. Herzl. Grüsse maria
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Mirjam
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« Antwort #24 am: 13.07.08, 20:08 » |
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Hallo Beate,
der Neugierge halber bin ich in den letzten Tagen mal in den Agrarbericht von Österreich gestolpert. Dort ist ein große Anstieg der Nebenerwerbsbetriebe zu verzeichnen (ähnliches Niveau wie Bayern etc.) gerade in den letzten Jahren auf ~ 50 %.
Diese Gedanken habe ich mitgenommen und für mich stellt sich die Frage - ob die (tw. sehr realistische) Perspektive des deutschen Bauernverbandes bzgl. Markt und Wachsen-oder Weichen so schlimm ist? Die Diskussion um mit derselben AK dann noch mehr Fläche oder noch mehr Tier zu bewirtschaften.
Andersherum - "wächst man im Nebenerwerb" ja bzgl. Arbeitsstunden ja auch: Halt nur nicht am Betrieb mit mehr ha oder GV: Sondern in AkH- ausser Haus! Die Doppelbelastung ist dort (mindestens) genau so groß - als wenn es um die "bösen Wachstumsschübe" geht. Die Zerreissproben (finde ich) doppelt so stark, da der Entscheidungsträger oft nicht vor Ort oder greifbar ist.
Ich frage mich eben - was ist besser: Rationalisierung um ausreichendes Einkommen per Feld/Tier mit zugegeben mehr Menge zu erreichen oder sich das Einkommen dann ausserhalb zu holen um den Urlaub, Feierabend dann am Hof zu "verbrauchen"?
viele Grüsse
Mirjam
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mary
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« Antwort #25 am: 13.07.08, 20:50 » |
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Hallo Mirjam, aus der Sicht von Zahlen und Statistiken ist es sicher anders, als in der Praxis draussen. Hab erst vor kurzem wieder den Satz von einem österr. Lehrer gehört- glaub nur der Statistik und der Studie, die du selbst gefälscht hast  Ist doch beruhigend, dass es in Österreich auch so wie bei uns gesehen wird. Österreich geht in der Ausbildung einen anderen Weg, wenn ich heute noch mal jung wäre, würde ich sicher drüben lernen. Hab in der letzten Zeit viele Betriebe besichtigt, da können wir uns noch einige Scheiben abschneiden. Die Östereicher schaun zu uns voller Hochachtung- und wir nach drüben. Herzl. Grüsse maria
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Andreas
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« Antwort #26 am: 13.07.08, 21:10 » |
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Die Schweizer sind auch schlauer:  agra europe 29/08: SCHWEIZ agrarrecht Schweiz: Millionäre ohne Anspruch auf landwirtschaftliche Direktzahlungen AgE. BERN. Vermögensmillionäre in der Schweiz haben keinen Anspruch auf landwirtschaftliche Direktzahlungen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Bern in einem Urteil vom 20. Juni bestätigt, das vergangene Woche veröffentlicht worden ist. Nach Auffassung der Bundesrichter verstößt der vom Schweizer Bundesrat festgelegte Grenzwert von 1 Mio sfr (619 300 Euro) weder gegen die Bundesverfassung des Landes noch gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. Die Kläger, zwei reiche Landwirte aus Zürich, hatten angeführt, es finde eine Diskriminierung der Landwirte mit einem Vermögen von mehr als 1 Mio sfr (619 300 Euro) statt. Da es sich bei den Direktzahlungen um Lohn für geleistete Arbeit handle, halte die Unterscheidung nach dem Vermögen vor der Bundesverfassung und der Europäischen Menschenrechtskonvention nicht stand. Konkret beriefen sich die Kläger unter anderem auf Artikel 14 der Menschenrechtskonvention, wonach Rechte und Freiheiten gewährleitstet werden müssen "ohne Unterschied des Geschlechts, der Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauungen, nationaler oder sozialer Herkunft, Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt oder des sonstigen Status". Das Bundesverwaltungsgericht wies die Klage jedoch als "nicht substantiert" zurück; sie beschränke sich auf "appellatorische Kritik, die allenfalls im Gesetzgebungsverfahren vorzubringen wäre". Die Kläger wurden dazu verurteilt, die Direktbeihilfen zurückzuzahlen. Sie hatten in ihrem Antrag auf die Direktzahlungen die Rubrik "Vermögen" offen gelassen und dennoch vom Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Zürich in den Jahren 2003 bis 2005 insgesamt 176 000 sfr (109 000 Euro) erhalten. Später fand das Amt jedoch anhand der Steuerdaten heraus, dass die beiden Brüder über ein Vermögen von 4,3 Mio sfr (2,7 Mio Euro) beziehungsweise 2,8 Mio sfr (1,7 Mio Euro) verfügen. Daraufhin wurden im Mai 2006 die Direktzahlungen widerrufen und die Beträge zuzüglich Zinsen zurückverlangt.
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Freya
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« Antwort #27 am: 13.07.08, 21:27 » |
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richtig  ...aber die Schweizer können ja machen, was sie wollen. Wir sind in der EU.
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liebe Grüße Freya
"Kuchen bleiben länger frisch, wenn sie später gebacken werden" (ostfriesischer Haushaltstip)
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Mirjam
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« Antwort #28 am: 13.07.08, 21:27 » |
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Hallo Mary,
ich war mir ziemlich sicher, dass dies ein Zitat eines dt. Politikers war um "unangenehme" Tatsachen auszuhebeln, wenn es an dem Wort "Statistik" liegt, dann lass es mich durch das entspanntere Wort "Trend" ersetzen. Ich sehe diesen "Trend" (wie auch die Fachschulausrichtung Österreich mit Mindestbasis Realschulreife (aufs Land mit Verstand!) recht interessiert, neugierig, v.a. die Softskillausrichtung.
Aber dennoch um zu meiner Aussage zurückzukommen, dass "Wachstum" in den Nebenerwerb kann (für die z.B. daheimbleibenden Eltern wenn der Junior tagsüber auf Arbeit ist - siehe die mehrfachrichtliche Ausbildung Österreich) auch ebenso wie reines "betriebliches Wachstum bzgl. Überlastung problematisch sein, lasse mich gerne berichtigen.
Mir geht darum - wenn im Meinungstrend der Milchpreis hoch soll ergo Milchmengenbeschränkung und möglichst keiner weichen soll - dann kann auch keiner wachsen?
Mirjam
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Der Kopf ist rund - damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können!
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Matthias
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« Antwort #29 am: 13.07.08, 21:42 » |
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Die Schweizer sind auch schlauer:  agra europe 29/08: SCHWEIZ agrarrecht Schweiz: Millionäre ohne Anspruch auf landwirtschaftliche Direktzahlungen AgE. BERN. Vermögensmillionäre in der Schweiz haben keinen Anspruch auf landwirtschaftliche Direktzahlungen. Das hat das Bundesverwaltungsgericht in Bern in einem Urteil vom 20. Juni bestätigt, das vergangene Woche veröffentlicht worden ist. Nach Auffassung der Bundesrichter verstößt der vom Schweizer Bundesrat festgelegte Grenzwert von 1 Mio sfr (619 300 Euro) weder gegen die Bundesverfassung des Landes noch gegen die Europäische Menschenrechtskonvention. Die Kläger, zwei reiche Landwirte aus Zürich, hatten angeführt, es finde eine Diskriminierung der Landwirte mit einem Vermögen von mehr als 1 Mio sfr (619 300 Euro) statt. Da es sich bei den Direktzahlungen um Lohn für geleistete Arbeit handle, halte die Unterscheidung nach dem Vermögen vor der Bundesverfassung und der Europäischen Menschenrechtskonvention nicht stand. Konkret beriefen sich die Kläger unter anderem auf Artikel 14 der Menschenrechtskonvention, wonach Rechte und Freiheiten gewährleitstet werden müssen "ohne Unterschied des Geschlechts, der Rasse, Hautfarbe, Sprache, Religion, politischer oder sonstiger Anschauungen, nationaler oder sozialer Herkunft, Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt oder des sonstigen Status". Das Bundesverwaltungsgericht wies die Klage jedoch als "nicht substantiert" zurück; sie beschränke sich auf "appellatorische Kritik, die allenfalls im Gesetzgebungsverfahren vorzubringen wäre". Die Kläger wurden dazu verurteilt, die Direktbeihilfen zurückzuzahlen. Sie hatten in ihrem Antrag auf die Direktzahlungen die Rubrik "Vermögen" offen gelassen und dennoch vom Amt für Landwirtschaft und Natur des Kantons Zürich in den Jahren 2003 bis 2005 insgesamt 176 000 sfr (109 000 Euro) erhalten. Später fand das Amt jedoch anhand der Steuerdaten heraus, dass die beiden Brüder über ein Vermögen von 4,3 Mio sfr (2,7 Mio Euro) beziehungsweise 2,8 Mio sfr (1,7 Mio Euro) verfügen. Daraufhin wurden im Mai 2006 die Direktzahlungen widerrufen und die Beträge zuzüglich Zinsen zurückverlangt. Was wird da zu Grunde gelegt Barvermögen oder das gesamte Vermögen (Haus, Betrieb)
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