Matthias
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« am: 11.07.08, 12:48 » |
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Süddeutsche Zeitung, 11.07.08, Bayern:
"Unser größtes Problem ist der Bauernverband"
Milchbauern planen Massenaustritte Konkurrenzkampf der Standesorganisationen wird schärfer / 1600 Landwirte protestieren im Oberland Von Christian Sebald Ohlstadt - Es ist nachts um halb elf, jeder der über 1600 Milchbauern im Bierzelt hat einen langen Tag hinter sich. Doch noch immer hängen sie dem Mann vorne am Rednerpult gespannt an den Lippen. Romuald Schaber senkt die Stimme. "Unser größtes Problem", sagt der Allgäuer Landwirt, der seit dem Milchlieferboykott der bekannteste Bauer der Republik ist, "unser größtes Problem ist der Deutsche Bauernverband. Der unterstützt unsere Forderungen nicht, sondern verfolgt seine eigenen Ziele." Unten auf den Bierbänken ist es mucksmäuschenstill. Selbst hinten, wo vorhin gelacht wurde, hören sie gebannt zu. "Deshalb müssen wir Druck auf den Bauernverband machen", sagt Schaber, "wenn es sein muss mit Kündigungen und Austritten." Da bricht lauter Beifall los, Schabers nächste Worte gehen darin unter. Es herrscht eine eigentümliche Stimmung unter den Milchbauern im Alpenvorland. Fast sechs Wochen sind vergangen, seit Romuald Schaber, 51, und der Bundesverband Deutscher Milchviehhalter (BDM) die Milchbauern zum Lieferstreik aufgerufen haben. Zehn Tage lang schütteten sie ihre Milch weg und setzen die Molkereien unter Druck. Viele waren zuversichtlich, endlich die jahrelange Forderung nach einem kostendeckenden Milchpreis durchzusetzen. Die Solidarität war groß. Nicht nur die Verbraucher bekundeten ihre Sympathie für die Bauern. Egal ob Günther Beckstein, Erwin Huber, Josef Miller oder Horst Seehofer, es gab keinen wichtigen CSU-Politiker, der sich nicht mit den Milchbauern solidarisiert hätte. Auch der Deutsche Bauernverband mit seinem Präsidenten Gerd Sonnleitner sprang auf den Zug auf. Wie die Molkereiwirtschaft wurden auch Sonnleitner und sein Verband von der verzweifelten Wut der Milchbauern völlig überrascht. Bald signalisierte der Lebensmittelhandel Einsicht, die Discountkette Lidl machte den Anfang und erhöhte den Milchpreis. Das Plus sollte direkt an die Bauern fließen. Und nun? Seit vier Wochen verhandeln Seehofer, der BDM, der Bauernverband und die Milchwirtschaft in Berlin, ohne dass sich ein Durchbruch abzeichnet. Der Lebensmittelhandel hat die Preiserhöhungen zum Teil wieder rückgängig gemacht. Die Milchwirtschaft erklärt, die Milchpreise hätten im ersten Halbjahr 2008 um fast acht Cent höher gelegen als ein Jahr zuvor. Die Milchbauern dagegen beklagen, für sie habe sich nichts verbessert. Und Bauernpräsident Sonnleitner hat sich vergangene Woche auf dem Bauerntag scharf vom Milchstreik distanziert. Aus Sicht vieler Milchbauern hat er damit wieder einmal klar gemacht, dass er den BDM nicht ernstnimmt. Stattdessen, so klagen sie, koche der Bauernverband sein eigenes Süppchen. An diesem Abend, in diesem Bierzelt in Ohlstadt bei Garmisch, sehen das fast alle Bauern so. Sie plagt die Furcht, dass sie im Spiel der großen Verbände und Konzerne wieder einmal die Verlierer sein werden. "Sonnleitner muss weg" Auch wenn es immer später wird und etliche Bauern von weither gereist sind, denkt keiner ans Heimfahren. Dazu ist der Frust viel zu groß. "Leut", vergesst"s nicht, wer all die Jahre immer Versprechungen gemacht hat, und es ist nie was dabei rausgekommen", ruft einer ins Mikrophon. "Jetzt müss"ma endlich Konsequenzen zieh"n." Die Appelle des Garmischer CSU-Landrats Harald Kühn und des örtlichen CSU-Landtagsabgeordneten Johann Neumeier, sich nicht auseinanderdividieren zu lassen, verhallen ungehört. Bauernverband-Funktionäre, die für den Schulterschluss zwischen Bauernverband und BDM eintreten, melden sich erst gar nicht zu Wort. "Der Sonnleitner muss weg, sonst werd" des nix", schreit ein Bauer über die Biertische hinweg. "Denn wie soll des geh"n, dass der sowohl nord- und ostdeutsche Großbetriebe vertritt, die keine Milchquote wollen, wie uns, die wir ohne nicht überleben können?" Seit Tagen gehen im Oberland und im Allgäu Spekulationen um, dass es bald massenhafte Austritte aus dem Bauernverband geben könnte. Eine solche Abspaltung wäre nicht nur ein Denkzettel für Sonnleitner. Sondern vor allem ein Signal an die Minister Seehofer und Miller und die CSU, dass sich der BDM seit dem Lieferstreik als der eigentliche Interessenvertreter der Milchbauern versteht. Letzteres wiederholt Schaber seit vier Wochen unablässig. Die Bauern haben aber das Gefühl, dass die CSU sich weiter lieber an den Bauernverband hält. Der BDM möchte nun beweisen, dass er die Nummer eins ist. Massenaustritte aus dem Bauernverband würden unmissverständlich zeigen, dass die Landwirte auf seiner Seite stehen. Der Konkurrenzkampf ist voll entbrannt. Schaber weiß das genau. An diesem Abend in Ohlstadt spricht er es offen an. "Wenn wir es jetzt nicht schaffen, uns durchzusetzen", schwört er die Bauern ein, "dann stehen wir nächstes Jahr wieder vor der gleichen Situation wie dieses Frühjahr." Da war nicht nur der Milchpreis binnen Wochen um 30 Prozent abgestürzt. Sondern der BDM war für den Bauernverband und die meisten Politiker noch eine unbedeutende Splittergruppe.
Quelle: Süddeutsche Zeitung Nr.160, Freitag, den 11. Juli 2008 , Seite 37
Der Artikel zeigt mal wieder wo der BDM einzuordnen ist, in die extremistische Ecke.
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mary
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« Antwort #1 am: 11.07.08, 13:45 » |
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Hallo Annelie, ein wichtiger Bereich ist auch für mich, was der einzelne Betrieb machen kann. Nach meinem Gefühl gehts nicht nur um die Milch, sondern wir müssen mit einer massiven Energieverteuerung auch in Zukunft rechnen. Hier wird noch viel zu wenig drauf eingegangen. Denn so läuft Hase und Igel in Reinform- und wir rennen uns ab wie die Weltmeister, die Kosten sind immer vor uns da. Letzte Woche war z.B. ein Artikel über die Übersäuerung der Milchkühe im Landw. Wochenblatt, wir haben noch viel zu lernen und zu verbessern. Inhaltsstoffe in der Milch ist ebenfalls ein Thema, das leider nur sehr einseitig betrachtet wird. Wir hätten so ein grosses Potential, aber es wird leider sehr viel brach liegen lassen. Herzl. Grüsse maria
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eifelrosi
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« Antwort #2 am: 11.07.08, 14:54 » |
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Hallo Mary,
noch wichtiger ist, was der einzelne Betrieb will, denn wer wirklich will, kann in der Regel auch mehr erreichen.
Mir ist in den letzten Jahren bei unseren Beratern aufgefallen, dass sie häufig von beratungsresistenten Betrieben gesprochen haben und das gibt einem schon zu denken. Aber es ist natürlich einfacher, einem anderen zu sagen, er würd seine Hausaufgaben nicht machen, als sich selbst den Spiegel vorzuhalten.
Viele Grüße Roswitha
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« Letzte Änderung: 11.07.08, 21:35 von eifelrosi »
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Schön, dass es den BT gibt
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mary
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« Antwort #3 am: 11.07.08, 15:04 » |
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Hallo Roswitha, ich glaub der Spruch ist von Nitzsche: wer um das Warum weiß - hat mit dem Wie keine Probleme mehr- so ungefähr - ich muss zugeben, dass ich auch etwas beratungsressistenz erworben habe- und lieber selbst meine Hausaufgaben mache. Gute Beratung nehme ich gerne in Anspruch. Wir haben Glück, weil wir auch ins Nachbarland schauen können, ein Blick über den Tellerrand hinaus schadet nie. Herzl. Grüsse maria
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Beate Mahr
Untermain Ebene
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Ohne Frauenpower keine Bauernpower
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« Antwort #4 am: 11.07.08, 17:52 » |
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Hallo hab da was gelesen beim DBV EU-Milchpolitik: Reden Sie mit! EU-Agrarkommissarin Marianne Fischer Boel bietet seit 7. Juli 2008 auf ihrer Internetseite allen Milchbauern und Interessierten an, ihre Meinung zur künftigen EU-Milchpolitik anzumerken. "Lasst uns zusammen an einer durchführbaren Kompromisslösung arbeiten", heißt es auf der Internetseite von Frau Fischer Boel. Es gehe um Lösungen, die den unterschiedlichen Situationen in den verschiedenen Regionen der EU entsprechen und andere Landwirte nicht zwangsläufig benachteiligen. Teilen Sie Ihre Meinung der Agrarkommissarin im Internet-Blog mithttp://blogs.ec.europa.eu/fischer-boel/in-sachen-milch/Dann laßt sie mal wissen wie ihr euch das vorstellt. Liebe Grüße Beate
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Einen Vorsprung im Leben hat, wer da anpackt, wo die anderen erst einmal reden
John F. Kennedy
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marikat
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Lass mir die Träume, ich brauch sie zum Leben
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« Antwort #5 am: 11.07.08, 20:57 » |
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Danke Beate, ob ich der Agrarkommissarin schreibe oder nicht entscheide ich kurzfristig. Denn die ist offensichtlich beratunsressistent. Wir haben es die letzten Jahre nicht geschafft unseren Berufsstand für die Zukunft fit zu machen. Wir wirtschaften auf unseren Betrieben und stellen Lebensmittel her, die immer schärferen Auflagen genügen müssen. Nur um die Vermarktung habe ich mich nur begrenzt gekümmert. Bei Getreide ist es einfach, da kann ich den Verkaufstermin selbst bestimmen. Aber bei Milch bin ich darauf angewiesen dass meine Molkerei mein Produkt bestens vermarktet. Die Quote steht da auch noch im Weg, die kostet eine Menge Geld hat aber bis jetzt als Marktregularium nicht viel gebracht. Deshalb verstehe ich die Leute vom BDM die sagen dass da dringend etwas grundsätzlich geändert werden muss. Dass der Bauernverband Konkurrenz sieht ist klar und meiner Meinung nach kurzsichtig. Meiner Meinung nach ist es egal ob Nord-Süd-West-groß oder klein der Preis ist entscheident. Und da hat der BDM ein Konzept das evtl. noch bearbeitet werden muss. Wenn die Funktionäre des BDM das einsehen sind wir doch schon wieder einen Schritt weiter. @ Matthias ich bin im BDM und ich bin ganz sicher nicht in einer extremistischen Ecke zu Hause, mit solchen Vorwürfen kann man jemanden mundtot machen aber sich nicht demokratisch auseinandersetzen. Gruß Marikat
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« Letzte Änderung: 11.07.08, 21:02 von marikat »
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frankenpower41
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« Antwort #6 am: 11.07.08, 21:57 » |
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Hallo marikat
Da kann ich Dir nur zustimmen.
An Matthias Denkst Du denn, dass bei uns hier im Landkreis (hauptsächlich Milchviehhaltung, keine Grünlandgegend) etwa 75 % (ich denke soviel sind im BDM und waren auch am Streik beteiligt) alle der extremistischen Ecke zuzuordnen sind??
Ich denk, da machst Du es Dir ein bisschen zu einfach.
Marianne
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Matthias
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« Antwort #7 am: 11.07.08, 22:32 » |
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Ich möchte hier keinen der sich dem BDM Nahe fühlt in diese Ecke schieben, aber für die Argumentationweise, Mitgliederwerbung, Aufarbeitung von Zahlen, und die Darstellung Andersdenkender in der Öffentlichkeit gibt es genug Beispiele in der Geschichte wie es genauso gelaufen ist. Ich denke hier zum Beispiel der an die Zwangskollektivierung der Bauern zu LPG´s in der DDR. Vergleiche die von einigen zu einer noch düsteren Kapitel der deutschen Geschichte gezogen werden, gehen mir aber auch etwas zu weit.
Dazu das Kleinreden der Molkereiblockaden, der Geschichten die zwischen den Landwirten abgelaufen sind.
Was mich am meisten stört ist das es nicht den Hauch einer Selbstkritik gibt, das zb. auch Fehler gemacht wurden.
Wie Annelie schon sagt auf die anderen schießen um von den eigenen Fehlern abzulenken
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Internetschdrieler
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« Antwort #8 am: 11.07.08, 22:50 » |
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Ein Verband, der Nötigung Land- und Hausfriedensbruch "Molkereibesuche" nennt, der Solidarität sagt und Gruppenzwang meint, der unter Mitgliederservice das Versenden von vorgedruckten BV-Kündigungsschreiben versteht, hält seine Mitglieder wohl für unfähig. @ phil die "Bayerische Bauernmilch" hat mit dem BDM rein garnichts zu tun. Hier hat einen Bäuerliche Genossenschaft, die MPOeG in Miesbach, von ihr erwirtschaftetes Geld in die Hand genommen und dieses Projekt auf die Beine gestellt. Das ist Solidarität unter Milchbauern. Da diese Genossenschaft kein karitativer Verein ist, wird sie dieses Geld wieder erwirtschaften wollen.
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marikat
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Lass mir die Träume, ich brauch sie zum Leben
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« Antwort #9 am: 12.07.08, 10:14 » |
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Hallo Internetschdrealer, auch dir geb ich recht. Ich habe mir meine Meinung schon immer selbst gebildet. Von vorgefertigten Schreiben halte ich gar nix!!! Das ist etwas das bei uns schon zu Diskussionen geführt hat. Dieses ominöse Schreiben ist in unserer Gegend bei allen die ich kenne, dorthin gewandert wo es hingehört, in den Papierkorb. Ich werde, wenn ich hier auslogge mal eine Mail an den BDM schicken, denn die hat ja nu auch eine Basis die nicht unbedingt alles gutheißt. Danke für den Denkanstoß Marikat
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« Letzte Änderung: 12.07.08, 10:16 von marikat »
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phil
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« Antwort #10 am: 12.07.08, 11:08 » |
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Hallo Internetsdrealer. Also der BDM hat doch die ganze Bewegung die mer momentan haben erst ausgelöst.Ohne BDM keine Bayern-MEG und in der Folge auch keine Bauernmilch.Der Bauernverband wird nur von den Größten und den Angepasstetsten geführt und die hätten sich ohne BDM halt alles eingerichtet daß es für sie passt.Für die kleineren bissle Zuckerle. Die Bauernmilch ist doch eh nur eine Kopie der "Fairen Milch" des Ösi-BDM(IG-Milch)! Was macht`n eigentlich die MPOeG selber,wenn die Milch in die Oberpfalz zum abfüllen gefahren wird? Und die Naabtaler sind ja ein Privatunternehmen.Gehts denen schlecht,weil sie sich auf sowas einlassen?Oder gibts Kapitalverflechtungen? Hab ich ned oben was von Kompromissbereitschaft der weißhaarigen Dänin gelesen? 
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« Antwort #11 am: 12.07.08, 13:33 » |
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Also der BDM hat doch die ganze Bewegung die mer momentan haben erst ausgelöst.
Den Scherbenhaufen in den Dörfern aber auch! Ohne BDM keine Bayern-MEG und in der Folge auch keine Bauernmilch. Kleiner Geschichtsuntericht: Die Milcherzeugergemeinschaften in Bayern vor allem speziell in Oberbayern sind vor über 35 Jahren nach dem so gennannten "Weidinger Milchkrieg" entstanden. Seit dieser Zeit gibt es auch die "Vereinigung der Milcherzeugergemeinschaften in Bayern e.V." Da sich diese Organisation aber nicht weiterentwickelte, haben verantwortungsbewusste Vorstände von MEG's, die in dieser Vereinigung organisiert waren (und sind - den Verein gibt es immer noch) die BayernMeG ins Leben gerufen. Der BDM hat mit der Milchvermarktungs-GmbH Süddeutschland schon seit dem Jahre 2000 eine eigene Milchvermarktungsfirma.(Geschäftsführer lt. Bilanz 2006 die Herren Niedermaier und Foldenauer) Was hätte näher gelegen, als wenn diese MVS das österreichische Konzept der Fairen Milch in Deutschland kopiert hätte. Einfacher ist es natürlich Milch nach Italien zu karren, als ein Vermarktungskonzept aufzubauen. Diesen fand ich übrigens auf der BDM-Seite.
Was macht`n eigentlich die MPOeG selber,wenn die Milch in die Oberpfalz zum abfüllen gefahren wird? Und die Naabtaler sind ja ein Privatunternehmen.Gehts denen schlecht,weil sie sich auf sowas einlassen?Oder gibts Kapitalverflechtungen?
Wie der Name schon sagt: MPO Milch Produktenhandel Oberland. Warum soll man etwas selber machen, wenn es andere besser und oder günstiger können, dadurch kommt mehr vom Produktpreis beim Milchbauern an. Ob es Kapitalverflechtungen gibt? da schaust am Besten im www.ebundesanzeiger.de nach. Internetschdrieler
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Ca.
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« Antwort #12 am: 12.07.08, 15:42 » |
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Hallo, bei uns ist nächste Woche Generalversammlung unserer Molkerei. Es ging ein Antrag ein: "Festsetzung eines Mindestmilchgeldes, welches mindestens an die Genossen auszuzahlen ist und dementsprechend zu erwirtschaften ist" und "Nach Aufnahme dieses Passus ist ein Beschluss zu fassen, nach dem sich das Milchgeld stets an dem seitens des Milch Board w.V. festgesetzten Basismilchpreis zu orientieren hat" Ich hoffe, das ist nicht das Ende unserer Genossenschaft. Ca.
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Internetschdrieler
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Braunviehzucht mit Herz und Verstand
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« Antwort #13 am: 12.07.08, 22:42 » |
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Hallo, bei uns ist nächste Woche Generalversammlung unserer Molkerei. Es ging ein Antrag ein: "Festsetzung eines Mindestmilchgeldes, welches mindestens an die Genossen auszuzahlen ist und dementsprechend zu erwirtschaften ist" und "Nach Aufnahme dieses Passus ist ein Beschluss zu fassen, nach dem sich das Milchgeld stets an dem seitens des Milch Board w.V. festgesetzten Basismilchpreis zu orientieren hat" Ich hoffe, das ist nicht das Ende unserer Genossenschaft. Ca.
Spätestens wenn die Rücklagen aufgebraucht sind wird Schluß sein. Ausser die Mitglieder schießen monatlich den Fehlbetrag zu  Hauptsache der BDM hat seinen Basismilchpreis. Bei unten angefügtem Rundschreiben der MVO Rückholz, übrigens die Molkereigenossenschaft in der Herr Schaber noch Mitglied ist, werden ihm beim Lesen wohl die restlichen Haare zu Berge gestanden haben. Internetschdrieler
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marikat
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Lass mir die Träume, ich brauch sie zum Leben
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« Antwort #14 am: 13.07.08, 12:57 » |
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Hauptsache der BDM hat seinen Basismilchpreis
Internetschdrieler
Hallo Internetschdrieler, nö, der BDM kriegt den Basismilchpreis nicht sondern alle Genossenschaftsmitglieder. Aber entgegen deiner hier präsentierten Meinung sind nicht alle BDM Mitglieder blöde, nicht denkende Bauern, die darauf warten dass jemand zum Kampf aufruft. Ich gehe davon aus, dass in der angesprochenen Versammlung der angestrebte Beschluss nicht gefasst wird. Ca. kann ja mal berichten. Übrigens bekam ich jetzt die Nachricht einer Viehverwertungsgenossenschaft bei der ich die Mitgliedschaft gekündigt hatte. Einlage ist weg, es bleiben noch ein paar Verbindlichkeiten die zu verteilen sind. Das alles ohne BDV (Bund Deutscher Viehverwerter). Mach nicht allen Frust den du hast am BDM fest. Du sprichst immer wieder den Scherbenhaufen in den Dörfern an, aber ich merke nicht dass du bestrebt bist da vermittelnd einzugreifen, sondern dass du immer kräftig in die Scherben trittst, damit du noch ein paar Argumente kontra BDM hast. Ich erhoffe nicht, dass diese Diskussionsrunde in nächster Zeit sich mit dem Thema "was kommt danach" in positivem Sinn beschäftigt. Es ist jetzt wahrscheinlich an der Zeit dass alle die gegen den Streik und den BDM sind, zu Wort kommen. Gruß Marikat
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« Letzte Änderung: 13.07.08, 13:00 von marikat »
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