schweinchen
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« am: 08.07.08, 15:35 » |
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Hallo, mich würde interessieren, wie bei anderen Betrieben die Arbeiten aufgeteilt sind. Wer macht was bei euch? Bei uns ist es so, daß mein Mann den Betrieb von seinen Eltern gepachtet hat, sie aber noch sehr viel mitarbeiten. Wir haben 4 Kinder, davon 3 noch sehr klein, so das ich im Betrieb nicht so eingebunden bin. Ich fühle mich deshalb manchmal nicht so dazugehörig und empfinde meinen Mann und seine Eltern als eine geschlossene Einheit, was den Betrieb betrifft.  Wie ist das bei euch? Freue mich auf eure Berichte... LG Schweinchen
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Naima
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)
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« Antwort #1 am: 08.07.08, 19:22 » |
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Hallo, ich denke, dass ist meistens so, wenn die Kinder noch klein sind und die Eltern bzw. Schwiegereltern noch mobil sind. Werden die Kinder älter, wird sich sicher die Gelegenheit ergeben, dass Du gewisse Arbeiten nach und nach übernimmst. - Was würdest Du denn gerne machen? - Wer macht das bisher? - Würdest Du diese Arbeit genauso oder anders machen? - Was brauchst Du an Schulung, Fortbildung oder Einweisung? - Warum fühlst Du Dich ausgeschlossen? Werden gewissen Themen im Stall oder sonstwo besprochen, wenn Du nicht dabei bist? - Esst Ihr gemeinsam, wo betriebliches besprochen wird? - Erwartest Du, dass Dein Mann Dich informiert (ehrlich gesagt, fürchte ich, kannst Du lang warten...)? Glaube, bei Landwirten muss die Frauen fragen, fragen, fragen... sonst kriegst Du nichts mit. Das geht auch denen so, die im Betrieb eingebunden sind. Bei mir ist/war es anders, meine SE schon recht alt, als ich auf den Hof kam und keine weiteren Hilfskräfte da. Da mich die Thematik Schweinezucht sehr interessiert, habe ich alles an Vorträgen und Fortbildung besucht, was ich erwischen konnte und konnte einfach mit Wissen im Stall überzeugen. SV konnte ich eher überzeugen, weil ich mich auf alle Traktoren gesetzt habe, ohne vorher je so ein Teil gefahren zu sein und gleich Raps gesät habe  Kopf hoch, alles zu seiner Zeit,  LG Nicole
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klara
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« Antwort #2 am: 08.07.08, 19:41 » |
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Hallo Schweinchen,es kann auch anders gehen: Zur Familiensituation: SE verstorben,zwei Mädel´s mit fast Abitur u. kein Bock zur Arbeit: d.h.alle anfallenden Arbeiten werden zu gleichen Teilen zwischen Männe u. mir geteilt.Wobei ich beim Haushalt mehr einbezogen bin u. Männe dafür bei Maschinenarbeiten,aber sonst:Arbeit ohne Ende......  . Geniesse es, wenn Du noch für Deine Kinder Zeit hast u. gib sie ihnen.Das wird von alleine anders,wenn SE nichtmehr können. LG Klara
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marikat
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Lass mir die Träume, ich brauch sie zum Leben
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« Antwort #3 am: 08.07.08, 21:38 » |
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Hallo, es ist schon doof, wenn Frau auf einem Hof lebt und sich nicht dazugehörig fühlt. Kleiner Tipp von mir, les alle Fachzeitschriften die auf dem Hof sind, dann kommst du in die aktuelle Themenstellungen rein und kannst mitdiskutieren. Hab ich am Anfang meine Ehe so gemacht und habe gepunktet damit. Gruß Marikat
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geli.G
Landkreis BGL Obb.
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« Antwort #4 am: 08.07.08, 21:38 » |
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Geniesse es, wenn Du noch für Deine Kinder Zeit hast u. gib sie ihnen.Das wird von alleine anders,wenn SE nichtmehr können.
Hallo schweinchen, ich kann da klara nur recht geben. Die Kinder sind so schnell groß, deine SE dann auch älter und du wirst sicher gebraucht werden. Bei mir war es auch so, jetzt können die SE immer weniger machen und ich darf immer mehr tun... 
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Man kann dem Leben nicht mehr Tage geben, aber dem Tag mehr Leben. Viele Grüße von Geli
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Simo
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« Antwort #5 am: 08.07.08, 21:45 » |
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Hallo schweinchen, bei mir war es anfangs genauso, dass alles von den SE und meinen Mann abgesprochen und dann auch getan wurde. Aber als meine Schwiegermutter krank wurde war ich innerhalb kürzester Zeit fest in den Betrieb eingebunden. Heute mehr als mir lieb ist  Geniese deine Zeit mit den Kindern, aber wenn es dich zu arg stört, dann rede mit ihnen und lass dir eine feste Aufgabe im Stall geben für die aber auch nur du veranwortlich bist Lg Simo
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Hopfi
Hallertau
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Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit.
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« Antwort #6 am: 09.07.08, 17:11 » |
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Hallo Schweinchen, Ich unterschreibe bei Simo - genieße die Zeit mit deinen Kindern - und habe kein schlechtes Gewissen dabei. Deine Kinder werden es dir danken. Wer in einen Hof hineinheiratet wächst erst in die Lebensspur dieser Familie hinein. Das geht nicht von heute auf morgen. Außerdem hat man eine eigene Lebensspur. Wichtig !!!!!!!!!! Was du willst !!!! Ich z.B. bin 11 Jahre verheiratet Das Leben geht weiter. Man verändert sich. Wenn Du deine Kinder erziehen darfst und du dabei keine Vorwürfe bekommst hast du in eine gute Familie hineingeheiratet. Das ist nicht überall so . Dein schlechtes Gewissen buche ich unter Altlasten, aber Kindererziehung usw. gehören bei mir zur Arbeit auf einem Bauernhofes dazu. Du bist am Anfang eines Weges. Ich bin meiner Mutter sehr dankbar daß sie mir als die Kinder klein waren so geholfen hat, damit ich meine Kinder haben durfte. Meine Kinder sind 8 und 11, ich arbeite Jahr für Jahr immer stärker im Betrieb mit. Aber wenn dich der "nur Haushalt" frustriert. Arbeite einfach im Betrieb mit. Arbeit gibt es ja gewiß genug.  Gruß Hopfi
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Es können nur Menschen helfen, wo Menschen sind. Nur sie können, wo sie sind, die Welt zum Positiven verändern.
Servus, Eure Hopfi
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schweinchen
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« Antwort #7 am: 10.07.08, 14:24 » |
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Hallo, vielen Dank für eure Antworten und auch Ratschläge. Also es ist nicht so, dass ich keine betrieblichen Aufgaben hätte. Ich mache z.B. den Sauenplaner, Karteikarten für die Schweine im Stall, teile mit meiner SM die Büroarbeit und helfe wenn nötig auch in Feld und Stall. Aber trotzdem habe ich immer das Gefühl, dass das nicht ausreicht. Meine SM kennt eigentlich gar nichts anderes mehr, als die Arbeit für den Betrieb: drinnen bleibt vieles liegen, keien Freizeit, keine Freundinnen und nie Zeit. Dafür fast den ganzen Tag in Stallklamotten und immer auf der Flucht... So will ich nicht leben, aber ich habe oft ein schlechtes Gewissen, weil ich denke, dass es von mir so oder so ähnlich erwartet wird. Von meinem SV weiß ich sicher, dass ihm das was ich mache nicht reicht, aber für ihn ist Haushalt, Kinder, Büro und Sauenplaner auch keine Arbeit. Das ist für ihn etwas, was man zwischen abend und dunkel erledigen kann. was er davon hält, ist mir aber auch ziemlich egal. Das Problem ist nur, seit mein Göga den neuen Stall gebaut hat und mein Schwager sich so langsam aus der Sache (sprich Mithilfe) verabschiedet, habe ich den Eindruck. dass er denkt, ich müsste da jetzt mehr machen. Sagt zwar selber oft, dass das ja wegen der Kinder nicht anders geht, aber wenn ihn die Arbeit dann mal wieder überrollt, erwartet er es doch. Außerdem denke ich, ich bin dazu "verpflichtet" meiner SM etwas abzunehmen, weil sie auch immer da ist, wenn ich jemanden für die Kinder brauche. Aber selbst wenn ich ihr helfe, sucht sie sofort wieder nach etwas anderem, was erledigt werden muß und gönnt sich selbst nichts. Man bzw. Frau hat es schon nicht leicht  LG Schweinchen
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Naima
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Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es :-)
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« Antwort #8 am: 11.07.08, 10:14 » |
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Außerdem denke ich, ich bin dazu "verpflichtet" meiner SM etwas abzunehmen, weil sie auch immer da ist, wenn ich jemanden für die Kinder brauche. Aber selbst wenn ich ihr helfe, sucht sie sofort wieder nach etwas anderem, was erledigt werden muß und gönnt sich selbst nichts.
LG Schweinchen
Hallo Schweinchen, Zieh Dir bitte nicht ihre "Schuhe" an. Wenn sie das für richtig hält, lass sie machen. Da solltest Du Dir ein etwas dickeres Fell anlegen. Bei uns ist das nicht anders, nachmittags mal in die Sonne setzen und eine Tasse Kaffee trinken - werktags - wäre undenkbar. Ich mache es einfach und habe am Anfang die Blicke und Kommentare ignoriert. Mittlerweile weiß jeder auf dem Hof, dass ich mir meine Zeit nehme, wenn ich das für richtig halte und, seit SV tot ist, setzen sie sich sogar dazu  Und, dass SV die Arbeiten, die Frauen verrichten, auch wenn es das komplette Büro etc ist, nicht wertschätzen, ist leider auch normal. Meiner war immer nur angetan, wenn ich im Ackerbau tätig war. Im Stall war auch noch nicht mehr soviel wert und alles andere gleich gar nichts. Aber - Du lebst nicht für Deine SE !! LG Nicole
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« Letzte Änderung: 11.07.08, 10:16 von Naima »
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streifenigel
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« Antwort #9 am: 11.07.08, 21:21 » |
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Hallo! @ Schweinchen: Du sprichst mir aus der Seele. Bin mit meiner SM auch am Verzweifeln. Man will ihr hin und wieder Arbeiten abnehmen, damit sie endlich auch mal einen Gang runterschalten kann, aber statt dessen ist sie woanders am Werkeln. Und meine SM ist dann auch noch eine kleine Glucke und mag gerne alle betütern. Ist ja hin und wieder ganz nett, aber manchmal nervt es halt. Und wenn ich mir hin und wieder paar Freistunden für Laura nehme, habe ich auch gleich ein schlechtes Gewissen, daß wieder soviel liegen bleibt.  Ich weiß, da muß man sich ein dickes Fell wachsen lassen, aber manchmal ist das gar nicht so einfach. Besonders wenn man für seine Arbeit auch nicht mal "gelobt" wird, sondern nur wenn etwas schief gelaufen ist angemeckert wird. Wenn ich dann sage, nicht nur meckern sondern auch mal positiv reden, werde ich nur mit Fragezeichen angeschaut. Und Büroarbeit wird hier auch nur von meinem Mann mehr oder weniger anerkannt. Lg Isi
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marikat
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Lass mir die Träume, ich brauch sie zum Leben
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« Antwort #10 am: 11.07.08, 22:04 » |
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Hallo Schweinchen und.....alle ich bin ja nun in dem Schwiegermutteralter. Ich sag Euch nur das ist eine bescheuerte Rolle. Alles was ich von euch lese hab ich zum Teil auch selbst erlebt und wollte es ganz anders machen. Aber nun geht alles vor, und an sich selbst denken und mal abzuschalten tut man nur mit einem schlechten Gewissen, da die Arbeit ja von anderen erledigt werden muss oder liegenbleibt. Aber ich sage mir, nur wer sich selbst was gutes tut, kann auch anderen gutes tun. Gruß Marikat
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Simo
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« Antwort #11 am: 11.07.08, 23:29 » |
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Also ich denke mir mittlerweile nichts mehr dabei, wenn ich mir auf der Terasse mal meinen Kindern widme, denn diese Zeit kannst du nie mehr nachhole. Meine SM macht das auch, nur nicht öffentlich (könnten ja die Nachbarn sehen), sie sieht halt manchmal nachmittags fern und denkt ich bekomme das nicht mit.
Lg Simo
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Margret
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Bäuerinnentreff-eine Bereicherung des Alltags !
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« Antwort #12 am: 12.07.08, 09:57 » |
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Hallo Schweinchen,
ich schließe mich den vielen Schreiberinnen an: genieße die Zeit, wo du mehr Zeit für die Kinder hast und dich so langsam Schritt für Schritt mehr und näher in den Betrieb einarbeitest. Sie ist wichtig für dich und deine Kinder. Du bist ja doch schon ein Stück im Betrieb dabei ! Ganz sicher wird es immer mehr werden wenn du gebraucht wirst und Interesse hast.
Ich hatte bis vor kurzem auch immer ein sehr schlechtes Gewissen, dass mein SV noch sooo viel helfen "muss" bei uns auf dem Betrieb. Er wird demnächst 76 und tut echt noch viel. Das schätze und achte ich auch sehr und weiß, dass ich viel mehr Zuständigkeiten und zeitl. Belastung hätte wenn er diese Dinge nicht machen würde.
Als er nun aber vor einigen Monaten an der Hand operiert worden war und deshalb einige Zeit nichts arbeiten konnte, wurde mir und allen Beteiligten klar, dass er nicht nur arbeitet, um uns zu helfen und den Betrieb zuu stärken. Er war nämlich unausstehlich gelangweilt und ohne Selbstwertgefühl in der Zeit wo er nichts tun konnte ! Er arbeitet hauptsächlich deshalb so viel, da er leider einfach nichts anderes mit sich anfangen kann und nur aus arbeiten Selbstwertgefühl bekommt.
So ist er auch -bewusst oder unbewusst- immer etwas säuerlich-beleidigt (manchmal stellt er auch die Ellenbogen und will mich zur Seite drängen) wenn er merkt, dass ich mit meinem Mann etwas arbeite, wo er früher "wichtig" war. Wir sehen das so, dass es nicht sein kann, dass so ein alter Mann noch existenziell wichitg ist im Betrieb. Es ist ja wirklich nur eine Frage der Zeit, dass er nicht mehr helfen kann im Betrieb. Er soll auch nicht mehr arbeiten müssen. Deshalb ist es uns wichtig, auch Kleinigkeiten möglichst geschickter zu organisieren (dass z.B. das bei uns sehr aufwändige Umstallen von zwei Leuten oder sogar auch nur einer Person möglich sein muss - und nicht wie früher teilw. zu dritt). Denn wir werden langfristig nie mehr zu dritt sein ! Und meine Einarbeitung ist uns (meinem Mann und mir) sehr wichtig geworden. Mich interessiert der Betrieb auch immer mehr seit ich den Kopf freier habe weil die Kinder größer sind. Es macht mir auch Spaß, mit meinem Mann zu arbeiten und immer mehr zu können und lernen. Eigentlich sind SE inzw. sehr sehr froh darüber. Aber manchmal schluckt SV schwer dran und fühlt sich dann unwert, da doch er das immer gemacht hat. Er verdrängt total den völlig realistischen Gedanken, dass er am Tag x nicht mehr arbeiten kann und es dann möglichst reibungslos zu bewältigen gilt, was an tägl. Arbeit da ist.
Manche Menschen brauchen das, dass sie immer arbeiten und wollen auch gar nichts anderes. Sie brauchen das Gefühl, dass nur sie den "Karren halten" können. So könnte es auch bei deiner SM sein. Da vermischen sich manche Gefühle.
Sei froh, dass du noch nicht völlig vom Betrieb vereinnahmt wirst sondern noch mehr Zeit für Kinder und Haushalt und vielleicht auch Bildung (es gibt viele interessante Fortbildungen für den Betrieb) und auch etwas Freitzeit hast. Aus dieser Distanz kannst du auch besser für dich (unter Einbeziehung deises Mannes !) festlegen, was du dir vorstellen kannst künftig-langfristig und welche Lebensform nie in Frage kommen wird. Da kann man auch mal noch rumüberlegen, wie man Zeit gewinnen könnte, falls du dann doch stark im Betrieb eingebunden sein wirst und dennoch noch "leben" willst (z.B. Aufgabe Gemüsegarten, teilw. Beschäftigung Aushilfe,....). Halt einfach ein bisschen rumphilosophieren, wo man hin möchte. Man braucht eine gedankliche Richtung. Oft genug kommt es anders, aber wenigstens mal grob planen ist gut.
Margret
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Margret
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« Antwort #13 am: 12.07.08, 12:17 » |
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Ja, Schweinchen, das stimmt, dass man Bescheid wissen möchte und mitentscheiden. Tatsächl. bedeutet mitentscheiden ja auch Verantwortung tragen. Dies ist aber erst wirklich immer besser möglich wenn man den Betrieb von der Pike auf kennt. Ich habe Zug um Zug mich von der Hilfskraft zur Verantwortlichen emporgearbeitet ... Will sagen, wenn du noch nicht so arg dabei sein darfst und musst, ist es schwerer, alles zu bedenken und überblicken. Je mehr man dabei sein darf und muss, desto klarer ist es einem, was man betriebl. und privat haben möchte. Desto klarer kann man Entscheidungen einfordern und treffen. Das muss alles wachsen. Es gibt noch immer viele Dinge auf dem Betrieb, mit denen ich mich so gut wie gar nicht auskenne. Hier könnte ich kaum was entscheiden. Da maße ich mir auch kaum ein Urteil an, da verlasse ich mich völlig auf meinen Mann oder durchaus auch noch auf SVs Urteil. Bei uns ist es nun so, dass mein Mann und ich (v.a in den nun betriebl. immer schwereren Zeiten wg. Energieverteuerung, schlechten Schweinepreisen usw.) oft zu uns sagen, dass wir beide schließlich für das alles hier die Verantwortung tragen müssen (finanziell und in allem) und uns deshalb auch die alleinige Entscheidungsfreiheit wünschen. Gelingt immer besser, da SE älter werden (und teilw.schwächer da kränker  ) - aber oft genug fühlen wir uns doch noch etwas gegängelt... So ist das eben. Wer mitarbeitet mag auch mitbestiommen, das ist ein stückweit völlig normal. Margret
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Margret
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« Antwort #14 am: 12.07.08, 12:26 » |
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PS: Ihr beiden , Schweinchen und schweinchen 07 bringt mich ganz schön durcheinander mit euren fast gleichen Namen. da muss frau ganz schön aufpassen, euch nicht zu verwechseln.  margret
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